Mathäus Iwaszko-Iwaszkiewicz Geographie LK Jahrgang ´99 Herrn Piepjohn Eugen Klassen Daniel Tietjen
Daten und Fakten:
Staatsname
Bundesrepublik Nigeria Fläche 923768 km² Einwohner 117897000 = 128 je km² Hauptstadt Abuja Amtssprache Englisch Währung 1 Naira(N) = 100 Kobo Bruttosozialprodukt 33393 Mio. $ , 280$ je Einwohner Bruttoinlandsprodukt 39856 Mio. $ , 798 $ je Einwohner Ethnische Gruppen und Nationalitäten 21% Haussa 21% Yoruba 18% Ibo 11% Fulani
29% Andere (darunter Ibibio, Kanuri, Tiv, Nupe) Religionsangehörigkeit Muslimen 50% Christen 40%
Anhänger traditioneller Religionen 10% Physische Geographie
„Entlang der Küste befindet sich ein Gürtel aus Sümpfen und Mangrovenwälder, die sich in den meisten Gegenden über 16 km ins Landesinnere ausdehnen.“¹ Der Küstengürtel in der Region des Nigerdelta dehnt sich über 100 km ins Landesinnere aus. Jenseits der Küstenebenen wachsen Regenwälder, breiten sich Hochebenen aus, die weiter im Norden in Savanne und Steppe übergehen. Die Savanne erstreckt sich im äußersten Norden bis zur Sahelzone, einer Halnwüste. Nigerias höchster Punkt ist der Dimlang (Vogelgipfel) mit 2042 m.
¹ Encarta 99
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Geschichte:
1960 Unabhängigkeit Nigerias
1963 Ausrufung der Republik Nigerias. Ethnische Spannungen, besonders zwischen der muslimischen Haussa (Norden) und den christlichen Ibo (Südosten).
1967 Aufteilung Nigerias in 12 Bundesstaaten. Beginn des Biafra-Krieges. 1974 Wirtschaftsboom durch stark gestiegene Einkünfte aus Erdöl. 1979 Übergabe der Macht durch das Militär an den gewählte n Präsidenten. 1983 Nach umstrittenen Wahlen Machtübernahme durch das Militär. 1986 Wirtschaftskrise nach Ende des Ölbooms
1989 Programm zur Rückkehr zur Zivilgesellschaft (Zweiparteiensystem) 1993 Regierungsstürzung durch das Militär
1999 Ende der Militärherrschaft. Wiederaufnahme in die Commonwealth.
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Strukturen und Probleme der Landwirtschaft:
In Nigeria gab es einen Ölboom. Es kam zu einem Rückgang der exportausgerichteten Landwirtschaft. Nigeria gehörte zu den Weltmarktlieferanten von Erdnüssen, Kakao, Kautschuk, Palmöl und Hölzern. Die Textilindustrie begann auf der Grundlage einer Baumwollindustrie zu expandieren. Die kleinbäuerliche Struktur der Landwirtschaft wurde nicht verändert. Es entwickelte sich nur vereinzelt Plantagenwirtschaft. Vieles des erwirtschafteten wurde vom Staat oder von Aufkauforganisationen abgeschöpft. Es erfolgte keine Reinvestierung der Überschüsse in die Landwirtschaft. Deshalb konnte der primäre Sektor die entstandene Nachfrage nach Nahrungsmitteln nicht befriedigen. Die Bauern schränkten die Produktion ein. So kam es zu einer Zusammenbruch des Agrarexportmarkts Mitte der 70-Jahre. Einige Exportgüter mußten nun importiert werden. Das war jedoch durch die Deviseneinnahme aus dem Ölexport kein Problem. „Die einheimische Land wirtschaft war dieser Konkurrenz nahezu ausgeliefert.“² Ausländische Nahrungsmittel überschwemmte den Markt und landesüblichen Produkte wurden verdrängt.
Durch städtischen Wohlstand und der Dürrekatastrophe im Sahel 1975 kam es zu einer Landflucht.
² Terra, S.285
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Bevölkerungsproblematik:
Über 400 Ethnien leben in Nigeria, mit überwiegend einheitlicher Sprache und Kultur. Die drei miteinander rivalisierenden Gruppen sind Haussa-Fulani(24%), Yoruba(21%) und Ibo(18%). Diese Gruppen gehören zwei Drittel der Bevölkerung an. Der Norden der wichtigste Wirtschafts- und Lebensraum bis zum 19 Jahrhundert wurde vom Islam geprägt.
Als die Briten Nigerias unter ihre Kolonialherrschaft nahmen, begann sich der wirtschaftliche Schwerpunkt nach Süden zu verlagern. Das Christentum begann sich nach Norden auszubreiten(durch Kolonialbeamte und Transportarbeiter). Und der Islam dehnte sich nach Süden aus.
Die Yoruba-Könige wurden von den Briten als Verwalter eingesetzt und dem Norden wurde die Selbstverwaltung und Kontrolle des Middle Belts überlassen. Die Briten verboten die christliche Ausbreitung im Haussa-Fulani Gebiet. Clans der Haussa-Fulani und die muslimische District Heads siedelten sich im Middle Belt an, um die politische Herrschaft auszubreiten. Durch den Widerstand von kleineren Volksgruppen gegen die Haussa-Fulani, kam es zu christlichen Ausbreitungen in dem Gebiet. „Bis heute bestimmen Stammesdenken, Religion, Machtkämpfe und Widersprüche zwischen den Haussa-Fulani und den feudal-aristokratischen Norden das gesellschaftliche Leben in Nigeria.“³
³ Terra, S.281
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Wirtschaftsänderungen:
Nigeria begann Mitte 1986 mit einer Strukturanpassungspolitik. Die bis dahin übliche 5-Jahrespläne wurden durch 3 -Jahresplne ersetzt. „Die im Zuge der einseitigen Ausrichtung auf den Erdölsektor entstandenen Disparitäten sollten überwunden werden.“º
Mit Beginn der 90er-Jahre ging Nigeria zu den 3-Jahresplänen. Von einer sektoralen Prioritätensetzung gingen die ersten beiden 3 Jahre aus. Wichtigste Aktivitäten lagen im Bereich der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung. Seit 1993 nahmen die inflationsfördernde Misswirtschaft und Korruption unter der neuen Militärregierung erneut zu. Man versuchte sich international zu lösen, jedoch näherte man sich bereits 1994/95 an die Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank. Es gelang jedoch nicht die Kreditwürdigkeit und das Investitionsklima zu verbessern. Hierbei spielt auch das extrem schlechte Image im Hinblick auf Demokratie und Menschenrechte eine große Rolle.
º Terra, S.286
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Strukturveränderung durch die Industrialisierung:
Die Entwicklung der Industrie basiert hauptsächlich auf hohen Ölpreisen, die die Importsubstitution finanzierten. „Trotz hoher Wachstumsraten war der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP mit 10% und einem Beschäftigungsanteil von weniger als 1% gering.“ª Durch die Modernisierung wurde nur ein minimaler Anstieg des Beschäftigungsbetrags erreicht. Mercedes Benz, Fiat, Peugeot sowie VW errichteten Montagewerke mit bis zu 90% importierten Input. Der Staat öffnete mit seiner Wirtschaftspolitik die Landesgrenzen für extrem abhängige Industrien und der Unterschied zwischen Arm und Reich wurde immer deutlicher. Es wurden hohe Schutzzölle für Konsumgüterimporte und niedrige Schutzzölle oder Subventionen für Rohstoff- und Maschineneinfuhren eingerichtet. Dieses Prinzip wirkte sich zugunsten einer Konsumgüterindustrien, sowie gegen den Aufbau einer Investitionsgüterindustrie aus. Diese Wirtschaftspolitik begünstigte die Herstellung von Konsumgütern und förderte den Einsatz kapitalintensiver Produktionstechnologien.
ª Terra, S.284
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Bedeutung der Landwirtschaft für die Entwicklung:
Es wurden Maßnahmen zur Entwicklung der Landwirtschaft eingeleitet, wie z.B. Einfuhrverbote - Ausbaudes Straßennetzes im ländlichen Regionen - Abschaffungstaatlicher Vermarktungsgesellschaften - Verbesserungder Zuteilung von Krediten - Bereitstellungvon Kunstdünger, Hochertragssorten, - Schädlingsbekämpfungsmittelund von Maschinen Förderung des Bewässerungsfeldbaus - Füreinige Bauern führten diese Maßnahmen zu positiven Auswirkungen, da es zur Erhöhung landwirtschaftlicher Preise kam. Somit konnte es zu mehr Verdienst kommen.
Andere Bauern haben weniger Glück, da sie zeitweise Nahrungsmittel dazu kaufen müssen weil sie weniger Land besitzen. Das ist durch steigende Nahrungsmittelpreise nicht gut für sie.
Ihr Einkommen kommt nicht mit den steigenden Preisen. Außerdem kann er sie Produktion nicht steigern, da er nur wenig Land besitzt.
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Literaturverzeichnis:
Kopie aus Aktuell 2000, Harenberg „Nigeria“
Kopie aus Spiegel-Almanach 2001 „Nigeria“ Kopie aus Fischer-Weltalmanach 2000 „Nigeria“ Schülerbuch, Klettverlag, Terra Erdkunde S II „Räume und Strukturen“ Computer-Software, Encarta 99 Computer-Software, Weltatlas 99
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Arbeit zitieren:
Mathäus Iwaszko, 2001, Nigeria, München, GRIN Verlag GmbH
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aika
ALSO.......
schön das du dir die mühe gemacht hast den text noch "ein bißchen" von der original fassung zu verändern. ich gebe mir z.b. die mühe alles klein zu schreiben! genauso anstrengend...nicht?
am Monday, March 18, 2002-