1905 erkannte ein Arzt, daß das sich bei Knochenbrüchen bildende Hämatom (Bluterguß) wesentlich zur Heilung der Fraktur beiträgt. Heute gehört die Eigenblutbehandlung zum selbstverständlichen therapeutischen Repertoir sehr vieler Therapeuten.
Man gibt Eigenblut, um die körpereigene Abwehr zu mobilisieren, denn das Blut des Patienten enthält seine höchst individuelle körpereigene Information über Krankheiten, die der Organismus durchgemacht hat, sowie über Stoffwechselprodukte und Toxine, mit denen er nicht fertiggeworden ist. Bis zu 10 ml Blut werden entnommen und quasi als Fremdkörper intramuskulär unmittelbar danach wieder injiziert. Eine Aktivierung des Immunsystems ist die Folge.
Das Eigenblut kann auch verändert werden, z.B. indem es mit Sauerstoff oder Phytotherapeutika (Echinacin) angereichert wird. Als Indikationen gelten die therapeutisch schwierigen Ekzeme, Asthma, allergische Erkrankungen usw. Generell kommt die Eigenblut-Therapie bei chronisch reduzierter Abwehrlage in Betracht
wir in unserer Praxis darauf. Allerdings spritzen wir-auf sterile Art- wenn angezeigt, homöopathische Substanzen vor und entnehmen dann bei liegender Kanüle das Eigenblut. Außer dieser Variante haben sich diverse weitere Eigenblutvarianten weiter herausgebildet. Die Kinderärztin Imhäuser aus Arnsberg stellte vor allem bei Kindern oft homöopathische Verdünnungen von Eigenblut her, welche die Kinder in Form von Tropfen nachher eingenommen haben. In ähnlicher Form stellt die Firma VITORGAN homöopathische Eigenblutverdünnungen, die entweder geschluckt oder subcutan unter die Haut zurückgespritzt werden. Diese letzten beiden Varianten haben den Vorteil, daß der Patient für die Injection nicht jedesmal in die Praxis muß, sondern dies nach Anlernen zu Hause machen kann. Zu der Vitorganmethode (Allergostop I) gibt es eigene Merkblätter. Weitere Eigenblutmethoden machen sich die Anreicherung durch Sauerstoff oder Ozon oder die Vorbestrahlung mit UV Licht (Wehrli) zu nutzen. Auch hierzu gibt es eigene Merkblätter. Hauptindikationen für Eigenblutbehandlungen sind: Allergien Heuschnupfen Sonnenallergie Neurodermitis chronische Hautkrankheiten Pilzerkrankungen Gelenkerkrankungen ohne zureichenden organischen Grund Menstruations und Klimakteriumsbeschwerden chronische Entzündungen chronische Infecte der Atemwege akute virale Atemwegsinfecte Erschöpfungszustände Müdigkeitssyndrom(CFS) Neuralgien. Homöopathische Zusätze erfolgen nach der Art des Krankheitsbildes. Die Krankenkassen bezahlen zwar gerne die teuersten Antibiotica, halten aber nicht viel von Eigenblutverfahren. Aus Kulanzgründen bieten wir unsern Stammpatienten diese Methoden in der einfachen Form kostenlos an. Die Kosten für die Imhäusersche Form liegen bei ca. 50 DM, die Kosten für das Allergostopverfahren bei ca 170 DM (Vorkasse) bzw. 200 DM (Nachkasse), für das Verfahren nach Rost DM
30. Anträge für die Krankenkasse schreiben wir Ihnen gerne. Die Sauerstoff-Ozon-Eigenblutverfahren sind in eigenen Merkblättern beschrieben. Wenn nichts anderes gesagt wird, ist der Zeitablauf für die einfache Eigenblutbehandlung mit oder ohne Vorinjection, etwa wie folgt:
1. EB Injection mit 2ml Blut zu Beginn der Behandlung (bei sehr empfindlichen Patienten Beginn mit 0.5 - 1ml)
2. Etwa eine Woche, zwei Wochen, drei Wochen und vier Wochen später Reinjection mit Steigerung der Blutmenge auf bis zu 4ml.
3. dann alle 14 Tage, ungefähr 4 Mal
4. dann jeden Monat ebenfalls insgesamt 4 Mal
Wir bitten Sie, diese Terminierung selber in etwa einzuhalten, gleichzeitig aber auch dafür keinen Arzttermin zu vereinbaren, sondern so zu kommen. Falls Variation dieses Standards nötig ist, wird es mit Ihnen besprochen.
Sonderfälle:
Bei Allergien, z.B. Heuschnupfen evt. öfter z.B. 2x/Woche
Blutabnahme für das Allergostopeigenblutverfahren, dann wenn massive Beschwerden da sind, weil dann die Chance größer ist, dass im entnommenen Blut Reaktionselemente der Allergie vorhanden sind.
Bei akuten Infecten am besten sofort eine Eigenblutinjection.
Imhäusereigenblutverfahren: Bei Kindern etwas Blut aus der Vene oder dem Ohrläppchen nehmen, eine homöopathische Verdünnungsreihe CO - C9 herstellen. Beginn mit C5 1-3x 3Tr. sublingual, ab 3. Tag Übergang auf C7 3 Tr/d sublingual, nach 14 Tagen Übergang zu C9 1x/Woche, nach 1 Monat Übergang zu C 12. (Näheres in einem eigenen Merkblatt) Eigenblutbehandlung nach Rost (etwas abgekürzt aber genauso wirksam)
Bei chronischen Darmentzündungen kann man Eigenblut auch in den Enddarm geben. Näheres dazu und zu den Kosten mündlich
Die Behandlung mit Eigenblut ist als Methode der Naturheilkunde so alt wie die Medizin selbst. Schon im 15. Jahrhundert v. Christus wurde sie in Ägypten zur Therapie der verschiedensten Krankheiten empfohlen.
Man gibt Eigenblut, um die körpereigene Abwehr zu mobilisieren, denn das Blut des Patienten - so die These - enthält seine höchst individuelle körpereigene Information über Krankheiten, die der Organismus durchgemacht hat, sowie über Stoffwechselprodukte und Toxine, mit denen er nicht fertiggeworden ist. Dazu wird eine geringe Menge Blut aus der Armvene entnommen und quasi als Fremdkörper unmittelbar danach in den Gesässmuskel wieder eingespritzt. Die Folge: Die Immunzellen werden aktiv, die Zahl der Leukozyten im Blut steigt vorübergehend an, das Immunsystems wird stimuliert.
Das Eigenblut wird z.T. auch verändert, z.B. indem es mit Sauerstoff, oder Phytotherapeutika (Echinacin) angereichert oder mit ultravioletten oder kurzwelligen Strahlen behandelt wird. Als Indikationen gelten vor allem die chronischen oder immer wieder auftretenden, wie zum Beispiel Ekzeme, Asthma, allergische Erkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, usw. Generell kommt die Eigenblut-Therapie bei chronisch reduzierter Abwehrlage in Betracht.
Für einen dauerhaften Erfolg sind mehrere Behandlungszyklen nötig: Gespritzt wird ein- bis zweimal pro Woche; eine Kur besteht aus acht bis zwölf Spritzen. Später werden die Zeiträume zwischen den Behandlungen verlängert. Manche Menschen bekommen nach den Spritzen leichtes Fieber, fühlen sich plötzlich müde und ihre Beschwerden werden zunächst schlimmer (Erstverschlechterung).
Eigenblutbehandlungen gehören zum Therapie-Repertoir jedes Naturheilarztes.
Die Behandlung mit Eigenblut ist als naturheilkundliche Therapieform ebenso alt wie die Medizin selbst. Die Eigenbluttherapie gab es bereits im alten China und im 15. Jahrhundert v. Christus wurde sie in Ägypten zur Therapie bei verschiedenen Krankheiten empfohlen.Im Jahre 1905 erkannte der Chirurgen August Beier, daß sich bei Knochenbrüchen bildende Hämatome (Blutergüsse) zur Heilung der Fraktur beitragen. Heute gehört die Eigenblutbehandlung zur alltäglichen Therapieform zahlreicher Therapeuten.
Da das Blut des Patienten seine körpereigene Information über durchgemachte Krankheiten
Fremdkörper und somit als Antigen erkannt.
So wird der Impuls zur Antigen-Antikörper-Reaktion gegeben, das Immunsystem wird stabilisiert und der kranke oder geschwächte Körper wird auf biologisch natürliche Weise zur Selbstheilung angeregt.
Zusätzliche Gaben von Homöopathika und/oder Vitaminen und Spurenelementen - je nach Krankheit und Erscheinungsbild - bieten sich an, um die Selbstheilung zu beschleunigen und zu optimieren.
Verwendet werden sollte - gerade bei akuten Erkrankungen - möglichst frisches Blut, um den gerade "aktuellen Stand" erfassen und therapieren zu können. Es gibt verschiedene Formen der Eigenblutbehandlung, aber in jedem Fall wird das Blut frisch aus einer Vene entnommen und an einer anderen Stelle des Körpers - aufbereitet oder auch nicht - entweder tief in einen Muskel oder direkt unter die Haut injiziert. Die letztere Methode ist schonender, da sie eher als Depotwirkung fungiert, der Eingriff also nicht so massiv ist und mögliche Überreaktionen nicht zu befürchten sind. Die Therapie sollte über einen langen Zeitraum erfolgen, wobei die Abstände zwischen den einzelnen Behandlungen langsam zu vergrößern sind. Stichwort: Reiztherapie!
Formen der Eigenblutbehandlung
Frischblut ohne jegliche Aufbereitung
Diese Form der Anwendung ist als Einzeltherapie nicht sehr effektvoll und eignet sich am besten zur Unterstützung bei der medikamentösen Behandlung einer Krankheit, um das Immunsystem zu stärken und mögliche Neben- und Nachwirkungen zu mildern.
Frischblut, in destilliertem Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung homöopathisch potenziert
Arndt-Schulze-Regel: "Nur schwache Reize wirken anregend auf die Lebenstätigkeit." Diese Regel ist genau wie in der Homöopathie für die Eigenbluttherapie gültig. Je delikater die Ursache einer Erkrankung ist, insbesondere einer chronischen Erkrankung, desto höher sollte man das Blut potenzieren, um eine tiefgreifende Veränderung und somit einen anhaltenden Erfolg erwarten zu können.
Eigenblut mit Zusatz homöopathischer Mittel
Je nach Krankheitsbild können dem Blut unterstützende homöopathische Mittel zugesetzt werden, welche die Wirkung verstärken und die Abwehrkräfte mobilisieren können.
Indikationen
Allergien
Hautkrankheiten chron. Erkrankungen aller Art Herz- Kreislauferkrankungen ( als Basistherapie ) onkologische Erkrankungen ( als Zusatztherapie ) Geriatrie Infektionskrankheiten Entzündungen aller Art Stoffwechselerkrankungen
All diese Erkrankungen sind bei Mensch und Tier bereits erfolgreich mit Eigenblutbehandlungen therapiert worden.
Kontraindikationen:
schwere kachektische Zustände Schwangerschaft/Trächtigkeit
Risiken:
Therapieunverträglichkeit Erstverschlimmerung
Eine der Grundlagen der Wirkungsweise der Eigenblutbehandlung liegt darin begründet, dass alle Krankheiten entweder Abwehrreaktionen des Organismus gegen Gifte oder Ausdruck der Schädigung durch Gifte sind. Daraus folgt, dass im Blut eines jeden die für seine Erkrankung spezifischen Krankheitsgifte (Homotoxine) wiederzufinden sind (Homotoxinlehre nach Reckeweg).
Durch Entnahme von Patientenblut, gegebenenfalls dessen homöopathische Potenzierung, und anschließende Reinjektion können genau diese Krankheitsgifte in ein homöopathisches Reiztherapeutikum verwandelt werden. Hierdurch werden die körpereigenen Abwehrkräfte zu verstärkter Entgiftung angeregt und dadurch die Heilung der Krankheit gefördert.
Durch Zugabe geeigneter homöopathischer Injektionspräparate wird die Wirkung der Eigenblutbehandlung noch verstärkt. Insgesamt soll mit der Eigenblutbehandlung eine Gegenwirkung gegen exogene und endogene Homotoxie, z. B. auch gegen toxische Abbauprodukte körpereigener Zellen, erreicht werden. Hierdurch wird dem Körper Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, welche die natürliche Heilung akuter und chronischer Krankheiten fördern soll.
Zur praktischen Durchführung der Eigenblutbehandlung gilt grundsätzlich, dass wie bei einer üblichen Blutabnahme eine Vene punktiert wird. In der Regel genügen 2ml Blut, die im Anschluss wieder intramuskulär dem Patienten verabreicht werden. Hierbei existieren verschiedene Ausführungen mit und ohne Zugabe eines oder mehrerer auf die Krankheit abgestimmte homöopathische Injektionspräparate. Sollen mehrere Behandlungen durchgeführt werden, so muss der Abstand 4 - 5 Tage betragen. Bei Auftreten sogenannter Erstverschlimmerungen müssen diese vor erneuter Durchführung abgeklungen sein.
Arbeit zitieren:
Franziska Meinke, 2001, Eigenbluttherapie, München, GRIN Verlag GmbH
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