Tierwelt
Norden: Besonders auffällige Tierarten in dieser borealen Zone sind Elche, Hirsche, Bären, Schneehasen, Biber,
Wölfe und Füchse. Viele der Tierarten halten einen Winterschlaf oder ziehen in den kalten Monaten in wärmere
Gebiete. Ausharrende Tiere haben den Vorteil, daß ihre Nahrung durch die Kälte konserviert wird.
Süden: Die Zahl der Tierarten ist in den feuchten Mittelbreiten relativ groß. Auch unterscheiden sich viele in
ihrer Lebensform: Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Vögel, Fische u.a. Viele Tiere halten eine Winterruhe
(Dachs, Eichhörnchen) oder einen Winterschlaf (Igel). Andere fallen im Winter in eine Kältestarre (Spinnen,
Schnecken, Insekten). Zugvögel sind ebenfalls weit verbreitet. Die Vernichtung vieler Lebensräume der Tiere
durch den Menschen führt allerdings zu einem starken Rückgang vieler Tierarten.
Politisches System
Die Volksvertretung ist der Reichstag mit 349 Abgeordneten. Staatsoberhaupt ist seit 1973 König Carl Gustav
XVI. Chef der Regierung ist seit 1996 Ministerpräsident Göran Persson.
Wirtschaft und Verkehr
Seit 1994 ist die Wirtschaft wieder im Aufschwung und dennoch steigen die Arbeitslosenzahlen um 12 % pro
Jahr. Die Staatsverschuldung ist sehr hoch und das Haushaltsdefizit betrug 1995 9,6 % des BIP. Die Maastrichter
Kriterien zur Europäischen Währungsunion sind damit nicht zu erfüllen. Für die kommenden Jahre wird das
Ende der schwersten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren prognostiziert. Die Mittel dazu sind ein Wachstum
des BIP um 2,5-2,6 %, ein erhöhter privater Verbrauch und ein sinkender Staatsverbrauch. Insgesamt arbeiten 70
% der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich.
Das Straßennetz umfaßt insgesamt 208.858 km und wird ständig erweitert und modernisiert. Die
Eisenbahnschienen sind zusammen 9.930 km lang. Pro Kopf hat Schweden das dichteste Eisenbahnnetz in
Europa. Für den internationalen Handel ist die Seeschiffahrt von großer Bedeutung. Die Handelsflotte umfaßt
insgesamt 436 Schiffe mit zusammen über 3 Mio. BRT. Wichtige Häfen sind Göteborg, Helsingborg, Malmö
und Stockholm. Der internationale Flugverkehr wird vor allem über die Flughäfen Stockholm, Göteborg und
Sturup bei Malmö abgewickelt. 1991 wurden insgesamt 9,8 Mio. Passagiere befördert.
Schwerpunkte der Industrie-Produktion
Maschinen, Halb-, Fertigwaren, Holzverarbeitung, chemische Industrie, Textilindustrie
Infrastruktur
Nur 5 % der Ärzte haben eine eigene Praxis, bei den Zahnärzten sind es ca. 50 %. 1990 gab es insgesamt 1.000
Krankenhäuser mit 148.412 Krankenhausbetten. 26.000 Ärzte praktizierten 1993 im Land.
Der Besuch der staatlichen Schulen ist kostenfrei, Schulpflicht besteht im Alter von 7 bis 16 Jahren. Über 90 %
der Schüler besuchen die dreijährige Gymnasialstufe, mit deren Abschluß die Hochschulreife erlangt wird. Im
Schuljahr 1992/93 wurden 887.300 Grundschüler von 94.000 Lehrern unterrichtet.
35 % der Schüler besuchen eine Hochschule. Insgesamt gibt es 36 im Land, an denen 1991/92 188.700
Studierende eingeschrieben waren. Die Analphabetenrate beträgt weniger als 1 %.
Ballungsräume und Industrieregionen
Die Küstengebiete sind am fruchtbarsten, daher am dichtesten bevölkert, das waldreiche Binnenland dagegen ist
nur wenig bewohnt.
Die Hauptstadt Stockholm ist mit 1,69 Mio. Einwohnern größter Ballungsraum. Die Einwohnerzahl der anderen
Städte liegt bei unter 450.000.
Geschichte
4.-5. Jh.: Erste Siedler im Altertum Svear (Schweden) und Gotar (Goten).
500 n. Chr.: Beginn der Reichsgründung.
11. Jh.: Christentum Staatsreligion.
1397: Kalmarer Union mit Dänemark und Norwegen.
1434-36: Bauernaufstand unter Engelbrechtsson.
1520: "Stockholmer Blutbad".
1523: Wiederherstellung der schwedischen Unabhängigkeit unter Gustav I. Wasa; Einführung der Reformation.
1561-1629: Machtausdehnung nach Estland, Ingermanland und Livland.
1611: Unter Gustav II. Adolf (1594-1632) europäische Großmacht; Beteiligung am Dreißigjährigen Krieg.
1648: Westfälischer Friede; Erwerb von "Schwedisch Vorpommern" und der Bistümer Bremen und Verden.
1697-1718: Carl XII.
1700-1721: Großer Nordischer Krieg gegen Dänemark, Sachsen, Polen und Rußland (Karl XII.) endet mit
Niederlagen; Verlust der Ostseeprovinzen und deutsche Besitzungen bis auf einen Teil Vo rpommerns.
1772: Wiederherstellung des Absolutismus durch Gustaf III.
1808: Verlust Finnlands an Rußland.
1810: Carl XIII. adoptiert Jean-Baptiste Bernadotte, den Marschall von Frankreich; Bernadotte wird zum
Kronprinzen Karl Johann ernannt.
1814: Personalunion mit Norwegen.
1818: Karl XIV. tritt Vorpommern und Rügen an Dänemark ab und erhält dafür Norwegen.
1905: Auflösung der Personalunion mit Norwegen.
1907-50: König Gustav V. Adolf.
1914-18: Schweden bleibt im Ersten Weltkrieg neutral.
1918: Verfassungsreform; allgemeines Wahlrecht.
1920: Eintritt in den Völkerbund.
1932: Sozialdemokratische Regierung (Hansson, Erlander, Palme); Entwicklung zum Wohlfahrtsstaat.
1939-45: Schweden bleibt im Zweiten Weltkrieg neutral.
1946: UN-Beitritt.
1949: Gründungsmitglied des Europarates.
1950: Thronbesteigung Gustafs des VI.
1951: Gründungsmitglied der EFTA.
1969: Olof Palme wird Regierungschef.
1971: Verfassungsreform.
1973: Thronfolger Carl XVI. übernimmt die Krone; bei Reichtstagswahlen Patt zwischen Linken und
Bürgerlichen.
1975: Neue Verfassung, König ohne politische Macht.
1976: Thorbjörn Fälldin wird neuer Premierminister.
1978: Erbfolge der Monarchie auf Erstgeburtsrecht umgestellt; Ola Ullsten (Liberale) wird Chef eines
Minderheitenkabinetts.
1979: Bei Reichstagswahlen knapper Sieg der Bürgerlichen; Fälldin erneut Regierungschef.
1982: Sozialdemokraten gewinnen Reichtstagswahl; Palme wieder Premierminister.
1985: Linksparteien erneut Wahlsieger.
1986: Premier Palme wird ermordet; Ingvar Carlsson Nachfolger.
1991: Bürgerliche Minderheitenregierung unter Carl Bildts.
1992: Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik; Bindung der schwedischen Währung an den ECU wird
aufgehoben.
1993: Reform des Arbeitsrechts.
1994: Reform des Rentenrechts; Schweden unterzeichnet NATO-Programm "Partnerschaft für den Frieden";
Wahlsieg der Sozialdemokraten; Ingvar Carlsson Ministerpräsident.
1995: Beitritt zur EU.
1996: Göran Persson wird nach Rücktritt von Carlsson Ministerpräsident.
Arbeit zitieren:
Sarah Menne, 2001, Schweden, München, GRIN Verlag GmbH
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Tim Müller
Lobenswert.
Dieses Referat ist sehr gut gelungen und fasst alles rund um Schweden sehr gut zusammen.
Es ist leicht zu lesen und gut zu verstehen.
Also wenn man was für ne Arbeit braucht kann ich nur dieses Referat empfehlen.
MfG
Tim Müller
(Realschüler 10Kl.)
am Tuesday, April 16, 2002-