Die Region Stuttgart ist in der BRD auch sehr bekannt für die niedrige Arbeitslosenquote, die zwar steigt jedoch sich immer wieder erholt. Im Jahre 1999 betrug die Arbeitslosenzahl 20.783 Arbeitslosen.
In der Region Stuttgart wurde 1996 eine Bruttowertschöpfung von mehr als140 Milliarden DM erarbeitet, was etwa der Größenordnung des Bruttoinlandsprodukts von Irland oder Finnland entspricht. Europaweit ist die Region mit einer Wirtschaftskraft von ca. 114.000 DM pro Erwerbstätigem an der Spitze. Im direkten Vergleich zur BRD sind es ca. 14 % mehr. Stuttgart und Region sind somit im Moment das wirtschaftlich stärkste Gebiet in der BRD. Der größte Teil jedoch tragen die 5 Landkreisen mit 63 % der Bruttowertschöpfung des Gebiets. Der Kaufkraft Index Stuttgarts beträgt 121,8 wobei der Bundeswert bei 100 liegt. Mit hoher Lebensqualität zählen die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region heute zu den bedeutendsten Wirtschaftszentren Europas.
Nicht zu vergessen ist , dass mehr als ¾ der Region Stuttgart landwirtschaftlich genutzt wird oder von Wald bedeckt ist. In dieser reizvollen Landschaft wechseln sich Berge, Wälder, Schlösser, Weinberge, Obstgärten und Felder mit Siedlungs- und Gewerbeflächen ab. Mit einer Exportquote von 37 % ist die Industrie der Region der Exportweltmeister sowohl im Landes- als auch im Bundesvergleich (33 % bzw. 29,7 % ).
Im Vergleich gegenüber BW besitzt die Region ein Anteil von 35,9 % und gegenüber der BRD ein Anteil von 6,8 % an Industrieexporten.
Stuttgart wird noch durch die hohe Industrialisierung, durch die starke Exportorientierung, durch die rund 250 Tausend Industriebeschäftigte und durch die große Branchevielfalt mit ihren Zulieferbetrieben geprägt.
Die Schwerpunktbranchen sind die Automobilindustrie mit einen Jahresumsatz von 21,5Mrd. DM, die Elektrotechnik mit 32,1 Mrd. DM und das Maschinenbau mit 24,8 Mrd. DM. Flächenangebote für jeden Bedarf, sei es für Dienstleistung, Produktion, Forschung/Entwicklung oder Einzelhandel, sind reichlich vorhanden.
Die Wirtschaft der Region Stuttgart ist einerseits geprägt durch eine starke Präsenz des Mittelstands, anderseits wird sie insbesondere mit großen Namen wie Daimler Chrysler, Bosch, Porsche u. a. identifiziert. Mit etwa 140 Tausend Unternehmen ist die Region der Motor im Südwesten Deutschlands und darüber hinaus. Forschungs- und Innovationspotenzial und Hilfe für den wirtschaftlichen Erfolg und den Technologietransfer gibt es in Stuttgart reichlich. Außer Mercedes und Porsche haben andere 34.889 Unternehmen ihren Hauptsitz in der Region. Die Anzahl der Hauptsitze stieg von 1999 mit ca. 35 Tausend auf ca. 36 Tausend Firmen im Jahre 2000, solange die Anzahl der Zweigniederlassungen parallel dazu fiel. Die Unternehmen verteilen sich ungleichmäßig über die Einzelteilen der Region. Stuttgart allein übernahm 2000 24,5 % und an zweiter Stelle steht Ludwigsburg mit 17,6 % der Unternehmen der Region.
Gut 30% der Unternehmen sind Firmen die im Handels. und Genossenschaftsregister eingetragen sind. Der Rest setzt sich aus Kleingewerbebetreibende zusammen. Unter den Gewerbebetreibende führt der Einzelhandel mit etwa 28% der Gewerbe. Es gibt fast wie kein Betrieb was die Region nicht besitzt. In Partnerschaft mit der Wirtschaft steht die Wissenschaft und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. 2 Universitäten, 6 Akademien und Fachhochschulen und eine Vielzahl außeruniversitärer Forschungseinrichtungen unterstützen die Wirtschaft mit neue Verfahren aus der Technik, Biologie oder Chemie und mit neue Ideen von frischen Facharbeiter. Auch wieder in der Führungsrolle steht die Region Stuttgart mit über 8.000 Patentanmeldungen jährlich. Da die Unternehmen einander ergänzen, besteht die beste Vorraussetzung zur Weiterentwicklung von vielen Branchen.
Die Region bietet allgemein eine hohe Produktivität und hervorragend ausgebildete Facharbeiter. Die Finanzfirmen sind leistungsfähig und weltweit anerkannt.
Zu den wichtigsten Erzeugnisse der Region gehören Kraftfahrzeuge, Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, Metallerzeugnisse und chemische Produkte.
Die gute Infrastruktur - Verkehr und Telekommunikation - sowie die zentrale Lage der Region begünstigen die Bearbeitung der Märkte in Ost- und Westeuropa. Die Region Stuttgart liegt im Zentrum des zweitgrößten Wirtschaftsraums der Welt. Unternehmen aus der Wirtschaftsregion Stuttgart können daher den gesamten europäischen Markt optimal bearbeiten. Das Netz an Autobahnen, Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen hat in der Region Stuttgart hat eine Streckenlänge von ca. 3500 km. Das Autobahnkreuz Stuttgart ist ein zentraler Knoten der europäischen Fernstrassen.
Das Rückgrat des regionalen ÖPNV-Angebots ist der Schienenverkehr. Allein das S-Bahnnetz hat eine Länge von 348 km und bedient 70 Haltestellen. Autobahnknotenpunkt in der Region.
Vom Standort Stuttgart erreicht man in einem Radius von 200 Kilometern 21,5 Millionen Menschen. München, Hamburg und Berlin erreichen innerhalb dieses Umkreises nur 12 bis 13 Millionen. Sowohl die öffentliche als auch die private Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut. Es gibt wenige Standorte im Herzen Europas, an denen die Infrastrukturfaktoren so ideal sind wie in Stuttgart. Zahlreiche Werbeagenturen, mehr als 150 Verlage, 50 Bühnen und 200 Chöre zeigen in der Region die kreativen Potentiale. Staatsgalerie, Bachakademie, Varieté und Ballettcompagnie, aber auch das Filmfest Ludwigsburg und das Internationale Trickfilm-Festival sind Ausdruck der kulturellen Vielfalt der Region.
Bunt, vielfältig, aufregend - das Freizeitangebot der Region Stuttgart lässt keine Wünsche offen. Es bleibt die Qual der Wahl:
In erfrischenden Mineralquellen baden, Kultur genießen, durch Fußgängerzonen flanieren, mit dem Schiff den Neckar entlang fahren oder den Verlockungen der schwäbischen Küche in einem der unzähligen Restaurants erliegen.
Ausflüge in den Schwarzwald, ins benachbarte Elsass oder an den Bodensee locken; wilde Tiere lassen sich in Deutschlands einzigem zoologisch-botanischen Garten, der Wilhelma bestaunen, in der Sternwarte kann man ferne Sterne funkeln sehen - und am Abend geht es genauso bunt und munter weiter. Ob Jazzkneipe, Weinstube oder Disco - für jedes Alter und jede Laune ist etwas dabei. Stuttgart 21
Die Deutsche Bahn AG, das Bundesverkehrsministerium, die Landesregierung Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart entwickelten gemeinschaftlich das Projekt Stuttgart 21. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umwandlung des Stuttgarter Kopfbahnhofs in einen Durchgangsbahnhof, der Anschluss Stuttgarts an das Hochgeschwindigkeitsnetz und die damit verbundenen zahlreichen Verbesserungen im Fern- und Nahverkehr. Die badenwürttembergische Landeshauptstadt wird so zu einem wichtigen Knotenpunkt des europäischen Verkehrsnetzes. Die riesige Fläche Brachland mit dem überflüssig gewordenen Schienengewirr hat die Größe von etwa 140 Fußballfeldern und bietet Raum für hervorragend erschlossene, in unmittelbarer Nachbarschaft großer Parkanlagen gelegene Wohn- und Arbeitsgebiete sowie für die erforderliche Infrastruktur. Stuttgart wird somit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zum Modellfall, der national und international bereits auf enormes Interesse stößt. Immerhin verspricht dieses Projekt nicht nur wirtschaftliche Impulse, sondern eröffnet auch ungeahnte städtebauliche Chancen.
Arbeit zitieren:
Renan de Oliveira, 2001, Stuttgart - Raum Stuttgart - Neckarraum [Wirtschaftsstruktur Stuttgarts (Raum Stuttgart)], München, GRIN Verlag GmbH
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Übertzriebwen.
Du hast uns den Arsch gerettet.
Perfekt
am Monday, June 18, 2001-
Anonym
Es wäre toll gewesen, wenn der Autor ein Literaturverzeichnis mitgeliefert hätte. Aber offensichlich gelten auf Regelschulen immer noch die Standards aus den 50ern.
am Thursday, March 14, 2002-
Sabine
mögliche Kritikpunkte?; Quellenangaben?.
Mir fehlt in diesem Beitrag ein kritischer Umgang mit der hochgelobten Region Stuttgart.
Ausserdem vermisse ich Quellenangaben. Woher kommen die Zahlen und Fakten. Einiges würde ich gerne in einen eigenen Vortrag mit einbauen, aber dazu bedarf es natürlich einer Prüfung der Quellen und gegebenenfalls einer Aktualisierung der Zahlen.
Sind die (teilweise gravierenden) Ausdrucksfehler beabsichtigt, um das bloße Übernehmen der Arbeit zu verhindern?
Sabine
am Wednesday, May 15, 2002-