1.Was ist der Blutzuckerspiegel
Der Blutzuckerspiegel zeigt den Gehalt von Glucose im Blut an. Dieser Gehalt wird von den Peptidhormonen Insulin und Glukagon geregelt. Der Blutzuckerspiegel ist stets Schwankungen ausgesetzt. Glucose wird immer bei Belastungen und Anstrengungen benötigt, ob geistige oder körperliche! Je höher die Belastung, desto höher ist der Bedarf an Glucose. Normalerweise wird dann mehr Glucose benötigt, als im Blut vorhanden ist.
2.Insulin
Das Hormon Insulin ist für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Es wird in den B- Zellen eines Hormondrüsengewebe, den Langerhansinseln, hergestellt, dass inselartig in der Bauchspeicheldrüse l iegt. Dort entsteht erst aber seine Vorstufe Proinsulin, dass sich erst zu Insulin bildet, um dann aktiv zu werden. Es hat die Aufgabe den Zuckerstoffwechsel zu fördern, denn Zuckerabbau in der Muskulatur und die Zuckerspeicherung als Glykogen (Stärke) in der Leber anzuregen. Es wird freigesetzt, sobald ein Mensch Nahrung zu sich nimmt und der Glucosegehalt geringfügig steigt. Der Anstieg wirkt reizend auf die Sinneszellen der Bauchspeicheldrüse, die dann das Insulin abgibt.
3.Glukagon
Das Hormon Glukagon ist der natürliche Gegenspieler des Insulin und wird in den A-Zellen der Langerhansinseln produziert. Es ist hauptsächlich in der Leber aktiv und ist für die Bildung von Glucose verantwortlich. Es wandelt das Glykogen der Leber wieder in Glucose um, wenn der Bedarf an Glucose höher ist, als der Gehalt im Blutzucker. In der Leber und im Muskelgewebe sind zusammen 400 g Glucose als Glykogen gespeichert, dass die Zuckerreserve des Körpers darstellt. Es regt auch den Stoffwechsel im Fettgewebe an, so erhöht es den Blutzuckerspiegel.
4.Glucose
Glucose, auch Traubenzucker genannt, ist ein Monosaccharid (einfacher Zucker) und kommt in Früchten, Honig und anderen Nahrungsmitteln vor. Sie liefert wichtige Energie für unseren Körper, der stetig Energie benötigt. Ein gesunder Mensch hat 80 bis 100 mg Glucose in 100 ml Blut, das bei normalen Belastungen für etwa 30 Minuten reicht. Besonders empfindlich reagieren die Nervenzellen des Gehirns auf Blutzuckermangel. Sinkt der Blutzucker unter 50mg pro 100 ml Blut, dann kommt es zu starken nervösen Störungen, innerer Unruhe, Zittern oder Erregungszuständen. Glucose wird gemeinsam mit anderen Kohlenhydraten beim Essen aufgenommen. Bei der Verdauung wird sie freigesetzt und gelangt durch die Dünndarmwand ins Blut. Durch das Blut wird sie zu den Muskel- und Nervenzellen transportiert und wird dort oxidiert. Dabei wird dann die Energie, die wir brauchen, freigesetzt.
5.Zuckerkrankheiten
Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist das am häufigsten auftretende Stoffwechs elleiden in der Bundesrepublik. Bei Diabetes liegt die Zuckerkonzentration im Blut über den normalen
Werten. Normalerweise wird der Blutzuckerspiegel von dem Peptidhormon Insulin reguliert. Doch bei Diabetes ist die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse gestört. Man unterscheidet bei Diabetes zwei Formen: Typ I-Diabetes und Typ II-Diabetes. Beide zeichnen durch meist erhöhte Blutzuckerkonzentrationen aus, haben jedoch verschiedene Ursachen.
5.1.Typ I-Diabetes
Typ I-Diabetes, auch Jugenddiabetes genannt, tritt schon im Kindesalter auf. Bei Typ I - Diabetes liegt ein absoluter Insulinmangel vor. Die Insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse wurden im Verlauf der Krankheit durch die körpereigene Abwehr völlig zerstört. Diese Krankheit wird vermutlich von einer Virusinfektion im frühen Kindesalter ausgelöst. Typ I-Diabetiker sind also auf Fremdinsulin angewiesen, da der eigene Körper keines mehr produzieren kann. Deshalb nennt man den Typ I -Diabetes auch insulinabhängigen Diabetes.
5.2Typ II-Diabetes
Bei Typ II-Diabetes, auch Alters- und Erwachsenendiabetes genannt, liegt ein bedingter Insulinmangel vor. Zum Beispiel durch Übergewicht vermindert sich der Reiz, der die Bauchspeicheldrüse dazu alarmiert Insulin zu produzieren. Daraus folgt, dass zwar genug Insulin vorhanden ist, aber nicht aktiviert wird, um die Glucose in die Zellen zu transferieren. So kommt es zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Die Bauchspeicheldrüse beginnt noch mehr Insulin auszuschütten. Die Insulinrezeptoren reagieren wegen des erhöhten Insulinspiegels weniger auf Insulin. Durch diesen Teufelskreis wird die Bauchspeicheldrüse mit der Insulinproduktion überfordert. Mit der Zeit kommt es zu einer schleichenden Abnahme der Insulinproduktion in den Zellen der Bauchspeicheldrüse. Wegen des bedingten Insulinmangels wird Typ II-Diabetes auch insulinunabhängiger Diabetes genannt. Sie lässt sich meistens durch eine Gewichtsabnahme behandeln.
Arbeit zitieren:
Rebecca Schwanecke, 2001, Der Blutzuckerspiegel, München, GRIN Verlag GmbH
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anne hat den Text Der Blutzuckerspiegel kommentiert
anne
nicht schlecht.
also ich hab so recht keine ahnung vom blutzucker.. aber diese erklärungen sind recht einleuchtend
am Sunday, June 05, 2005-