Personencharakteristik: Der Alte:
Der Alte arbeitet auf dem Hof der Möllinger - Bäuerin. Er ist der einzige, der sich um den behinderten “Wastl” kümmert. Er glaubt daran, dass der Junge absolut entwicklungsfähig ist, deshalb bringt er ihm auch Lesen und Schreiben bei. Er ist der einzige, der eine “ehrliche” Beziehung zum Jungen hat. Der Junge:
Sebastian, genannt “Wastl”, ist seit seiner Geburt geistig behindert. Er lebt am Bauernhof seiner Eltern. Während seiner Jugend hat Wastl niemals Zuneigung und Liebe erfahren. Für seine Eltern stellt er nur einen nutzlosen Esser dar. Der Junge bewegt sich sehr schwerfällig und verkrampft. Als sich der Alte seiner annimmt, erfährt er erstmals Liebe und Zuneigung; ihm wird Vergewaltigung vorgeworfen, von Gesellschaft nicht akzeptiert, hat Talente (singen, Musik ) Schätzt den Alten, sensibel, wurde nie gefördert à keine Entwicklung, ehrgeizig, kämpft Möllinger Bäuerin:
Die Bäuerin bringt keinerlei Verständnis für die Behinderung ihres Sohnes auf. Sie beschimpft ihn (in seiner Gegenwart) als “ unnützlicher Esser”, “ Missgeburt” und als “ verrecktes Krüppel”. Sie findet es auch nicht der Mühe wert, ihre Gefühle für sich zu behalten, während der Junge anwesend ist. Schläge stellen für sie das beste Erziehungsmittel für den “Unnutz” dar. Kein Selbstwertgefühl, gefühllos, abhängig von Ehemann Wirt (Bürgermeister):
Will, dass Wastl nicht mehr mit dem Alten ins Gasthaus kommt, dominanter Geschäftsmann, egoistischer Politiker, oberflächlich, Machtperson Interpretation
Das Hauptthema des Werkes ist die Einstellung der Menschen gegenüber Behinderten, und ob sie diese als vollwertige Mitmenschen betrachten. Wie aus den Aussagen der Möllinger Bäuerin hervorgeht, wird ein Mensch oft nur für vollwertig gehalten, wenn er irgendeiner sinnvollen Tätigkeit oder Arbeit nachgehen kann. Die einzelnen Charaktere sind sehr exakt dargestellt. Die Eltern “Wastls” bringen keinerlei Verständnis für die Behinderung ihres Sohnes auf. “ Hass” ist das einzige, was ihm die Mutter entgegenbringt. Aus ihren Worten erkennt man zudem einen gewissen Aberglauben, der für ländliche Gegenden typisch ist. Aus ihrer erzkatholischkonservativen Einstellung heraus, b ezeichnet und empfindet sie das Kind als “Strafe Gottes” Motive -) Vorurteile -) Randgruppen -) Menschlichkeit
-) Angst, Schwäche, Sexualität v. Behinderten ist Tabu -) Entwicklung der Persönlichkeit
Arbeit zitieren:
Magda EL-Batawy, 2001, Mitterer, Felix - Kein Platz für Idioten, München, GRIN Verlag GmbH
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