Vorkommen der Kohle:
Kohle kommt fast überall auf der Welt vor. Wirtschaftlich bedeutende Lagerstätten gibt es in Europa, Asien, Australien und Nordamerika. Großbritannien war bis zum 20. Jh. führend in der Kohleförderung. Dort gibt es Lagerstätten im Süden von Schottland, England und in Wales. Im westlichen Europa sind die kohlereichen Gebiete im Elsass, in Belgien und in Deutschland an der Saar und an der Ruhr. Bei Leipzig, im Niederlausitzer und sächsischen Revier, im Rheinland und in Bayern gibt es große Braunkohlevorkommen. In Mitteleuropa gibt es Lagerstätten in Polen, der Sowjetunion, der Tschechischen Republik und in Ungarn. Im Nordwesten Chinas sind bis zum 20. Jh. kaum genutzte Kohleregionen.
Vergleich Ruhezone und Hellwegzone:
In der Ruhezone trat die Kohle anfangs oft an der Oberfläche der Erde auf. Somit fing man an die Kohle an allen Stellen abzubauen. Manche Familien konnten ihren Kohlebedarf aus dem eigenen Garten decken. Die erste Kohle trat, wie oben erwähnt, 1298 auf. Man fing rasch an die Kohle abzubauen. Im Laufe der Zeit entwickelte man immer weitere Abbautechniken.
In der Hellwegzone dagegen trat die Kohle nicht mehr so offen zu Tage. Die Förderung der Kohle begann hier erst wesentlich später als in der Ruhezone. 1849 gelang der erste Verhüttungsversuch in Mülheim. Seit dem entstanden weitere Tiefbaue um Essen, Wattenscheid, Bochum, Dortmund und Unna. Es entstand eine neue Industriezone.
Sowohl wie in der Ruhezone als auch in der Hellwegzone kam die Dampfmaschine zum Einsatz. Ihre Anzahl vergrößerte sich ständig. In der Hellwegzone entstanden Doppelschachtanlagen und Luftschächte mit riesigen Ventilatoren.
Somit gab es bald größere fabrikartige oberirdische Zechenanlagen, als in der Ruhezone.
Die Entwicklung der Emscher- Lippezone:
Kohle gewann immer mehr an Bedeutung als Brenn- und Rohstoff. Die Nordverlagerung des Kohlenbergbaus setzte sich auch weiterhin fort, so dass er zw. 1850 und 1870 bis in die Feuchtregionen im Norden vorschritt. Es gab immer mehr technische Probleme beim Niederbringen der Schächte. Unverfestigter, mit Wasser übersättigter, Sand machte Schwierigkeiten. Das Gefrierverfahren wurde im Schachtbau eingesetzt. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. besiedelten zahlreiche Techniker, Ingeneure und Finanzleute aus fortschrittlicheren Kohlebergbaugebieten das Gebiet.
Nach 1900 begann die Kohleförderung links des Niederrheins. Eine energische Rationalisierung folgte nach dem 2. Weltkrieg.
Besondere Kennzeichen der Zone: Es bestehen Groß- Schachtanlagen mit einer hohen Beschäftigtenzahl. Diese wurden in die offene Landschaft gebaut, abseits von Dörfern und kleinen Städten. Es wurde für jede Groß- Schachtanlage ein neue Siedlung erbaut. Diese entsprachen einer Mittelstadt und waren ursprünglich reine Zechen- Orte, andere Industrien hatten Nebenbedeutung. In der südlichen Emscherzone wohnten Einwohner aus dem Osten. Sie waren wenig an Selbstständigkeit gewöhnt. In der nördlichen Emscherzone hingegen wohnten mehr die Menschen, mit westpfälischen Elementen. Die Einwanderer behielten zunächst ihre Lebensweise bei und glichen sich nur langsam an.
Arbeit zitieren:
Robert Neumann, 2001, Vergleich von Braunkohle und Steinkohle, München, GRIN Verlag GmbH
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