Doch da bliebe noch Melchior Böhni, dem man kaum das misstrauen und
die Eifersucht auf Strapinski ansehen konnte der im Hintergrund
Forschungen über Strapinski’s Leben geführt hatte. Durch einen großen
Gewinn in der Lotterie unterbaut Strapinski seine Stellung im kleinen
Städtchen Goldach.
Aber die Liebe zu Nettchen hält ihn davon ab die Stadt zu verlassen,
obwohl er es schon nach seinem großen Gewinn sich fest vorgenommen
hatte. Während Nettchen ihm um den Hals fiel blieb ihm keine andere
Chance, als die Verlobung mit Nettchen bekannt zugeben.
Schließlich gibt Nettchen’s Vater das „Ja“ Wort und es steht den beiden
Glücklichen nichts mehr im Wege. Von seinem gewonnenen Geld bleibt
ihm nichts mehr übrig, da die Hälfte für die Vorbereitung und die andere
Hälfte für Verlobungsgeschenke ausgegeben wird. Die Nachricht, dass die
beiden verlobt sind verbreitet sich in der ganzen Umgebung bis nach
Seldwyla, wo Melchior Böhni durch seine Forschungen über Strapinski
herausfand, dass er nur ein armer Schneidergeselle sei und kein
angesehener reicher Graf. Böhni lädt die Seldwyla ein, darunter auch
Strapinski’s ehemaliger Meister, Strapinski bloß zu stellen damit er
Nettchen zurückgewinnen kann. Sie sollen ins Gasthaus kommen, wo die
Verlobung stattfindet. Da es grade Faschingszeit ist, hofft er ganz
besonders, dass sein heimtückischer Plan, Strapinski mit einem
Pantomimespiel bloßzustellen. Zur gleichen Zeit treffen die Goldacher und
die als Schneider verkleideten Seldwyla mit ihren Masken vor dem
Gasthaus ein. Sie dringen schließlich in den Saal vom Gasthaus ein und
beginnen mit einem Schneiderspiel, wobei Strapinski von seinem früheren
Meister zunftgerecht begrüßt. Bei einer fröhlichen Atmosphäre findet so
die peinliche Entlarvung Strapinski’s statt. Ohne Reaktion rennt der zu
tiefst verwirrte und gepeinigte Wenzel Strapinski aus dem Saal ins Freie.
Damit er sich nicht noch mehr schämen muss, versteckt er sich vor den
herannahenden Seldwylern, die auf dem nach Hause weg sind, im
nahegelegenen Wald. Nach so einem Schock für Nettchen, sitzt sie
Regungslos auf ihrem Platz und lehnt jede Tröstung von den Freundinnen
ab. Wie aus heiterem Himmel lässt sie ihre Kutsche anspannen und fährt
die Straße Richtung Seldwyla entlang. Melchior Böhni, dem das ganze zu
verdanken ist, vergisst sie dabei völlig. Am Straßenrand, die dicht am
Wald liegt, findet Nettchen ihren Verlobten halb erfroren im Schnee
liegend. Sie bringt Strapinski zum nächsten Bauernhof, wo sie die Bäuerin
kennt und nach einem heißen Tee kommt Strapinski wieder zu sich.
Dabei erzählt er von seinem wahren Leben und sagt ihr, dass er kein
echter Graf sei, sondern nur ein armer Schneidergesell. Nettchen ist nun
fest entschlossen Strapinski zu heiraten, auch wenn er nur ein armer
Schneider ist und kein Graf. Jetzt erst beschließt Nettchen das sie sich
nicht verstecken brauchen, sondern ihre Zukunft in Seldwyla in die Hand
nehmen wollen. Unter dessen geht das Gerücht um von einer Entführung
rum. Böhni hat inzwischen den Amtsrat in Kenntnis gesetzt und beide
fahren nach Seldwyla, dabei ist sich Melchior Böhni sicher, dass er die
Hand von der Amtsratstochter zurückgewinnen wird, was aber Nettchen
überhaupt nicht wollte. Rechtzeitig kam auch schon der Anwalt den
Nettchen bestellt hat, bevor das Gespräch zwischen ihr und ihrem Vater
immer lauter wurde. Obwohl der Vater von Nettchen dagegen war das sie
ihren Anteil des ganzen Hab und Gut ihrer Mutter erbt und Strapinski
heiratet, konnte der Rechtsanwalt ihn doch noch überzeugen, da sie grade
volljährig geworden ist und ab jetzt selbst entscheiden kann was ihr
zusteht und was nicht. Der Anwalt konnte den Amtsrat davon überzeugen,
dass Strapinski sich nicht durch seine Handlung strafbar gemacht habe,
da er sich nicht selbst als einen Grafen ausgab, sondern ihm die Rolle des
Grafen aufgedrückt wurde, so das der Amtsrat der Hochzeit mit Strapinski
schließlich doch zustimmte. Die Hochzeit wurde später nachgeholt und mit
den Seldwylern prächtig gefeiert. Strapinski lebt daraufhin mit Nettchen in
Seldwyla und eröffnet dort einen eigenen Schneiderladen und wird in
Seldwyla einer der angesehensten Personen. Strapinski rächte sich bei
den Seldwylern indem er die Kleider sehr teuer verkaufte. Aber nach zehn
bis zwölf Jahren beschloss er mit Nettchen und seinen zwölf Kindern nach
Goldach und lässt den Seldwylern nichts zurück.
Dort spekuliert er mit seinem Schwiegervater über sein Vermögen und
behauptet das er mehr als der Amtsrat hätte.
Arbeit zitieren:
Björn Schelper, 2001, Keller, Gottfried - Kleider machen Leute - Inhaltsangabe, München, GRIN Verlag GmbH
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Zu Gottfried Keller - Kleider machen Leute: Wie wird der Schneider Wen...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 8 Seiten
Aufbau und Struktur der Novelle am Beispiel "Kleider machen Leute...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 16 Seiten
Keller, Gottfried - Kleider machen Leute
Referat / Aufsatz (Schule), 5 Seiten
Bewusstseinsdarstellung und Figurenrede in Gottfried Kellers "Kle...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 28 Seiten
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Sabah hat den Text Keller, Gottfried - Kleider machen Leute - Inhaltsangabe kommentiert
ossama
kommentar.
eigentlich GANZ GUT!!!
am Sunday, March 03, 2002-
Jonas
titel.
Danke.du hast mich gerettet.
am Tuesday, April 16, 2002-
vronika
gott,der der das geschrieben hat hat zu viel zeit übrgig.
gott, hättest du das ny kürtzer schreiben können. ich muss das auf zensurn machen, hab aber kenn bock soviel abzuschreiben. trotzdem, immerhin ein resultat, is ny schlecht geworden. aber wie gesagt viel zu lang!!!!
*knuddl* vronika
am Sunday, April 21, 2002-
Melchor Böhnie
Ohje.
Der mann hat ja zeit ohne ende na jedenfals danke ich kanns gut gebrauchen !!!!!!!!
am Monday, May 13, 2002-
besserwisser
nicht gerade der beste text.
inhaltsangabe viel zu lang geschrieben.es muss immer nur das wesentl. im text enthalten sein.sie sind viel zu doll ins detail hineingegangen.satzbau und ausdruck ist an speziellen stellen sehr merkwürdig.
am Friday, June 07, 2002-
Sabah
Sehr gut!.
Prima zusammengefasst und sehr gut formuliert!
am Tuesday, November 11, 2008-