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Bänden, die an die kurzlebigen „Beiträge zur Historie und Aufnahme des Theaters“ erinnerte heraus. 1753 veröffentlichte er das Fragment „Samuel Henzi“, indem er einen durch Zeitungen übermittelten Stoff in einem Trauerspiel verarbeitet. In dieser Zeit verband ihn eine enge Freundschaft mit dem jungen Schriftsteller und Verleger Christoph Friedrich Nicolai und dem deutschen Aufklärungsphilosophen Moses Mendelsson. 1755 entsteht das bürgerliche Trauerspiel Miss. Sarah Sampson, welches am 19. Juli uraufgeführt wird. Teil III - Lessings wieder in Leipzig und Berlin (1755 bis 1760)
Trotz seiner Berühmtheit fand sich keine Arbeit, die es ihm ermöglicht hätte sich von seiner Geldnot zu befreien. 1955 spielte er eine Zeitlang sogar mit dem Gedanken an eine neu angelegte Universität nach Moskau zu gehen. Doch gegen Ende des Jahres wandte sich Lessing wieder nach Leipzig. Er beschäftigte sich intensiv mit Goldonis Komödien und nahm die unterbrochene Verbindung mit den Theaterleuten wieder auf. In Leipzig traf er auch den reichen Kaufmann Christian Gottfried Winkler, der einen Begleiter für eine Europareise suchte. So kam es das Lessing am 10. Mai 1756 in Leipzig nach Hamburg aufbrach. Dort lernte er die berühmtesten Schauspieler seiner Zeit, Klopstock und Konrad Ekhof kennen. Ende Juli erreichten beide Reisenden Amsterdam. Durch den Ausbruch des
3. Schlesischen Krieges wird Lessing an seinem Vorhaben gehindert nach London zu gehen. Also kehrt er nach Leipzig zurück, das nun schon von preußischen Truppen besetzt ist. Er unterhält eine lebhafte Freundschaft mit dem preußischen Major Ewald von Kleist, welcher sich bereits als Dichter einen Namen gemacht hatte. Seine Sympathien für die feindliche Seite trugen ihm Schwierigkeiten mit den Leipzigern ein. Nach fruchtlosen Bemühungen von Kleist und Johann Wilhelm Gleim für Lessing eine Stelle als Schlossbibliothekar oder Sekretär zu finden, wandte dieser sich wieder den literarischen Beschäftigungen zu. Es entsteht ein Briefwechsel mit seinen Berliner Freunden Mendelssohn und Nicolai, in dessen Verlauf es um eine theoretische Bestimmung der Tragödie geht. Im Mai 1758 geht Lessing zurück nach Berlin. Wieder ohne feste Anstellung versuchte er sich seinen Lebensunterhalt durch vielseitige und rastlose literarische Tätigkeit zu sichern. Mit Karl Wilhelm Ramler gab er die „Sinngedichte“ heraus. Zudem ließ er die „Preußischen Kriegslieder“ Gleims veröffentlichen und übersetzte „Das Theater des Herrn Diderot“. Das einaktige Trauerspiel „Philatas“ erschien wie die Prosafabeln mit den zugehörigen gattungstheoretischen Abhandlungen 1759. Im gleichen Jahr wurden zudem zahlreiche Beiträge zu den „Briefen neueste Literatur betreffend“ herausgegeben. 1760 widmete Lessing sich einer großen Abhandlung über Sophokles. Der Abdruck von 2 Bänden musste wegen seiner Übersiedlung nach Breslau abgebrochen werden. Teil IV - Lessing in Breslau und wieder Berlin (1760 bis 1767)
Im November 1760 entschloss sich Lessing beim preußischen General Tauentzien eine Stelle als Sekretär anzunehmen. Endlich ohne Geld- und Zeitnot frönte er der Spielleidenschaft und gab sein Geld mit vollen Händen aus. Jedoch unterstützte er auch seine Geschwister. Er kaufte sich eine große Bibliothek zusammen und ging jeden Tag ins Theater. Doch bald wurde ihm bewusst, dass sich dieses Amt und diese Lebensweise nicht mit seiner Person vertrugen. Im Mai kehrte Lessing nach Berlin zurück, wo er alte Bekanntschaften erneuerte und das Gelehrten- und Literatenleben wieder aufnahm. Im Mai 1766 erschien wieder eine größere Arbeit, die ästhetisch-archäologische Abhandlung „Laokoon“. Ab Herbst 1766 widmete sich Lessing ganz der Mitarbeit an dem in Hamburg projektierten Nationaltheater und schloss die Arbeit an seinem neuen Stück „Minna von Seite
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Barnhelm“ ab. „Minna von Barnhelm“ erscheint im Frühjahr des nächsten Jahres im Rahmen einer zweibändigen Ausgabe seiner Lustspiele. Teil V - Lessing in Hamburg (1767 bis 1770)
Eine Gesellschaft Hamburger Kaufleute machte 1767 mit der Eröffnung eines Nationaltheaters einen neuen Anlauf um aus dem Theater wieder eine Institution der nationalen Kultur zu machen. Für das ehrgeizige Projekt gewann man die Mitarbeit Lessings, was die Aufmerksamkeit und die Hoffnung der Öffentlichkeit beträchtlich erhöhte. Als Dramaturg und hauseigener Kritiker brachte es ihm beträchtlichen Ärger und den Protest der Schauspieler, dass er ihre Leistungen so kritisch bewertete. Ab dem 25. Stück enthielt sich Lessing schließlich aller einschlägigen Kommentare. So war schon gegen Ende des Jahres 1767 abzusehen, dass sich das Nationaltheater nicht halten würde. Ostern 1769 stellte es nach nur zweijährigem Bestehen seine Aufführungen ein. Auch das zweite große Projekt, an dem sich Lessing in Hamburg beteiligte scheiterte. Bei der Beteiligung an einer Druckerei von der er und sein Partner Johann Joachim Bode sich Vorteile für sich selbst und einen Aufschwung für die deutsche Literatur versprachen zeigten sich bald unüberwindliche Schwierigkeiten. Beiden mangelte es sowohl an buchhändlerischer Erfahrung als auch an kaufmännischem Talent. Deshalb versuchte sich Lessing von Hamburg zu lösen und fasste Herbst 1768 den Vorsatz im darauffolgenden Frühling zuerst nach Livorno und dann weiter nach Rom zu reisen. Daraufhin verbreitete sich in den Zeitungen das Gerücht er solle dort der Nachfolger des 1768 ermordeten Winckelmanns werden. Auf Grund seiner in Hamburg gesammelten Erfahrungen lehnte er im Frühjahr 1769 die Beteiligung an einem neuen Theaterprojekt in Wien trotz des hohen Gehalts ab und hielt weiter an seinen Reiseplänen fest. Das Ende seines Hamburger Aufenthalts wurde nun von bedrängenden wirtschaftliche Nöten überschattet. Um die Schulden des Druckerei- und Verlagsgeschäft und die Kosten seiner Reise bezahlen zu können ließ er seine über lange Jahre angelegte Bibliothek versteigern. Nun konnte er auch seiner Familie nicht mehr mit Geld aushelfen. Um literarische Arbeiten abzuschließen und die neu entstandenen Verhältnisse zu ordnen schob er den Antritt seiner Reise vor sich her. In dieser Zeit vollendet er das Trauerspiel „Emilia Galotti“. Im Herbst 1769 ergab sich für ihn die Möglichkeit am Braunschweiger Hof als Bibliothekar in der berühmten Wolfenbüttler Bibliothek zu arbeiten.
Teil VI - Lessing in Wolfenbüttel und seine Reise nach Italien (1770 bis 1776) Im April 1770 trat Lessing sein Amt als Bibliothekar des Herzogs Karl von Braunschweig zu Wolfenbüttel an, obwohl sein Gehalt nicht als üppig bezeichnet werden konnte. Da die Bibliothek Wolfenbüttels damals als eine der bedeutendsten in Europa galt, wandte er sich mit Neugier und Unternehmungslust seiner neuen Aufgabe zu, machte Pläne zur Neuordnung und Durchforschung der Buchbestände und ließ von 1773 an eine Publikationsreihe mit dem Titel „Zur Geschichte und Literatur. Aus den Schätzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel“ erscheinen. Diese Reihe brachte es auf insgesamt sechs Bände. Nachdem sich aber die Bedingungen seiner Anstellung nicht besserten und eine im Februar 1773 vom Erbprinzen angekündigte Beförderung zum Hofrat ausblieb fühlte sich Lessing vernachlässigt und schlecht behandelt. Bereits im Herbst 1771 fassten er und die Hamburger Kaufmannswitwe Eva Katharina König nach einer schon länger bestehenden Freundschaft den Entschluss zu heiraten. Die in diesen Jahren hervortretende Sturm-und-Drang-Generation fand vor Lessings Augen keine Gnade. Nur zu Herder hatte sich seit seiner persönlichen Seite
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Bekanntschaft ein von gegenseitigem Respekt getragenes Verhältnis eingestellt. Zu Beginn des Jahres 1775 bekam er endlich die Erlaubnis seine Italienreise anzutreten. Nachdem er zunächst nach Berlin und Leipzig fährt trifft er in Wien seine Braut Eva König wieder. Dort trifft er außerdem den Braunschweiger Prinz Leopold, der die im 18. Jahrhundert beliebte Kavalierstour antritt. Lessing schließt sich der achtmonatigen Bildungsfahrt an. Die Reise führt nach Mailand, Venedig, Livorno, Korsika, Genua, Turin, Parma, Bologna, Rom und Neapel. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die Buchhandlungen, Ateliers, Archive und Bibliotheken. Teil VII - Lessings letzte Jahre in Wolfenbüttel (1776 bis 1781)
Trotz seines Unbehagens musste Lessing nach der Rückkehr von seiner großen Reise 1776 wieder als Bibliothekar in Wolfenbüttel arbeiten. Überraschenderweise zeigte sich der Erbprinz zu einem Entgegenkommen bereit als Lessing sich in einem letzten Versuch seine Stelle erträglicher zu machen an ihn wandte. Er erhielt ein höheres Gehalt, eine verbesserte Wohnung und den Titel des Hofrats. Seiner Heirat mit Eva König stand nun nichts mehr im Weg. Am 8. Oktober 1776 wurde die Ehe ohne große Förmlichkeiten auf dem Landgut York, das einer befreundeten Hamburger Familie gehörte, geschlossen. Am 24. Dezember des darauffolgenden Jahres wurde Traugott geboren, der aber schon 24 Stunden später stirbt. Erschöpft von der Geburt folgt ihm am 10. Januar 1778 Eva Katharina König ins Grab. Der Tod seines Sohnes und seiner Frau war ein schwerer Schicksalsschlag für ihn. Schon 1776 hatte Lessing die Ernennung zum ordentlichen Mitglied der kurfürstlichen Akademie in Mannheim angenommen. Er ließ sich zudem dazu bewegen, Anfang 1777 anzureisen und Verhandlungen durchzuführen. Das Angebot zur Leitung der Nationalbühne lehnte er allerdings ab. In den letzten Jahren seines Lebens entstanden noch einige bedeutende geschichtsphilosophische und theologische Schriften und der Dialog „Ernst und Falk. Gespräche für Freimaurer“, dessen erste drei Teile 1778 erschienen, während der letzte 1780 vermutlich ohne Lessings Erlaubnis von einem Dritten herausgegeben wurde. 1780 häufen sich die Berichte, er bliebe selbst in Gesellschaft teilnahmslos und schliefe sogar bei Tisch ein. Eine Reise nach Hamburg im Oktober des gleichen Jahres gab ihm vorübergehend das Gefühl der Lebensfreude wieder. Lessing starb am 15. Februar 1782 im Alter von 52 Jahren bei einem Besuch in Braunschweig.
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I Der Autor
• Gotthold Ephraim Lessing, geboren am 22. Januar 1729 in Kamenz / Oberlausitz
• sein Vater Johann Gottfried Lessing war evangelischer Pastor an der Hauptkirche St. Marien zu
Kamenz
• von 1741 bis 1741 - Besuch der örtlichen Lateinschule
• bis 1746 - Schüler der Fürstenschule St. Afra in Meißen
• bis 1748 - studiert er Medizin und Theologie an der Leipziger Universität
• von 1748 bis 1752 - freier Schriftsteller in Berlin
• 1752 - Magister in Philosophie in Wittenberg
• von 1760 bis 1765 - Sekretär des General Tauentzien in Breslau
• von 1765 bis 1767 - Lessing ist in Berlin
• wird 1767 Dramaturg und Kritiker am Deutschen Nationaltheater in Hamburg
• von 1770 - 1781 - Bibliothekar in Wolfenbüttel
• 1775 - Reise nach Italien
• Oktober 1776 - Heirat mit Eva König
• Dezember 1777 - Geburt und Tod des Sohnes Traugott
• Januar 1778 - Tod Eva Königs
• Februar 1781 stirbt Lessing bei einem Besuch in Braunschweig
II Die Werke
1747 „Der junge Gelehrte“ 1755 „Miss Sarah Sampson“ 1763 „Minna von Barnhelm“ 1772 „Emilia Galotti“ 1779 „Nathan der Weise“
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Sheileena Adams, 1999, Lessing, Gotthold Ephraim - Das Leben des Gotthold Ephraim Lessing, München, GRIN Verlag GmbH
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jeremias
Jahreszaheln verdreht.
Zum >Teil stehen Daten wie 19hdrt.
Das muss 17hdrt. heissen ;)
am Monday, March 26, 2007-