- Erzeugung zusätzlicher Nahrung nach einer Hungerkatastrophe im westafrikanischen Kolonialgebiet
- Milderung des Bevölkerungsdruck in den Nachbargebieten des Deltas durch Umsiedlung Die Pläne der Wiedernutzbarmachung eines nicht mehr vom Wasser durchflossenen Totarms für den Bewässerungsfeldbau von 1925 wurden aufgegriffen . In der Zeit von 1935-1947 wurde eine Staumauer bei Markala errichtet, wodurch nun die Regulierung des Hochwasserabfluss des Niger möglich war. Zur gleichen Zeit wurden auch 2 Zuleitungskanäle (Canal du Macina, 1935 & C. du Sahel, 1937) fertiggestellt. Zusammen mit den Totarmen, die nach Norden und Nord-Osten entwässern, wurde die Bewässerung bestimmter Agrarflächen ermöglicht. Da das Projekt in den Sommerregenmonaten (Juni-September) zusätzlich zwischen 550mm und 700mm Niederschlag erhält, wirkt es sich positiv auf die nationale Ernährung aus.
Frankreich nahm an, innerhalb der nächsten 50 Jahre 960.000 ha zu erschließen, wobei es sich im Anbau etwa im gleichen Verhältnis von Baumwolle und Reis handelte. Durch den Beginn der Entwicklung der Infrastruktur (Eisenbahn von Abidjan nach Algier), konnte die Baumwolle nach Frankreich transportiert werden.
Ab 1947 versuchte das Office zum ersten Mal die einheimische Bevölkerung umzusiedeln, doch es war vergebens. Die mit dem Reisbau erfahrenen Völkerschaften aus dem heutigen Burkina Faso werden zwangsweise umgesiedelt. Das Office ist Eigentümer der Produktionsmittel und bezahlt den Arbeitern Lohn.
Etwa drei Jahre später wurde wegen ausbleibender Erfolge umorganisiert. So wurde Land und Grundausstattung zur Produktion zu günstigen Preisen an die Siedler vergeben, wodurch sich dann der Lebensstandard verbesserte. Desweiteren wurden Bewässerungsgebiete ausgeweitet und 1953 der Canal du Sahel verlängert.
Am 22.9.1960 erklärte Mali seine Unabhängigkeit. Die neu entstandene Republik übernahm das Projekt und verstaatlichte dieses und organisierte es um. Die neuen Pläne bezogen sich auf den Baumwollanbau. 1968 wurde eine Baumwollspinnerei bei Markala mit 4000 Beschäftigten fertiggestellt. Der Baumwollanbau stellte sich als Mißerfolg heraus und vier Jahre später wurde dieser aufgegeben.
Ab 1982 startete das Office du Niger verstärkt wirtschaftliche Reformen zur Liberalisierung. Es wurde schrittweise von einer Verwaltungsbehörde in ein Wirtschaftsunternehmen umgebaut.
Gegenwärtige Situation:
Ein großes Problem des Office du Niger sind die schwierigen Infrastrukturbedingungen. Sie sind durch hohe Produktionskosten, Probleme im Management, teure Verwaltung und mehrere agrartechnische und agrarökologische Probleme entstanden. Trotz des Anbieten relativer Prosperität (Wohlstand), ist es schwer Neusiedler zu finden. Vom Office wird die Grundausstattung (u.a. Land, Haus, Saatgut, Pflug, Zugtiere, Düngemittel,...), sowie verfügbare Dienstleistungen bereitgestellt. Nach 10jähriger Kultivierung wird das Land dem Siedler angeeignet. In jedem Dorf gibt es u.a. eine Krankenstation und Schule. Doch die Stämme können sich von ihren traditionellen Bindungen, wie die Großfamilien, der Dorfverband und Boden, nicht lösen. So zählt die Bevölkerung nach wie vor etwa 50.000, davon 4500 Siedlereinheiten und 130 Dörfer.
Zukünftige Situation:
Das ‘Office du Niger‘ ist ein agroindustrielles Großprojekt mit hohen Investitionen. In der Zukunft soll das Bewässerungssystem erheblich vergrößert, repariert, instandgesetzt und verbessert werden. Auch die Kulturflächen sollen stark expandieren. Am wichtigsten ist zunächst der Reisanbau. Durch die geplante Verfünffachung der Zuckerrohranbaufläche ist der Bau einer Zuckerraffinerie in Dougabougou vorgesehen. Desweiteren sollen 1000ha
Futtermittel und trotz der Mißerfolge Baumwolle angebaut werden, damit die bestehenden
Anlagen zur Baumwollentkernung und Weiterverarbeitung genutzt werden können.
Quote paper:
Sandra Emmerling, 1999, Malis Wirschaft: Veränderung und Office du Niger, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Sandra Emmerling has published the text Malis Wirschaft: Veränderung und Office du Niger
Sandra Emmerling has uploaded a new text
Les effets de l'aide publique au développement au Niger et au Mali
Réflexion sur l'analyse des po...
Mahamane Yahaya
Negotiating Development: African Farmers and Colonial Experts at the O...
Monica M. Van Beusekom, Monica M. Van Beusekom
Negotiating Development: African Farmers and Colonial Experts at the O...
Monica M. Van Beusekom, Van Beusekom
Negotiating Development: African Farmers and Colonial Experts at the O...
Monica M. Van Beusekom, Van Beusekom
Chief Financial Officers (CFO) im Mittelstand
Aufgabengebiete, Rollenverstän...
Johannes Krämer, Michaela Staffel, Patrick Ulrich, Wolfgang Becker
Dodin and the Maly Drama Theatre: Process to Performance
Maria Shevtsova, M. Shevtsova, Shevtsova Maria
0 comments