Gliederung der Belegarbeit:
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Inhaltsverzeichnis 2
Verzeichnis der Abbildungen 3
1. Einleitung 4
2. Was ist Koordination 5
2.1 Die Bedeutung der Koordination für den Fußballspieler 5
2.2 Die Komponenten der koordinativen Fähigkeiten 6
3. Die anatomisch - physiologischen Grundlagen 7
3.1 Die Bedeutung des ZNS für die Bewegungsprogrammierung 8
3.2 Supraspinale motorische Systeme 9
3.3 Die Ausbildung der Bewegungsfertigkeiten 9
3.4 Die intra - und intermuskuläre Koordination 11
4. Die Auswirkungen des Koordinationstrainings auf die Leistungsfähigkeit 11
4.1 Der Grund für die Verbesserung der Laufkoordination 12
4.2 Die Aufnahme und Verarbeitung der Informationen 13
4.3 Tipps und Hinweise zum Koordinationstraining 13
am Beispiel des Lauf - ABC
5. Literaturverzeichnis 22
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Verzeichnis der Abbildungen
Abbildung 1: Dargatz,T.: Fussball Konditionstraining. Copress Sport Verlag München 1997. S.38.
Abbildung 2: Dargatz,T.: a.a.O. S.40. Abbildung 3: Dargatz,T.: a.a.O. S.44/45. Abbildung 4: Dargatz,T.: a.a.O. S.46. Abbildung 5: Dargatz,T.: a.a.O. S.47. Abbildung 6: Dargatz,T.: a.a.O. S.48. Abbildung 7: Dargatz,T.: a.a.O. S.49.
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1. Einleitung
Beobachtet man einen Sportler in der Bewegungsausführung, so bestechen nicht nur die gezeigte Kraft und Ausdauer. Vielmehr „glänzt“ er durch Präzision, Eleganz und Geschmeidigkeit im Bewegungsvollzug. Es sind vor allem die koordinativen Fähigkeiten, die neben konditionellen Komponenten anspruchsvolle sportliche Handlungen ermöglichen. Das Fußballspiel stellt sehr hohe Anforderungen an diese koordinativen Fähigkeiten. Die Qualität des Bewegungsvollzuges wird in hohem Maße durch den Ausprägungsgrad der Koordinationsfähigkeit bestimmt. Diese Hausarbeit befasst sich mit Standpunkten und Erläuterungen zu einzelnen Teilbereichen der Koordination. Die Thematik der koordinativen Fähigkeiten wird auf den Fußball bezogen. Das bedeutet, dass allgemeine Auffassungen zum Thema durch fußballspezifische Erläuterungen ergänzt werden.
Im ersten Teil dieser Arbeit werden allgemeine Fragen zur Koordination beantwortet. Gerade in bezug auf die spezifischen Abläufe im Fußball, wird die Wichtigkeit der koordinativen Fähigkeiten deutlich. Die Komponenten jener Fähigkeiten werden hier beschrieben und auf deren Anwendung im Fußball hingewiesen. Anschließend erfolgt die Erläuterung koordinativer Aspekte unter anatomischen und physiologischen Gesichtspunkten. Die Aussagen sind deutlich motorisch determiniert. Die Ausführungen zur
Bewegungsprogrammierung und die Ausbildung der Bewegungsfertigkeiten wirken hier ergänzend. Ferner erfolgen die Unterteilungen der koordinativ relevanten Faktoren. Im letzten Teil steht vor allem die Laufkoordination und deren Schulung im Vordergrund. Verdeutlicht werden diese Standpunkte am Beispiel des Lauf - ABC. Die jeweiligen Übungen zur Ausbildung und Verbesserung der Laufkoordination werden detailliert beschrieben und bildhaft dargestellt. Anbei erfolgen Tipps und Hinweise zu deren Durchführung. Die in dieser Arbeit dargestellten Auffassungen und Erläuterungen entsprechen der Kurzform und beanspruchen keinerlei Vollständigkeit für sich.
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2. Was ist Koordination?
Die Koordination stellt neben den Bereichen der Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit den fünften Teilbereich der leistungsbeeinflussenden Fähigkeiten. Die Teilbereiche sind voneinander unabhängig , sie beeinflussen jedoch die sportliche Leistung vor allem als funktionierendes Ganzes:
- Gute Schnelligkeitsleistungen s ind notwendig, um sich bei verändernden Bewegungssituationen schnell anzupassen.
- Dank einer stabilen Koordination, sind hohe Laufgeschwindigkeiten zu erreichen.
- Eine gute Ausdauerfähigkeit wird nur durch ökonomische Bewegungsabläufe erreicht, eine frühzeitige psychophysische Ermüdung führt zu einer Beeinträchtigung der Bewegungsgenauigkeit.
- Fußballer mit einer gut ausgeprägten Beweglichkeit sind in der Lage, koordinativ anspruchsvolle Bewegungsformen zu realisieren.
- In bezug auf die Kraft, spielt die intra -und intermuskuläre Koordination eine leistungsentscheidene Rolle.
Unter Koordination versteht man die Wechselwirkung der Skelettmuskulatur und des zentralen Nervensystems innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes. Die Koordination unterteilt sich in Bereiche der Geschicklichkeit und Gewandheit. Während die Gewandheit die koordinative Qualität der Gesamtmotorik darstellt, beschreibt die Geschicklichkleit die koordinative Qualität der feinmotorischen Bewegungen von Teilen des Bewegungsapparates. Dank der Koordination ist der Sportler in der Lage, motorische Aktionen und unverhersehbare Situationen sicher und ökonomisch zu beherrschen und sportliche Bewegungsabläufe schnell zu erlernen. Sportler mit einer sehr guten Koordination sind befähigt, auch in späteren Trainingsjahren neue Bewegungsabläufe zu erlernen.
2.1 Die Bedeutung der Koordination für den Fußballspieler
Koordinative Fähigkeiten erlauben den Fußballer, in verschiedenen Situationen schnell und zielgerichtet zu handeln. Die Grundlage dafür bildet die sensomotorische Leistungsfähigkeit. Darunter versteht man die von der Aktivität abhängige Leistung der sensorischen Rezeptoren. Durch das wechselseitige Zusammenspiel sensorischer und motorischer Prozesse innerhalb des Organismus kommt es Lösung der sportlichen Aufgaben.
Verfügt der Fußballer über eine gut entwickelte Gewandtheit, realisiert er präzise Bewegungen mit einem optimalen Grad an Muskelkraft. Fehlt einem Spieler diese Gewandtheit, arbeitet er mit einem übergroßen Aufwand. Die Bewegungen werden unökonomisch und energieaufreibend. Diese Fähigkeit ist gerade in der letzten Phase eines Spieles von großer Bedeutung. Selbst in der letzten Minute muss der Spieler gedanklich und physisch fit sein. Denn gerade in den letzten Minuten eines Spiels, fallen statistisch die meisten Tore.
Eine enorm wichtige Grundlage koordinativer Fähigkeiten ist der reichhaltige Erfahrungsschatz an erlebten Bewegungsmöglichkeiten. Erlernt der Sportler völlig neue Bewegungen, muss er nur die Koordinationsverbindungen bereits erlernter Bewegungen transferieren. Spieler, die in ihrer Kindheit viele abwechslungsreiche Übungen erlernt haben, verfügen über einen großen Schatz an motorischen Verbindungen. Das zentrale Nervensystem wird dadurch entlastet, und die Bewegungen werden durch automatisierte Ablaufmuster vollzogen. Er ist in der Lage, auf bereits vorhandene Bewegungselemente zurückzugreifen und diese schneller und effektiver auswählen.
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Eine Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten erkennt man daran, dass aus einem bewussten, an die Großhirnrinde gebundenem Ereignis ein unterbewusst verlaufender Vorgang wird. Die Automatik wir den untergeordneten Hirnzellen überlassen. Die Großhirnrinde wird dadurch entlastet. Ferner wird die Verletzungsgefahr vermindert, da das Zusammenspiel der Muskulatur verbessert wird. Im Fußball ist neben der guten Koordination des Bewegungsablaufes auch die schnellst-mögliche Anpassung auf neue Situationen von großer Bedeutung. Dieses funktioniert nach folgendem Ablauf: 1) Erfassen der neuen Situation 2) Umprogrammierung des reaktiven Bewegungsprogramms 3) Optimierung der Bewegungsausführung aus der vorhandenen Situation heraus Die Geschwindigkeit des Entscheidungsprozesses ist dabei leistungsentscheidend. Die Grenze der Realisierung einer optimalen Bewegungsform ist nach Hollmann einerseits abhängig von der Geschwindigkeit oder Vielfältigkeit der Information, anderseits von dem pro Zeiteinheit zu übermittelndem Informationsmaximum. Die Reaktionszeit, die der Spieler benötigt, um sich auf eine Situation einzustellen, hängt von der Zahl der Signale und ihrer Beantwortung sowie von seiner Erfahrung ab.
Beim Koordinationstraining kommt es nicht auf die Schulung einer perfekten Bewegungsform an, sondern auf die Variationsmöglichkeit und Anpassungsfähigkeit immer wechselnder Bewegungsform und - situationen.
Eine übungsbedingte Verbesserung der Koordination hat folgende Merkmale: 1) Abnahme der elektrischen Aktivität für eine submaximale Leistung 2) Reduktion hinsichtlich der Überlappung zwischen den einzelnen Muskeln, die an der Bewegung beteiligt sind 3) Kürzere und präzisere Funktion der beteiligten Muskeln
Dies bedeutet vereinfacht, dass der Spieler in der Lage ist, nur die Muskeln einzusetzen, die wirklich für die Bewegung notwendig sind. Trotzdem muss die Bewegungsausführung optimal und hochökonomisch sein.
2.2 Die Komponenten der koordinativen Fähigkeiten
Die koordinativen Fähigkeiten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Im Training ist es wichtig, die einzelnen Komponenten komplex zu vermitteln. Jedoch muss jedes Element speziell und individuell gefestigt werden. Den größten Erfolg erlangt man, wenn Teilschwächen gezielt ausgeglichen werden. Die einzelnen Komponenten der koordinativen Fähigkeit:
- die motorische Anpassungs -und Umstellungsfähigkeit
- die Reaktionsfähigkeit
- die Gleichgewichtsfähigkeit
- die Rhythmisierungsfähigkeit
- die Kombinations -bzw. Kopplungsfähigkeit
- das Bewegungsgefühl
- die Geschmeidigkeit
- die Antizipationsfähigkeit
- die Bewegungsübertragungsfähigkeit
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- die motorische Speicherfähigkeit
- und die Variationsfähigkeit Hinzukommen fußballspezifische Komponenten:
- die räumliche Orientierungsfähigkeit
- und die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit Daraus ergeben sich folgende drei allgemeine Grundfähigkeiten: 1) die motorische Steuerungsfähigkeit 2) die motorische Anpassungs -u. Umstellungsfähigkeit 3) und die motorische Lernfähigkeit
Die Grundfähigkeiten stehen in unmittelbarer Wechselbeziehung zu einander. Bei der motorischen Lernfähigkeit liegt das Hauptaugenmerk auf die Informationsaufnahme, deren Verarbeitung und Weiterleitung. Grundlage der motorischen Steuerungsfähigkeit ist die genaue und ökonomische Bewegungsdurchführung. Die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit, die räumliche Orientierungsfähigkeit und die Gleichgewichtsfähigkeit spielen dabei eine große Rolle. Das Anpassen auf situative Veränderungen, ist das Element der Anpassungs -u. Umstellungsfähigkeit. Hierbei kommt der Erfahrungsreichtum des Sportlers zu gute. Die motorische Lernfähigkeit stellt den wichtigsten Teilaspekt des motorischen Lernens. Den wer nicht in Lage ist, situationsbedingt das Gelernte und Gespeicherte zu nutzen, dem nützt auch nicht die motorische Steuerungs -u. Anpassungsfähigkeit. Diese Mechanismen sind kognitiv, perzeptiv und mnemisch determiniert. Für Fußballer sind folgende koordinative Fähigkeiten bedeutend: Die räumliche Orientierungsfähigkeit
ist die Fähigkeit, zur Bestimmung und Veränderung der Lage und der Bewegung des Körpers in Raum und Zeit. (im Fußball bezogen auf das Spielfeld und den Ball) Die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
ist die Fähigkeit, die einzelnen Bewegungen mit einer hohen Genauigkeit und Ökonomie durchzuführen. Dabei wird Kraft-, Raum-, und Zeitparametern unterschieden. Im Bezug auf den Fußball verdeutlicht es sich an dem Beispiel: Wie viel Kraft brauche ich, um den Ball meinem Mitspieler, der in einer bestimmten Entfernung von mit positioniert ist, exakt zu zuspielen? Bei der Gleichgewichtsfähigkeit
handelt es sich um das Halten und Wiederherstellen des Körpergleichgewichts, zum schnellen und zweckmäßigen Lösen einer motorischen Aufgabe.
Im Fußball trifft dies besonders auf die Situationen der Zweikampfführung zu. Die Reaktionsfähigkeit
zeichnet sich durch das schnelle und zweckmäßige Reagieren auf mehr oder weniger komplizierte Signale oder Aktionen aus. Diese Fähigkeit kommt besonders in den Fußball -Wettkämpfen zum Vorschein. Hier muss blitzschnell auf verschieden und unvorhersehbare Aktionen seitens des Gegners reagiert werden.
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Die Rhythmisierungsfähigkeit
Ist das zeitlich - dynamische Gliedern der Bewegungsabläufe. Sie müssen erfasst, gespeichert und letztendlich dargestellt werden. Der Übergang der differenzierten Abläufe muss sich durch einen hohen Grad an Geschmeidigkeit auszeichnen.
3. Die anatomisch - physiologischen Grundlagen
Bei der Koordination und Regulation sportlicher Bewegungen, spielt das Zentralenervensystem ( nachstehend ZNS genannt) und der neuromuskuläre Apparat eine große Rolle.
3.1 Die Bedeutung des ZNS für die Bewegungsprogrammierung
Die sportliche Bewegung ist das Resultat geordneter Muskeltätigkeit. Das ZNS regelt über die motorischen Nerven die entsprechenden Einflüsse die nötig sind, um die Skelettmuskulatur in Bewegung zu bringen. Das ZNS steuert hierbei die den Bewegungsfluss und die dabei entsprechende Kraftentfaltung. Prinzipiell obliegen dem ZNS alle Regelmechanismen einer sportlichen Bewegung. Man spricht in diesem Zusammenhang von „inneren Bewegungsprogrammen“. Diese „Bewegungsprogramme“ sind durch gezieltes Training und wiederholtes systematisches Üben zu erwerben. In Spielsituationen müssen sie jeder Zeit abrufbar sein. Die motorische Regulation wird in vier Ebenen unterteilt:
Die Regulationsebenen der Motorik
Kortikale ( Hirnrinde = Handlungskontrolle) und subkortikale ( Handlungen) Strukturen werden aufgrund ihrer engen Vermaschung zum „supraspinalen System“ zusammengefasst. Rückenmark ( Bewegungen) und Skelettmuskelfasern ( Effektoren) bilden die spinale und periphere Ebene. Durch die gefestigte Wechselbeziehung untereinander wird hier der Begriff des „neuromuskulären Systems“ getätigt.
Sportliche Bewegungen entstehen nur durch das Zusammenwirken aller genannter Strukturen. Ferner haben zahlreiche affarente Einflüsse aus der Peripherie eine wichtige Bedeutung. Hierzu zählen Hautsinn, Gleichgewichts-, Hör- und Sehfunktion. Affarente und efferente Mechanismen bzw. sensorische und motorische Mechanismen stellen funktionell ein geschlossenes Wirkungsgefüge dar. Hierfür wird der Begriff der Sensomotorik gewählt.
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3.2 Supraspinale motorische Systeme
Das motorische Bahnsystem ist in der vorderen Zentralwindung der Hirnregion zu finden. Dort findet die Versorgung der Organe, Gewebe und Zellen die s.g. Innervation der gesamten Skelettmuskulatur ihren Ursprung.
Die kleinen Muskeln, die z.B. im Kopf und in der Hand die feinmotorischen Arbeiten verrichten, sind auf großen Rindenbezirken repräsentiert.
Die motorischen Bahnensysteme werden in das Pyramidensystem und das extrapyramidale System unterteilt. Eine funktionelle Unterteilung findet nicht statt. Dem Pyramidensystem obliegt die Steuerung und Koordination der Willkürmotorik. Sekundär stimmt es die Motorik mit afferenten Einflüssen aus den Sinnesorganen und anderen vegetativen Funktionen ab. Bei jeder Willkürbewegung wird das extrapyramidale System aktiviert. Das sind alle motorischen Bahnen die nicht dem pyramidalen System unterliegen. Durch diese unbewusste Aktivierung erfolgt die Langzeitspeicherung ausgebildeter Bewegungsprogramme in tiefer gelegenen Hirnschichten. Es ist die Voraussetzung für die Automatisierung der Bewegungen. Für die zielgerichteten Willkürbewegungen sind die motorischen Assoziationszentren verantwortlich. Diese liegen außerhalb der Ursprungsfelder der motorischen Bahnsysteme. Die Koordination der Sprachfelder ist Teil des motorischen Sprachzentrums. Fällt das Sprachzentrum einmal aus, kommt es neben der Lähmung der Sprachmuskulatur auch zu Problemen des Kauen und Schlucken.
Erkrankungen der subkortikalen Bereiche führen zu Störungen der Motorik ( Dyskinese):
- Erkrankungen des Subthalamus führen zu Drehbewegungen und Dyskinesen.
- Sind die Basalganglien erkrankt, entstehen Balancestörungen.
- Zuckende Bewegungen ( Hyperkinese) sind die Folgen einer Erkrankung des Striatum.
- Das Gegenteil ist der Fall, wenn Pallidum ausfällt. Es herrscht eine Bewegungsmangel an Spontan- und Ausdrucksbewegungen.
- Die Feinabstimmung der Bewegungen ist gestört, wenn das Kleinhirn ausgefallen ist. Die Störungen äußern sich wie folgt:
- Dystonie: Störung des Spannungszustands der Muskulatur
- Asthenie: Abschwächung der Kontraktionsstärke
- Tremor: Muskelzittern
- Ataxie: Störung der Bewegungskoordination
- Dysmetrie: Ungenauigkeit der Bewegungen
3.3 Die Ausbildung der Bewegungsfertigkeiten
Bewegungsfertigkeiten stellen aus physiologischer Sicht eine Wechselbeziehung angeborener und erworbener Komponenten der Nerventätigkeit dar. Werden neue Bewegungsmuster erlernt, kommt es zur zeitweiligen Verbindung zwischen Hirnzellen, die durch bedingte oder unbedingte Reize erregt werden. Diese entwickeln sich im Laufe des Lebens. Durch die Entwicklung der Großhirnrinde in den ersten Lebensjahren, wird die Qualität und Quantität der Bahnungsprozesse bestimmt. Die Wechselbeziehungen werden im Laufe des Lernprozesses verändert, was zur Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen führt. Wer in den frühen Jahren verschiedene Bewegungsabläufe erlernt, ist später in der Lage komplizierte Bewegungen zu erlernen. Nach Simkin erfolgt folgende Untergliederung:
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Die Generalisationsphase
In dieser Phase werden erstmals Bewegungsformen erlernt. Nicht voneinander abgegrenzte Gebiete des ZNS sind darin eingebunden. Die Aufnahme von Impulsen erfolgt diffus und nicht differenziert. Die zeitweiligen Verbindungen zwischen den Erregungszentren sind wesentlich instabil.
Das bedeutet für den Sportler, dass die resultierenden Bewegungen stark unökonomisch, instabil und unexakt sind. Sie tragengeneralisierten Charakter. Der Bewegungsvollzug ist durch einen zu großem Einsatz der Muskulatur gekennzeichnet. Es werden zu viele Muskeln eingesetzt, die für den Vollzug nicht benötigt werden. Während des Handlungsablaufes sind die Werte der Soffwechsel- und Herz - Kreislauffunktionen überhöht. Dies resultiert aus der unvollkommenden Abstimmung der vegetativen Organfunktionen. Die Leistungsfähigkeit des Sportlers ist in dieser Phase sehr gering. Die Konzentrationsphase
Diese Phase ist gekennzeichnet durch eine Konzentration der Erregungsvorgänge im ZNS. Dadurch werden die Erregungen differenziert von einander verarbeitet. Es wird eine diffuse Verbreitung der Erregungsprozesse verhindert. Es kommt in diesem Abschnitt zu einer Festigung der bedingt - reflektorischen Bahnung. Es entstehen exaktere und wesentlich ökonomischere Bewegungen. Der Einsatz der für die Bewegungen irrelevanten Muskeln wird reduziert. Das muskuläre Koordinationsmuster wird stabilisiert. Es kommt in dieser Phase zur Herausbildung des motorischen dynamischen Stereotyps. Die Bewegungsfertigkeit ist jedoch weiterhin ungenügend ausgeprägt und sehr störanfällig. Trainingsunterbrechungen wirken sich in dieser Phase sehr leistungsmindernd aus. Die Stabilisierungs -und Automatisierungsphase
In dieser Phase werden die Vervollkommnung und Festigung der bedingt reflektorischen Bahnungsprozesse im ZNS erreicht. Erregungs- und Hemmungsprozesse sind aufeinander abgestimmt. Exakte Bewegungsausführungen sind nun möglich. Es ist das Resultat aus der differenzierten Folgerichtigkeit in bestimmten Zentren des ZNS. Der bereits entstandene und nun gefestigte Stereotyp ist gekennzeichnet als ein System von Nervenprozessen. Bei diesem System stellen die einzelnen Glieder ein Kettenreflex dar, bei denen die vorangegangenen Elemente die nachfolgenden Elemente beeinflussen.
Der motorisch dynamische Stereotyp i st gekennzeichnet durch exakte, flüssige und ökonomische Bewegungen. Er ist in der Lage durch ständige Vervollkommnung der nervalen Prozesse, sich den Veränderungen der Umwelt anzupassen. Durch den ständigen Trainingsprozess kann hier die Vervollkommnung erreicht werden. In der Stabilisierungsphase erreichen die Bewegungsfertigkeiten einen automatisierten Charakter. Die Bewegungen verlaufen mit großer Genauigkeit, Leichtigkeit und unterbewusst. Das entscheide Merkmal der Automatisierung ist die Vorprogrammierung. Sie basiert auf der Grundlage der zeitlichen Verbindungen. Die Korrektur bei Fehlerautomatismen ist sehr schwer. Sie verlangt vom Spieler volle Aufmerksamkeit. 3.4 Die intra -und intermuskuläre Koordination
Die elementare Funktionsstruktur aller Bewegungsformen des menschlichen Organismus stellt die motorische Einheit dar, die kleinste Funktionseinheit des neuromuskulären Systems. Sie besteht aus der Vorderhornzelle, dem Motoneuron und der versorgten Muskelfaser. Die Leistung einer motorischen Einheit hängt vom Innervationsverhältnis, von der Entlastungsfrequenz des Motoneurons und den Eigenschaften der Muskelfasern ab. Ist bei feinkoordinierten Bewegungen ein kleines Innervationsverhältnis nötig, so ist bei kraftbetonten Bewegungen ein großes Verhältnis erforderlich.
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Die motorischen Einheiten des Skelettmuskels lassen sich in zwei Typen untergliedern: 1.) Schnelle Einheiten
Diese FT - Einheiten sind schnell kontrahierend. ( Fast Twitch) 2.) Langsame Einheiten
ST - Einheiten sind langsam kontrahierend. ( Slow Twitch)
Innerhalb der FT - Einheiten erfolgt noch eine Unterteilung hinsichtlich dem Grad der Ermüdungsanfälligkeit. Das bedeutet, dass Fast Twitch Glykolytik - Einheiten sehr ermüdungsanfällig sind. Sie treten in Erscheinung bei kurzen Sprints und abrupten Abbremsen. Fast Twitch Oxidativ - Einheiten sind weniger schnell ermüdbar. Sie regeln die schnelle Korrektur der Handlungsabläufe. Intramuskuläre Koordination
Der Funktionszustand einer motorischen Einheit entscheidet über den Anspannungsgrad eines Muskels. Die Kraftentwicklung der Muskelfaser ist abhängig von der Entladungsfrequenz. Jede motorische Einheit arbeitet in einem bestimmten Kraftbereich. Wird dieser überschritten, so kann es zu einer erhöhten Kraftzunahme kommen. Dabei werden mehrere motorische Einheiten aktiviert. Die Anzahl der zu aktivierenden Einheiten ( Rekrutierung) ist durch den Muskel beschränkt. Der Muskel besitzt eine Art Schutzmechanismus die verhindert, dass alle motorische Einheiten aktiviert werden. Je besser ein Sportler trainiert ist, desto mehr ist er in der Lage motorische Einheiten zu aktivieren und sein Kraftpotential zu erhöhen. Intermuskuläre Koordination
Die intermuskuläre Koordination ist das Zusammenspiel aller Muskeln, die an einem Bewegungsvollzug beteiligt sind. Es sollte deshalb vor allem im Training darauf geachtet werden, dass besonders die Hauptmuskeln aktiviert werden. Das optimale Verhältnis von Agonist - Antagonist Aktivierung ist sehr wichtig. Es muss ein exaktes Verhältnis von Belastungs -und Erholungszeiten vorliegen. Es kommt dann zu einer kurzzeitigen explosiven Aktivitätsentwicklung in den entscheidenden Phasen. 4. Die Auswirkungen des Koordinationstraining auf die Leistungsfähigkeit Für das Erlernen und Vervollkommnen sportlicher Bewegungen und Techniken stellt die Koordination eine wichtige Voraussetzung dar. Gerade im Fußball werden hohe koordinative Fähigkeiten an den Spieler gestellt. Er muss in der Lage sein, sich den ständig ändernden Situationen zu stellen und sie zu lösen. Koordinative Bewegungen sind wichtig, wenn von ihm reaktive Bewegungen verlangt werden. Dieses ist zum Beispiel dann der Fall, wenn er nach einem Ausrutschen oder nach gegnerischem Kontakt das Gleichgewicht reflexartig wieder herstellen will. Außerdem beeinflusst die Anpassungsfähigkeit, an schlechte Boden -und Witterungsbedingungen zum Beispiel, die Leistung des Spielers.
4.1 Der Grund für die Verbesserung der Laufkoordination
In einem Fußballspiel legt der Spieler eine bestimmte Strecke zurück. In der Bundesliga beträgt diese Strecke etwa neun bis zwölf Kilometer. Zusätzlich werden 40 bis 100 kurze Sprints zurückgelegt. Diese machen noch mal eine Länge von 800 bis 1600 Meter aus. Deshalb ist es wichtig, eine optimal geschulte Laufkoordination zu besitzen. Der Spieler wird in die Lage versetzt, die Prozesse der Erregung und Hemmung effektiv und ökonomisch zu meistern.
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Nur wenn dieser Wechsel zwischen Hemmung und Erregung optimiert wurde, können diese zyklischen Bewegungen mit größtmöglicher Schnelligkeit absolviert werden. Die intra -und intermuskuläre Koordination stellt hierbei die Voraussetzung dafür. Unregelmäßigkeiten beim Zusammenspiel des Agonisten und Antagonisten wirken sich leistungshemmend aus. Der Muskeleinsatz wird unnötig erhöht. Daraus resultiert ein größerer Energieverbrauch, der zur erhöhten Ermüdung führen kann. Der Fußballspieler benötigt die Reaktionsschnelligkeit in folgenden Situationen:
- alle Spieler benötigen die Reaktionsschnelligkeit in torgefährlichen Situationen
- beim Verfolgen des Gegenspielers
- beim Fintieren und Reagieren auf Finten
- beim Vorstoßen in freie Räume
- beim Sichlösen vom Gegner
- bei unerwarteten Situationen ( Z.B abgefälschten Bälle) Faktoren der Reaktionsschnelligkeit sind die Wahrnehmungs-, Antizipations- und Entscheidungsschnelligkeit. Diese sind untergliedert in Phasen der Vorbereitung, Latenz und Ausführung.
Die Vorbereitungsphase entspricht dem Zeitraum vom Vorbereitungssignal bis zum reaktionsauslösenden Signal. Von diesem Signal bis zum Start der Reaktion verläuft ist die Latenzphase. Anschließend folgt die Phase der Ausführung. Die Reaktionsschnelligkeit wird durch folgende Faktoren charakterisiert:
- von der Art der Reaktion
- vom Geschlecht
- von der Motivation
- von der Konstitution
- vom Alter
- von psychischen Spannungszuständen
- der Intensität der Reize
- vom Trainingszustand
- der allgemeine körperlichen Leistungsfähigkeit
- von der beteiligten Muskulatur
Im Fußball wird in zwei Arten der Reaktion unterschieden. Dabei handelt es sich um komplexe und einfache Wahlreaktionen. Vor allem die komplexen Reaktionsbewegungen treten verhäuft auf. Dazu zählen Sprints und kurze Antritte aus verschiedenen Positionen. Ferner werden die Reaktionen in akustische, taktile und optische Reaktionen unterteilt. Die Reaktionszeiten auf diese Reize sind unterschiedlich.
Ein Training der Reaktionsschnelligkeit ist identisch mit den spezifischen Anforderungen eines Fußballspieles.
Übungen zur Schulung des Zweikampfverhaltens spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das Erfassen der jeweiligen Situation im Zweikampf ist bedeutend für den Erfolg der Aktion. Er muss ständig das Verhalten der Mit- und Gegenspieler beobachten. Daher muss dieses Verhalten gezielt trainiert werden. Beeinflusst wird das Verhalten des Spielers durch akustische Signale. Verbale Aufforderungen der Mitspieler werden differenziert wahrgenommen.
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4.2 Die Aufnahme und Verarbeitung der Informationen
Während der neunzig Minuten des Spieles, nimmt der Spieler sehr viele Informationen auf. Vor allem akustische und optische Informationen strömen auf den Spieler ein. Diese Informationen muss er dann sehr schnell verarbeiten und auf sie reagieren. Zur Filterung der für ein Spiel relevanten Informationen, muss er sehr gut entwickelte kognitive Fähigkeiten besitzen. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Spielintelligenz“. Deshalb haben sie durch ihren größeren Erfahrungsschatz diesbezüglich Vorteile. Ein guter Spieler muss die Flugbahn des Balles antizipieren und gleichzeitig das Verhalten der anderen Spieler beobachten. Er muss sich nicht voll auf die Bewegung des Balles konzentrieren. Diese Fähigkeit lässt sich am besten an komplexen Trainingsformen trainieren. 4.3 Tipps und Hinweise zum Koordinationstraining am Beispiel des Lauf - ABC Dem Trainer obliegen wichtige Aufgaben zur Vermittlung der Übungen zur Laufkoordination. Einmal erlernte und verfestigte falsche Bewegungsmuster sind schwer zu beheben. Daher muss er gezielt auf die Bewegungsabläufe achten. Fehler müssen schnell erkannt und behoben werden. Die Hinweise können auf visuelle und akustische Weise vermittelt werden. Findet das Training nur sehr selten statt, kann man auf die Vermittlung der Laufkoordination verzichten. Der Spieler wird es jedoch nicht zu Höchstleistungen bringen. Am Beispiel des Lauf - ABC lässt sich die Vermittlung sehr gut schildern: Das Lauf - ABC sollte mehrmals die Woche trainiert werden. Die Strecke soll etwa 15 bis 20 Meter lang sein. Die Bewegungen werden im Folgenden bildhaft dargestellt und beschrieben. Fehler werden diagnostiziert und die korrekte Umsetzung geschildert. Federnder Ballenlauf
Hierbei handelt es sich um übertriebenen, dennoch lockeren Lauf mit wenig Raumgewinn. Gekennzeichnet ist diese Bewegungsstruktur durch den deutlichen Ballendrucklauf mit variablen Kniehub. Die Arme werden auch hier wie bei einem normalen Lauf parallel geführt. Die Hauptantriebskraft erfolgt aus der Wadenmuskulatur. Beim Schwungbein wird der Fuß intensiv angehoben. Die Flugphase kann unterschiedlich sollte lang gestaltet werden. In der Bewegung dürfen die Beine und die Hüfte nicht überstreckt werden. Man kann die Bewegungsstruktur des Ballenlaufes variieren. Durch den Einbezug der Arme kann die Laufkoordinationsübung verändert werden. Man sollte jedoch erst die Arme kreisen, wenn die Handlungsabfolge automatisiert wurde. Dabei sollten die Bewegungen aus dem Schultergelenk kommen, und dieses nicht verkrampfen. Keinesfalls sollten die Schultern angehoben und das Hüftgelenk überproportional eingesetzt werden. Unterschiede kann man auch in der Gestaltung der Flugphase machen. Der Raumgewinn steigt mit Zunahme der Länge der Flugphase. Abb.1 Federnder Ballenlauf
Fußgelenksarbeit
Gekennzeichnet ist diese Phase durch mehr oder weniger aktives Heben und Senken der Ferse. Auch hier kommt die Hauptantriebskraft aus der Wade. Der Vorwärtsdrang und die Raumgewinnung ist relativ gering. Man nimmt zur Bewegungsausführung die Arme hinzu. In parallelen Bewegungen begleiten sie den Ablauf. Die Frequenz ist variabel. Man sollte darauf achten, das der Kniehub gering ist und der Ablauf insgesamt geschmeidig verläuft. Wichtig ist, die Kniegelenke nicht zu überstrecken und das Hüftgelenk nicht zu verwringen. Der Blick sollte vorausschauend sein. Abb.2 Fußgelenksarbeit
Der Kniehub sollte in einem gewissen Rahmen passen. Das bedeutet, er soll nicht zu hoch und nicht zu gering ausgeführt werden. Der Ballen sollte in Richtung des Körperschwerpunktes aufgesetzt werden. Dabei dürfen auch hier die Kniegelenke nicht überstreckt werden. Auch hier kann man die Übung anders gestalten. Der Sportler kann bei jedem dritten Schritt den Oberschenkel bis zu 90° Grad anheben. Dabei sollte die Geschwindigkeit nicht verändert werden. Der durch den Kniehub entstehende längere Weg, wird durch die schnellkräftige Bewegung des „Oberschenkel - Hochziehen“ ausgeglichen. Die Hauptkraft entsteht im Oberschenkel. Auch hier ist ein Schwingen der Arme zu beobachten. Der Ausführende sollte auf die korrekte Haltung achten. Das bedeutet, dass er die Hüfte nicht einknicken darf. Er sollte so lange wie möglich die aufrechte Körperhaltung bewahren. Kniehebellauf
Der Kniehebellauf zeichnet sich durch einen hohen Kniehub und einer hohen Frequenz aus. Auch hier wird ein Winkel von 90° Grad erreicht. Die vollständige Streckung der Bein -und Hüftgelenke sowie das Anziehen der Fußspitze sind ein Indiz für das richtige Ausführen der Bewegung. Folgende Variationen sind möglich: Abb.3 Kniehebellauf
Die Abbildungen zeigen den Kniehebellauf mit den Armen in Hochhalte, nach vorne und in der Seitehalte. Die Variation ist für die Spieler notwendig, wenn Sportler Probleme mit der Streckung der Bein- und Hüftgelenke. Anfersen
Beim Anfersen wird auf dem Fußballen gelaufen und die Ferse aktiv zum Gesäß geführt. Der Oberkörper wird dabei leicht nach vorne gebeugt, ohne jedoch den Oberkörper in der Hüfte abzuknicken. Als mögliche Form kann man auch nur bei jedem dritten Schritt die Ferse zum Gesäß führen oder die Schnelligkeit variieren. Abb.4 Anfersen
Hopserlauf
Beim Hopserlauf wird das Schwungbein bis zur Waagerechten angehoben. Dabei wird der Unterschenkel horizontal zum Boden gehalten und die Füße angehoben. In der Phase des Abspringens, wird das Absprungbein vollständig gestreckt. Die Arme wirken durch ihre aktive Bewegung unterstützend. Die Bewegung des Hopserlaufes kann auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden. Sie können auf Höhe und Weite zielen oder auf ein seitenbezogenes Anziehen des Beines abzielen. Wichtig bei allen Varianten ist nur der aktive Abdruck aus dem Sprunggelenk, die rechtwinklige Finalstellung in den Kniegelenken, die gestreckte Körperhaltung und die aktive Armbewegung. All jene Faktoren wirken sich auf die Präzision und Zweckmäßigkeit auf. Abb.5 Hopserlauf
Amerikanische Skippings
Amerikanische Skippings ist eine anspruchsvolle und sehr intensive Übung. Sie sollte daher zum Schluss der Laufkoordinationsübungen absolviert werden. Amerikanische Skippings sind eine Verschmelzung zweier Bewegungsabläufe. Hier wird Kniehebellauf und der anschließende Kniehub der Unterschenkel in frontale Richtung verbunden.
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Es ist wichtig den Oberkörper nicht zu sehr in Rückenlage zu bringen. Der Sportler sollte den Oberkörper während der gesamten Übung fixieren. Ferner sollte er daran denken, die Füße nicht aufzustampfen. Er sollte über den Fußballen laufen, keinesfalls über die Ferse. Abb.6 Amerikanische Skippings
Sprunglauf
Bei den Sprungläufen handelt es sich um die effektivste Art des reaktiven Schnellkraft - und Schnelligkeitstraining. Die Bewegungsstruktur ähnelt die des Sprints. Nur hier gibt es einen explosiven Abdruck und eine lange Flugphase. Im Anschluss des Abdrückens, erfolgt eine Steckung des gesamten Körpers. Das beinhaltet die Streckung der Hüfte, des Knies und des Fußes. Charakteristisch ist das Anheben des Schwungbeines zur Waagerechten und das Anziehen der Fußspitzen. Genau wie beim Hopserlauf kann man auch hier das Ziel der Übung variieren. Man kann auf die Weite, die Schnelligkeit, den Schrittrhythmus zwischen den Flugphasen und die Übergangsphase zum Schwung den Schwerpunkt legen. Auch hier bestimmt die Bewegungsausführung den Erfolg der Übung. Abb.7 Sprunglauf
5. Literaturverzeichnis
Bisanz,G.; Gerisch,G.: Fußball. Hamburg 1988.
Dargatz,T.: Fußball Konditionstraining. München 1997. Hirtz,P.: Koordinative Fähigkeiten im Schulsport. Berlin 1985. Meinel,K.; Schnabel,G.: Bewegungslehre Sportmotorik. Berlin 1998. Saß,H.: Fußball in der Schule. Berlin 1985.
Schnabel,G.; Dietrich,H.; Borde,A.: Trainingswissenschaft. Berlin 1997. Stiehler,G.; Konzag,I.; Döbler,H.: Sportspiele. Berlin 1988.
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Arbeit zitieren:
Michael Schuster, 2001, Die Koordination - Bedeutung und Schulung der Koordination im Fussball am Beispiel der Laufkoordination, München, GRIN Verlag GmbH
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