INHALTSVERZEICHNIS
1. Begriffsklärung / Verschiedene Terminologien -1-
2. Grundbegriffe des operanten Konditionierens -2-
2.1 Verschiedene Arten von Konsequenzen -2-
2.2 Motivation und Situation -2-
3. Die Verstärkung -3-
3.1 Verschiedene Arten von positiver Verstärkung -3-
3.2 Verschiedene Arten von negativer Verstärkung -4-
3.3 Zeitpunkt der Verstärkung und verschiedene Verstärkungspläne -5-
4. Die Bestrafung -6-
4.1 Verschiedene Arten von Bestrafung -6-
4.2 Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Bestrafung -6-
5. Die Löschung und damit verbundene Schwierigkeiten -7-
6. Wechselseitige Lernprozesse -8-
7. Reflexion über die Anwendbarkeit und Bedeutung des Themas -9-
8. Literaturverzeichnis -10-
1. BEGRIFFSKLÄRUNG / VERSCHIEDENE TERMINOLOGIEN
Da sich in der Literatur bisher noch keine einheitliche Terminologie durchgesetzt hat, spricht man bei dieser Art von Lernen entweder von Lernen am Erfolg, von instrumentellem Lernen oder von operantem Konditionieren.
Der Begriff Lernen am Erfolg wurde vorallem durch Thorndike (1898) geprägt, der Experimente zur Erforschung des Lernens durchführte. Bei seinen Experimenten brachte er Versuchstiere in eine Problemsituation. Die Tiere versuchten sich durch Ausprobieren einer Anzahl von Reaktionen aus ihrer Situation zu befreien. Diejenige Verhaltensweise, die hierbei zum Erfolg führte, wurde im Anschluss beibehalten und in ähnlichen Situationen erneut angewandt. (vgl. Edelmann, 2000, S. 66) Thorndike entdeckte in diesem Zusammenhang das Prinzip der Verstärkungstheorien. Mit ´Lernen am Erfolg` ist hier gemeint, dass „der Erfolg eines Verhaltens darüber entscheidet, ob es in Zukunft häufiger auftritt, also gelernt wird.“ (Edelmann, 2000, S. 68)
Was den Begriff des instrumentellen Lernens anbelangt, so wurde dieser hauptsächlich von Skinner , aber auch von Thorndike geprägt. Auch Skinner führte hierzu verschiedene Experimente mit Tieren zur Erforschung dieser Art des Lernens durch. Skinner wartete allerdings nicht ab, „bis die Versuchstiere zufällig die erwünschte Verhaltensweise zeigten.“ (Edelmann, 2000, S. 66) Mittels der von ihm konstruierten „Skinner-Box“ wurde bei seinen Experimenten „jede minimale Verhaltensänderung in Richtung Endverhalten gleich verstärkt.“ (Edelmann, 2000, S. 66) Von instrumentellem Lernen ist hier die Rede, „weil das Verhalten das Instrument oder Mittel ist, das die entsprechende Konsequenz hervorruft.“ (Edelmann, 2000, S. 69)
Zuletzt spricht man noch vom Begriff des operanten Konditionierens. Dieser Begriff geht weitgehend auf Skinner zurück. Hierbei beschreibt Skinner „die (experimentellen) Bedingungen für die Veränderung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens.“ (Edelmann, 2000, S. 67) Unter „bestimmten Bedingungen (Konditionen), nämlich je nach Art der Konsequenzen, [wird] die Auftretenswahrscheinlichkeit dieser Verhaltensweise (des Operanten) erhöht oder gesenkt“. (Edelmann, 2000, S. 68f.) Im Folgenden wird in dieser Arbeit auschließlich der Begriff des operanten Konditionierens verwandt. Die einem Verhalten dargebotenen Konsequenzen können auch als Reize bezeichnet werden, die über die zukünftige Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens entscheiden können. Im Zusammenhang mit operantem Konditionieren spielt der Begriff der Kontingenz eine große Rolle. Hierbei handelt es sich um eine Art „Wenn-dann-Beziehung“. (Edelmann, 2000, S. 68) Dieser zentrale Begriff des operanten Konditionierens meint „die Regelmäßigkeit (genauer: hoher Grad an
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Wahrscheinlichkeit) [...], mit der Umweltereignisse von einer bestimmten Verhaltensweise der Person abhängen.“ (Edelmann, 2000, S. 68)
2. GRUNDBEGRIFFE DES OPERANTEN KONDITIONIERENS
2.1 Verschiedene Arten von Konsequenzen
Man unterscheidet beim operanten Konditionieren zwischen vier Formen.
Zu diesen gehören zunächst die positive und die negative Verstärkung, dann die Bestrafung und zuletzt die Löschung.
Eine Verstärkung soll allgemein die Wahrscheinlichkeit des Aufbaus eines bestimmten Verhaltens erhöhen, wohingegen die Bestrafung und die Löschung zum Abbau einer Verhaltensweise beitragen bzw. führen sollen.
Die Begriffe 'positiv' und 'negativ' sind in diesem Zusammenhang nicht als wertend zu verstehen. Der Begriff „ „positiv“ meint hier Darbietung oder Auftreten einer Konsequenz“. (Edelmann, 2000, S. 69) Unter „negativ“ versteht man dann „Entzug oder Verschwinden“ (Edelmann, 2000, S. 69) einer Konsequenz.
Alle genannten Konsequenzen werden im späteren Verlauf noch näher erläutert.
2.2 Motivation und Situation
Nicht nur die vier verschiedenen Formen des operanten Konditionierens sind für die erfolgreiche Durchführung einer Verhaltensänderung verantwortlich. Ein Verhaltensauf- bzw. abbau ist immer motivationsadäquat und situationsabhängig. Damit ist gemeint, dass die Person, bei der eine Verhaltensänderung herbeigeführt werden soll, zunächst einmal motiviert sein muss, den Aufforderungscharakter der nachfolgenden Konsequenzen zu realisieren. (vgl. Edelmann, 2000, S.71)
„Bei der Verstärkung handelt es sich um Konsequenzen, die zur Befriedigung eines Bedürfnisses (Motivs) führen, und bei der Bestrafung um Konsequenzen, die die Frustration eines Bedürfnisses (Motivs) zur Folge haben.“ (Edelmann, 2000, S. 71)
Was den Begriff der Situationsabhängigkeit anbelangt, so ist damit gemeint, dass ein Lernprozess immer unter bestimmten situativen Bedingungen stattfindet. Dies hat zur Folge, dass das herbeigeführte Verhalten später auch nur in ähnlichen Situationen gezeigt wird.
Begründet ist dies in den Reizen, die dem Verhalten vorangehen. Diese haben eine Art Signalcharakter, da sie signalisieren, „welcher Art die nachfolgenden Konsequenzen sein werden.“ (Edelmann, 2000, S. 72)
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Arbeit zitieren:
Yvonne Decker, 2002, Operantes Konditionieren - eine Form des Lernens, München, GRIN Verlag GmbH
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