Taubheit
Absolute Taubheit kommt recht selten vor, aber viele Menschen sind mehr oder weniger stark schwerhörig, sei es durch eine Infektion oder Erkrankung, Vererbung oder Lärmbelästigung. Meistens ist der Hörverlust nur partiell. Hörprobleme können auf einem oder beiden Ohren plötzlich auftreten oder nach und nach entstehen
Normalerweise gelangen die Schallwellen durch die Luft über das äußere Ohr zum Trommelfell, wo sie in mechanische Schwingungen umgesetzt und später als Nervenimpulse ans Gehirn weitergeleitet.
Man unterscheidet 2 Formen der Schwerhörigkeit, die auch kombiniert auftreten kann. Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit liegt vor, wenn die Signale vom Innenohr nicht ins Gehirn gelangen. Bei dieser Form der Schwerhörigkeit is t die Weiterleitung des Schalls zum Gehirn gestört. Diese Form betrifft zumeist nur ein Ohr und ist vor allem bei Kindern anzutreffen. Die Ursache ist manchmal nur eine Ansammlung von Ohrenschmalz (Zerumen) im äußeren Ohr, welche der Arzt mit warmen Wasser wegspülen kann. Es kann natürlich auch passieren, dass kleine Fremdkörper in den Gehörgang gelangen und sich dort entzünden. Dieser wir dann vom Arzt entfernt und behandelt die Infektion mit Antibiotika. Entfernt man selbst einen solchen Fremdkörper, besteht die Gefahr, dass dabei das Trommelfell durchstoßen wird.
Man nennt das Perforation, eine weitere Ursache für Schwerhörigkeit. Sie, mit Schwindelkeit und Taubheit als Folge, kann auch durch ein Schalltrauma entstehen, etwa durch eine Explosion, einen Schlag auf den Kopf und sogar einer Ohrfeige. Der Patient hört möglicherweise Ohrgeräusche (Tinnitus, Brummen oder klingen). Die Behandlung schließt Antibiotika zur Verhinderung von Infektion ein. Im Laufe der Heilung gewinnt man das Hörvermögen wieder zurück.
Eine weitere Art der Schwerhörigkeit ist die Empfindungsschwerhörigkeit, sie tritt ein als Folge einer Schädigung des Innenohrs oder des Hörnervs. Man trifft diese Krankheit oft bei älteren Menschen. Durch das Nachlassen der Sinneszellen im Innenohr im steigenden Alter, kommt es zur schrittweisen Hörstörungen, anfangs nur hohe Frequenzen. Letztendlich benötigt man Hörgeräte, da dieser Vorgang nicht geheilt werden kann. Eine solche Schwerhörigkeit kann sich auch ergeben, wenn sich die Schnecke (Cochlea)durch eine bakterielle Infektion geschädigt wird. Bestimmte Viren greifen den Hörnerv an, der die Nervenimpulse ans Gehirn schickt. Die Gleiche kann auch nach einigen Krankheiten wie Masern, Mumps, oder, in sehr seltenen Fällen, Syphilis auftreten. Der Hörverlust zeigt sich allmählich und ist aufgrund der dauerhaften Schädigung des Nervengewebes nicht heilbar. Der Hörnerv und die Sinneszellen der Schnecke werden auch durch starken Lärm geschädigt, wie ihn Explosionen, laute Maschinen, zu laute Musik und Flugzeuge verursachen. Setzt man sich wiederholt einer Lautstärke von über 90Db aus, wird das Hörvermögen geschädigt.
Arbeit zitieren:
Marcel Barten, 2000, Das Ohr - Gleichgewicht und Taubheit, München, GRIN Verlag GmbH
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Unterrichtsentwurf Biologie (Reiz- Reaktions-Schema am Beispiel der Re...
Unterrichtsentwurf, 9 Seiten
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