-die Geschichte zeigt, daß das Böse im Auge des Betrachters liegt. Als sie glaubte, sie sei das Opfer sah sie den Mann als böse an. Die Herausforderung des Buches besteht darin, zu verstehen, wie die Täter dazu kommen Dinge zu tun, die andere als „Böse“ betrachten. -die Geschichte wird als Fehler oder Unfall bezeichnet, aber die meisten bösen Dinge in der Welt werden nicht so betrachtet.
-wenn man die Frau gefragt hätte, ob sie so was tun würde, hätte sie verneint. So ist es mit vielen sogenannten „Bösem“. Niemand fühlt sich imstande Böses zu tun aber in einer wahren Situation sieht die Realität oft anders aus.
-Verstehen von „Bösem“ beginnt mit der Realisierung selbst auch fähig zu sein Böses zu tun. -Die Flughafen Geschichte deutet auf zwei Kerne/ Aspekte des Bösen hin: 1. Zufügung von Unrecht (an eine andere Person) 2. Verwirrung/ Chaos (Zerstörung der freundlichen, netten Welt) Was ist „Böse“ ?
-Baumeister u. Frau haben überlegt ein schwarzes Kind zu adoptieren, u.a. weil ein privilligiertes, gut erzogenes schwarzes Kind mehr wert in der Gesellschaft darstellt, als ein weißes Kind. -die nationale Vereinigung von schwarzen Sozialarbeitern erklärte die Adoption von schwarzen Kindern an weiße Eltern als eine Form von Gruppen- bzw. Völkermord. Baumeister u. Frau hatten eher an eine freigiebige Liebe und viele Vorteile für das Kind gedacht um auch Vorurteile in der Gesellschaft zu minimieren.
-Er hat gedacht etwas Akzeptables, etwas Gutes zu tun, aber auch hier liegt das Böse wieder im Auge des Betrachters. Das „Böse“ ist im eigenen Selbst des Täters zu finden und wird in der Meinung von anderen gebildet.
-die die Böses tun sind sich darüber bewusst und empfinden es nicht als Böse, so wie Frederick Treesh, ein Mörder, der sagte er hätte bei einem Überfall zwei Menschen erschossen, weitere verletzt etc, er hätte niemanden verletzt. Oder die Entführung eines 11jährigen Mädchens, die ein 14jähriger Junge kommentierte mit die beiden Jungs hätten nichts zu tun gehabt, die hatten nicht mal Kabel, was würdest du da tun ?!
-die Bezeichnung Völkermord wird inzwischen auf alles projeziert, eine Frage der Definition. Es ist schwer eine allgemeingültige Definition des Wortes Völkermord zu finden und genauso schwer ist es eine Definition von „Böse“ zu finden, wo alle mit zufrieden wären -in vielen Fällen werden bei einer Beschreibung eines besonderen positiven Umstandes böse Wörter gebraucht um den Umstand zu positivieren (bad good; scheiß lecker etc.). Weiterhin kann man sagen, daß z.B. Chirurgen ihren Patienten Leid zufügen, und Prostituierte tun schreckliche Sachen für ihre Klienten usw., all das scheint böse zu sein für das Opfer. -verlieren von Selbstkontrolle resultiert aus emotionalem Erschöpfung/ Not das ist ein wichtiger Faktor des Bösen, aber wenn Menschen ihre Selbstkontrolle aufgeben und gewaltsam reagieren, dann ist das kein „Wahnsinn“
-das Buch behandelt keine großen Grausamkeiten sondern die alltäglichen immer wiederkehrenden Grausamkeiten, also die kleinen immer wiederkehrenden Überschreitungen, auch weil diese vorsätzliches Unrecht bezeichnen, die kleinen Grausamkeiten (Versprechen
brechen etc) sind für die Sozialforscher besser zu studieren als die großen (Massenmörder etc.), vielleicht erklärt der kleine Akt den großen Akt. Noch mehr ohne Gefühl
-wir gehen davon aus, das beim Bösen immer Gefühle von großer Bedeutung sind, aber einige Täter fühlen kaum oder gar nicht (sie erklären sich zumindest so), die Gefühle der Opfer sind nicht vergleichbar mit denen der Täter
-der Historiker David Stannard erzählte die folgende Geschichte von 1864, Attacke von Amerikanern in einem indianischen Dorf, ein drei jähriger Junge wird von zwei Soldaten verfehlt, der Dritte erschießt das Kind.
-wir wollen verstehen warum normale Menschen zu so etwas fähig sind, ein wichtiger Punkt ist die Gewöhnlichkeit der „Tatausübung“, denn die drei Soldaten sind gewöhnliche Jungs aus Amerika gewesen, die auch Ball spielten etc.
-zwei Schlüssel Themata sind bei dem Verhalten der Soldaten aufgetreten, die ihre Einstellung/ Haltung zeigen könnten:
1. eine Haltung ohne moralische Reflektion oder tiefgründige Gefühle (Tatsachen- Haltung), Kriegsmorde lösen auch eher Traumata aus
2. Selbstgefälligkeit, der den Jungen erschossen hat geht als Gewinner hervor, alle drei sind mit Prahlerei angekommen und haben das Kind verfehlt
Unabhängig von diesem Fall, eine angegriffene Selbstgefälligkeit endet meist in etwas Bösem (z.B. Erniedrigung)
-in jedem Fall ist es sicher, daß sensible Täter schlechter mit ihrer Tat umgehen können und häufig an Alpträumen, Magenschwierigkeiten etc. „leiden“ -die Tat als Spiel anzusehen macht es dem Täter oft leichter Anstoß und Verübung
-Geschichte über Kody Scott und Freundin Tamu, sie ist schwanger, er seit der Schulzeit in einer Gang, er mag sie, will aber nicht häuslich werden. Als sie entbindet macht er sich auf den Weg ins Krankenhaus, klaut ein Auto und fährt los, auf dem Weg entdeckt er einen Erzfeind und erschießt ihn, er fährt nach Haus zurück, macht den Fernseher an
-vor der Tat hat er viel überlegt über Verpflichtung, Liebe und seinen Platz in der Welt, danach waren seine Gedanken nicht fähig zurückzukommen, er konnte nicht mehr bedeutende und reflektierende Gedanken haben sondern nur noch weltlichen, trivialen Gegenden begegnen -dieser Fall ist ein Paradebeispiel für gut und böse. Entweder Frau und Kind oder ein gefährliches, kriminelles Leben. Das Gang Leben bietet Gewalt und Chaos, die Kerngehäuse von den Elementen des Bösen. Es meint tödliches Kämpfen und verwirft das ruhige, rationale Leben, das die Gesellschaft bietet.
-häufig, wie auch in diesem Fall kennen die Täter ihre Opfer. Außerdem ist Gewalt häufig ein Impuls, welcher ein Fehlen von Selbstkontrolle aufweist. Diese Tat war weder vorsätzlich noch ein unwiderstehlicher Impuls, es war ein Impuls Verbrechen, was er zugelassen hat, und er hat geholfen es zuzulassen, ein Impuls und eine unglückliche Begegnung gab die Gelegenheit zur Tat. -allerdings machte er einen Umweg über die feindliche Gegend, wobei es nicht geplant noch ein Unfall war. Selbst-Kontrolle soll in dem Buch eine große Rolle spielen.
-angefangen wurde mit der Frage warum gibt es das Böse, aber nachdem so viele Fälle von unterschiedlichen Formen vom Bösem (Aggression, Gewalt, Unterdrückung) bekannt sind, müsste man fragen warum es nicht mehr Böses gibt. Wenn es stimmt, daß Armut, Horror-Filme, warmes Wetter, Alkohol und andere Gründe Aggressionen begründen, warum gibt es dann nicht mehr Böses ??? Die Antwort ist die Selbstkontrolle, ohne Rücksicht auf die Wurzeln des Bösen ist doch der unmittelbare Fall oft ein Zusammenbrechen der Selbstkontrolle. -Das ist wichtig zu verstehen denn wenn die Gewalt in der Welt größer wird, dann sind nicht die Umstände der Menschen schlechter geworden sondern die inneren Kontrollen sind schwächer geworden, alles was man tun musst, um die Menschen gewalttätig werden zu lassen, ist ihnen die Gründe zu nehmen sich zurückzuhalten.
-verschieden Theorien befassen sich mit der Frage nach sozialer Umgebung und genetischen Veranlagungen (z.B. bei jungen Schwarzen in Ballungsgebieten) in bezug auf Gewalt. Die Frage nach Natur gegen Erziehung ist eine weitere in der Anstrengung das Böse zu verstehen. -Fakt ist, daß sich bei relativ geringer Veränderung in der sozialen Umgebung auch die Gewalt reduzieren kann. Aber es ist vorschnell die Natur von Gewalt-Entstehungs-Theorien auszuschließen, in den 60gern und 70gern wurde angenommen, daß männliche Gewalt / Aggression als Produkt von Kultur und Sozialisation entstanden ist, doch einmal würde man erwarten eine Kultur zu finden die mehr aggressive Frauen hervorbringt. Einmal wird erwartet, daß sich die Sozialisation ändert und die männlichen Aggressionen sich reduzieren oder ganz verschwinden. Aber die Tatsachen sehen anders aus. Die Beweise für männliche Aggressionen häufen sich an und man kann nicht mehr verleugnen, daß einige Natur oder genetische Komponenten eine Rolle spielen
-Aggression sind ein Produkt von der Interaktion zwischen Natur und Erziehung. Es hat sich gezeigt, daß in einigen Gruppen mehr Aggressionen gezeigt werden, als in anderen. Jetzt ist es so, daß Aggression und Gewalt ganz sensibel für viele Faktoren in der sozialen Umgebung zu sein scheinen Richtige Verbrechen und Falsches
-Hersbst 1994 berichteten die Medien über eine 23jährige Frau, die an der Ampel in ihrem Auto von einem Schwarzen mit einer Waffe bedroht wurde und gezwungen wurde im das Auto zu überlassen, auf dem Rücksitz befanden sich ihre beiden Söhne, die der Täter nicht freiließ. Die Polizei bemühte sich den Wagen zu finden. Eine Woche später gestand die Mutter sie hätte das Auto mit den Jungs in einem See versenkt.
-wieder sind die Schlüssel von Bösem: Zufügung von Unrecht und entfesseln von Chaos zu erkennen. Die Geschichte beinhaltet außerdem zusätzliche Merkmale, die weite Klischees über das Böse birgt = genannt Mhytos / Sage des Bösen
-die Geschichte veranschaulicht das Image des Bösen, den die Entführung der Jungs war nicht sardistisch (gegensätzlich zu dem was man damals über Entführer gedacht hat, also gegen den Mythos des Bösen) sie war sinnlos, den er wollte kein Lösegeld, und wenn er nur das Auto wollte, hätte er die Jungs irgendwo abgelegt, also glaubte man der Frau dem Mythos des Bösen -weiterhin spielte die gewählte Rasse eine große Rolle, eigentlich werden statistisch gesehen Weise von Weisen und Schwarze von Schwarzen überfallen, aber nicht weiße von schwarzen Menschen, auch hier spielt der Mythos des bösen schwarzen Mannes eine Rolle. -die Medien unterstützen diese Mythen in den meisten Fällen
Arbeit zitieren:
Ramona Rieck, 2000, Das Bild vom Bösen: Mythos und Wirklichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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