Philosophie denkbar." Folglich, so Hobbes, muss die Philosophie die Theologie aus sich ausschließen. Da das ,,Ewige" weder auf seine Zusammensetzung noch auf seine Erzeugungsweisen und Eigenschaften untersucht werden kann, ist es nicht Gegenstand der Erkenntnis, sondern ausschließlich Objekt der Verehrung. Unkörperliche Substanzen, wie etwa eine unsterbliche, immaterielle Seele, sind daher ebenso vom philosophischen Diskurs ausgeschlossen. Allein die Untersuchung materieller Gegenstände ist Aufgabe der Philosophie, wobei der Mensch an sich den komplexesten aller Gegenstände darstellt. ,,Die Philosophie hat zwei Hauptteile" (Kapitel 9):
Philosophie
Naturphilosophie Staatsphilosophie (Kunst) (natürliche Körper) Ethik Politik
Gegenstand der Staatsphilosophie ist, so Hobbes, im Gegensatz zu dem der Naturphilosophie etwas durch den Menschen künstlich Erzeugtes. Die Politik ist eine ebenso logisch konstruierende Kausalwissenschaft wie etwa die Geometrie. Womit beginnt menschliche Erkenntnis?
Nach Hobbes sind ,,die Sinneswahrnehmungen der Ausgangspunkt der Erkenntnis der Ausgangspunkte selber." (Kapitel 25). Sie verändern sich ständig, werden erzeugt und vergehen. Unter der Vorraussetzung, dass Veränderung immer nur Veränderung von Materie sein kann, ergibt sich die Schlussfolgerung, dass Wahrnehmungen stets physische Veränderungen des menschlichen Körpers sind. Diese sinnlichen Einflüsse unserer Umwelt, die zu direkten körperlichen Veränderungen führen, stellen die erste Gattung von Sinneswahrnehmungen dar. Die zweite Gattung besteht laut Hobbes aus Wahrnehmungen wie ,,Schmerz, Unbehagen, Missmut" (Kapitel 12), also Sinneswahrnehmungen, die vom menschlichen Körper selbst ausgehen. Diese sind als Gegenbewegungen zu den von außen einwirkenden Wahrnehmungen zu verstehen, als spezifische Bewegungen des menschlichen Körpers. Alle Phänomene des menschlichen Seelenlebens entsprechen daher physikalischen Bewegungszuständen, wobei jeder aktuelle mentale Zustand genau einem aktuellen körperlichen Zustand zuzuordnen ist. Die menschliche Vorstellung ist demnach gänzlich durch physische Mechanismen bestimmt.
Arbeit zitieren:
Sven Adrian, 2001, Thomas Hobbes - Elemente der Philosophie, München, GRIN Verlag GmbH
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Marie
Hallo.
Hallo!
Hat mir gefallen was du da geschrieben hast...zumal ich mich sehr für Philosophie interessiere.
In welchem Semester warst du, als du das geschrieben hast?
Wie findest du Philosophie an der Uni im Saarland?
am Saturday, June 28, 2003-
Marie
bla.
Ups.
Dachte eigendlich, dass ich so Kontakt zum Verfasser bekommen würde.
Is ja aber blossn Kommentar!
am Saturday, June 28, 2003-