gegen die Natur im Nationalpark. Der heute erreichte Anteil unbeweideter Flächen ist ein Kompromiss zwischen Naturschutz, Küstenschutz und Landwirtschaft.
Nationalpark keine Ausweichfläche für die Landwirt schaft
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Es kann vorkommen, dass die Grasmenge auf den Deichen knapp wird. Durch an- gemessene Weideführung und Bestandsdichte kann dieses Problem jedoch gelöst werden. Den Nationalpark in Ausnahmefällen (z. B. in trockenen Sommern) als Wei- defläche zu nutzen ist dagegen keine Lösung, da dieser vorrangig dem Naturschutz und nicht der Landwirtschaft dient.
Unbeweidete Vorländer
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Im Gegensatz zu den kurz beweideten „Golfrasen“ der vergangenen Jahre beher- bergen unbeweidete Vorländer von Natur aus viel mehr Tier- und Pflanzenarten. Sie verwandeln sich also ganz und gar nicht in artenarme „Steppen“, wenn sie nicht be- weidet werden.
Brutvögel in den unbeweideten Salzwiesen
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Der Brutvogelbestand in unbeweideten Salzwiesen ist deutlich artenreicher und zah- lenmäßig etwas höher als in beweideten Vorländern. Die Vögel sind jedoch meist schwieriger zu sehen, weil sie sich in der hohen Krautschicht verstecken, wenn sie brüten.
Während einzelne Vogelarten in unbeweideten Salzwiesen abnehmen (wie z. B. Sä- belschnäbler, Küstenseeschwalbe), nehmen andere Arten dafür zu (z. B. Rotschen- kel, Brandgans). Einige Arten wie beispielsweise Löffelente, Uferschnepfe und Sumpfohreule erscheinen sogar zusätzlich.
Nur noch geringe Fraßschäden auf Äckern
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1990, als noch alle Vorländer beweidet waren, setzte eine Zunahme von Fraßschä- den an Raps und Winterweizen ein. Sie ist jedoch durch eine europaweite Zunahme der Pfeifenten, milde Winter und eine Ausweitung der Wintersaaten entstanden. Doch gerade durch den Rückgang kurz beweideter Salzwiesen, wo die Pfeifenten gerne tagsüber fressen, wird es zu einem Rückgang der überwinternden Pfeifenten an der Westküste kommen. Das verbleibende Problem kann durch angemessene Ausgleichszahlungen gelöst werden.
Zunahme der Treibselmenge durch unbeweidete Salz wiesen?
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Ob die Treibselmenge durch unbeweidete Salzwiesen zunimmt, weiß man z. Zt. noch nicht. In erster Linie bestimmt die Sturmhäufigkeit die Treibselmenge, d. h. viel Sturm – viel Angespül bzw. kein Sturm – kein Treibsel. Da es lange Zeit keine schwere Sturmflut gab, ist noch nicht bekannt, ob die Gesamtmenge des Treibsels sich in un- beweideten Vorländern ändert.
Gründe für das Ertrinken vieler Hasen im Vorland
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Erst nachdem die Beweidung der Vorländer eingestellt worden ist, können die Hasen in den Lebensraum Salzwiese zurückkehren. Dass hier einige Hasen ertrinken, ist genauso natürlich wie beispielsweise der Tod von Vogelküken bei Sommersturmflu- ten. Auch andere Wildtiere und ungezählte ertrinken in der Nordsee. Daher sollten zum Schutz der Hasen Zäune und Dämme jedoch so gestaltet werden, dass sie nicht als Falle für die Hasen wirken.
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Miriam Kreuziger, 2000, Die Beweidung der Deichvorländer, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Sturmfluten und Küstenschutz an der Nordsee
Geography / Earth Science - Regional Geography
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 31 Pages
Neulandgewinnung an der Nordseeküste
Geography / Earth Science - Regional Geography
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Vegetationstranssekte auf der Halbinsel Solitüde an der Flensburger In...
Bachelor Thesis, 36 Pages
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