Ab März 1940 wird das jüdische Viertel, jetzt das Ghetto, wegen angeblicher Typhusgefahr
(Infektionskrankheit) von der Außenwelt durch Mauern und Stacheldraht abgeschlossen. Rund 400.000 Juden aus Warschau und Umgebung wurden ins Ghetto umgesiedelt. Nur 25 kg ihres Hab und Guts war ihnen erlaubt mitzunehmen. Im Ghetto wurden nun Regeln aufgestellt; das Verlassen des Ghettos für Juden war verboten und wurde bei nicht Einhalten mit dem Tode bestraft. Ein Drittel der Stadtbevölkerung lebte jetzt im Ghetto, nahm ca. 4,5% der gesamten Stadtfläche Warschaus ein und bot etwa 61.000 Wohnungen mit 140.000 Räumen. Ein Leben auf engstem Raum hatte begonnen. Seine Grenzen wurden am 23. Oktober 1941 erheblich verändert.
Im Juli 1942 beginnt die Deportation der Juden in die Vernichtungslager. Judenräte mussten als erneute
Demütigung Deportationslisten erstellen . Bis September verminderte sich die Zahl der Warschauer Ghettobevölkerung rasch von 356000 auf ungefähr 107000. Anfang des Jahres 1943 wurde das Ghetto in 3 voneinander getrennte Teile aufgespalten (siehe Bild).
Am 19. April 1943 erhoben sich etwa 70000 Menschen im Warschauer Ghetto gegen die Vollstrecker der
deutschen Vernichtungspolitik. Der Reichsführer der SS beschloss das Warschauer Ghetto zu vernichten, aber die Deutschen trafen auf Widerstand der Ghettobewohner. Es war der organisierte Aufstand der ZOB, Zydowska Organisazicja Bojowa (deutsch: Jüdische Kampforganisation), geführt von Marek Edelmann. Der Warschauer-Getto-Aufstand (vom 19.4 - 16.5.1943) ging in die Geschichte ein. Diese Revolte forderte aber viele Opfer, denn je länger der Widerstand andauerte, desto härter ging die Gestapo und die Wehrmacht vor. Die Ghettobewohner hatten nämlich eine sehr schlechte Ausrüstung ein paar Pistolen, Molotowcocktails und vielleicht eine Hand voll Handgranaten. Der Warschauer-Getto-Aufstand war ein verzweifelter Versuch der Deportation in die Vernichtungslager zu entgehen. Deutsche Verluste bei dieser Revolte waren 16 Tote und 90 Verletzte. Viele Ghettobewohner wurden nach dieser historisch unvergessenen Aktion in Arbeitslager eingewiesen oder in die Vernichtungslager Treblinka und Maidanek gebracht. Mein Tipp:
Über das Leben, Überleben und Sterben im Ghetto von Warschau siehe Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben, DVA Stuttgart 1999, S. 199 ff
Arbeit zitieren:
Michael Lewandowski, 2001, Das Warschauer Getto, München, GRIN Verlag GmbH
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Andreas Lorenz
Das Warschauer Ghetto.
Etwas kurz, aber gut
am Sunday, June 09, 2002-
Marcus
hhhmm Datum verwechselt???.
hey der Vortrag ist nicht schlecht.
Aber der Warschauer-Aufstand begann doch am 1. August 1944 um 17 Uhr und endete am 2. Oktober 1944.
am Wednesday, January 08, 2003-