umfassen die drei Regionen insgesamt 24 Provinzen. Der erste nördlichste Landesteil ist Norrland, ein Gebiet das mehr als die Hälfte der Oberfläche Schwedens umfaßt, trotzdem leben dort weniger als 15% der Bevölkerung. Zu Norrland gehören 9 Provinzen: Lappland, Jämtland, Härjedalen im Westen und Norrbotten, Västerbotten, Angermanland, Medelpad, Hälsingland und Gästrikland im Osten. In diesem Gebiet gibt es unendliche dichte Wälder des Hochgebirges.
Im geographischen Mittelpunkt Schwedens liegt das Gebiet Svealand, Mit den 7 Provinzen Dalarna, Värmland, Västmanland, Närke, Uppland und Södermanland. Svealand ist das eigentliche Kernland Schwedens, sowohl in kultureller als auch in historischer Hinsicht. Das Klima ist viel milder als im hohen Norden.
Im Süden von Schweden ist Götaland (der Name kommt durch die Besiedlung der Goten). Götaland hat 8 Provinzen: Västergötland, Östergotland, Sm¯land, Sk¯ne (auch Schonen), Blekinge, Dalsland, Bohuslän, Halland und die Insel Gotland und Öland. Das Land ist mit großen Wäldern bedeckt.
Geschichte. Im 16. Jahrhundert war Schweden ein stark zentralisiertes Land mit Stockholm als Hauptstadt. Die Ausdehnung des Schwedischen Reiches wechselte: Bis 1809 war Finnland ein Teil von Schweden. Das heutige Süd- und Westschweden wurde 1658 von der damaligen dänisch-norwegischen Union erobert. In manchen Zeiten hatte Schweden auch Provinzen am Süd- und Ostufer der Ostsee und
sogar in Nordamerika und Westindien Kolonien. 1905 wurde die Union mit Norwegen aufgelöst. Seit 1812 sind die schwedischen Grenzen unverändert und seit 1814 wurde das Land nicht mehr angegriffen. Zwischen den nordischen Nachbarländern (Island, Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland), von denen die zentral gelegenen Ländern Skandinavien genannt werden, findet heute eine sehr große Zusammenarbeit in allen Bereichen statt. Schweden ist traditionsgemäß bündnisfrei und verhält sich im Kriegsfall neutral. Als Mitglied der UNO (seit 1946) und der EU (seit 1995) nimmt Schweden aktiv an der internationalen Zusammenarbeit teil.
Staatsform: Schweden ist eine konstitutionelle Monarchie mit einem parlamentarischen Regierungssystem. Die gesetzliche Macht ist zwischen Regierung und Reichstag geteilt und der König nimmt als Staatsoberhaupt eine repräsentative Stellung ein. Im schwedischen Reichstag gibt es fünf Parteien: - die Sozialdemokraten
Seit 1810 regieren im schwedischen Königshaus die Bernadotten.
Lebensjahr. Über 95 % besuchen danach ein berufsbildenens oder theoretisches Ausbildungsprogramm des Gymnasiums. Unterricht, Bücher und Schulmahlzeiten sind kostenlos. Schweden verfügt über fast 40% hauptsächlich staatliche Hoch- schulinstitutionen.
die Grundlage zur hochentwickelten Schnittholz-, Zellstoff-, Papier- und Holzwarenindustrie bilden, 60% dieser Holzprodukte werden exportiert.
Desweiteren besitzt das Land noch einige Bodenschätze: Eisenerz, Uran, andere Mineralien, wenig Öl und Kohle. Es gibt sehr viel Wasser aus dem auch zum größten Teil in Wasserkraftwerken die Elektrizität gewonnen wird. Die weitere Energie wird durch Biobrennstoffe, Torf, Abwärme und durch die 12 Kernreaktoren hergestellt.
Nach einer Volksabstimmung 1980 beschloß der Reichstag, die Nutzung der Kernkraft bis zum Jahre 2010 völlig abzustellen. Das kürzlich erzielte Mehrparteinabkommen zur Energiepolitik (Februar 1997) bedeutet, dass die beiden Reaktoren von Barsebäck 1998 bzw. 2001 vom Netz gehen werden. Eine endgültige Jahreszahl für den völligen Ausstieg aus der Kernkraft wurde allerdings noch nicht festgelegt.
Landwirtschaft: Es arbeitet nur ein kleiner Teil der Schweden in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Jagd. Die meisten Bauernhöfe sind Familienbetriebe. In den dicht bewaldeten Teilen Schwedens wird die Landwirtschaft oft mit der Forstwirtschaft kombiniert, da nur 10% der Bodenfläche zur Landwirtschaft genutzt werden kann. Trotzdem ist die Landwirtschaft immer noch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen in verschiedenen Teilen des Landes haben großen Einfluß auf die Wahl der Pflanzen. Heu, Grünfutter und Futtergetreide werden hauptsächlich im Norden angebaut.
Im Süden und in der Mitte von Schweden die Brotgetreideproduktion konzentriert.
Kartoffeln werden überall angebaut, aber der Ertrag in Hektar weißt im Norden und Süden extreme Unterschiede auf. Zuckerrüben werden im allersüdlichsten Teil von Schweden angebaut.
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft, in den letzten 40 Jahren, hat die Anzahl der Betriebe verringert, jedoch die jeweilige Flächen der einzelnen Betriebe vergrößert. Die Bauern haben große Beträge in Maschinen und Ausrüstungen investiert und sich auf Getreideanbau, Milchproduktion oder die Schweinezucht spezialisiert. Getreide ( Gerste, Weizen und Hafer) und Heu machen den größten Teil des Ertrages der bebauten Ackerflächen von Schweden aus. Ein kleiner Teil liegt in der Viehzucht. Es gibt ca. 1,8 Mio. Rinder in Schweden wovon ca. 470 000 Milchkühe sind. Sie produzieren 3 Mio. Tonnen Milch im Jahr.
Holzindustrie Luftfahrtindustrie
Die führenden Industriezweige sind die Stahl-, Papier-, chem. Textil-, und Automobilindustrie.
Handel, Verkehr, Verwaltung und Dienstleistungen sind nach der Zahl der Erwerbstätigen ein wichtigerer Teil der Volkswirtschaft als die Industrie. Dieser Sektor kommt jedoch nur für einen kleinen, aber wachsenden Teil des Exports auf. Er hat seinen Schwerpunkt in den Großstädten, besonders in Stockholm.
Handelssprachen: - Englisch
- Deutsch
31 % bearbeitete Waren
14 % Transportmittel 9 % Rohstoffe 9 % chemische Erzeugnisse Länder: 11 % Deutschland 9 % Großbritannien 8 % Norwegen 8 % USA 6 % Niederlande 6 % Dänemark 5 % Finnland 5 % Frankreich 3 % Italien 3 % Japan
28 % bearbeitete Waren und sonstige Fertigerzeugnisse 10 % Transportmittel 10 % chemische Erzeugnisse 8 % mineralische Brennstoffe 7 % Lebensmittel, Getränke und Tabak 4 % Kleider und Schuhe 3 % Rohstoffe Länder: 19 % Deutschland 10 % Großbritannien 8 % Norwegen 8 % Dänemark 6 % USA 6 % Finnland 6 % Frankreich 3 % Italien 2 % Japan
Arbeit zitieren:
Andrea Obst, 1999, Schweden, München, GRIN Verlag GmbH
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