planen die Chinesen im Staatsauftrag ein Werk, das alles übersteigt, was bisher gebaut worden ist."
Es wurde eine Staumauer von über 200 Metern Höhe vorgeschlagen, und eine "Jangtse-Valley-Authority" sollte nach dem Vorbild der TVA gegründet werden. Durch den chinesischen Bürgerkrieg kam das Projekt damals nicht zur Ausführung. In den 50er Jahren setzte es die Regierung der Volksrepublik China wieder auf die Tagesordnung, aber, wie Qin Zhongyi feststellte, besitzt China erst jetzt die nötige Wirtschaftskraft, um es auszuführen. Es müssen dafür Investitionen von etwa 30 Mrd. US-Dollar aufgebracht werden.
1989 trat eine erneute Verzögerung ein. Der Grund diesmal: Kostenprobleme und eine großangelegte internationalen Umweltkampagne. Schließlich wurde das Projekt 1994 auf Drängen Deng Xiaopings und Premierministers Li Peng begonnen und soll bis 2010 fertig sein.
1.3 Die Bauphasen des Dammes
Phase 1 19993-1997
Ein zwei Kilometer langes künstliches Flussbett wird am südlichen Flussufer gegraben. Der Lauf des Jantse wird damit geteilt, so dass Schiffe auch während der Bauzeit passieren können. Außerdem wird eine 30 Kilometer lange Schnellstraße von der Stadt Yichang zur Baustelle in Sandouping mit einer 900 Meter langen Brücke.
Phase 2 1998-2003
Der Fluss ist nun in sein neues Bett umgeleitet. Der Bau am Hauptdamm beginnt. Die ersten 12 der gesamt 16 Generatoren sollen 2003 in Betrieb gehen.
Phase 3 2004-2009
Das fünfstufige Schiffshebewerk und zusätzliche Bauten werden fertiggestellt. Die Teilung des Flusses wird aufgehoben. Der Jangtse fließt nun wieder in seinem alten Bett, in dem sich nun der riesige Damm erhebt. Alle Generatoren gehen in Betrieb. Bis 2013 soll der Stausee den vorgesehenen Wasserpegel erreicht haben.
2. Ziele
Der Damm verfolgt 5 Ziele:
1. Schutz vor Hochwasser
2. Energiegewinnung
3. Schiffbarkeit des Jangtse
4. Das Stauseewasser soll in Wasserarme Regionen (bis nach Peking) geleitet werden
5. Regionale und wirtschaftliche Entwicklung der Provinzen verbessern
Zu 1.)
Der Stausee soll als Auffangbecken der Wassermassen dienen. Durch die Zunahme starke Regenfälle und damit die Ursache der Hochwasser. Gleichzeitig fehlen Wälder am Ober- und Unterlauf, die früher ein Teil des Wassers aufnahmen.
Zu 2.)
Saubere Wasserenergie wird gewonnen., jedoch muss dazu immer genügend Wasser im Stausee sein. Was passiert in den Trockenzeiten? Die Turbinen und Generatoren bieten die weltweit größte Kapazität zur
Wassergewinnung. In einem Jahr sollen rund 84 Mrd. Kilowattstunden erzeugt werden und dies soll zugleich einen Teil der kosten einbringen.
Zu 3.)
Bisher beträgt die Wassertiefe teilweise nur 2 bis 3 Meter. Größere Frachtschiffe können den Fluss nicht passieren. Hinzu kommen enge Schluchten. Diese Probleme können nur mit Hilfe des Stausees überwunden werden.
Zu 4.)
Es gibt ein unterschiedliches Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen dem Osten/Süden und dem Norden/Westen. Durch den Ausbau der Infrastruktur wird versucht diese Problem zu lösen. Zum Beispiel die Ansiedlung von Fabriken kann beginnen, damit kommen Arbeiter in die Region und Arbeitsplätze werden geschaffen. Mehr Menschen kommen in diese Region.
Zu 5.)
Der nördliche Teil ist sehr Wasserarm. Es gab bereits schon Überlegungen aus diesem Grund ganze Städte umzusiedeln. 40 Milliarden m³ Wasser sollen aus dem Jangtse und seine Nebenflüssen gewonnen werden. Über eine 1200 km langen Kanal soll dieses Wasser in den Norden gelangen. Doch aus Kosten wurde dieses Projekt bis 1997 noch nicht in die Tat umgesetzt.
3. Vor und nach dem Bau des Drei-Schluchten- Dammes
3.1 die Natur
Vor dem Bau Nach dem Bau
- großartige Landschaft - 630 km² Land werden verschwinden
- fruchtbarer Ackerboden - damit auch unzählige Bäume
- oft Hochwasser - die drei Schluchten des Flusses werden verschwinden
- Verschlammung des Flusses
- der Damm ist für Wasserlebewesen Unüberwindbare Sperre
- Wasserqualität wird schlechter
- Vergiftung
- Bedrohte Störe, Jangtse- Delphine und Alligatoren haben kaum Überlebenschance
3.2 der Mensch/ die Gesellschaft
Vor dem Bau Nach dem Bau
- ca. 1,3 Millionen Mensch leben und - diese Menschen müssen Umsiedeln ernähren sich am Flussgebiet
- Elektrizität ist knapp - Verlust Ihrer Selbständigkeit
- Wasser im Norden ist knapp - hohes Finanzloch
- die Schifffahrt ist beeinträchtigt - diese Probleme werden angeblich gelöst sein
- Region ist wirtschaftlich schwach
4. Auswirkungen
4.1 auf die Natur
Worte von Qin Zhongyi, der stellvertretende Generaldirektor der Drei- Schluchten-Damm- Entwicklungsgesellschaft.
"Erosion und Verschlickung haben das natürliche Gleichgewicht des Flusses gestört, und wasserbauliche Maßnahmen sind das einzige Mittel, das Gleichgewicht wieder herzustellen wenn wir nicht zu Gottes Gnade Zuflucht nehmen wollen", meinte Qin. In einem poetischen Bild sagte er weiter, durc h das Projekt würden "die einst schäumenden Wasser zu glänzendem Silber".. Die künstliche Regulierung des Wassers stelle daher einer Verbesserung der Umwelt dar. Qin erklärte, die Medien führten die Menschen hinters Licht und verschwiegen den eigentlichen Zweck des Dammes. Auf längere Sicht kann der Damm die jährlich erwarteten Über- Mengen Wasser gar nicht speichern, da der See allmählich verschlammen wird. Zumal die Schlammfracht des Jangtse in der Masse wächst, in dem oberhalb der Drei- Schluchten der Wald abgeholzt wird und der rote Boden erodiert. Und abgeholzt wird unter anderem, um Siedlungs- und Ackerplatz für die wachsende Bevölkerung zu schaffen und auch für die Umsiedler aus der Uferzone, die den Fluss überschwemmen wird.
Die Zerstörung der großartigen Landschaft in dem 200 Kilometer langen Schluchten des langen Stroms bewegt die Volksseele offenbar stärker. Sei zwei Jahrtausenden wird diese Landschaft besungen bemalt; das ist ein nicht nur sentimentaler, sondern auch ein beträchtlicher kultureller Wert, der versinken wird. Seit geraumer Zeit sind die Schluchten auch ein devisenmächtiger Touristenmagnet.
4.2 auf den Mensch/ die Gesellschaft
Ein aufgestauter Fluss verschluckt Dörfer, vertreibt Menschen - vielleicht auch die Touristen?
Das wilde Shennong-Tal wird sich in einen Seitenarm des 650 Kilometer langen Sees verwandeln, der bis über die 30- Millionen- Megalopolis Chongquing hinaus Städte, Felder, Kulturdenkmäler verschluckt. Nur wer hier ein Langboot besitzt, darf sich später ein Motorboot kaufen, um Touristen zu befördern. Aber Motorboote sind teuer. Und ob die Touristen dann überhaupt noch kommen? Heute brachte sie der Gelbe Kranich, ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff, das auf seiner viertägigen Fahrt von Yichang nach Chongquing durch eine der phantastischsten Landschaften der Welt in Badong festgemacht hat. Gerade eine Viertelstunde mit der Shennong-Strömung bergab und eine kurze Fährfahrt auf dem Jangtse braucht es, bis sie nach dem Treidel-Ausflug wieder an Bord sind. Vom sichere n Sonnendeck aus verfolgen sie das Treiben auf dem Strom. 60 Kreuzfahrtschiffe, die Hälfte davon sichtbar schlichter für einheimische Touristen, schippern auf den 700 Kilometern mit den spektakulären Schluchten. Der Jangtse, immer noch die wichtigste Verkehrsader Chinas, hat hier vom Himalaja kommend schon mehr als die Hälfte seiner 6300 Kilometer bis zur Mündung in Shanghai zurückgelegt. Wie sich denn der Tourismus verändern werde, wenn hier der See die Dramatik der Schluchten besänftige? Es werde wohl einen Rückgang geben, aber nur vorübergehend, denn die Landschaft und die Schluchten sind ja weiter da.
Und die Menschen, die ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verlieren? Die erhalten doch Umsiedlungsbeihilfen von 6000 Yuan pro Kopf, die Bauern werden zu Arbeitern umgeschult. Circa 1,3 Millionen Menschen sind betroffen.
5. Der Kosten- Nutzen- Faktor
Die USA hat sich gegen ein Unterstützung des Projektes ausgesprochen. Unabhängig von diesem Problem, damit sie an einem solchen zerstörerischen Projekt arbeiten, funktioniert der Damm eventuell gar nicht wie geplant und könnte daher ein finanzielles Desaster für China bedeuten.
Im Staubecken angesammelte Sedimentfracht aus dem schlammigen Yangtze könnte die Fähigkeit des Damms, Hochwässer zu regulieren und Elektrizität zu erzeugen, bedeutend
verringern. Die chinesische Regierung behauptet, dass ein spezielles Gerät zur Sediment-Durchspülung die Probleme beseitigen wird, Experten sind sich jedoch nicht sicher, ob dieses Gerät funktionieren kann. .
Die bisherigen Planungen gingen von 1,2 Mrd. Dollar Ausrüstungsgüter aus dem Ausland aus. Dazu gehören u.a. Baumaschinen und 26 Generatoren mit jeweils 680 MW Leistung. Es wurde erwogen, nur vier Generatoren zu kaufen und die übrigen in China selbst nachzubauen.
Jedoch die vielfältigen anderen Probleme wachsen weiterhin. Die endgültigen Kosten des teilweise fertiggestellten Damms steigen stetig an (gegenwärtige Schätzungen setzen 30 -50 Billionen an, gegenüber 12 Billionen im Jahr 1993), ebenso wie die Zahl der Menschen, die umgesiedelt werden muss (zur Zeit wird angenommen, dass es mindestens 1.3 Millionen sind). Das Staubecken würde 350 Meilen eines Canyons überschwemmen, der seit Tausenden von Jahren ein Teilgebiet chinesischer Kunst, Geschichte und Kultur darstellt und die Heimat einer unbestimmten Anzahl gefährdeter Arten und anderer Wildtiere zerstören.
Ein ökologisches Argument spricht auf den ersten Blick für das Projekt. Unumstritten steht fest, das Wasserkraft sauberer ist als Kohlekraft. Die Emission von CO2 und Schwefelverbindungen, die aus der Verbrennung der besonders unsauberen chinesischen Kohle stammen, tragen ganz erheblich zur Verschlechterung der Atmosphäre bei und das weltweit. Auf 40 Millionen Tonnen Kraftwerkskohle könne China jedes Jahr verzichten, wenn der Damm voll produziert.
Aber mehr könnte gespart werden, wenn der bisher höchst verschwenderische Großverbraucher Industrie zu Sparsamkeit gezwungen würde. Zum Beispiel durch Preis-und Steuerpolitik und durch Hilfen zur Modernisierung.
Knapp 30 kleinere Staudämme am Jangtse und seine Nebenflüsse würden den vermuteten Nutzeffekt des Dammes bereits übertreffen. Sie gäben, weil diversifizirten, Hochwasserschutz, sie ständen zum Teil viel näher am Ort des Stromverbrauches, sie richteten geringeren ökologischen Schaden an ,natürlich wären auch Massenumsiedlungen erforderlich. Aber die kritischen Probleme verteilten sich und wären leichter zu bewältigen.
Eine Alternative besteht nicht mehr. In den nächsten 10 Jahren werden wir sehen, wie viel Nutzen und wie viel Schaden der Bau des Drei- Schluchten- Damms China und der restlichen Welt zu bieten hat.
6. Quellen
- Information zur politischen Bildung- Volksrepublik China
- Der Spiegel- 10.11.1997
- Focus- 17.02.1996
- TERR Apress- 3/99
- Der Drei-Schluchten- Damm in China- TORO- Verlag Hamburg 1997
- Aus der Zeitschrift "Neue Solidarität" vom 31.07.1996
- SZ vom 11.07.2000 Reise & Erholung
Arbeit zitieren:
Christina Senner, 2000, Drei-Schluchten-Staudamm in China, München, GRIN Verlag GmbH
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A Pattin
sophie
danke!!!.
vielen vielen dank für dieses ausführliche hausarbeit!!!die hat mir echt meine note in geo gerettet vielen vielen dank liebe grüße
*sophie*
am Wednesday, December 12, 2001-
Kö
drei schluchten ....
passt schon
am Monday, February 18, 2002-
Tine
Daaannnkkeesscchhööööööönnn!!!.
Echt vielen Dank!!
Muss darüber eine Facharbeit schreiben und man findet im Netz ja kaum etwas!!
Thanx..
tine
am Saturday, April 27, 2002-
Jokomane
zusammenhangloser Müll.
Beim genaueren Durchlesen entpuppt sich der anfangs tadellos erscheinende Text als sprachlich und fachlich äußerst mangelhaft.
Das Einzige was sich Bewähren könnte wäre die Struktur.
Ansonsten massenweise Sätze ohne Verb, Sinn und ohne Anfang und Ende...
am Friday, June 21, 2002-
VirusX
12 punkte??.
ich will auch auf diese schule, wo man für so eine durschnittliche arbeit 12 punkte bekommt... allein schon an den quellenangaben kann man erkennen, dass die arbeit nicht sehr gründlich vorbeireitet ist..
aber ansonsten mal zum durchlesen ganz recht..
am Sunday, December 12, 2004-
Karin
Merci!.
Hey du hasch mir echt gholfe. muss morge des scheiß referat habe un bin heut erst auf die idee gekomme mol was zu mache. Also danke für die zusammenfassung!!!
am Tuesday, April 26, 2005-
lilly
???.
der text ist vor allem voll mit fehlinformationen....nur so zur info aber es sind keine generatoren sonder francis turbinen die da für den strom sorgen werden und davon 26 stück....dann besser gar nicht ins netz als so....
am Monday, December 03, 2007-