K12/2 Gkd2 30.4.2001
- 1912: Verleihung des Literaturnobelpreises für sein Lebenswerk
- 1933: Rückzug Hauptmanns aus dem öffentlichen Leben ohne eindeutige Stellung zum Nationalsozialismus
- Nach einer Reise Nach Griechenland und England sowie weiteren Aufenthalten in Italien stirb Gerhart Hauptmann am 6.Juni 1946 in Agentendorf
Weitere Werke
• Bahnwärter Thiel 1887 (Novelle)
• Vor Sonnenaufgang 1889 (sozialkritisches Drama)
• Florian Geyer 1896
Die Weber (1892)
bezieht sich auf den Weberaufstand im Juni 1844 im Kreis Reichenbach im Eulengebirge und ist seinem Vater Robert gewidmet. Das Stück wurde ursprünglich in schlesischem Dialekt mit dem Titel „De Waber” verfasst.
Es spielt an den „Originalschauplätzen” ca. 50 km südöstlich von Breslau und enthält detailgenaue Ortsbeschreibungen am Anfang jeder der fünf Akte, was es deutlich zu einem naturalistischen Drama macht.
Reaktionen: Die vorgesehene Uraufführung 1892 wird vom Berliner Polizeipräsidenten verboten. Nach der Uraufführung 1893 im dt. Theater, die durch das Revisionsurteil des Preußischen Oberverwaltungsgerichts, kündigt Kaiser Wilhelm II seine dortige Loge und weigert sich 1896, Hauptmann den Königlichen Schiller- Preis zu verleihen.
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Personen
Familie Dreißiger (in der Realität Zwanziger), wohlhabende Gewebehändler Angestellte, Arbeiter von Dreißiger Welzel, Gastwirt Hornig, Lumpensammler und Revolutionär Wittig, Schmiedemaister und einer der Anführer Bäcker, Weber und revolutionärer Denker Familie Baumert, Weber Moritz Jäger, Soldat und Anführer der Revolte
Inhalt
Erster Akt: Die Weber liefern im Hause des Fabrikanten Dreißiger ihre Arbeit ab und nehmen dafür einen Hungerlohn entgegen. Es sind arme, elende, von Hunger und Not ausgemergelte Menschen, die um ein paar Pfennige Lohnerhöhung oder um einen geringen Vorschuss betteln. Aber der Zahlmeister Pfeifer, früher selbst Weber und jetzt im Dienste Dreißigers, lehnt alles ab, kritisiert an dem abgelieferten Stücken herum um die Löhne noch weiter hinunterzudrücken. Ihnen wird Angst gemacht, ihre Aufträge zu verlieren, da neue Weber eingestellt werden könnten, die billiger und auch besser arbeiten würden.
Im zweiten Akt werden die Auswirkungen des Weberelends am Beispiel der Familie Baumert gezeigt. Der alte Baumert, der seit zwei Jahren kein Fleisch mehr gegessen hat, hat einen kleinen Hund geschlachtet und schmort ihn im Topf um für die hungernden Kinder etwas zu essen zu haben.
Der in die Heimat zurückgekehrte Soldat Moritz Jäger stimmt das verbotene Weberlied mit dem Namen „Das Blutgericht“ an, das die andern zu auftrumpfender Entschlossenheit reizt: so kann es nicht weitergehen, es muss anders werden.
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Der 3. Akt spielt in Welzel’s Gaststube n sich ein Reisender und ein Tischler über die Aufruhr unterhalten, die unter den Heimarbeitern gärt. Die Erregung wächst als die jungen Weber von dem Schmied Wittig und Moritz Jäger aufgestachelt, anfangen, das Weberlied zu singen. Als ein Gendarm Ruhe gebietet eskaliert die Situation und die Weber gehen auf die Straße
Im vierten Akt dringen die Aufständischen plündernd und zerstörend in Dreißigers Villa ein und zwingen die Besitzer zur Flucht.
Der Schlussakt zeigt anhand der zerstrittenen Familie Hilse die Auswirkungen des Aufstandes. Man merkt, das dieser nicht in einer Sieg geendet hat, obwohl es den Aufständischen gelingt die Soldaten aus dem Dorf zu vertreiben und eine Weberei zu zerstören. Der alte Hilse, der nie für den Aufstand war, stirbt als Unbeteiligter, von einem Querschläger getroffen, während sein Sohn und dessen Frau auf der Straße kämpfen.
Interpretation:
a) Historische Kritik
- Bezug des Themas zum Jahre 1890
- Das Arbeiter-Geld Verhältnis
b) Folgewirkungen
- Das Aufführverbot Klassisches und Massendrama
Anbei habe ich das zugehörige Paper angefügt (2 Seiten)
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Angaben zum Autor
- geboren am 15. November 1862 in Obersalzbrunn (Schlesien) als viertes Kind des Hotelbesitzers Robert Hauptmann und dessen Frau Maria
- 1878:Vorzeitiges Verlassen der Realschule
- Eintritt im Oktober 1880 in die Breslauer Kunst- und Gewerbeschule
- Verlobung mit Marie Thienemann
- 1882 Studium der Philosophie
- Italienreise
- 84 Rückkehr und Studium der Naturwissenschaften
- Hauptmann heiratet M. Thienemann
- 1094 Scheidung von M. Thienemann und Hochzeit mit M. Marschalk
- Verleihung des Literaturnobelpreises
- Tod am 6. Juni 1946
Ø Widmung des naturalistischen Dramas an seinen Vater Robert Ø Bezug auf den Weberaufstand 1844 Ø Ursprünglich im schlesischen unter „De Waber“ erschienen Ø Aufgeteilt in fünf Akte mit unterschiedlichem Handlungsschauplatz Ø Verbot und Gerichtsstreit
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Personen
Inhalt
Die Weber liefern im Hause des Fabrikanten Dreißiger ihre Arbeit ab und nehmen dafür ihren Lohn in Empfang. Die Auswirkungen des Weberelends werden am Beispiel einer betroffen Familie gezeigt. Der in die Heimat zurückgekehrte Moritz Jäger trägt ein Lied vor, das die Weber aufständisch werden lässt. Durch die zunehmende Unruhe unter den Webern wird das Weberlied von den Behörde verboten, was verbitterte Reaktionen hervorruft. Im vierten Akt dringen die Aufständischen plündernd und zerstörend in Dreißigers Villa ein und zwingen die Besitzer zur Flucht. Der Schlussakt zeigt anhand der Familie Hilse die Auswirkungen des Aufstandes. Der alte Hilse, der nie für den Aufstand war, stirbt als Unbeteiligter..
Interpretation:
a) Historische Kritik
- Bezug des Themas zum Jahre 1890
- Das Arbeiter-Geld Verhältnis
b) Folgewirkungen
- Das Aufführverbot
- Klassisches und Massendrama
Quellen:
- Hans Schwab-Felisch und Wolf Jobst Siedler (Hrsg.), Dichtung und Wirklichkeit, Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt a.M. 1963
- Kurt Kusenberg (Hrsg.), Gerhart Hauptmann, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg, 1959
- Peter Sprengel, Interpretationen „Dramen des Naturalismus“, Philip Reclam jun. GmbH, Stuttgart, 1988
Arbeit zitieren:
Dieter Kilian, 2001, Hauptmann, Gerhart - Die Weber, München, GRIN Verlag GmbH
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