Heiko Bergener,
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2.1 Definition Virtuelle Unternehmen ............................................................ 2 2.2 Merkmale Virtueller Unternehmen........................................................... 2 2.3 Ziele virtueller Unternehmen ................................................................... 5
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3.1 Zahlen und Fakten ................................................................................... 7 3.2 Stärken und Schwächen ........................................................................... 8 3.2.1 Stärken..................................................................................................... 8 3.2.2 Schwächen............................................................................................... 8
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4.1 Kernkompetenz Organisationsneuausrichtung.........................................10 4.2 Integration Organisationszusammenführung............................................10 4.3 Virtual Reality Organisationsnachbildung ...............................................11
6:27±$QDO\VHYLUWXHOOHU8QWHUQHKPHQ
5.1 SWOT-Analyse für virtuelle Zusammenschlüsse mittelständischer
Unternehmen ..........................................................................................14 5.1.1 Strengths (Stärken)..................................................................................14 5.1.2 Opportunities (Chancen) .........................................................................17 5.1.3 Weakness (Schwächen)...........................................................................18 5.1.4 Threats (Bedrohungen oder Risiken) .......................................................18 5.2 Virtuelle Unternehmen im Wettbewerb mit Großunternehmen und Klein-und mittelständischen Unternehmen........................................................21
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6.1 White Lion AG. ......................................................................................23 6.2 forbacher-medienhof.de ..........................................................................24 6.3 Euregio Bodensee (Virtuelle Fabrik) .......................................................25
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I
Heiko Bergener,
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Abb. 2-1: Merkmale virtueller Unternehmen...........................................................2 Abb. 2-2: Ziele virtueller Unternehmen...................................................................5 Abb. 4-1 Der virt.cube, Analysemodell für virtuelle Organisationen.....................9 Abb. 5-1 Graphische Darstellung der SWOT-Analyse.........................................18
II
Heiko Bergener, 1 Einleitung
Klein- und mittelständische Unternehmen (im Nachfolgenden KMU genannt) sehen sich, im zunehmend schwieriger werdenden Märkten einem Wettbewerbsdruck ausgesetzt, dem sie nur schwer begegnen können. Sie suchen daher Kooperationsformen mit anderen KMU`s, die ihre Wettbewerbsposition verstärken und ihnen gleichwohl ihre rechtlich und wirtschaftliche Eigenständigkeit erhält.
Eine dieser Formen ist die Bildung von virtuellen Unternehmen (im Folgenden VU genannt). Insbesondere die Erhaltung der Eigenständigkeit erschwert eine Lösung potenzieller Interessenkonflikte und kann virtuelle Formen der Zusammenarbeit zum Scheitern bringen. Aus diesem Grund sind bei der Verwirklichung dieser Kooperationsform besondere Erfolgsfaktoren zu beachten. Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist es diese Erfolgsfaktoren herzuleiten. Im Folgenden wird nach Definitionen der wichtigsten Begriffe und Ziele, VU im Vergleich mit allein agierenden KMU`s und Großunternehmen dargestellt. An Hand einer Internet Recherche werden einige VU beschrieben und auf die Erfolgsfaktoren hin analysiert, die ihrer Zusammenarbeit zu Grunde liegen.
1
Heiko Bergener, 2 Grundzüge Virtueller Unternehmen
2.1 Definition Virtuelle Unternehmen
Virtuelle Unternehmen sind eine besondere Form der Kooperation. Arnold/Härtling beschreiben virtuelle Unternehmen als eine „Kooperationsform rechtlich unabhängiger Unternehmen, Institutionen und/oder Einzelpersonen, die eine Leistung auf der Basis eines gemeinsamen Geschäftsverständnisses erbringen.“ (ARNOLD/ HÄRTLING, 1995, 22). Es handelt sich meist um vertraglich abgesicherte Verbindungen die kurz- oder langfristig einen gemeinsamen Geschäftszweck verwirklichen wollen. Das bedeutet, dass sich virtuelle Unternehmen zeitlich begrenzt oder unbegrenzt zusammenschließen. Entscheidend für den Aufbau eines virtuellen Unternehmens ist die Informations-und Kommunikationstechnologie, welche die Unternehmen auch über große Entfernungen zusammenbindet und über die Transparenz der Informationen eine Vertrauensbasis zwischen den beteiligten Unternehmen herstellt. Virtuelle Unternehmen kooperieren entweder auf einer horizontalen (gleiche Produktions- bzw. Handelsstufe) oder auf einer vertikalen (unterschiedliche Produktions- bzw. Handelsstufe) Ebene.
2.2 Merkmale Virtueller Unternehmen
Folgende Merkmale zeichnen ein virtuelles Unternehmen aus:
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2
Heiko Bergener,
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Es werden zwei Arten von Kooperationsformen unterschieden: die horizontale und die vertikale Kooperationsform. Bei der horizontalen Kooperation schließen sich Unternehmen, Institute und/oder Einzelpersonen gleicher Produktions- bzw. Handelstufe zusammen. Die Kernkompetenzen multiplizieren sich und führen zu einer Spezialisierung. Bei der vertikalen Kooperation schließen sich Unternehmen unterschiedlicher Produktions- und Handelsstufen zusammen, um ihre Wertschöpfungskette auszubauen. Hier ergänzen sich die Kernkompetenzen und führen zu einer Generalisierung.
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Falls die Beteiligten unterschiedlichen Zielsetzungen folgen, führt dies zu einem Interessenkonflikt. Dieser kann nur durch ein gemeinsames Geschäftsverständnis vermieden werden. Dieses Verständnis setzt eine gemeinsame Vertrauensbasis voraus.
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Auf eine übergeordnete Einheit, als sogenannter Dachverband, der die einzelnen Unternehmen steuert und lenkt, ähnlich wie Konzernstrukturen, wird verzichtet. Informations-und Kommunikationssysteme ersetzen eine zentrale
Steuerungsfunktion, die allen Beteiligten die notwendigen Informationen zur Verfügung stellt. Trotzdem können einzelne Bereiche, die nicht zu den Kernkompetenzen gehören, zusammengefasst werden, wie z.B. Buchhaltung, Call-Center etc..
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ARNOLD/HÄRTLING verstehen unter dem Begriff Kernkompetenz „das unternehmensspezifische Wissen, die Fertigkeiten und die vorhandenen Technologien eines Unternehmens, einer Institution oder einer Einzelperson [...], die als Kern der Eigenleistung in die auf dem Markt angebotenem Produkte bzw. Dienstleistungen eingehen.“ ( ARNOLD/HÄRTLING 1995, 24 ) Bei horizontalen Zusammenschlüssen entsteht eine Kombination gleicher Kernkompetenzen. Diese erhöht das Risiko von Interessenkonflikten. Eine Kombination unterschiedlicher Kernkompetenzen dagegen ergänzen sich in der
3
Heiko Bergener,
vertikalen Zusammenarbeit, bei einem breiten Leistungsangebot, was die Marktposition der beteiligten Unternehmen stärkt.
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Innerhalb eines virtuellen Unternehmens werden die einzelnen Unternehmen, Institution oder Einzelpersonen als kleine überschaubare Einheiten Module genannt. Sie treten in einem sogenannten „Offen-Geschlossen-Prinzip“ auf, offen durch die flexiblen und dynamischen Strukturen im Inneren (Stärken des Mittelstandes) und geschlossen durch das gemeinsame Auftreten am Markt. (PICOT u. a. 1996, 397)
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Bei horizontalen Zusammenschlüssen können sich die gleichen Kernkompetenzen unterschiedlich ausprägen. In einen virtuellen Zusammenschluss werden in jedem Fall die unterschiedlichen Kernkompetenzen kombiniert. Das erfolgreiche Zusammenbringen dieser unterschiedlichen Kernkompetenzen ist einer der Erfolgsfaktoren virtueller Unternehmen.
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Obwohl die einzelnen Module virtueller Unternehmen regional unterschiedliche Standorte haben und zu unterschiedlichen Zeitpunkten beim Kunden auftreten, sieht dieser das VU als Ganzes an.
Ergänzend zur Literatur werden im Folgenden die speziellen Ziele horizontaler und vertikaler Zusammenschlüsse dargestellt.
Horizontale Zusammenschlüsse führen zu einer Stärkung der Kernkompetenzen. Sie nutzen Synergien und erreichen dadurch eine hochgradige Spezialisierung. Vertikale Zusammenschlüsse führen Kernkompetenzen zusammen und steuern Paketangebote an. Es entsteht ein breites Angebot für den Kunden.
4
Arbeit zitieren:
Heiko Bergener, 2002, Die Erfolgsfaktoren beim Aufbau von virtuellen Unternehmen aus Sicht mittelständischer Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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