Maria machte unmissverständlich klar, dass ihr der katholische Glauben sehr am Herzen lag
und sie diesen um keinen Preis gewillt war aufzugeben. Ein Kardinalsfehler. Was ihr fehlte
waren die Tugenden eines Staatsmannes: Geduld, Vorsicht und Verstellung. Hier hätte das
Motto ihrer Schwiegermutter, Katharina von Medici, Vorbild sein müssen: " Hassen und
abwarten!!! "
Dass die Protestanten Schottlands nicht ruhig abwarten würden bis die katholische Religion
Einzug hielt, lag auf der Hand, dafür war der Fanatismus zu groß. Maria Stuart war die
Nachfolgerin der Königin Elisabeth. Das katholische Europa war überzeugt, Maria sei die
rechtmäßige Königin von England, und Maria selbst teilte diese Überzeugung, da sie den
Vertrag von Edinburgh 1560, der u.a. Elisabeths Titel als Königin von England anerkannte,
nie unterzeichnete. Für ihr Volk war die junge Königin eine Ausländerin. Welchen Beratern
durfte, konnte sie trauen?
Maria traf 1564 in wenigen Monaten mehrere für sie verhängnisvolle und folgenschwere
Entscheidungen:
• die Ernennung David Riccio als ihren französischen Sekretär, der später als
vermeindlicher Agent des Papstes und ihr Geliebter gehandelt wurde
• Wiedereinsetzung von James Hepburn, Graf von Bothwell, als Grenzstatthalter, der
zuvor der Ketzerei angeklagt war, nach Frankreich flieht und von Maria wieder
rehabilitiert wird.
• Heirat mit Heinrich, Lord Darnley, ein ehrgeiziger aber nicht kluger Mann. Er
verfällt der Trunksucht, zieht sich zurück. Marias Ehe war gescheitert. 1566
unterzeichnet Lord Darnley zwei geheime Abkommen mit protestantischen Adligen.
Falls Maria sterben oder der Ketzerei angeklagt würde, wäre er ihr Nachfolger.
Wenig später, mitbeteiligt am Staatsstreich, wird Riccio brutal mit sechsundfünfzig
Messerstichen ermordet. Maria wurde von achtzig Männern bewacht und gefangen gesetzt.
Kuriere brachten die Kunde zur Königin von England. Maria konnte fliehen, so waren die
Verschwörer ihres wichtigsten politischen Triumphes beraubt, denn die Königin war nicht in
ihrer Gewalt. Der Staatsreich war gescheitert. Maria kehrt Dank ihres Mutes und ihrer
Courage nach Edinburgh zurück und errichtete Riccio ein staatliches Grab.
Am 17. September 1566 bringt Maria ihren Sohn Jacob, Karl zur Welt. Sie lässt ihn
katholisch taufen und arrangierte ein prunkvolles Fest.
Wenig später kamen ihr Gerüchte zu Ohren, dass ihr Gatte Darnley sie ins Gefängnis werfen
wolle, damit ihr gemeinsamer Sohn zum König gekrönt und er, Darnley, einstweilig die
Regentschaft übernehmen könne.
Maria hatte Darnley geliebt, doch ihre Liebe ist nicht erwidert worden. Später war ihre Liebe
zu ihm erloschen. Ihre Lieblosigkeit vergalt er mit seiner Feindschaft und seinem Hass.
3) Maria verliebt sich in den Großadmiral von Schottland, James Hepburn, Graf von
Bothwell. Eine kurze und große Leidenschaft, aber nicht ohne Verhängnis.
Maria genoss diese Liebe, war sich aber der Gefahren, die täglich zunahmen nicht bewusst.
Politisch war Europa aus den Fugen geraten.
Bothwell wird Marias Geliebter, ein zur Gewalttätigkeit neigender Mann, der eifersüchtig
über seine Geliebte und Königin wachte. Bothwell bereitete wenig später mit einigen anderen
gleichgesinnten das Mordkomplott gegen Marias Gatten, Darnley vor. Ob und wieviel Maria
von diesem Komplott wusste, war und ist bis heute nicht eindeutig. Das sie etwas ahnte, liegt
durchaus im Bereich des Möglichen, da sie
angewidert von ihrem Gatten, zu keiner Zeit vorhatte, die ehelichen Pflichten wieder
aufzunehmen. Sie liebte Bothwell.
Am 9. Februar 1567 wurde Darnley ermordet. Unterhalb seines Schlafgemachs wurde ein
Fass Schwarzpulver zur Explosion gebracht, dass das Haus des Königs in die Luft sprengte.
Fest steht, dass der Mord nicht geschehen wäre, wenn Maria nicht nach Glasgow gefahren
wäre, um ihren Gatten zu überreden nach Edinburgh zurückzukehren, obwohl die
Beziehungen zwischen ihnen denkbar schlecht waren.
Bothwell und seine Schurken wogen sich in Sicherheit. Nichts Unübliches, wenn man
bedenkt, dass Schottland sich in einer Zeit der sittlichen und geistigen Revolution befand,
politische Ziele wurden mit Hilfe verbrecherischer Mittel verfolgt, Verbrechen nicht bestraft,
wenn sie der Politik zum Erfolg verhalfen. — Der Zweck heiligt die Mittel —
Maria war sich der Gefahr in der sie sich in den Tagen nach der Ermordung ihres Gatten
befand, nicht bewusst. Marias Stellung hatte in ganz Europa unermesslichen Schaden erlitten.
Von allen Beobachtern begriff Elisabeth die Situation. Sie ergriff sofort einige
Vorsichtsmaßnahmen. Sämtliche Schlüssel zu ihren Gemächern wurden weggenommen, die
Treue der Palastwache überprüft, denn was in Schottland geschehen war, konnte sich in
Westminster wiederholen. Marias Ansehen war beschädigt, darunter litt auch Elisabeth als
Königin. Sollte sie vor Gericht gestellt werden, wäre auch für Elisabeth ein Präzedenzfall
geschaffen. Sie bittet Maria in einem Brief " ihre Ehre zu bewahren ". Viele weise und
wichtige Ratschläge erhielt Maria, die sie nicht befolgte oder nicht befolgen konnte. So
trennte sie sich in dieser Besorgnis erregenden Zeit nicht von Bothwell, er blieb ihr steter
Begleiter, was die Bürger Edinburghs zu schlimmsten Mutmaßungen veranlasste. Was sollten
sie von ihrer Herrscherin denken, die mit einem Mann verkehrte, von dem man mutmaßte, er
habe beim Tode ihres Gatten eine Rolle gespielt. Der Vater des ermordeten Königs, Lord
Lennox, verlangte, Bothwell und weitere Personen, die mittlerweile in Verdacht geraten
waren, sollten verhaftet und vor Gericht gestellt werden. Maria gab dem statt, verlangte
jedoch, das Lennox ebenfalls vor Gericht zu erscheinen habe.
Ihre Kusine Elisabeth schreibt ihr erneut einen eindringlichen Brief, indem sie Maria
leidenschaftlich und eindringlich rät: " Um Gottes Willen, Madame, zeigen sie in diesem Fall,
der sie so nahe angeht, die nötige Lauterkeit und Besonnenheit, damit alle Welt Ursache habe,
Ihre Unschuld an einem so ungeheuerlichen Verbrechen zu verkünden. Falls sie das nicht tun,
würden sie es verdienen, vom Range der Fürstinnen herabstürzen und nicht ohne Grund dem
Volk gegenüber zu einem Schandfleck zu werden, und ehe Ihnen dies geschehen sollte, würde
ich Ihnen lieber ein ehrenvolles Begräbnis als ein besudeltes Leben wünschen. "
Als vor Gericht gegen Bothwell verhandelt wurde, ohne Anwesenheit des Grafen von
Lennox, der um sein Leben fürchtete, sprachen die Peers Bothwell vom Entwurf und
Ausführung des Königsmordes frei. Die Verhandlung war ein Farce und der formelle
Freispruch brachte nicht den erhofften Erfolg. Bothwell wurde auf Plakaten, die öffentlich
aufgehängt wurden, als Ehebrecher und Mörder bezeichnet, die Königin der Mittäterschaft
bezichtigt.
Bei einem Abendessen mit einigen Prälaten und anderen wichtigen Persönlichkeiten wurde
Bothwell schriftlich versichert, dass sie eine Heirat mit ihm und der Königin von Schottland
unterstützen würden, da die Witwe der Hilfe und Trostes bedürfe. Dass diese ‘ edle ‘
Gesellschaft aus lauter Schurken edlen Geblüts bestand, muss nicht sonderlich erwähnt
werden. Gesichert ist auch, dass es keine Möglichkeit einer Weigerung zur Unterschrift gab,
da Bothwell seine Musketiere im Gefolge hatte.
4) Fünf Tage später am 24. April, Maria war auf der Rückreise nach Edinburgh, wurde sie
unter einem Vorwand von Bothwell, der einige hundert Mann Kavallerie mit sich führte,
aufgefordert, in das dreißig Meilen ostwärts gelegene Schloss Dunbar zu reiten. Sie kam
dieser Aufforderung nach, ohne Verdacht zu schöpfen. Nicht so einer ihrer Begleiter, James
Bothwick, er brachte die Nachricht von der Entführung der Königin nach Edinburgh. Zu spät.
Die öffentliche Meinung Schottlands war hin und her gerissen. Sollte sie einer Entführung
und sogar einer Vergewaltigung durch Bothwell, ihren Geliebten, den Maria zu ehelichen
gedachte, glauben schenken? Sie entschied die Dinge abzuwarten.
Im Gegensatz zu dieser Schilderung stehen Marias Charaktereigenschaften, wie Mut,
Kühnheit, Stolz, Mitleidslosigkeit und Courage. Keine willenlose, unterwürfige Frau. Zu
dieser Sorte, dass wissen wir aus der anfänglichen Ausführung, zählte Maria nicht. Aber
solche und noch andere Ungereimtheiten und Widersprüche fanden bis heute keine Klärung.
Maria verzieh Bothwell und seinen Komplizen die Entführung und erteilte ihnen Straferlass.
Der Argwohn gegen Maria wuchs bei denen, die Gewissen und Vernunft besaßen und diese
Zahl wuchs täglich. Die Vorbereitungen zur Hochzeit wurden beschleunigt, Bothwell wurde
von der Königin zum Herzog von Orkney und Lord von Shetland ernannt. Sie setzte ihm
persönlich die Herzogskrone auf. Außerdem ließ sie vier seiner getreuesten Anhänger zu
Rittern schlagen.
Am 15. Mai fand die Hochzeit statt, Maria in Trauerkleidung, wie einst mit Darnley. Nur
wenige Adlige waren anwesend, und es war offensichtlich, dass ein größerer Konflikt in
Schottland nicht mehr fern war. In Italien und Frankreich begegnete man dieser Hochzeit mit
Spott und Entsetzen. Im katholischen Europa war der Ruf Maria Stuarts zerstört und mit ihr
die Hoffnung, Maria als künftige katholische Herrscherin auf dem Thron Englands. Der Papst
brach sämtliche Beziehungen mit der Königin von Schottland ab.
Das schottische Volk war zwar nicht gebildet aber unverbildet. Es kam zu dem Schluss, dass
Maria der Ermordung ihres Gatten zugestimmt haben muss. Man kann sagen, Maria selbst,
hatte zu dieser Entscheidung maßgeblich beigetragen, mit anderen Worten, " Maria war die
Haupturheberin ihres Ruins. "
Der Juni war geprägt von Aufwiegelei und Rebellion. Aufständische Edelleute verlangten, die
Königin auszuliefern und den Tod Darnleys zu rächen. Vor Edinburgh trafen Bothwell und
seine Mannen auf die Armee der Aufständischen. Es kam aber zu keiner Schlacht, da der
französische Gesandte, Philibert du Croe vermittelte. Die Aufständischen verlangten, dass
sich Maria von ihrem Gatten trennen und die Schuld am Mord des Königs in einem
Zweikampf zwischen den beiden Heeren entschieden werden solle. Schließlich wurde ein
Waffenstillstand zwischen den gegnerischen Parteien vereinbart. Maria bekam sicheres
Geleit, Bothwell konnte das Feld unverfolgt verlassen, da sie zugestimmt hatte, ihren Mann
fortzuschicken. Auf dem Weg nach Edinburgh, geschützt durch einen Teil ihres Heeres,
wurde sie vom Pöbel mit den Worten: " Verbrennt sie, verbrennt die Hure! Verbrennt die
Mörderin! " beschimpft und angespuckt. Gedemütigt schwor Maria die Stadt niederzubrennen
und die Flammen mit dem Blut ihrer Bewohner zu löschen.
Ganz Edinburgh wurde durchstöbert nach den mutmaßlichen Mördern Darnleys. Einige
wurden in Ketten gelegt, später aber Mangels Beweisen wieder freigelassen.
Maria blieb in diesen Tagen in ihrer Liebe zu ihrem Gatten, vor dem sie hinreichend gewarnt
worden war, unerschütterlich, sie wollte endlich wieder mit ihm vereint sein.
Der Rat der Lords beschloss, Maria weiterhin in Haft zu lassen, da sie sich weigerte
Bothwells Bestrafung zu befehlen. Es verstärkte sich der Eindruck, dass Maria ihn und seine
Helfershelfer in ihrem Verbrechen noch bestärkte. Man brachte die Königin in die Burg
Lochleven, auf eine kleine Insel, namens Loch in Kinross, dreißig Meilen von Edinburgh
entfernt. Dies sollte nicht nur Marias Sicherheit dienen, da man Übergriffe von Seiten des
Pöbels befürchtete, sondern auch von Seiten einiger Edelleute oder von Bothwell selbst, eine
Befreiung Marias für möglich hielt.
Während alle Welt glaubte, Maria sei der Mittäterschaft am Mord Darnleys und des
Ehebruchs schuldig, so weigerte sich Elisabeth es ihr gleich zu tun. Schließlich gab es dafür
keine objektiven Beweise. Sie war " trotz ihres Kummers über Marias Heirat mit ‘ einer
entehrten Person ‘ bereit, ihr die Freiheit wiederzugeben, Darnleys Mörder zu bestrafen und
den jungen Prinzen in England in sicherer Obhut zu behalten ".
Dies barg jedoch etliche Gefahren, da Frankreich auf einer Abdankung Marias bestand und
der Prinz gekrönt werden müsse. Einer Auslieferung an England hätte es niemals zugestimmt,
es sei, ihm würde die Nachfolge auf den englischen Thron garantiert.
Am 26. Juli, Maria lag nach einer Fehlgeburt von Zwillingen im Bett, unterzeichnete sie die
Abdankungsurkunde. Sie war fünfundzwanzig Jahre alt und ihr Sohn Jacob wurde mit
neunzehn Monaten König. Halbbruder, Graf von Moray wurde Regent. In Schottland
herrschte Anarchie, in Brüssel stand die spanische Armee des Herzogs Alba. Maria war in
höchster Gefahr. Angesichts dieser Tatsache richtete im August der britische Gesandte
Trockmorten seine letzte Bitte um Freilassung der Königin an die schottischen Lords, die sie
ablehnten.
Am 1. Mai 1568 sandte Maria einen Brief an Katharina von Medici und bat sie um
Befreiung. Einen weiteren richtete sie an Elisabeth, auf der Flucht, ca. neunzig Kilometer von
Glasgow entfernt, mit folgendem Inhalt: " Ich habe keine Hoffnung außer ihre Güte. " Sie
legte einen herzförmigen Diamanten, den Elisabeth ihr einst schenkte, bei. Ihre Begleiter, die
die Flucht arrangierten und die Situation nüchtern einschätzten, rieten zur Einschiffung nach
Frankreich. Maria lehnte ab. Sie befand sich auf englischem Boden, ihr Mann Bothwell in
einem dänischen Gefängnis.
Elisabeth wusste um die Gefahr für ihren Thron und die protestantische Religion in ihrem
Land. Herzog Albas Armee stand in Brüssel, so war es nur willkommen, dass Schottland ohne
Königin war und aufständische englische Protestanten keine Hilfe jenseits der Grenze
bekamen. Für Elisabeth blieb eine gefangengehaltene Maria Stuart leichter zu beaufsichtigen
und kalkulierbarer. Deshalb stand fest, Maria würde ihr Gefängnis nicht mehr verlassen.
Somit war ihr Schicksal besiegelt, Elisabeth, Königin von England, Maria einst gewogen,
beschloss aus Gründen der Staatsraison und aus Furcht vor der Rivalin, Marias Tod. Als sie
1587 in Schloss Fortheringay hingerichtet wurde, hatte sie alle in den Mord Darnley
verwickelten Personen überlebt.
Anmerkung:
1570 wird Marias Halbbruder ermordet. In größter Freude gewährt sie dem Mörder eine
stattliche Pension. Den Grafen Lennox ereilte 1571 ein ähnliches Schicksal. Bothwell starb
1578 in einem dänischem Gefängnis.
5) Maria Stuart ist eine der wenigen Frauen, über die die Geschichtsschreiber so
widersprüchlich berichten. Mal ist ihre Augenfarbe grau, dann braun, das Haar blond, braun
oder schwarz. Mal ist sie zart, dann robust. In einer Beschreibung ist Maria mannstoll in der
anderen frigide. Einmal ist ihr Sohn ihr leiblicher, dann der einer anderen, da ihr Kind eine
Totgeburt war. Für die einen war sie eine Heilige, für die anderen eine Hure. Was wäre
gewesen, wenn Maria ihrer Liebe abgeschworen hätte? Mit Sicherheit wäre ihr die Freiheit
und die Krone geschenkt worden. Sie aber hielt ihrem Geliebten die Treue. Was wusste sie
wirklich über den Mord an Darnley? War sie nur Lockvogel und/oder Mittäter? Bothwell
winkten durch seine Heirat mit Maria Land, Geld und Einfluss. Welchen Vorteil gewann
Maria? Sie konnte sich dem verhassten Mann entledigen. Also doch Mittäterin? Fragen über
Fragen auf die die Literatur und Historiker keine plausiblen, eindeutigen Antworten finden.
Eine Mixtur aus Fiktion und Realität. Vieles stützt sich auf Briefe der Beteiligten, die aber
sind nicht signiert, ohne Datum und Ort. Die Authentizität vieler Schriftstücke konnte bis
heute nicht einwandfrei bewiesen werden.
Ein nur angehend objektives Bild Maria Stuarts aufzuzeigen bleibt unmöglich, dafür ist es zu
verworren und widersprüchlich.
Ihr Handeln wurde geprägt durch ihre Herkunft, ihre Erziehung.
— Maria Stuart, ein Kind ihrer Zeit —
6) 1533 Elisabeth Tudor wird als Tochter des engl. Königs Heinrich VIII und seiner zweiten
Ehefrau Anna Boleyn geboren
1534 Heinrich VIII spaltet sich von der röm. Kirche und wird Oberhaupt der anglikanischen
Kirche ( Suprematsakte )
1536 Nach der Hinrichtung seiner Frau Anna Boleyn erklärt Heinrich Elisabeth als seine nicht
leibliche Tochter
1542 Im Dezember wird Maria Stuart als Tochter des Schottischen Königs Jacob V und
dessen zweiter Ehefrau Maria von Guise geboren
Ungefähr fünf Tage nach ihrer Geburt wird sie Königin, da ihr Vater im Kampf England fällt
1547 Maria wird im Alter von 6 Jahren zur Erziehung an den franz. Hof gebracht
1558 Heirat mit dem franz. Thronfolger Franz II
1560 Ein Jahr nach seiner Krönung stirbt Franz II
Maria Stuart kehrt nach Schottland zurück, da der Protestantismus offiziell als Staatsreligion
eingeführt wurde und Elisabeth I mit den Schotten den Vertrag von Edinburgh abschließen
wollte, Maria diesen aber nicht anerkannte
1565 Heirat mit ihrem Cousin Lord Darnley, der wie Maria ein Enkel der Schwester
Heinrichs VIII ist und somit eine wichtige Rolle in der engl. Thronfolge spielt
1566 David Riccio, ein Sekretär Marias, wird von Darnley und einigen Adligen umgebracht
Einige Monate später bekommt Maria ihren einzigen Sohn Jacob
1567 Darnley wird Opfer einer tötl. Verschwörung des schottischen Adels unter der Führung
von Bothwell. Maria wird ebenfalls verdächtigt
Vier Monate später heiratet sie Bothwell, weil er sie möglicherweise vergewaltigt hat.
Nach dieser Heirat erhebt sich der schottische Adel unter Führung ihres Halbbruders Jacob (
Graf von Moray ) gegen die Königin.
Nach der verlorenen Schlacht bei Carberry Hill wird Maria auf einem Schloss zur Abdankung
gezwungen.
1568 Maria Stuart gelingt es nach einjähriger Gefangenschaft zu fliehen, doch nach einer
weiteren verlorenen Schlacht flieht sie den Räten ihrer Freunde zum Trotz nach England in
der Hoffnung bei Elisabeth I Schutz zu finden, doch Maria gerät in erneute Gefangenschaft
aufgrund der Anklage an der Ermordung ihres Mannes Darnley beteiligt gewesen zu sein
1585 In England kommt es durch den Tod von Wilhelm von Oranien zur Einführung des "
Act for the Queen’s Savety " ( Gesetz für die Sicherheit der Königin )
Bestraft wird derjenige, der der Königin nach dem Leben trachtet und zu wessen Gunsten dies
geschieht
1586 Durch dieses Gesetz kommt Maria vor Gericht und wird zum Tode verurteilt
1587 Elisabeth unterzeichnet das Todesurteil
Am 8. Februar wird die Königin von Schottland nach neunzehnjähriger Gefangenschaft
geköpft
1603 Elisabeth I stirbt; somit ist das Haus Tudor erloschen, da sie keine Nachkommen hat.
Maria Stuarts Sohn wird als Jacob VI König von Schottland und als Jacob I König von
England
Vorgelegt von: Rahel Rutetzki
29. Mai 2000
Arbeit zitieren:
Rahel Rutetzki, 2000, Stuart, Maria - ein Kind ihrer Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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