Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Unternehmensrating als Finanzierungssurrogat

Title: Unternehmensrating als Finanzierungssurrogat

Seminar Paper , 2002 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Holger Peckmann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In den letzten Jahren haben Unternehmens-Ratings in der Finanzbranche stark an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung sind sie für Kreditinstitute ein unverzichtbarer Bestandteil zur Begrenzung von Risiken bei der Kreditvergabe geworden. Aber auch andere Investoren, wie Vermögensverwalter oder private Anleger, legen zunehmend Wert auf das Urteil der Rating-Agenturen bezüglich der Unternehmen, in die investiert werden soll. Auf diese Weise versuchen sie, ein größtmögliches Maß an Sicherheit für ihre Kapitalanlagen zu erhalten. Für die Unternehmen selbst stellen Ratings deshalb eine wichtige Voraussetzung dar, um Zugang zu den Kapitalmärkten zu erlangen.

Immer mehr Unternehmen aus allen Branchen gehen dazu über, sich nicht mehr nur klassisch über Bankkredite oder Schuldverschreibungen mit Liquidität zu versorgen, sondern suchen andere Finanzierungsmöglichkeiten. In Zeiten angespannter Wirtschaftslagen ist es für die Unternehmen dabei besonders wichtig, neue Liquiditätsquellen zu erschließen, die einerseits kostengünstig sind und andererseits die Bilanz und die Kreditlinien nicht weiter belasten.

Die vorliegende Arbeit versucht, einen Weg zu finden, wie das dargestellte Problem der Unternehmen mittels eines Ratings gelöst werden kann. Dazu werden zunächst die alternativen Formen der Unternehmensfinanzierung, die Finanzierungssurrogate und Kreditsubstitute, näher erläutert. Es erfolgt hier eine Abgrenzung zwischen den beiden Begriffen, da in der Literatur oftmals keine eindeutige Trennung vorgenommen wird.

Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit dem Rating-Begriff und stellt die verschiedenen Rating-Agenturen vor. Anschließend erfolgt eine Beschreibung des Rating-Verfahrens. Der Schwerpunkt des Kapitels liegt auf den Funktionen des Ratings und dessen Wirkung auf den Finanzmärkten, die wichtig für den weiteren Verlauf der Arbeit auf der Suche nach einer Lösung sind.

Welche Bedeutung das Unternehmens-Rating als Finanzierungssurrogat hat, wird schließlich im 4. Kapitel erarbeitet. Dazu werden die einzelnen Funktionen des Ratings dahingehend untersucht, ob sie theoretisch die Wirkung eines Finanzierungssurrogates erzielen können, oder ob sie für eine weitere Untersuchung ausgeschlossen werden können. Abschließend wird am aktuellen Beispiel des Telekommunikationsunternehmens Deutsche Telekom der Versuch unternommen, die praktische Wirkung von Ratings als Finanzierungssurrogat darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alternative Formen der Unternehmensfinanzierung

2.1 Finanzierungssurrogate

2.2 Kreditsubstitute

3. Unternehmens-Rating

3.1 Definition und Begriffsbestimmung

3.2 Rating-Agenturen und Rating-Verfahren

3.3 Funktionen des Rating und Wirkung auf den Finanzmärkten

4. Bedeutung des Unternehmens-Ratings als weitere Form der Finanzierungssurrogate

4.1 Beschreibung und Herleitung

4.2 Beispiel am Unternehmen Deutsche Telekom

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob Unternehmens-Ratings als Finanzierungssurrogate fungieren können, indem sie die Auswirkungen von Ratings auf Kapitalkosten und Finanzierungsspielräume analysiert. Dabei wird geprüft, ob positive Rating-Ergebnisse ähnlich wie Leasing oder Factoring eine Kapitalfreisetzung oder verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten bewirken können.

  • Klassische Finanzierungssurrogate (Leasing, Factoring, Forfaitierung)
  • Kreditsubstitute (Unternehmensanleihen, Commercial Papers)
  • Funktionsweise und Prozess des Unternehmens-Ratings
  • Wirkungsanalyse von Ratings auf Finanzmärkten
  • Fallbeispiel Deutsche Telekom hinsichtlich Rating-Herabstufungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Beispiel am Unternehmen Deutsche Telekom

Das Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom kann als negatives Beispiel für die Wirkung von Unternehmens-Ratings als Finanzierungssurrogat herangezogen werden. Das Unternehmen hat, bedingt durch eine schnell vorangetriebene Expansion und dem Erwerb von UMTS-Lizenzen für den Mobilfunk einen hohen Schuldenberg aufgebaut, für den jährlich (Stand: April 2002) mehr als 4 Milliarden Euro an Zinsen aufgewendet werden müssen. Weil der Schuldenabbau seitens des Unternehmens nach Meinung der Rating-Agentur Standard & Poor´s zu zögerlich vorangetrieben wird, hat sie die Bewertung der langfristigen Schulden der Deutschen Telekom von „A-„ auf „BBB+“ in April 2002 um eine Stufe zurückgenommen. Das Rating für die kurzfristigen Schulden beließ Standard & Poor´s bei „A-2“ und setzte den Ausblick für die Telekom auf „stabil“. Gleichzeitig nahm sie das Unternehmen damit vorerst von der Beobachtungsliste. Bereits im März 2002 hat die Rating-Agentur Moody´s das langfristige Rating für die Deutsche Telekom aus den gleichen Gründen von „A3“ auf „Baa1“ herabgestuft.

Das hat zur Folge, dass auf die Deutsche Telekom in Zukunft höhere Zinsbelastungen zukommen, denn eine Klausel in den Emissionsbedingungen für Schuldverschreibungen der Telekom bewirkt eine Erhöhung der Zinskupons um jeweils 50 Basispunkte, wenn die beiden Rating-Agenturen Standard & Poor´s und Moody´s die Kreditqualität der Telekom geringer einschätzen als „A-„ (Standard & Poor´s) bzw. „A3“ (Moody´s). Revidieren die Agenturen ihre Entscheidungen wieder, werden auch die Kuponerhöhungen rückgängig gemacht. Betroffen von dieser Regelung sind Anleihen über insgesamt rund. 22 Milliarden Euro, die Zinskosten werden dementsprechend um 100 bis 120 Millionen Euro steigen. Auch für künftige Emissionen von Schuldverschreibungen der Deutschen Telekom ist demnach für höhere Bonitätsrisikoprämienforderungen seitens der Anleger auszugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die wachsende Relevanz von Unternehmens-Ratings für Investoren und Unternehmen sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Alternative Formen der Unternehmensfinanzierung: Erläuterung von Finanzierungssurrogaten und Kreditsubstituten als Instrumente zur Liquiditätsschonung.

3. Unternehmens-Rating: Detaillierte Betrachtung der Definition, der Rating-Agenturen sowie der verschiedenen Funktionen von Ratings auf den Finanzmärkten.

4. Bedeutung des Unternehmens-Ratings als weitere Form der Finanzierungssurrogate: Untersuchung der theoretischen Eignung von Ratings als Finanzierungssurrogat anhand der Deutschen Telekom.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der künftigen Bedeutung von Ratings im Rahmen von Basel II.

Schlüsselwörter

Unternehmens-Rating, Finanzierungssurrogat, Kreditsubstitute, Basel II, Bonitätsrisiko, Rating-Agenturen, Standard & Poor's, Moody's, Investitionsgüter, Kapitalmarkt, Anleihefinanzierung, Deutsche Telekom, Bonitätsrisikoprämie, Finanzierungsinstrumente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die These, ob Unternehmens-Ratings über ihre klassische Informationsfunktion hinaus als Finanzierungssurrogate wirken und Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung von Finanzierungssurrogaten und Kreditsubstituten sowie eine tiefgehende Analyse der Funktionen und Wirkungsweisen von Unternehmens-Ratings.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob ein positives Rating-Urteil ökonomische Effekte erzielt, die mit der Wirkung von Finanzierungssurrogaten wie Leasing oder Factoring vergleichbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse der Rating-Funktionen, ergänzt durch ein praktisches Fallbeispiel eines börsennotierten Unternehmens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Finanzierungsinstrumente, eine detaillierte Erläuterung des Rating-Verfahrens und eine kritische Untersuchung der Rating-Funktionen als potenzielle Finanzierungssurrogate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmens-Rating, Finanzierungssurrogat, Bonitätsrisiko, Kapitalmarkt, Anleihefinanzierung und Basel II.

Warum wird die Deutsche Telekom als Fallbeispiel gewählt?

Die Deutsche Telekom dient als negatives Beispiel, um zu illustrieren, wie sich eine Herabstufung des Ratings direkt auf die Zinskosten auswirken kann, wenn spezifische Emissionsklauseln existieren.

Können Ratings laut Autor als Finanzierungssurrogate gelten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Ratings im Falle eines Upgrades theoretisch eine Wirkung als Finanzierungssurrogat entfalten können, dies jedoch kein allgemeingültiger Standard ist und empirisch schwer zu belegen bleibt.

Excerpt out of 30 pages  - scroll top

Details

Title
Unternehmensrating als Finanzierungssurrogat
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel  (FH)
Grade
2,0
Author
Holger Peckmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
30
Catalog Number
V10317
ISBN (eBook)
9783638167758
ISBN (Book)
9783638641395
Language
German
Tags
Finanzierung Rating Finanzierungskosten Finanzierungsalternativen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Peckmann (Author), 2002, Unternehmensrating als Finanzierungssurrogat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10317
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  30  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint