2.3. Extremitäten
2.3.1. Vorderbeine
§ Zu Grabwerkzeugen umgebildet
§ Stehen waagrecht ab
§ Verkürzter Oberarm
§ Kompakter Schultergürtel
§ Grabhände:
⇒ Innenfläche nach außen gedreht ⇒ Schaufelförmig ⇒ Stumpfe Krallen ⇒ Fünfstrahlig, mit Sichelbein als "sechsten Finger" ⇒ Hautbrücke im unteren Bereich zur Flächenvergrößerung
2.3.2 Hinterbeine
§ Kurz
§ Können am Hüftgelenk um 90° abgespreizt werden ⇒ Dient der Verankerung des Körpers in engen, steilen Gängen ⇒ Freihalten der Vorderbeine
§ Fortscharren des Bodens und Festpressen der Erde
2.4. Die Sinnesorgane
Die Nahsinne des Maulwurfs sind sehr gut ausgebildet
2.4.1. Gehör
§ Fehlende Ohrmuscheln, Ohren im Fell verborgen
§ Trotzdem: sehr gutes Gehör ("lebt mit dem Ohr an der Wand")
2.4.2. Geruchssinn
§ Wittert seine Beute beim Durchwühlen der Erde
§ Nase nach unten gerichtet, kann durch Hautfalte verschlossen werden
2.4.3. Tastsinn
§ Rüsselspitze der unbehaarten Nase weist 150.000 freie Nervenenden und 25.000 Tastzellen auf
§ Tasthaare (Vibrissen) an der Nase, um den Mund, an der Handwurzel und an der Schwanzspitze ⇒ zur Orientierung und Prüfung der Gänge
§ Erschütterungen werden wahrgenommen, wichtig zur Beutesuche und zum Schutz vor Feinden
2.4.4. Augen
§ Winzig, im Fell versteckt
§ Durch Leben in der Dunkelheit verkümmert
§ Funktionsfähigkeit wurde nachgewiesen
2.5. Gebiss
§ Insektenfressergebiss aus 44 spitzen Zähnen
§ Zahnformel: 3x1x4x3 3x1x4x3
3. Lebensweise
§ Einzelgänger
§ In unterirdischem Gänge- und Höhlensystem auf Wiesen,
Äckern und Gärten
§ Das ganze Jahr über aktiv, gräbt im Winter tiefer in die Erde, falls das nicht möglich ist baut er Sumpfburgen
§ Wohnung (Kessel, Nest) gepolstert, Jagdgang, Laufgang, Tränke, Vorratskammer, Aushubgänge, Maulwurfshügel
3.1. Nahrung
§ Hoher Energiebedarf aufgrund der enormen Grableistung
§ Durchlaufen der Jagdgänge alle 3-4 Std., seine Sinnesorgane melden ihm wo sich ein Beutetier im Gang befindet
§ Reiner Fleischfresser: Schnecken, Regenwürmer, Raupen, Asseln, Insektenlarven, Aas, Lurche, Mäuse
§ Legt Vorratskammern an
3.2. Fortpflanzung
§ Tragzeit ca. 4 Wochen
§ Geburt von 4-5 bohnengroßen Jungen
§ Junge werden 5 Wochen gesäugt
§ Sind mit 12 Monaten ausgewachsen
3.3. Graben
§ 5-10 m pro Stunde
§ Losbrechen der Erde mit den Krallen
§ Wegscharren und Schieben mit den Vorderbeinen
§ Schaufeln und nach hinten wegscharren mit den Hinterbeinen
3.4. Feinde
§ Beim Aufwerfen der Erde: Bussard, Störche, Graureiher, Krähe, Eule, Fuchs
§ In den Gängen: Schlangen, Wiesel
§ Gefährdung durch den Menschen
II. Fachdidaktischer Teil
1. Einordnung in den Lehrplan
§ Sachunterricht der 4. Jahrgangsstufe
§ Bereich 7.: Kind und Natur⇒ Einblick in einfache Beispiele der
Anpassung von Tieren an ihre Umwelt, z.B. Maulwurf
§ Zwei oder mehr Unterrichtsstunden um den Maulwurf eingehend zu behandeln
2. Ziele
Grobziel:
§ Einblick in ein einfaches Beispiel der Anpassung eines Tieres an seine Umwelt
Feinziele:
§ Die Schüler sollen die Bestandteile des Gangsystems des
Maulwurfs benennen können
§ Die Schüler sollen erkennen, dass der Maulwurf an das Leben unter der Erde gut angepasst ist und begreifen, dass sein
Aussehen mit seinem Lebensraum in Verbindung steht
§ Die Schüler sollen die Körperteile des Maulwurfs und seine Sinnesorgane kennen und ihre Funktion erklären können
3. Methodische Umsetzung
4. Fächerübergreifende Möglichkeiten
Deutschunterricht:
§ Geschichte " Der Maulwurf Grabowski" von Luis Murschetz lesen, umschreiben etc.
Kunstunterricht:
§ Zeichnen eines Maulwurfs
§ Zeichnen des Gängesystems
Musikunterricht:
§ Lied "Bruder Maulwurf" nach Melodie von "Bruder Jakob"
5. Literatur
§ Dircksen, R.; Dircksen G.: Tierkunde 1, Bayer. Schulbuchverlag
§ Lange, Strauß, Dobers: Biologie 5./6. Schuljahr, Schroedel
§ Strauß, Dobers, Jaenicke: Biologie heute, Schroedel
§ Schaefer, M. Brohmer- Fauna von Deutschland, Quelle & Meyer
§ Witte, Günter: Der Maulwurf, Westarp Wissenschaften, 1997
§ Kopierordner der Biologie-Didaktik
Arbeit zitieren:
Gabi Kranke, 2001, Der Maulwurf, München, GRIN Verlag GmbH
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