wirken. In einigen Versen sind Wörter eingeschoben ,die den rhythmischen Lesefluss stören durch ihre
Vielsilbigkeit bzw. ihre schiere Präsenz stören (s. V. 1 :"einander" ,V.2:"gar").Sie verstärken beim Leser
den Gesamteindruck von Inkonsequenz. Eine solche Verwendung der verschiedenen Metren, vor allem
Daktylus, Jambus und Mischformen aus beiden, machen dem Leser einerseits den gegenwärtigen
Zustand der gescheiterten Beziehung verständlich andererseits ist diese unregelmäßige ,fast unbeholfen
wirkende Verwendung der verschieden Formen der Metrik ein Indikator für den gegenwärtigen
Gemütszustand des lyrischen Erzählers. Sie versinnbildlicht die mit der zerbrochenen Beziehung
verbundene Aufgewühltheit, die der lyrische Erzähler beim Denken an die Beziehung und deren Ende
verspürt. Zudem liegt die Vermutung nahe ,dass der in die Beziehung involvierte Erzähler die Trennung
immer noch nicht verarbeitet hat. Er ist sich noch im Unklare darüber was er jetzt nachträglich von der
Beziehung halten soll und hat deswegen immer noch zwiespältige, ambivalente Gefühle in Bezug auf diese
und das im Verlauf der Beziehung erlebte. In den Verszeilen 1-4 und 7-10 wechselt die Kadenz
regelmäßig von stumpf zu klingend. Nur in den Versen 5 und 6 stehen zwei männliche Kadenzen
nebeneinander. So grenzen sie den ersten positiven Teil der Beziehung vom anderen der das Ende der
Beziehung beschreibt durch deutliche Gegensätzlichkeit ab. Und so stellen diese beiden Verse 5 und 6
eine Achse im Gedicht dar. Zu den Besonderheiten des Gedichts zählt die Großschreibung jedes
Versanfang obwohl es sich nicht bei jedem Vers um einen Satzanfang handelt. Daran wird sichtbar
welche Bedeutung dieser Stelle des Gedichts beigemessen wird. Jeder Versanfang wird bis zum 6.Vers
großgeschrieben weil bis dahin immer ein neuer Aspekt der Beziehung oder ein neuer Einwand gegen
einen vorher erwähnten neuen Aspekt beschrieben wird. Der im 7.Vers beginnende Zerfall der
Beziehung lässt sich ebenfalls in verschiedene gedankliche Abschnitte gliedern. So hat auch hier die
Großschreibung ihre Berechtigung. Als weitere Besonderheit bleibt zu vermerken ,dass die
großgeschriebenen Versanfänge bis zur Achse des Gedichts (s. V.6) sich die verwandten
Anfangsbuchstaben "W" und "U" in dieser Reihenfolge abwechseln. Im 8.Vers wird diese Reihenfolge
zum ersten mit einem eingeschobenen "V" Anfangsbuchstabe unterbrochen. Das "V" kann noch als
Misslaut in bezug auf diese Reihenfolge dar. Denn es besteht immer noch eine gewisse Ähnlichkeit und
Verwandtschaft zur Buchstabengruppe "W,U" dar. Er signalisiert zwar schon gewisse Misslaute in der
Beziehung ,es stellt aber noch keinen Endgültigen Abschluss oder Bruch in der Beziehung dar. Beim "D"
in der 10. Verszeile hingegen wird jedoch deutlich, dass die Beziehung an einem Punkt angelangt ist an
dem sie absolut gescheitert ist.
Dem schließe ich nun die Untersuchung der inneren Form an. Der gedankliche Aufbau beschreibt in den
ersten 6 Verszeilen eine positive Beurteilung der gescheiterten Beziehung. Trotzdem wird durch die
"dennoch"-Einschübe in den ersten zwei Verspaaren einer andere Betrachtungsweise auf die Beziehung
deutlich als dies noch während der Beziehung selbst war. Die gesamten positiven Erlebnisse bekommen
nach den jähen Ende der Beziehung für die involvierte erzählende Person einen schlechten
Beigeschmack. Ab Vers 7 erfolgt die Beschreibung des Bruchs in der Beziehung. Dadurch, dass sich die
beiden Personen voreinander "verstecken" also nicht oder vielleicht sogar von Anfang an nicht offen
zueinander sind oder waren ,es denn beiden folglich nicht mehr möglich ist die Beziehung aufrecht zu
erhalten. Die erzählende Person ist in Verszeile 10 davon überzeugt ,dass die Beziehung so zerstört ist
,dass sie es nicht für möglich hält die beiden involvierten Personen jetzt oder zu einem zukünftigen
Zeitpunkt wieder eine Beziehung zueinander haben können.
Jetzt widme ich mich den sprachlichen Besonderheiten des Gedichts. Das Gedicht besteht aus
verhältnismäßig langen Aussagesätzen ,die sich anfangs über zwei Verse erstrecken (s. V1,2 und V.3,4)
, dann aber einer polysyndetischen (Konjunktion "und") Aufzählung in den restlichen 6 Verszeilen
weichen. Die Aussagesätze drücken das Bestreben des Erzählers aus, nach dem Ende der Beziehung ein
abschließendes Resumée ziehen zu können somit mit der Beziehung selbst und dem ehemaligen Partner
abschließen zu können. Die ersten 4 Verse sind hypotaktisch aufgebaut. Im Hauptsatz wird jedes Mal
ein spezieller Zustand der beiden Personen in der Beziehung angesprochen, dem im folgenden
Nebensatz widersprochen wird. Die hypotaktisch aufgebauten Sätze verdeutlichen zwar die positiven
Aspekte die Beziehung ausgemacht haben, aber bei der Betrachtung nach dem Ende der Beziehung
betrachtet der Erzähler diese Eigenschaften der Beziehung unter einem anderen Licht als er das noch
während der Beziehung der Fall war. Wenn sich der Erzähler an die schönen Dinge in der Beziehung zu
erinnern versucht wird im unweigerlich, unwillkürlich auch das schmerzliche Ende der Beziehung vor
Augen geführt.
Die Verse 7-10 des zweiten Teils des Gedichts, sind bis auf einen Einschub parataktisch aufgebaut. Der
unterschiedliche Satzbau verstärkt noch zusätzlich ,zu den bereits erwähnten Mitteln, den inhaltlichen
Bruch der im Verlauf des Gedichts stattgefunden hat. Der durch Kommas vom restlichen Text
abgetrennte Einschub "aus kindischer Lust" (V. 6) enthält die Bewertung des Verhaltens ,dass dann
letztenendes zum Scheitern der Beziehung geführt hat. Es gibt aber kein wirkliches Motiv für das
darauffolgend beschriebene Verhalten an, sondern gibt Auskunft darüber was der Erzähler jetzt
,nachdem er das Resultat dieses Verhaltens kennt, vom jenem hält. Aus diesem Einschub wird deutlich
,dass der Erzähler nicht nur seinem ehemaligen Partner sondern auch sich selbst die Schuld für das
Scheitern der Beziehung gibt. Er ist frustriert und sauer auf sich selbst die Beziehung aus einem so
banalen, "kindischen"(V.7) und niederen Beweggrund aufs Spiel gesetzt und verloren zu haben. Diese
Tatsache macht es ihm noch schwerer die Trennungsrealität zu akzeptieren. In Verszeile 10 erfolgt ein
Zeitenwechsel vom Perfekt, das in den vorhergehenden 9 Versen gebraucht wurde, und dem hier
auftauchenden Präsenz. Das häufig verwendete Perfekt soll die Merkmale und die Harmonie in der
vergangenen Beziehung zum Ausdruck bringen. Während das in Vers 10 verwendete Präsenz
zunächsteinmal den gegenwärtigen Zustand der Beziehung beleuchtet. Der Vers beschreibt zu welchem
Resultat des "Verstecken(s)"(V. 8) geführt hat. Darüber hinaus enthält dieses Präsenz-Konstruktion eine
Prophezeiung ,einen Ausblick in die nichtvorhandene gemeinsame Zukunft der beiden Personen. Diese
Formulierung macht deutlich ,dass es sich der Erzähler nicht vorstellen kann das die Beziehung noch eine
Zukunft hat oder eine Wiederaufnahme der Beziehung in Zukunft möglich sein wird ,auch wenn er sich
noch so sehr die harmonischen Zeiten der Beziehung zurückwünscht, sich zurück in diese Zeit der
Beziehung sehnt, haben sich die beiden ehemaligen Beziehung durch ihr infantiles Verhalten schon zu weit
voneinander entfernt. Die elliptische Struktur der 10. und letzten Verszeile verstärkt deren prophetische
und visionäre Wirkung. Denn es wurden absichtlich auf einige konkrete Satzbestandteile wie "auf" (dass)
oder (wiederfinden)"sollten" verzichtet. Ebengenannte Bestandteile würden im Vers beschriebene
Endgültigkeit um einiges besser zum Ausdruck bringen. So aber entsteht der Eindruck beim Leser ,dass
vielleicht immer noch unterschwellig im Erzähler die Hoffnung auf ein Fortbestehen der Beziehung
mitschwingt. Auch wenn er sich selbst zur Selbstdisziplin zwingt um eine solche entgültige Aussage
machen zu können. Die im ersten Teil (V.1-6.) vorkommenden Partizipien haben neben ihrer zeitlichen
Bedeutung zugleich die Funktion einer Alliteration (s. V. 4 "gerauft, geschlagen"; V.5 "gejauchtst,
gescherzt"; V.6 "geküßt, geherzt").Sie drücken Die Gemeinsamkeit und die Harmonie der beiden
Personen zu diesem Zeitpunkt ihrer Beziehung aus. In Vers zwei wird diese Funktion vom Ausdruck
"Mann und Frau" übernommen. Diese Wirkung und Funktion der partizipierten Alliterationen wird umso
deutlicher wenn man sie im Vergleich zum zweiten Teil des Gedicht (V.7-10) sieht. Hier fehlt diese
Funktion der Partizipien völlig. So wird abermals der Bruch in der Beziehung deutlich der sich an dieser
Stelle im Gedicht (V. 6 zu 7) manifestiert hat. Diesen Verlust an Harmonie beschreibt auch der
Parallelismus "Und dennoch uns" der Verszeilen 2 und 4.Denn während er in diesen Versen noch
vollkommen identisch ist, wird das "dennoch" in 6.Vers durch ein anderes Wort ersetzt. Im weiteren
Verlauf des Gedichts ,also im 2.Abschnitt des Gedichts verschwindet der anfängliche Parallelismus.
Dieses langsame verschwindet steht ihr nicht nur für den Verlust von Gemeinsamkeit und Harmonie
sondern auch für den Verlust an Vertauen und Offenheit in der Beziehung. Denn je mehr man sich der
Achse zwischen positiver und negativer Betrachtung der Beziehung näher desto verwinkelter wird das
Gedicht. Es verliert seine anfangs offenen und regelmäßigen Strukturen. Eine solche Entwicklung lässt
sich auch bei der Anapher "Wir" (V. 1,3,5) verzeichnen. Am Anfang von sowohl des Gedichts als auch
der Beziehung steht am Anfang jedes neuen Satzes der gleiche Anfangsbuchstabe ,der die Zweisamkeit
der beiden Personen ausdrückt. Im zweiten Gedichtabschnitt wird aus den gleichen Anfangsbuchstaben
unterschiedliche Versanfänge. Diese stehen für den Verlust dieser Zweisamkeit den jetzt steht jede der
beiden Personen allein und auf sich selbst gestellt und nehmen nicht mehr die Hilfe des Partners an Die
im Text selbst durch Anführungszeichen abgegrenzte Metapher "Verstecken" (V.8) versinnbildlicht das
Verhalten der beiden Personen zueinander. Beide waren nicht offen und ehrlich zueinander sondern
haben in sich selbst zurückgezogen ,wo sie ihr eigenes Leben lebten ohne den anderen daran teilhaben zu
lassen. Die Anführungszeichen verdeutlichen mit welchen Augen der Erzähler diesem Verhalten heute
gegenübersteht ,dass er dieses Verhalten überaus kritisch betrachtet liegt an der Tatsache welche
schlechten Erfahrungen mit diesem gemacht hat und weiß zu was diese führen kann. Die Metapher "in
Wäldern und Gründen" (V. 8) hängt ebenfalls mit diesem Vorgang des "in-sich-Zurückziehens"
zusammen. Allerdings wird hier das Hauptaugenmerk auf den Ort wohin sie sich zurückgezogen haben
,gelegt. Einerseits beschäftigen sich die beiden alleine mit ihren seelischen Ab"Gründen"(V.8) und
nehmen so die Wünsche und Probleme des anderen gar nicht mehr weil sie so auf sich selbst fixiert sind
,andererseits finden sie sich im Dickicht ihrer eigenen Vorwände und Lügen nicht mehr wieder.
Zusammengefasst lässt sich das Gedicht folgendermaßen interpretieren. Das Gedicht ist inhaltlich wie
sprachlichformal in zwei gedankliche Abschnitte gliedern. Im ersten Teil wird das harmonische
Beisammensein der beiden Personen in ihrer gemeinsamen Beziehung beschrieben. Allerdings kommt
hier bereits eine andere Wissens- und Bewusstseinsebene des Erzählers zum tragen. Sie ergibt sich aus
der Tatsache heraus, dass einer der beiden Beteiligten die Beziehung nach ihrem Ende aus einem ganz
anderen Blickwinkel betrachtet. Als er das noch während der Beziehung selbst getan hätte. Dies wird an
den eingeschoben Nebensätzen sichtbar. Dem anschließend folgt der 2.Teil ,in dem beschrieben wird
wie diese mit dem vorher beschriebenen Beziehungsglück "spielen" .Die Beziehung ist an einem Punkt
angekommen an dem sich beide unbemerkt voneinander entfernt, also aus einander gelebt haben bis sie
sich gegenseitig nicht mehr gekannt hatten. Oder die Beziehung ist so in die Routine abgeglitten ,dass
irgendwann jeder sein eigenes Leben inmitten der Beziehung so vor sich in gelebt hat. Die Beziehung hat
nur noch als Rahmen für zwei Menschen gedient ,die nichts mehr gemeinsam hatte außer diesen
Deckmantel einer intakten Beziehung. Sie haben sich unabhängig vom anderen so verändert bzw.
weiterentwickelt ,dass es dem anderen nicht mehr möglich war diese neue, veränderte Person zu
erkennen geschweige denn wieder zu finden, weil sie immer noch nach der Person gesucht haben die sie
früher einmal war und die sie auch noch richtig kannten. Die beiden begeben sich auf die Suche nach
dem was früher einmal ihre Beziehung gewesen zu sein scheint. Beide waren so auf Harmonie in ihrer
Beziehung bedacht ,dass dabei ihre Ehrlichkeit und Offenheit auf der Strecke blieb.
Abschließend möchte ich mich noch persönlich zu Heinrich Heines Gedicht "Wir haben viel für einander
gefühlt" äußern. Mir gefällt dieses Gedicht aufgrund seines zeitlosen Charakter .Denn obwohl Heine
dieses Geicht bereits vor ungefähr hundert Jahren geschrieben hat ist das Motiv so gewählt, dass die
Thematik immer noch aktuell ist und man so leicht Zugang zum Gedicht finden kann. Ich bin mir sicher
,dass das Gedicht auch in weiteren hundert Jahren noch aktuell sein wird ,auch wenn sich die
Interpretationsansätze womöglich infolge anderer gesellschaftlicher Prägung geändert haben mögen.
Arbeit zitieren:
Kerstin Iffland, 2001, Heine, Heinrich - Wir haben viel gefühlt, München, GRIN Verlag GmbH
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Hallo F.
deine arbeitsmoral.
also diese arbeit ist einfach schlecht. Hierbei lässt sich kein bisschen sinn für Romantik entdecken und das obwohl Heinrich heine so viel zu bieten hätte. und dann diese rechtschreibund, das wird ihnen mal das genick zerbrickeln, wenn ich das so sagen darf. bestimmt sind sie total sclecht in deutsch. und die bewertung haben sie ja nur erhalten, weil die anderen dämlackels, die hier rumsurfen noch bedümpleter sind als sie. Also nein, soetwas kann man doch nicht in mein internet stellen, sind sie meschugge?
am Wednesday, April 17, 2002-