Hausarbeiten.de - Nieren und Dialyse
Im Nierenmark liegen die Harnkanälchen. Nierenkörperchen und Harnkanälchen bilden die kleinste funktionelle Einheit der Niere, das Nephron (ca.1 Million pro Niere). In den Kapillarenknäuel der Nierenkörperchen erfolgt die Urinbildung. Durch die Poren der Gefäße gelangen kleine Moleküle wie Mineralien, Harnstoff und Kreatinin hindurch, während Blutzellen und große Eiweißkörper zurückgehalten werden: Es entsteht der Primärharn ( ca. 180 l pro Tag). Er enthält viel Wasser, gelöste Salze und Traubenzucker. Der Primärharn durchfließt die Harnkanälchen, wo ca. 99% davon durch die so genannte Rückresorbtion in den Kreislauf zurück gelangt.
Dabei werden für den Körper wichtige Substanzen wie Zucker oder Aminosäuren zurückgewonnen und gleichzeitig weitere Medikamente und Gifte in den Harn ausgeschieden. In den anschließenden Sammelrohren, in die sich die Harnkanälchen vereinen, vollzieht sich die Rückresorbtion der Elektrolyte. Der so entstandene Endharn, ca. 1,5 l pro Tag, gelangt über die Nierenkelche, das Nierenbecken und die Harnleiter in die Harnblase. Diese zieht sich bei einem bestimmten Füllungsgrad zusammen und es kommt zur Entleerung durch die Harnröhre. Ist die Arbeit der Nieren gestört, treten je nach Ursache Nierenbeschwerden auf und äußern sich über die verschiedensten Krankheitszeichen im Körper. Entzündungen können in akuter Form auftreten, aber auch chronisch werden. Bei Nierensteinen (Bildung vor allem durch Ernährungsfehler oder Überfunktion der Nebenschilddrüse) treten je nach Lage des Steins starke Bauchschmerzen auf , begleitet von Brechreiz und dunklem oder trübem Urin, der Blut enthalten kann. Akutes Nierenversagen (ANV) und Dialyse
Bei akutem Nierenversagen kommt es zum Anstau von Wasser (führt zu Ödemen), Elektrolyten, Stoffwechselendprodukten , H+Ionen (führt zu Azidose) und Kalium (führt zu Herzrhythmusstörungen). Das alles führt zur Urämie (Harnvergiftung). Erkennungsmerkmale des Nierenversagens:
Verminderte Konzentrationsfähigkeit, Unruhe Schläfrigkeit, Krämpfe, Koma, Anämie, Flüssigkeitslunge (führt zu Atemnot), Pericaditis, Erbrechen, Durchfälle, Osteophatie, Impotenz, Ausbleiben der Blutung, Arthritis und Hautblutungen. Nierenersatz (Dialyse)
Die Funktion der Dialyse ist die Blutwäsche. Es gibt für Patienten mit chronischer Nierenschw äche oder chronischem Nierenversagen zwei Therapien 1. CAPD (Kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse)
Bei dieser Therapie wird das Bauchfell als natürlicher Filterersatz für die Nieren benutzt. Dem Patienten wird ein Kunststoffschlauch in die Bauchhöhle gelegt und an dessen Ende wird ein Plastikbeutel gekoppelt. Darin befindet sich eine wässrige Lösung die vom hochgehängten Beutel innerhalb von 20 Minuten in die Bauchhöhle flie ßt. Im Bauchfell wird dann das Blut durch die wässrige Lösung gereinigt. Nach 4 - 8 Stunden wird der Beutel auf den Boden gelegt und die giftstoffhaltige Fl üssigkeit flie ßt in den Beutel. Der Vorteil dieser Dialyse ist, dass man nicht auf fremde Hilfe angewiesen ist und der Allgemeinzustand meist besser ist. Der Nachteil ist, dass man den Beutel ständig am K örper tragen muss. Außerhalb besteht die Gefahr einer Infektion des Bauchfells.
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2. Hämodialyse
Die Hämodialyse ist ein Gerät, das an den Blutkreislauf angeschlossen wird und die meisten Stoffe herauswäscht, die für den Körper giftig sein können. Das Blut durchläuft die Filter im Dialysegerät und wird anschließend wieder in den Körperkreislauf zurückgeleitet. Eine Dialyse wird normalerweise dreimal in der Woche durchgeführt und dauert jeweils etwa drei bis fünf Stunden. Diese Dialysetherapie kann auch zu Hause durchgeführt werden. Das Herausleiten des Blutes geschieht meist am rechten oder linken Unterarm über einen Gefäßzugang, der Shunt genannt wird. Ablauf einer Dialyse Vorbereitung des Patienten: Messung des Blutdrucks, Blutentnahme, Bestimmung des Körpergewichtes. Künstliche Niere:
Die im Blut gelösten Substanzen gehen vom Blut durch eine halbdurchlässige semipermeable Membran (Tausende von gebündelten Kapillaren) ins Dialysat (Flüssigkeit) über. Kleine und mittelgroße Moleküle treten durch die Membran; große Moleküle (z.B. Eiweißkörper) und Blutzellen können nicht vom Blut ins Dialysat übertreten. Auch Bakterien können nicht vom Dialysat ins Blut übertreten. Für den Stoffaustausch sind mehrere Mechanismen verantwortlich: z.B. Ultrafiltration
Die Ultrafiltration ist nötig um den Patienten auf sein Trockengewicht/Idealgewicht zu führen. Man erzeugt einen Überdruck im Blut in der künstlichen Niere und/oder einen Unterdruck im Dialysatteil. Resultat: Wasser vom Blut tritt in die Dialysatlösung über. Komplikationen der Langzeitdialyse Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Weichteilverkalkung und Herzversagen
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Komplikationen unter Dialysebehandlung Atemnot, Durst, Erbrechen, Fieber, Gehschwäche, Kopfschmerzen, Magen - Darm - Blutungen, Ohrensausen, Schwitzen, ....
Ernährung
Dialysepatienten dürfen nur wenig oder gar keine Kalium- und Phosphatreichen Lebensmittel zu sich nehmen. Für sie kommt nur eine spezielle Lebensmittelauswahl in Frage.
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Arbeit zitieren:
Katrin Faber, 2000, Nieren und Dialyse, München, GRIN Verlag GmbH
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Das Therapeutische Team und Rollenkonflikte zwischen Pflege und ärztli...
Hausarbeit, 33 Seiten
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