I Einleitung
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Pflegehelfer im ambulanten Dienst von einem Altenheim in München, habe ich einen Grundkurs in Kinästhetik absolviert. Das Handlungskonzept hat mir sehr gut gefallen. Bei diesem Grundkurs war unter anderem Thema, wie dieses Konzept, nach Abschluss des Grundkurses, in den Pflegealltag übertragen werden kann. Das heißt, alle Teilnehmer fanden das Konzept gut, hatten aber Bedenken bei der praktischen Umsetzung. Es wurde das Problem gesehen, dass es keine Praxisbegleitung gibt, um die Integration der Kinästhetik in die Pflege zu erleichtern. Zum anderen fehle auch der Rückhalt im Team, da nur Einzelne die Fortbildung haben. Als ich nach dem Grundkurs wieder arbeitete, machte ich die Erfahrung, dass es mir nicht immer gelang, das Gelernte direkt umzusetzen. Gerade Transfers machten mir Schwierigkeiten und aus Bedenken habe ich es teilweise nicht versucht. Erst als ich die Gelegenheit hatte an einem Praxistag teilzunehmen, bei dem auch mit Bewohnern vor Ort Transfers durchgeführt wurden und ich meine Unsicherheiten klären konnte, kam ich in meiner Pflegepraxis ein Stück weiter. Daraus entstand für mich der Gedanke, dass ich mich gerne näher damit beschäftigen würde, welche Voraussetzungen den Transfer von Kinästhetik in den Pflegealltag unterstützen.
Ich bin der Meinung, dass auch bei der aktuell immer wieder stattfindenden Diskussion zu Gewalt in der Pflege in den Medien, Kinästhetik einen positiven Beitrag leisten kann, zu einer gewaltfreien, professionellen Pflege (vgl.: SZ Nr. 94 v. 24.04.01; Wenn die Würde zum Konjunktiv wird; S. V2/9). Ebenso kann sie meines Erachtens, bei der ebenfalls aktuellen Diskussion, um die mangelnde Qualität in der Pflege, einen positiven Beitrag leisten (vgl.: SZ Nr. 104 v. 07.05.01; Die Altenheime
- teuer und mangelhaft; S.45)
Im Rahmen meines Studiums der „Sozialen Arbeit“ absolviere ich nun ein Praktikum in diesem Altenheim. Der Heimleiter hat die Praxisanleitung übernommen. Während dem Praktikum lerne ich die Arbeit der Leitungsebenen (Heimleitung, Pflegedienstleitung und Hauswirtschaftsleitung) und die Verwaltung kennen. Im Rahmen des Praktikums ist es auch meine Aufgabe ein Konzept zu erarbeiten, wie die Kinästhetik in der Pflege besser in den Pflegealltag integriert werden könnte. Bei der näheren Beschäftigung mit der Theorie der Kinästhetik wird mir die Komplexität der Kinästhetik in der Pflege klarer. Deshalb möchte ich vor den praktischen Ablauf eines Projektes zur Schulung der Mitarbeiter von dem Heim, darauf eingehen,
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weshalb ich diesen Aufwand und die Kosten zur Schulung aller MitarbeiterInnen als sinnvoll erachte. Hierzu gebe ich zunächst eine Einführung in das Konzept „Kinästhetik in der Pflege“. Nachfolgend möchte ich Vorteile, welche die Umsetzung der Kinästhetik, für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Bewohner hat, aufzählen. Im Anschluss daran lege ich allgemeine Überlegungen dar, wie die Umsetzung von Fortbildungen durch die Organisation positiv unterstützt werden können. Daran anschließend stelle ich das Projektlernen als Möglichkeit der Personalentwicklung vor. Zum Abschluss möchte ich ein Konzept zur Schulung des Personals des Hauses inklusive ambulanter Dienst vorschlagen.
II Transfer von Kinästhetik in den Pflegealltag
1. Einführung in die Kinästhetik
1.1 Entstehung von Kinästhetik in der Pflege
Der Ursprung des Wortes Kinästhetik kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Worten kinesis (=Bewegung) und aisthesis (=Empfindung) zusammen. Kinästhetik ist somit die Lehre von der Bewegungsempfindung. Das eigenständige Konzept der Kinästhetik wurde in den 70er Jahren von Frank Hatch und Lenny Maietta entwickelt. Frank Hatch ist Doktor der Philosophie, promovierte in Verhaltenskybernetik und hat eine Ausbildung in modernem Tanz. Lenny Maietta ist Doktor der Philosophie und promovierte in klinischer Psychologie (Hatch u.a.; Kinästhetik; 1992; S.190/191). In das Konzept wurden Erfahrungen und Wissen aus der Verhaltenskybernetik, der humanistischen Psychologie und verschiedenen bewegungs- und tanzpädagogischen sowie körpertherapeutischen Ansätzen, wie z.B. die Arbeit von Moshe Feldenkrais, integriert. Zunächst wurden Workshops zur Weiterentwicklung der Bewegungs- und Kommunikationsfähigkeit angeboten (Citron; kinästhetisch Handeln in der Pflege; 1998; S.3). Durch die Ausbildung der Schweizer Krankenschwester Suzanne Schmidt-Bernhard in Kinästhetik, kam es zur Verbindung von Kinästhetik und der Krankenpflege. Gemeinsam entwickelten Hatch/Maietta/Schmidt-Bernhard die Grundlagen für Kinästhetik in der Pflege (Hatch u.a.; aaO; 1992; S.190/191). Durch Kinästhetik soll die Berührungs-, Beziehungs- und Bewegungsfähigkeit von PflegerInnen verbessert werden. Ziel ist es, einen positiven Einfluss auf die Produktivität, Qualität und Arbeitszufriedenheit auszuüben. Mit der Zeit wurde immer klarer, dass Kinästhetik auch auf
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rückenschonendes Arbeiten einen positiven Einfluss hat. Im Zeitraum von Anfang 1993 bis September 1994 gaben 900 von ca. 1400 GrundkursteilnehmerInnen eine positive Veränderung hinsichtlich weniger Rückenschmerzen als Rückmeldung. Durch das Lernen wie Hebeanstrengungen möglichst zu vermeiden sind, werden berufsbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule vorgebeugt. Somit ist Kinästhetik auch ein Programm für rückenschonendes Arbeiten. (vgl.: Hatch; Kinästhetik, eine Präventivmaßnahme für Rückenprobleme; 1994). In der Schweiz wurde das Institut für Kinästhetik (IfK) gegründet, welches die Ausbildung zu den TrainerInnen und die Weiterentwicklung von Kinästhetik organisiert. Kinästhetik als Handlungskonzept gibt es nicht nur für die Pflege, sondern auch für den Umgang mit Kindern und zum kreativen Lernen (vgl.: www.kinaesthetik.com).
Nachfolgend möchte ich beschreiben, durch welche wissenschaftlichen Strömungen Kinästhetik beeinflusst wird und welche Einstellung zu „Gesundheit“ daraus folgt. Fritjof Capra hat in seinem Buch Wendezeit von 1982 beschrieben, dass das mechanistische Paradigma der Naturwissenschaft nicht mehr ausreicht, um die Wirklichkeit zu beschreiben. Seiner Meinung nach wird dieses abgelöst durch eine ganzheitliche Weltsicht, da physikalische, biologische, psychische, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Die Erkenntnisse der Physik seit Anfang des letzten Jahrhunderts, Erkenntnisse der Kybernetik und der Biologie in der Mitte des letzten Jahrhunderts haben mit dazu beigetragen (vgl.: Fritjof Capra; Wendezeit; 1988; S.VIII/293). Das Konzept der Kinästhetik in der Pflege wurde unter dem Einfluss dieses Wandels entwickelt. Kinästhetik ist somit ein Produkt dieses Paradigmenwechsels. In diesem Kontext wird Gesundheit als Prozess des gesamten menschlichen Systems gesehen, wobei alle Subsysteme in ständigem Austausch miteinander vernetzt sind. Die verhaltenskybernetischen Forschungen von Smith sind die Grundlage für die Erkenntnis, dass „angemessene Bewegungen von Patienten bei der Ausführung ihrer menschlichen Funktionen zu einer Verbesserung ihres gesamten Gesundheitszustandes führen“ (vgl.: Hatch/Maietta; Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen; 1999; S.24). Die Entwicklung von Gesundheit wird als lebenslanger Prozess gesehen, wobei jede Stufe dieses Prozesses durch das Feedback der Auswirkungen mit allen anderen Stufen verbunden ist (vgl.: Hatch/Maietta; aaO; 1999; S.11-27). In diesem Sinne wird mit Alter nicht automatisch „Steifheit“ verbunden, sondern die Gesundheitsentwicklung findet lebenslang statt. Mit diesem
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Blickwinkel ist auch im Alter eine aktive Gestaltung des Lebens und Lernens möglich. Ich denke, wenn die zu Pflegenden mit diesem Hintergrund unterstützt werden, hat dies direkten Einfluss auf die Unterstützung der Autonomie und der Lebensqualität unserer Kunden. Mit Hilfe der Kinästhetik in der Pflege lernen die PflegerInnen die Gesundheitsentwicklung der zu Pflegenden zu unterstützen. (vgl.: Stefan Knobel; Macht Alter krank und steif? Ein Mythos!; www.larete.ch/artikel).
1.2 Einführung in Kinästhetik in der Pflege
Das Handlungskonzept der Kinästhetik gliedert sich in sechs Konzepte. Mit Hilfe dieser Konzepte wird die Pflegende dazu befähigt, ihre Kommunikation mit den zu Pflegenden so zu gestalten, dass diese in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens, wie Essen, Trinken, Ausscheidung und Fortbewegung, unterstützt werden. Diese sechs Konzepte sind:
Interaktion Ø Funktionale Anatomie Ø Menschliche Bewegung Ø Menschliche Funktion Ø
Anstrengung als Kommunikationsmittel Ø
Umgebung (vgl.: Hatch u.a.; aaO; 1992;) Ø
Die sechs Konzepte sind unterschiedliche Perspektiven auf Verhaltensmuster. Jedes Konzept beschreibt unterschiedliche Ressourcen, die genutzt werden können (vgl.: Hatch/Maietta; aaO; 1999; S29ff).. Die PflegerInnen lernen die Funktionsweise des menschlichen Körpers durch Selbsterfahrung kennen. Mit Hilfe dieser Bewegungskompetenz können sie lernen, die zu Pflegenden individuell in ihrer Bewegung, gemäß der Struktur und der Funktion des menschlichen Organismus zu unterstützen. Bewegung ist ein komplexer Vorgang. Gesunde können die notwendigen Handlungsabläufe sehr schnell nacheinander durchführen. Kranke haben hierzu nicht die Ressourcen. Wenn PflegerInnen mit Kranken die Bewegungsabläufe zu schnell durchführen, haben diese keine Selbstkontrolle mehr darüber. Deshalb sollen die Bewegungsabläufe Schritt für Schritt durchgeführt werden, damit die zu Pflegenden noch Selbstkontrolle darüber haben. Dies wird
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erreicht, indem Masse 1 für Masse bewegt wird, wobei das Gewicht der Massen auf eine Unterstützungsfläche abgegeben wird. Gleichzeitig sollen die Zwischenräume frei für Bewegung sein. Durch dieses bewegen, anstatt zu heben, werden Verletzungsgefahren des Rückens durch Heben vermieden (vgl.: Hatch u.a.; aaO; 1992; 133ff). Anhand der Reaktionen der zu Pflegenden kann die PflegerIn erfahren, welche Ressourcen vorhanden sind. Wenn die zu Pflegenden ihre Bewegungen nachvollziehen können, sind sie auch in der Lage Neues zu lernen. Diese „Kommunikation mittels Bewegung“ ist auch mit Patienten möglich, mit denen keine verbale Kommunikation möglich ist, wie z.b. bei Morbus Alzheimer in fortgeschrittenem Stadium. (vgl.: V.R. Markiewicz; Erst durch andere Menschen wird der Mensch zum Mensch; Abschlussarbeit 2001; S.25-27).
Ein weiteres praktisches Beispiel ist die kinästhetische Streichung. Hierbei wird mit der Hand auf den Rückseiten der Massen (den Streckmuskeln) nach unten gefahren und auf den Vorderseiten (den Beugemuskeln) nach oben. Dies kann bei der Körperpflege integriert werden. So können die Selbstwahrnehmung und die Beweglichkeit der zu Pflegenden unterstützt werden (vgl.: Hatch u.a.; aaO; 1992; S.62ff). Bei einer Beugekontraktur, kann durch intensiveres Streichen der Rückseite der Extremitäten, dieser entgegengewirkt werden. Darüber hinaus lernen die PflegerInnen den Einfluss der Umgebung auf die menschliche Funktion und Interaktion kennen. Hierdurch können sie die Umgebung des zu Pflegenden funktionsunterstützend und bewegungsfördernd gestalten. Zum Beispiel ist es beim Aufstehen eines zu Pflegenden notwendig, dass das Bett tief genug ist, damit die zu Pflegende mit den Füßen den Boden erreicht. Ein anderes Beispiel ist, dass weiche Unterlagen die Bewegung hemmen und überlegt werden sollte, ob eine Bewegungshemmung sinnvoll ist oder nicht (vgl.: Stefan Knobel; Das Handlungskonzept Kinästhetik in der Pflege; www.larete.ch/artikel). Das Handlungskonzept Kinästhetik in der Pflege fördert die PflegerInnen kompetent zu pflegen. Hierdurch wird die Pflege professionalisiert. Diesen Aspekt möchte ich nachfolgend näher erläutern.
1 Die Kinästhetik unterscheidet, in der funktionalen Anatomie, den Körper in die knöchernen Strukturen Kopf, Brustkorb, Becken, Arme und Beine. Diese werden als Massen bezeichnet. Unter- und/oder oberhalb der Massen liegen die Zwischenräume. Durch diese können die Massen bewegt werden.
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2. Einfluss von Kinästhetik auf die professionelle Pflege
Im Rahmen der Professionalisierung der Pflege wurde der bio-medizinische Aspekt der Pflege durch den sozial-geisteswissenschaftlichen Aspekt erweitert. Hierdurch wird das individuelle Empfinden des Patienten gleichberechtigt in den Mittelpunkt gestellt. Durch die Kinästhetik wird nun auch dem funktional-körperlichen Aspekt der Pflege die notwendige Aufmerksamkeit gegeben, da diese sich damit fundiert und auf einem wissenschaftlichen Hintergrund aufbauend, auseinandersetzt. Gesundheit soll hiernach, in einem andauernden Prozess, immer wieder neu sichergestellt werden. Für die menschliche Funktion ist Bewegung eine wichtige Grundlage. Kinästhetik bietet für die PflegerIn fundierte Kenntnisse der Bewegung, um die alltäglichen pflegerischen Handlungen an die Fähigkeiten der jeweiligen Person anzupassen. So lernt die betroffene Person ihre eigene Bewegungskompetenz und wird in ihrer Gesundheitsentwicklung unterstützt. Kinästhetik als Bestandteil der Gesundheitsentwicklung hilft „Helfen“ in der Pflege klarer zu definieren, und so die einzigartige Rolle der Pflegenden, gleichberechtigt neben der Medizin und Therapie, zu behaupten. Dies trägt zur Professionalisierung der Pflege bei. (vgl.: Stefan Knobel; Was hat das Handlungskonzept der Pflege mit professioneller Pflege zu tun; www.pflege.ch).
3. Kinästhetik in der Pflege im Kontext des Pflegeleitbilds
Im Pflegeleitbild werden die Inhalte des Unternehmensleitbildes konkretisiert. Auf dieser Basis wird ein Pflegemodell gewählt, welches sich inhaltlich mit dem Pflegeleitbild deckt. Beim Pflegeprozess geht es unter anderem darum, konkrete Schritte zur Umsetzung des Pflegemodells zu definieren. Hierzu werden Probleme, Ziele und Maßnahmen formuliert und überprüft. Diese sollen an dem Pflegemodell orientiert sein. Für die Umsetzung ist die Organisationsform der Bereichspflege von Vorteil, da durch diese Organisationsform ein besserer Kontakt zum Kunden möglich ist. Dies unterstützt die individuelle Anpassung der Konzepte der Kinästhetik an die zu Pflegenden. Kinästhetik ist kein Pflegemodell, sondern ein praktisches Modell, welches zur praktischen Umsetzung des Pflegemodells genutzt werden kann (vgl.:Elisabeth Kirchner et al; Pflegemodell und Kinästhetik; www.uni-ulm.de). In der Einrichtung findet laut Pflegeleitbild die Orientierung am Pflegemodell nach M. Krohwinkel statt. Ebenso wird die Bereichspflege angewendet. Somit sind gute Voraussetzungen für die Einführung der Kinästhetik in der Pflege bereits vorhanden.
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Vom Gesetzgeber wird Qualität in der Pflege vorausgesetzt. Hierfür müssen unter anderem Pflegestandards und Pflegeplanungen erarbeitet werden. Hierbei ist die aktivierende Pflege besonders wichtig und auch gesetzlich (§11Abs.1SGBXI) verankert. Mit Hilfe der Kinästhetik kann die Pflege verbessert, die Qualität gesichert und die Effizienz der Arbeit gesteigert werden.
Meines Erachtens ist das Konzept der Kinästhetik ein gutes praktisches Modell um zielgerichtet mit den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) nach Krohwinkel zu arbeiten. Hierzu wäre es meines Erachtens von Vorteil, wenn die Terminologie der Kinästhetik und die kinästhetische Analyse in die Pflegeplanung mit aufgenommen wird, da ein im Team gemeinsam erarbeiteter Umgang mit den zu Pflegenden die Pflegequalität steigert. Mittels der kinästhetischen Analyse ist es möglich, jede AEDL nach Krowinkel, wenn notwendig zu unterstützen. Dies kann maßgeblich zu einer Aktivierung beitragen, da durch die Analyse gezielt die Ressourcen unterstützt werden können. (vgl.: Elisabeth Kirchner et all; aaO;).
Nachfolgend möchte ich nochmals die Vorteile durch die Umsetzung von Kinästhetik zusammenfassen.
4. Vorteile durch die Anwendung von Kinästhetik im
Pflegealltag
Das Handlungskonzept der Kinästhetik in der Pflege hat, wenn es im Pflegealltag integriert wird, einen positiven Einfluss auf die zu Pflegenden, die PflegerInnen und die Institution.
4.1 Für die zu Pflegenden
Mehr Selbständigkeit Ø Erlernen neuer Fähigkeiten Ø
Mitbestimmung bei der Mobilisation Ø
Würdigung der Autonomie jedes Individuums Ø
Würdigung dessen, dass Lernen ein Leben lang möglich ist Ø
4.2 Für die PflegerInnen
Mehr Freude am Beruf Ø
Selbsterfahrung zur eigenen Bewegung Ø Größere Professionalität Ø
Gesünderes Arbeiten (unter anderem für den Rücken) Ø
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Quote paper:
Alexander Thomas, 2001, Umsetzung der Kinästhetik in den Stationsalltag, Munich, GRIN Publishing GmbH
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