Früher herrschte in unserer Gegend tropisches Klima, dies stellte man durch den Bodenschatz Kaolin fest, da es nur unter tropischem Klima verwittern kann. Kaolin ist ein Verwitterungsprodukt von Granit. (Heute in Kriechbaum) In der Zeit des tropischen Klimas ereignete sich auf den Bergen eine chemische Verwitterung durch Wasser und Hitze. Das Wasser drang in das Gestein und löste dieses auf.
Später begann die Einszeit, doch diese betraf Österreich nicht. Hier änderte sich das Klima auf das Tundren, oder Periglazialklima. Der Boden war ständig gefroren und taute nur im Sommer etwas auf. Dadurch entstand Solifluktion. Die verwittere Eder floss ins Tal und bildete so aus v- Tälern, auch Kerbtäler genannt, Muldentäler. An der Spitze blieben nur noch Steine zurück. (Rechberg) Das Verwitterungsprodukt von Granit ist Grus, im Mühl4tel wird es Flins genannt. Es ist noch keine reine Erde sondern nur Steine und Sand. Im Süden gibt es keine Muldentäler, sondern Klammen und Schluchten. Von Norden kam das Wasser und schnitt die Felsen tief ein => Flüsse. Ein V-Tal im Süden ist zum Beispiel das Naarntal. Kulturlandschaft: vom Menschen umgestaltet Streusiedlungen: Einödblockflur => Bauernhöfe wurden errichtet und rundherum wurde der Wald gerodet. „Block“ bedeutet einzelne Blöcke und „Einöd“ bedeutet Boden und Grund rund um den Hof.
Es gibt 4-seit und 4-kant Höfe. Bei 4-seit Höfen geht das Dach nicht geschlossen durch. Die obere Linie des Daches wird als Fierst bezeichnet. Im Wald4tel gibt es vermehrt 3-seit Höfe.
Höfe liegen oft auf Bergkuppen, da die Lage dort gut ist. Es gibt viel Sonne und die Gefahr der Überschwemmungen ist gering. Der Stall lag immer in Richtung Süden und das Wohnhaus nach Norden. Im Süden ist es wärmer und da der Mensch von den Tieren abhängig war, war es wichtig dass diese genug Wärme hatten.
Bärenkopf liegt sehr hoch und es ist eine Sammelsiedlung (kollektive Siedlung). Die Menschen haben gemeinsam den Wald gerodet und sich dort angesammelt. Es gibt aufgrund der Höhenlage nicht sehr viele Felder. Die Bauern leben von der Holzwirtschaft.
Bei der Schlögner Schlinge im Sauwald hat sich die Donau eingeschnitten, dadurch entstand ein ausgefurchter Meanda und ein enges Tal. Die Landschaft dort wird intensiv genützt. Auf den Hängen gibt es noch Wald, sonst wurde alles gerodet.
Die Geschwindigkeit im Fluss ist nicht gleich groß. Außen ist sie schneller und innen geringen, dadurch entstehen Ablagerungen. Das Land bei der Schlinge ist fruchtbar aber durch Überschwemmungen gefährdet. Im Burgenland gibt es bei den Feldern keine Block- sondern eine Streifenform. Diese ist allerdings schwer zu bewirtschaften. Streifenformen einstehen durch die Aufteilung beim Erbrecht.
Anerbrecht: Der Hof wird nicht verkauft und nicht aufgeteilt, sondern nur an 1
Kind weitergegeben. Meistens bekommt der Jüngste das Anwesen, da früher zwischen den Kindern oft ein Abstand von 15 Jahren war. Wenn da der Ältere den Hof übernommen hätte, dann hätte er die jüngeren Geschwister „miterziehen“ müssen, und der Hof wäre nicht so lange im Familienbesitz gewesen. Schlögener Schlinge: Gleithang: Strömung langsamer Prallhang: Strömung schnell Sedimente = Ablagerungen
Schwemmland, ist sehr fruchtbar, weil die Erde feucht, der Humus gut, und der Grundwasserspiegel hoch sind. Bei Überschwemmungen ist heute die Naarn braun, da Humus abgetragen und im Wasser mitgeführt wird.
Boden im Mühl4tel und im Wald4tel
Rohhumus: dünn, nicht so fein, da er noch nicht so weit verwittert ist. Bleicherde: Mineralstoffe werden in den B2 geschwemmt, daher ist er nährstoffarm.
B2: Anreicherungshorizont. Mineralablagerungen werden verdichtet und bildet Ortstein, welcher nicht mehr benützt werden kann. Weltraumbild aus dem Wald4tel: Rechts: größere Flächen mit Feldern, flach Links: Hügelland (Weinsburgehrwald)
Durch die morphologische Wertigkeit der Gesteine, und deren Verwitterung entstehen verschiedene Landschaften. Alpen und Kapatenvorland
Das Alpenvorland ist das Land vor den Alpen und ist niedriger als die böhmische Masse.
Sie wird auch Molassezone genannt- molare = zermahlen Es besteht aus Sedimenten eines ehemaligen Meeres (= Ton, Sand, Schlier, Mergel)
Die Landschaft ist keine Einheit, sondern in Untertypen eingeteilt. 1. Moränengelände
Dieses Gebiet ist noch von der Eiszeit geprägt. Gletscher sind aus den Salzachtal ins Vorland geflossen und bildeten eine glaziale Serie. (siehe 6.B, Südtirol) Der Gletscher wurde breiter und es bildeten sich verschiedne Zweige. Toteisloch: Der Gletscher schmolz langsam und die Temperaturen stiegen. Schotter war im Eis wie in einem Kühlschrank aufbewahrt, und so entstand dann ein leeres Loch im See.
Sander: Geröll und Gesteine am Ende des Gletschers. Auch der Gardasee wurde von einem Gletscher ausgeschürft.
Drumlin: Grundmoräne. Diese Moräne wurde noch mal von Gletscher überfahren.
Toteisloch: kleiner See Weiher. Der Gletscher schmolz ab und Schotter hüllte große Eisbrocken ein. So konnten sie lange vorm Schmelzen bewahrt werden. As der Gletscher dann dich zu schmelzen begann entstand ein See. Der See kann wieder verschwinden, da Pflanzen darin absterben und sich anlagern. Das ist ein dynamischer Prozess, bei dem sich die Landschaft verändert und wir es nicht spüren. Er dauert ewig.
Frostsprengung: Das Wasser dring in die Steine ein und gefriert. Wenn es aufgetaut wird und dann gefriert es wieder, sprengt es den Stein. Normalerweise werden die Steine dann von Flüssen weggetragen, do in der Antarktis gibt es wegen der Kälte keine Flüsse.
Rundhöcker: Das Gestein wurde durch den Gletscher abgeschliffen. Bild aus dem Alpenvorland => Attersee
Der Gletscher kam aus den Alpen und drang nicht bis ins Vorland. Östlich waren die Gletscher nicht mehr so mächtig, da auch die Berge kleiner waren. Der Wald auf den Hügeln zeigt den Ansatz zu einer Endmoräne. Das Gebiet ist
flach und wird wirtschaftlich intensiv genützt. Und zwar durch Landwirtschaft, Siedlungen und Industrien.
Siedlungstätigkeit: Es sind 3 Generationen von Siedlungen vorhanden. Alle Häuser sind Arbeiterwohnsitze für die Fabrik. 1. Einfamilienhäuser (60er und 70er Jahre) 2. Reihenbauten (alt, Mitte dieses Jahrhunderts) 3. Kleine Hochhäuser (70er und 80er Jahre)
Die Fabrik in der Gegend heißt Lenzing und produziert Zellulose, Fasern und Papier. Sie liegt dort günstig, weil zur Papierproduktion viel Wasser benötigt wird. Wolfgangsee:
Die Halbinsel rechts entstand durch Ablagerungen des Flusses. Es ist schon ein Teil des Sees verlandet. Links ist der Schafberg (Zahnradbahn). Der Gletscher ist in den Alpen steckengeblieben und hat sich geteilt. Dadurch wurde die Erosionskraft geringer und so entstand nur ein Teil mit Wasser, der andere Teil ist Land.
2. Inn4tler Schlierhügelland
Es gibt dort durch Periglazialtäler gebildete Muldentäler. Kein Gletscher, sondern Schlier. 3. Hausruck und Kobernausserwald Diese Landschaft wurde nocheinmal gehoben 4. Traun - Enns Platte
Dieses Tal liegt zwischen der Traun und der Enns. Die Flüsse schütteten mächtige Sedimente von Schotter auf.
Bild (etwa Schliebach):
Flach, Wälderlinien zwischen denen es leicht hügelig ist. Das Land wurde fast zur Gänze gerodet, denn dort gibt es gute Braunerde. Es ist das beste Produktionsgebiet Österreichs.
Flurform: vorwiegend Blockflur. Gemengeflur ist ein Gemenge zwischen Blöcken und Streifen, herrscht in diesem Gebiet nicht vor. 4- kant Höfe, große Bauern von 80- 100 ha Land. 30- 40 Menschen beschäftigt.
In Hintergrund des Bilds sieht man die böhmische Masse, die wieder leicht ansteigt.
Ennshafen: Enns mündet in die Donau. Steyr: alte Industriestadt, liegt vor der Traun- Enns Platte. Alpenvorland NÖ:
Flach, leicht strukturiert, Bach, Blockflur, schneller Übergang zu den Kalkalpen Wichtige Wirtschaftszone für Industrie:
BMW Werke in Steyr. Maschinen fahren entlang von Induktionsschleifen und transportieren Motoren (1200/ Tag; 450000/ Jahr). Die Exporte der Autozulieferung sind größer als der Wert der importierten Autos. Der Autoimport belastet die Handelbilanz, weil Österreich keine Autoproduktion hat. Daher muss importiert werden, jeder will ja ein Auto kaufen. 5. Donauebene 1. Eferdinger Becken 2. Marchland 3. Tullner Feld 4. Marchfeld
Alles sind Ebenen, die durch Schwemmland der Donau entstanden sind. Der Boden ist fruchtbar, weil bei Hochwasser Humus abgelagert wird. Wenn das Wasser überflutet wird die Geschwindigkeit gering und die Schwebstoffe senken sich ab.
Die Donau ist die tiefste Stufe. Früher war alles eine Ebene, dann hat sich die Donau eingeschnitten und Schotter wurde ausgeräumt. Es gibt 4 Stufen, da es 4 Eiszeiten gab.
Eiszeiten: nach Flüsse in Bayern benannt 1. Günz 2. Mindl 3. Riß
4.Würm - jüngste Eiszeit....Niederterrassen Die nächste Stufe ist die Austufe. Sie braucht Überschwemmungen. Heute ist die Austufe gerodet und wird intensiv genutzt.
Die Niederterrassen sind besonders gut erkennbar, sie fallen sehr steil ab. Häuser stehen auf Niederterrassen. Mitterkirchen liegt auf einer Niederterrasse und wurde überflutet. Niederterrassen werden nur bei extremem Hochwasser überflutet (1952 und 1991).
Auf Niederterrassen gibt es außerdem noch ideale Produktionsbedingungen. Der Boden ist nährstoffreich, das Klima mild durch die tiefe Lage, die Vegetationsdauer ist länger, es ist flach, und es gibt genügend Niederschläge. Es gibt großflächigen Anbau von Gemüse. Bei Gurkerl kann man keine Erntemaschinen verwenden, da sie eine gewisse Größe haben müssen. Jeden Tag müssen Menschen „Gurkerl klaum“ gehen. Das ist sehr arbeitsintensiv, man holt sich dafür z.b. polnische Gastarbeiter.
Die verschiedenen Stufen haben sich eingeschnitten, weil in der Eiszeit einmal mehr und einmal weniger Wasser oder Schotter was. Kantenterasse => Wagram
6. Kapartenvorland Riedellandschaft => langgezogene Hügel
Hollabrunn, Ernstbrunn liegen unten, da der Schlier wasserundurchlässig ist. Bei Schotter dringt das Wasser durch und trifft dann erst auf Schlier. So bekommen die Orte genügend Wasser.
Da das Klima trocken ist, wird vorwiegend Getreide angebaut. Alpen
In den Alpen gibt es verschiedene Zonen. 1. Flyschzone (grün) 2. nördliche Kalkalpen (blau) 3. Grauwackenzone (grau) 4. Zentralalpen (rosa) 5. südliche Grauwackenzone 6. südliche Kalkalpen 7. südliche Flyschzone
1. Flyschzone
Sie wird auch Sandsteinzone genannt und ist in 2 Bereiche unterteilt: 1. Wienerwald 2. Bregenzerwald
An diesen Stellen ist die Zone besonders gut ausgeprägt, sonst erkennt man sie nur als kleine Kette von ein paar Bergen. Bild: Bregenzer Wald:
Streusiedlung; Einhof, das bedeutet, dass Wohn- und Wirtschaftsgebäude unter einem Dach sind. Genauer unter einem Satteldach. Typisch für die Bregenzer Waldhäuser ist, dass sie aus Holz sind.
Die Schindeldächer sind sehr flach und mit Steinen bedeckt, damit der Schnee nicht abrutscht. Schnee ist ein guter Wärmedämmer. Das Gebiet ist gerodet und man erkennt eine oberflächliche Entwässerung. Manchmal ist es etwas dunkler, dort ist es versumpft und das Wasser kann nicht absinken. Es wird Grünlandschaft betrieben, das bedeutet, Viehzucht und Fleischproduktion.
Im Bregenzer Wald gibt es hohe Niederschläge.
1400mm direkt an der Alpenvorderseite, z.b. in Salzburg. Grein hat etwa 960 mm Niederschlag und der Arlberg über 2000mm.
2. Nördliche Kalkalpen
Sedimente von Muscheln und Kalktierchen sanken ab und verdichteten sich. Dann wurde alles durch die Plattentektonik gehoben.
In den Kalkalpen gibt es keine Vegetation, da der Kalk wasserdurchlässig ist.
Karstprozesse (=Korrosion):
Wasser löst Kalk auf => Wasser kochen, abkühlen lassen, Kalkränder. Durch Lösung entstehen tiefe Rillen im Kalk = Rillenkarren Es gibt einen Karstformenschatz in Kalkgebieten.
Bild mit Frau: Wasser hat Rillen herausgebildet =>
Karrenfeld
Nackter Karst:
kein Boden
Bedeckter Karst: große Mulden werden vom Kalk herausgelöst => Dolinen
Kalkterrassen: Verbindung von Vulkanismus und Karst.
Je mehr Co2 im Wasser ist, desto mehr Kalk kann gelöst werden.
Turm- oder Kegelkarst: Die Türme sind Reste eines
Flussschwinden: Kalk ist wasserdurchlässig und hat im
Das Wasser versickert sofort bei Dachsteinkalk und Dolomit. Es gibt daher keine Vegetation. Der Werfener Schiefer lässt das Wasser nicht durch, es sammelt sich an => Wasserhorizont. Das Wasser kommt dann irgendwo aus
dem Berg heraus, meist im Norden, da die Schichten leicht nach Norden geneigt sind.
Dachstein: helles Gestein, keine Vegetation, kleine
Dolinen (=Mulden)
Salzachtal: Man erkennt die genaue Grenze zwischen Dolomit und Werfener Schiefer
Werfener Schiefer ist flacher, weil er weicheres Gestein hat, das leichter abgetragen werden kann.
Detailbild von Dachstein: Der Kalk wurde in Schichtpaketen abgelagert, er ist irgendwann am Meeresboden entstanden.
Oberes Lechtal: Der Fluss verzweigt sich wegen
Arlberggebiet, Tuxeralpen, Kitzbühler Alpen, Eisenerzer Alpen, Zell am See, Radstadt, und Saalfelden sind alle Schigebiete und liegen in der Grauwackenzone. Kitzbühler Alpen:
Schiefergebirge. Grasberge, weil das Gestein wasserundurchlässig ist, und daher Vegetation herrscht. Im Norden sehen wir die Kalkalpen. Die Berge wurden vollkommen vom Gletscher abgeschliffen, daher besitzen sie keine schroffen Formen, sondern sind abgerundet. Da der Stein weich ist, konnte er leicht erodiert werden, und auch leicht abgetragen werden. Die Berge wurde früher von Bergbauern genützt, heute werden sie für die Landwirtschaft gebraucht.
Die linke Seite des Bergs ist nach Süden gerichtet (= Nordseite des Tals). Sie ist besiedelt und wird genützt, da die Sonne immer draufscheint.
Die rechte Seite ist nach Norden gerichtet und mit Wald bedeckt. Bannwald:
Er dient zum Lawinenschutz und ist im oberen Bereich des Bildes. Dort wo der Berg gerodet ist, sind im Winter Schigebiete. (Wagrain, Obertauern, Radstadt...)
Österreichs größtes vorkommen an Bergbau ist auch in den Kitzbühler Alpen. Rohstoffe, wie Kupfer und Eisenerz werden abgetragen.
Inntal
Im Norden (rechts) sieht man die Kalkalpen, sie sind steil und schroff. Im Süden (links) sieht man die Grauwackenzone, ihre Berge sind abgerundet. Das Inntal entstand dadurch, dass ein Gletscher das Tal ausgeschürft hat (= Trogtal). Links und rechts sieht man ein ehemaliges Talniveau, das Mittelgebirge. Auf dem Mittelgebirge ist Schutz vor Überschwemmungen und mehr Sonne, daher sind auch dort Menschen angesiedelt.
Inversionswetterlage:
Dort wo er höher ist, ist es schön, und in tieferen Tälern schiarch. Bei Schönwetter ist Nebel, da die Luft ruhig ist. Die kalte Luft ist schwerer und sinkt ab. Das Tal füllt sich mit kalter Luft. Wenn dann warme auf kalte Luft trifft, kühlt sie ab und kondensiert => Nebel. Zwischen Mittelgebirge und Kalkalpen ist ein gutes Langlaufgebiet. Der Inn wurde reguliert. Alpentäler die von Gletschern ausgeschürft wurden, neigen zu Überschwemmungen. Der Gletscher kam aus dem Gebirge heraus und floss bis ins Alpenvorland. Je länger er floss desto kleiner wurde er, da es nach unten immer wärmer wurde. Daher konnte er dann nicht mehr so viel einschürfen. Die Täler im Oberlauf sind darum mehr ausgeschürft, als die Täler im Unterlauf => Verflachung.
Verkehrsproblematik:
Neben dem Inn verläuft die Inntalaustobahn. Dies ist die platzschonenste Variante. Auf diese Weise geht sehr wenig Land verloren. Die Gründe im Inntal sind sehr teuer (3.000-5.000,- /m²) Siedlungsbild:
Siedlungen sind weit von Fluss entfernt, so sind sie vor Überschwemmungen geschützt. Im Hang ist keine Landwirtschaftliche Nutzung mehr. Hinten:
Innsbruck liegt auf dem Schwemmkegel, der von der Sill aufgeschüttet wurde. Der Inn wurde nach Norden abgedrängt.
Ennstal Hinten: Grimmling
Die Enns ist reguliert. Das Gebiet rundherum ist sehr versumpft und feucht. Das erkennt man an den dunklen Flächen, an dem kleinen See neben der Enns, und an den bewaldeten Teilen. Im See wird Schotter abgebaut, er ist nur 1 ½ Meter tief.
Die Siedlungen befinden sich wieder am Rand und auf Hügeln, wegen Schutz vor Überschwemmungen. Scharfe Kante:
Der Gletscher hat an der Stelle viel mehr ausgeschürft, und der Fluss hat es wieder aufgeschüttet. Zentralalpen
Von Westen nach Osten: Silvrettagruppe, Ötztaler Alpen, Stubaier Alpen, Hohe Tauern, Niedere Tauern, Gurktaler Alpen, Saualpen, Choralp, Buckelige Welt. Die Zentralalpen sind manchmal noch vergletschert. Sie weisen verschiedene Formen auf:
1. Nährgebiet des Gletschers bildet sich in einem Kar aus. Der Gletscher floss über die Karstufe ins Tal. Die Karstufe weist Querspalten auf. 2. Zehrgebiet weist Längs- oder Radialspalten auf.
Der letzte große Gletschervorstoß war 1850, seitdem gehen sie wieder zurück. Talgletscher:
Der Gletscher floss aus den Karen herab, und floss im Tal weiter. Dort wo 2 Gletscher zusammenflossen, lagerten sie Gestein ab. Jetzt ist das eine Mittelmoräne. Heute:
Trogtal. Der Gletscher reichte bis zur Schliffgrenze hinauf.
Die Niedere Tauern (Obertauern) bildeten keine Gletscher, sondern Karen aus => Karsee.
Das Matterhorn ist ein Karling, d.h. ein von allen Seiten durch Gletscher angefressener Berg.
Im Habachtal bei Salzburg hat der Gletscher ein Trogtal herausgefräst. Konfluenzstufe:
Wenn 2 Gletscher ineinander laufen und einer nicht so mächtig ist, dann erodiert der eine weniger. So kann sich nur einer tiefer einschneiden. Montafon (Vorarlberg) ist ein Trogtal, und wird für Gewinnung elektrischer Energie verwendet. Höhendifferenzen- oben Stausee, unten Kraftwerk. Es gibt 3 verschiedene Gruppen von Zentralalpen
1. Die, die noch vergletschert sind. (Silvretta bis Hohe Tauern) 2. Die, die während der Eiszeit vergletschert waren, und heute noch Formen des Eises aufweisen. Das sind Kare, Trogtäler, Moränen, Gletscherzungen usw. (Niedere Tauern). Die Konfluenzstufe ist ein enger starker Anstieg, heute oft ein Wasserfall.
3. Die, die vergletschert waren und keine Formen des Eises mehr aufweisen. Die östlichen Zentralalpen (=Nockberge). Sie beginnen mit der Saualpe und gehen über Joglland zur Buckligen Welt.
Zillertal:
Im Hintergrund quer sieht man das Inntal. Es gibt keine Konfluenzstufe, da die Gletscher gleich mächtig waren.
Zell am See:
Im Hintergrund sieht man das Kitzsteinhorn. Zell am See liegt auf einem Schwemmkegel.
Bad Gastein ist ein Trogtal.
Weltraumbild der Ötztaler Alpen
Man sieht eine Konfluenzstufe, von der Seite kam auch ein Gletscher herab. Es herrscht Vegetation. Man erkennt, dass in der Alpen nur wenig Gebiet als Siedlungsraum benützt werden kann. Wiener Becken
Grenzen: Im Süden die Bucklige Welt und im Westen die Klippenzonen. Das Wiener Becken ist in Südliches und Nördliches Wiener Becken eingeteilt. Bei Wiener Neustadt gibt es eine Auflage. Diese ist durch Ablagerungen vom Berg entstanden, die heruntergekommen sind. Im Untergrund setzt sich das Kalkgebirge fort. Die Thermenlinien werden für Thermalbäder, wie Baden, Bad Vöslau, Bad Fischa genützt.
(an den Bruchstellen steigt heißes Wasser auf)
Das Wiener Becken ist ein Einbruchsbecken, es ist in eine Tiefe bis zu 10 000 Metern eingebrochen. Der Boden ist abgesunken und Sedimente haben sich abgelagert.
Den Untergrund des Wiener Beckens kennt man sehr genau, da dort ein Erdölgebiet ist. Die Bohrungen sind bis zu 1000 Meter tief. Auf der trockenen Ebene wächst zum Beispiel die Kiefer (Föhre). Das südliche Wiener Becken ist eine Industriezone, sie war eine der 1. Industriezonen Österreichs. Dabei war die Schwerindustrie stark vertreten. Bild:
Der Neufeldersee ist durch Menschen entstanden, es wurde Kohle abgebaut. Heute ist er ein Badesee und gut für den Tourismus. Siedlungen: Es sind Teile der alten Industrie vorhanden. Auch Arbeiterwohnungen, die von den Industrien gebaut wurde findet man dort. Im Hintergrund sieht man das Leithagebirge (höchste Stelle 400 m). Der Südrand von Wien weist alte Industriezweige auf. Es sind dort neue Bereiche entstanden wie die Shopping City Süd. Es liegt direkt an der Eisenbahn und der Südautobahn, auch die Süd- Ost Tangente findet man dort. Man sieht auch Gebiete mit dörflichem Charakter, wo neue Wohnblöcke entstanden sind.
Bild von Neusiedl:
Straßendorf: Es weist enge Verbauungen und kaum Seitenstraßen auf. Es gibt 2 verschiedene Hofformen, den Streckhof und den Hackenhof. Die Höfe sind oft sehr lang, da die Kinder immer wieder drangebaut haben. Die Häuser sind in verschiedene Teile gegliedert, Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Zwischen den Teilen sind Feuermauern, die über das Dach hinausreichen, damit das Feuer nicht übergreifen kann. Bei Hackenhöfen muss man, wenn man in ein anderes Zimmer will, über einen Gang, der im Freien ist gehen. Ein 10 km langes Straßendorf ist Gran, dort sind viele Radars installiert. Parndorf: Streifenflur, intensive Nutzung zum Getreidebau, nur 600mm Niederschlag/ Jahr. Bild vom Nationalpark Neusiedlersee:
Der Schilfgürtel wird im Winter abgemäht und das Schilf wird zum Decken von alten Häusern verwendet. Westlich des Sees sind Orte, die ihre Häfen sehr weit draußen haben. Östlich des Sees befindet sich der Seewinkel, das heißt es gibt dort sehr viele kleine Seen (=Lacken). Bekannt sind der Zicksee, auf dem die schnellste Geschwindigkeit der Windsurfer in Österreich erreicht wird und der nur ½ m tief ist, und die Große Lacke. Bild:
Da im Sommer wenig Niederschläge sind, trocknen die kleineren Lacken aus. Salze werden gelöst und es ist große Verdunstung, daher bleibt eine Schicht des Salzes zurück (=Versalzung).
In dieser Gegend gibt es eine eigene Flora, nämlich Steppenroller (Westernfilme).
Man sieht auch Trockenrasen, es ist eine Wiese aber das Gras ist verdörrt, bei Feuchtigkeit beginnt es wieder zu wachsen. So entsteht neben dem Winter auch im Sommer eine Vegetationsruhe durch Trockenheit. Ackerbauland im Burgenland:
Das Straßendorf ist etwa 10 Jahre alt und weist kaum Veränderungen der Struktur auf. Es wurde nur drangebaut und das Dorf wuchs. Man erkennt Streifenflur durch die Erbteilung, es wird nur Getreide abgebaut. Manchmal sieht man auch Grundzusammenlegungen.
Grund und Boden sind in 3 Teile gegliedert, man nennt das Gewann, daher spricht man von einer Gewannflur.
Jeder Bauer erhält von jedem Streifen ein Stück Land. So gibt es keine Ungerechtigkeit in der Bodenaufteilung. Es wird 3 Felderwirtschaft betrieben.
Man bebaut 2 Felder und legt eins brach. Man säht Sommer- und Wintergetreide. Da das Wintergetreide früher zu ernten ist, kann man auch noch eine andere Frucht anbauen. Dieses Land wurde gemeinsam Kolonialisiert. Haufendorf:
Leitlinien in so einem Dorf sind die Kirche und die Straßen. Diese Dörfer gibt es hauptsächlich im Westen, da Grünlandschaft betrieben wird und das nur geht, wenn es mehr regnet. Angerdorf:
Der Anger ist eine Allmendefläche, er ist für die Allgemeinheit bestimmt. Auf ihm werden Kleintiere gehalten. Er ist linsenförmig.
Perg hatte ursprünglich einen rechteckigen Anger, die Fläche wurde aber verbaut (Straßen, Autos, Parkplätze). Die Zentren wurden mit Autos vollgestopft und behinderten so das Zusammenkommen der Menschen. Reihendorf oder Waldhufendorf:
Die Häuser stehen weit auseinander, und jeder Bauer hat auch einen Anteil an Wald.
Kalkalpen:
Der Boden heißt Rendsina. Er hat einen dünnen A- Horizont (Humus), da Kalk wasserdurchlässig ist. Es gibt keinen B- Horizont, da Kalk nicht erodiert, sondern nur gelöst wird, daher gibt es keine Verwitterung.
Im Osten Österreichs:
Im Burgenland und im Weinviertel gibt es Ansätze eines Schwarzerdebodens (Tschernosem). Eigentlich ist es aber ein Steppenboden. Die Steppe ist Grasland, und verwittert zu Humus, daher ist der A- Horizont groß. Es gibt keinen B- Horizont, weil es im Sommer zu trocken und im Winter zu kalt ist. Für die Landwirtschaft ist dieser Boden sehr gut.
Der C- Horizont ist Löss, er ist lehmig und sandig. Dieser Boden entstand in der Eiszeit, der Gletscher hat das Gestein zermahlen und vom Winde wurde es weggetragen. Man nennt Löss auch Gesteinsmehl.
Bei uns gibt es Braunerde, normaler A, B, C- Horizont. Sie ist durch Oxidation von Eisen braun.
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Linda Reiter, 2001, Die Großlandschaften Österreichs, München, GRIN Verlag GmbH
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