Nach einiger Zeit macht der Besucher auch Bekanntschaft mit Brigitta, der Besitzerin des Nachbargutes. Langsam bemerkt er, dass die Nachbarin der Grund für das seltsameVerhalten des Majors ist.
Der Erzähler, der Zeuge des sonderbaren Verhältnisses zwischen Brigitta und dem Major wird, erfährt nun durch Recherchen eine Geschichte aus der Vergangenheit Brigittas: Als Kind so häßlich, dass selbst die Mutter sie verstößt, wächst sie einsam und unverstanden auf.
Trotz ihres wenig attraktiven Aussehens verliebt sich der junge, weltgewandte und gesellschaftlich allseits begehrte Stephan Murai in sie. Auf seine Werbung hin sagt sie, dass sie, weil sie häßlich sei, eine höhere Liebe fordere, „als das schönste Mädchen dieser Erde.“ Murai, durch diese Unbedingtheit Brigittas nur noch mehr angezogen, heiratet sie. Sie ziehen aufs Land, haben einen Sohn und sind glücklich, bis Stephan Murai ihr wegen eines schönen Mädchens untreu wird.
Mit gebrochenem Herzen verläßt sie den geliebten Mann, zieht mit dem kleinen Sohn auf ihr Gut „Maroshely“ und beginnt als ehrgeizige, fleißige Gutsherrin in einem neuen Leben die Öde ringsum zu bebauen und fruchtbar zu machen.
Murai jedoch reist - nach der kurzen Affäre, die sein Eheglück zerstörte - rastlos in der Welt umher.
Nach 15 Jahren erwirbt er - von einem inneren Gefühl gezogen - , aber mit einem anderen Namen das Gut „Uwar“, wo ihn niemand kennt. Er aber weiß sehr wohl, dass es das Nachbargut Brigittas ist, welches er mit großem Fleiß bewirtschaftet.
Durch ein tragisches Ereignis finden die beiden zueinander und Brigitta erkennt nun, dass der Major in Wirklichkeit Stephan Murai ist, dem auf seiner jahrelangen Wanderschaft seine wahre Liebe zu Brigitta klar geworden war und der nun zu ihr zurückkehren will, sich aber nicht traute, sich zu erkennen zu geben. Brigitta und der Major schwören sich nun ewige Liebe.
Die Erkenntnis, die der Erzähler der Novelle aus der Geschichte zieht, teilt er dem Leser bereits auf der ersten Seite mit. (Leseprobe) Bewertung:
Ich fand dieses Buch bis zum letzten Drittel ziemlich langweilig, da ich sehr lange nicht die Handlung der Novelle verstanden habe. Die Hauptfigur Brigitta wird erst im vorletzten Kapitel zum ersten mal erwähnt. Ab hier wird die Erzählung interessanter. Das Buch ist durch den Stil Stifters sehr schwierig zu lesen. Lange Sätze, besonders bei den Landschaftsbeschreibungen, die oft über eine ganze Seite gehen, verwirren und langweilen den Leser.
© Martin Allmayer IIIc 1999-02-23
Arbeit zitieren:
Martin Allmayer, 2001, Stifter, Adalbert - Brigitta, München, GRIN Verlag GmbH
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Stifter, Adalbert - Brigitta (Reclam, 1994)
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