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1. Einleitung
Viele kennen es: Nach durchzechter Nacht kommt man nach Hause, legt sich hin und schläft erst mal seinen Rausch aus. Doch einige Stunden später, am nächsten Morgen, fangen die Kopfschmerzen an, allgemein als Kater bekannt...
Dieses pochen, unaufhörlich und schrecklich. Man denkt, der Kopf wäre mindestens Doppel so groß wie am Tag zuvor.
Oder man leidet an Migräne, chronischen Kopfschmerzen, oder man hat im Moment Zahnschmerzen.
Gegen all diese Erkrankungen gibt es seit 1899 ein „Wundermittel“. Dieses Mittel, wurde von einem, um seinen Vater, besorgten Sohn erfunden, der ursprünglich nur einer Krankheit damit Abhilfe schaffen wollte. Doch heute ist es in fast aller Munde und zwar nicht nur zur Behandlung der oben beschriebenen Symptome.
Die Rede ist von der Acetylsalicylsäure(Ass), besser bekannt als Aspirin oder Alka-Selzer. Doch wieso brauchen wir dieses Medikament? Wie entsteht der Schmerz? Und wer hat uns den Segen dieses Medikamentes gebracht? Doch nicht zu vergessen sind auch die Risiken und Nebenwirkungen dieses Arzneimittels. Obwohl dieses Allheilmittel wohl das am meisten geschluckte in der heutigen Pharmazeutika ist, sind dafür wenige Risiken oder Nebenwirkungen bekannt. Wie kommt das?
All diese Fragen und noch einige mehr soll die folgende Facharbeit klären. Doch nicht nur Fragen zu Aspirin sollen möglichst genau beantwortet werden, sondern am Anfang soll erst mal ein Allgemeinüberblick stehen, was die Schmerzforschung herausgefunden hat und wie sich die Schmerzmittel, im Laufe der Jahrhunderte, entwickelt haben.
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2. Schmerz
a) Was verursacht ihn?
Wenn wir Schmerzen empfinden, ist das immer als ein Alarmsignal unseres Körpers zu verstehen. Unser Körper versucht uns dadurch zu sagen, daß unsere Gesundheit in Gefahr ist.
Aber `jeder Mensch reagiert anders auf Schmerzen.´(3, S. 6) Man kann sogar Körperteile trainieren, damit sie keinen Schmerz mehr empfinden, was aber nicht bedeuten soll, daß unsere Gesundheit nicht mehr in Gefahr ist. Bestes Beispiel hierfür sind Leute, die über Lava laufen oder auf Nagelbretter sitzen. Der Schmerz wird an den Empfangstellen zu einer elektrochemischen Information umgearbeitet. Diese Information wandert durch das Rückenmark und darüber ins Gehirn. Diese zwei Stationen des Schmerzes bilden zusammen das Zentralnervensystem. Der Schmerz löst erst dann Reaktionen aus, wenn er das Zentrum der Schmerzwahrnehmung erreicht hat. Dieses Erreichen des Zentrums ist oft mit `Blutdruck- und Pulsanstieg, Schwitzen und Pupillenerweiterung` (4) verbunden. Schmerzen werden auf verschiedene Weisen übertragen. Dies ist der Grund, für eine Zeitverschiebung in der Empfindung des Schmerzes. Es gibt ´dicke, schnellleitende Nervenfasern´, die mit 15 Metern je Sekunde den Schmerz weiterleiten. Es gibt aber auch dünne Nervenfaser. (3)
b) Wie man ihn empfindet
Ich werde hier nicht auf alle Schmerzen eingehen. Ich werde nur die am häufigsten auftretenden Schmerzen erwähnen. Dies sind zum einen die Kopfschmerzen, die Rückenschmerzen und die Zahnschmerzen.
Bei Kopfschmerzen schmerzen hauptsächlich die Nerven und Blutgefäße im Kopf, da das Gehirn schmerzunempfindlich ist. Mit den Kopfschmerzen sind häufig noch andere Symptone verbunden, wie z.B. Übelkeit oder Erbrechen, sowie Licht- und / oder Lärmempfindlichkeit.
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Da es auch viele verschiedene Arten von Kopfschmerzen gibt, werde ich auch hier nur die am häufigsten auftretende Art behandeln. Es handelt sich dabei um die Kopfschmerzen des Spannungstypus.
Bei diesen Kopfschmerzen schmerzt der Kopf beidseitig, drückend, ziehend und dumpf. Die Dauer dieser Kopfschmerzen kann zwischen 30 Minuten und 7 Tagen dauern. Diese Art von Kopfschmerzen kann anfallsweise oder täglich auftreten. Häufige Begleiterscheinungen sind Erbrechen oder starke Übelkeit, aber der Erkrankte leidet eventuell unter Licht- oder Lärmempfindlichkeit. Bei diesen Kopfschmerzen werden die üblichen Aktivitäten nicht nachhaltig behindert. Auch verstärken sich diese Kopfschmerzen nicht bei körperlicher Aktivität, wie es bei vielen anderen Kopfschmerzen der Fall ist.
Die Rückenschmerzen entstehen meistens dadurch, daß Teile eines komplizierten Halte- und Bewegungsapparates zu sehr beansprucht werden. Dadurch bilden sich Verschleißerscheinungen die schmerzhaft sind. Beispiel sind die Bandscheiben, die durch zu langes Sitzen und Stehen verschleißen. Häufige Ursachen für Rückenschmerzen sind Erkrankungen von Organen in der Bauch und Rückengegend.
Die Zahnschmerzen sind wie alle anderen Schmerzen auch in verschiedenen Arten vorhanden. Der Schmerz kann hier z.B. als dumpfer und tiefer, aber nur schwer lokalisierbarer Schmerz empfinden werden. Aber er tritt auch heller, genauer und lokalisierbarer auf.
Die „Blitze“ am Zahn, die durch heiße, oder zu kalte Speisen verursacht werden, kennt wohl auch jeder. (3)
c) Was kann ich dagegen tun?
Es gibt Möglichkeiten, denn Schmerz auch ohne Tabletten zu lindern, oder sogar zu stillen. Durch viele gleichzeitige Reize (Druck, Vibration, Hitze, und Kälte) kann ein Schmerz gedämpft werden. Ein bekanntes Beispiel ist das behandeln von Verbrennungen. Kühlt man die verbrannte Stelle mit kaltem
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Wasser, lässt der Schmerz nach. Dies funktioniert, da der Weg des Schmerzes im Rückenmark durch den Kältereiz blockiert wird.
Des weiteren sind regelmäßiger Sport, sowie Spaziergänge an der frischen Luft vorbeugend für leichte bis mittelstarke Schmerzen.
Aber nun zu der medikamentösen Behandlung von Schmerzen. Die Schmerzmittel basieren alle auf dem gleichen Grundgedanken. Da der Schmerz von Nervenzelle zu Nervenzelle transportiert wird, gibt es dort viele Möglichkeiten, den Schmerz chemisch zu ändern, oder zu stoppen. Diesen Vorteil machen sich die Schmerzmittel zu Eigen und greifen an diesen Stellen ein. (3)
3. Die Entwicklung von Schmerzmittel im Laufe der
Jahrhunderte Schon in den frühen Epochen der Steinzeit waren Schmerzmittel bekannt. Zwar nicht in Form eines Saftes, aber die Priester und Medizinmänner heilten Menschen durch Suggestion und Hypnose. Des weiteren benutzten viele auch den Fetisch. ´Dem aus Stein oder Tierhaut bestehendem Gegenstand wurden übernatürliche Zauberkräfte zugeschrieben, die vom Besitzer gesteuert werden konnten. ´(10) Diese Gegenstände wurden genau so genutzt, wie magische Bilder und Buchstaben, um Unheil und Krankheit abzuwehren.
Um 700 v. Chr. Galt die Krankheit als Folge einer Beleidigung der Götter. Man suchte daher, nach einem Mittel, um Buße zu tun. Es wurden Tontafeln gefunden, die vermutlich aus dieser Zeit stammen. Dort wird geraten, Lackmuswurzel, in einem Leinensäckchen auf den schmerzenden Zahn zu legen. Um diese Zeit waren schon viele Naturheilmittel bekannt, wie diese Tontafeln beweisen. Z.B. fanden Alraunewurzeln, Mohnkapseln sowie Senfkörner in dieser Zeit ihre Anwendung.
Hier taucht auch das erste Mal das Weidenblatt als Schmerzlinderer auf. In den frühen Hochkulturen war immer die Magie in die Schmerzbehandlung eingebettet. Auch fanden pflanzliche und tierische Heilmittel ihre Anwendung in der Schmerzbekämpfung. In den ägyptischen Gärten, die aus ca. 500 Bäumen bestanden, gehörte die Weide zum festen
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Bestandteil. Und dies nicht nur wegen ihres Aussehens, da ihre Blätter und ihre Rinde als Heilmittel für Wunden und Schmerzen galt.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. war die Schmerzbehandlung immer noch stark von der Mystik beeinflusst. Doch schon bei Kriegern wurden vermutlich feste Substanzen auf die offene Wunde gestreut. Man erforschte jetzt die Mechanismen des Organismus, um eine effektivere Schmerzbehandlung zu gewährleisten. Zu dieser Zeit schrieb auch Hippokrates seine Werke, und ließ in diesen auch die Weidenrinde, -Vorläufer der Salicyl- und Acetylsalicylsäure -, einfließen. Vier Jahrhunderte später war nicht nur die Verbindung zwischen Nerven und dem Gehirn bekannt, sondern es gab schon Gelehrte, die zwischen sensorischen und motorischen Nerven unterschieden.
Im 3. Jahrhundert v. Chr. schrieb Dioskurides ein Buch über alle Heilpflanzen, die bis dahin bekannt waren. Unter anderem ist in diesem Buch auch die weiße Weide zu finden.
´Bis zur Eroberung von Byzanz durch die Türken entwickelten die Ärzte zwar keine neuen Theorien in der Medizin, sie brachten die Heilkunde jedoch auf ein Niveau, das durch die Verknüpfung des griechischen Wissens mit den eigenen Erfahrungen und Entdeckungen gekennzeichnet war. ´(10) Um die Zeit 865-1013 n.Chr. hatte man in Arabien schon an breites Spektrum von Heilmitteln angesammelt. Nun wird auch erstmals über Zahnoperationen berichtet. Jedoch Hauptverdienst der Araber in bezug auf heute war, das Wissen der Griechen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Im Mittelalter war die schmerzlindernde Wirkung der Weide bei den Ärzten in Vergessenheit geraten. Man wich zu dieser Zeit auf andere Pflanzen aus und ging dann mit Opium in die Neuzeit über. Opium wurde, durch seine Beliebtheit, schon bei kleineren Beschwerden verabreicht.
Erst im 18. Jahrhundert wurde die Heilung mit Hilfe der Weidenrinde wieder entdeckt. In dieser Zeit, versuchte Pfarrer Edward Stone seine Patienten mit dem Extrakt der Weidenrinde von Fieber zu befreien. Er schaffte es bei 50 Patienten.
Doch erlangte das Heilmittel nicht den ihm gebührenden Respekt. Erst lange Zeit später, als Napoleon die Kontinentalsperre verhängte, erinnerte
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man sich der Ergebnisse dieser Studie, da man nun Heilmittel aus dem eigenen Lande suchen musste.
Man griff also auf die Weidenrinde zurück. Die Chemiker versuchten die Substanzen reiner zu bekommen und verträglicher zu machen. Es gelang einem jungen Chemiker am 10. August 1897 die Acetylsalicylsäure herzustellen, nachdem man die Salicylsäure entdeckt und ihre Struktur analysiert hatte. (10)
4. Historischer Hintergrund für die Entdeckung der
Acetylsalicylsäure
All dies gehört auch zur Geschichte der Acetylsalicylsäure. Doch deren eigentliche Geschichte soll im Folgendem noch näher beschrieben werden. Diese beginnt mit der Entdeckung der Salicylsäure.
Der natürliche Ursprung der Salicylsäure liegt in der Weidenrinde. Aus der Weidenrinde kann die Salicylsäure gewonnen werden. Auch früher war dieser Saft, damals noch aus der Rinde gepresst, als Heilmittel bekannt. ´1828 gewann der Münchener Pharmazieprofessor Johann Andreas Buchner (1783-1852) erstmals aus einem gereinigten Rindenextrakt eine winzige gelbliche Masse, das Salicin. Ein Jahr später gelang es dem französischen Apotheker Leroux, das Extraktionsverfahren zu verbessern und Salicin in Kristallform umzusetzen. Schließlich konnte der italienische Chemiker Raffaelle Piria (1814-1865) die Glykosidatur des Salicin 1838 nachweisen und den durch Spaltung erhaltenen aromatischen Teil in Salicylsäure überführen.` (9) 1853 wurde zwar das erste Mal die Acetylsalicylsäure von Charles Frédéric Gerhardt hergestellt, aber diese war nicht chemisch rein und deshalb auch nicht haltbar. `Die Verbindung fand keine weitere Beachtung und geriet in Vergessenheit.`(9)
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Dem Marburger Professor Hermann Kolbe gelang es, die Struktur der Salicylsäure aufzuklären, und 1859 ihre Synthese zu erarbeiten. Die Substanz jedoch konnte erst 15 Jahre später - `nach technologischer Aufarbeitung des synthetischen Verfahrens durch Friedrich von Heyden`(9) – durch die industrielle Produktion ab Mitte der 1870er zu einem Zehntel des Preises gewonnen werden. Die Salicylsäure wurde von da an in verschiedenen Klinken zur Heilung eingesetzt. Doch durch ihren Geschmack und ihrer Eigenschaft, die Magenschleimhäute bis hin zum Erbrechen zu reizen, war sie nicht gerade beliebt.
Ein junger Mann, Namens Felix Hofmann, suchte nach einem Weg, seinem rheumakrankem Vater die Einnahme von Salicylsäure zu erleichtern. Sein Vater vertrug die Einnahme von Salicycaten nicht. Felix Hoffmann versuchte die Substanz mit Hilfe der Essigsäure, diese zwei Substanzen wollte er verbinden, zu veredeln und erträglicher zu machen. Dabei erzielte er den Durchbruch am 10. August 1897 im pharmakologischen Labor der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. Dies bestätigt dessen Laborjournal. Die Verbindung weist keinerlei Eisenchloridreaktion auf, wie es die vorherigen Substanzen taten. Damit hatte er die Acetylsalicylsäure in reiner und haltbarer Form hergestellt. Doch der Anfang von Aspirin, ist noch ein ganz anderer Neustart. Der Leiter der Abteilung testete das Präparat an sich selbst, und in tierexperimentellen Untersuchungen. Man sagt, diese tierexperimentellen Untersuchungen waren die ersten, die überhaupt in einem industrieeigenen Laboratorium durchgeführt wurden. Auch an befreundete Ärzte wurde das Präparat weitergegeben. Der Arzt Kurt Witthauer, Oberarzt der Inneren Abteilung am Diakonissenhaus in Halle/Saale, urteilt so über die Substanz:
>> Durch meine günstigen Erfahrungen hat sich die Fabrik nach langem Zögern bereitfinden lassen, das Aspirin nunmehr in den Handel zu bringen, und ich will nur hoffen, dass die schwierige Herstellungsweise nicht einen allzu hohen Preis bedingt, damit dieses, wie ich glaube, wertvolle Mittel allgemein in Gebrauch genommen werden kann.<< (14) Am 6. März 1899 wurde das Aspirin in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamts in Berlin eingetragen. Aspirin war damit das erste Medikament, das als Tablette zur Verfügung stand. (9, 12, 14)
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5. Die über 100 jährige Entwicklung von Aspirin
Das Ursprünglich als Pulver auf den Markt gebrachte Präparat, wurde schon ein Jahr nach seiner Markteinführung mit Stärke vermischt, zu einer Tablette gepresst. Dies ermöglichte eine genaue Dosierung des Wirkstoffes.
1971 konnte der Pharmakologe John Vane die Wirkungsweisen der Acetylsalicylsäure zum Teil erläutern und hat diese geprüft und bestätigt. Etwa zeitgleich mit dieser Erklärung, bestätigten Bryan Smith und Jim Willis, das die Acetylsalicylsäure das verklumpen von Blutkörperchen verhindert. Die Säure wird somit zum neuen Heilmittel bei Herzinfarkten und Gehirninfarkten. Seit dieser Bestätigung, werden immer wieder neue Studien angesetzt. Eine Großstudie in Amerika musste abgebrochen werden, da es zu risikoreich war, der Kontrollgruppe, die nur ein Placebopräparat bekam, weiterhin die helfende, und vielleicht lebensrettende Wirkung der Aspirin vorzuenthalten.
Der FDA (= Food and Drug Administration) gab am 9. Oktober 1985 bekannt, daß eine Aspirin am Tag, das Herzinfarktrisiko um ein Fünftel senkte. Vor der Entdeckung des Insulins, wurde Aspirin auch zur Behandlung von Diabetes genutzt.
Und so wurden im Laufe der Jahre immer mehr Anwendungsgebiete der Ass (Abk. für Acetylsalicylsäure) gefunden. Man braucht heute nur in die Packungsbeilage zu sehen, und man findet ein sehr breites Spektrum der Anwendungsgebiete.
Eine weiter Frage, in der Anwendung von Ass, ist, ob es gegen Krebs hilft. Eine Vielzahl von Studien zeigt dies, jedoch ist hierfür noch keine Erklärung vorhanden. Mal sehen was das 21. Jahrhundert birgt. (4, 7, 8, 9, 10, 11, 13, 18, 25, 26, 35)
6. Anwendungsgebiete, Vermutungen und
Nebenwirkungen der Acetylsalicylsäure
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Die Anwendungsgebiete der Aspirin sind seit ihrer Markteinführung ständig gewachsen, und wohl auch noch nicht voll ausgeschöpft. Die Ass wurde entdeckt, als ein Schmerzmittel, das heißt sie wurde eingesetzt bei den unter „ Schmerzen“ beschrieben Symptomen. Kopfschmerzen und Zahnschmerzen wurden genau so wie rheumatische Beschwerden von Anfang an mit der Acetylsalicylsäure behandelt. Im Laufe der Jahre erfreute sich Aspirin einer hohen Beliebtheit, und wurde in zahlreichen Studien untersucht.
Aspirin ist heute das meißt untersuchteste Medikament.
Diese Untersuchungen ergaben immer wieder neue Anwendungsgebiete für die Acetylsalicylsäure.
Die Erforschung der Ass als Präparat bei Herzinfarkt wurde schnell bekannt. Durch ihre Fähigkeit die Blutgerinnung zu hemmen mindert sie bei täglicher Einnahme das Risiko eines ersten Herzinfarktes um 25% und das eines Folgendem um ein Fünftel. Genauso wurde auch ihre Wirkung bei einem Gehirninfarkt bestätigt.
Neuste Studien ergeben, das Aspirin auch bei häufigen Arten des Krebses hilft.
Weitere Anwendungsgebiete sind: Entzündungen, Fieber, Erkältungen, Gelenkschmerzen und die Lungenreifung bei Neugeborenen. Die Wirkung auf den Krebs ist zwar noch nicht hinreichend bestätigt, sie wird aber vermutet und ist in der weiteren Untersuchung. Auch vermuten Professoren, daß Aspirin eines Tages bei Aids helfen kann.
Nebenwirkungen, die bekannt sind, sind: Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Verminderung der Blutzuckerwerte, schwere Hautausschläge und Gichtanfall. Bei längerer oder chronischer Einnahme sind die folgenden Nebenwirkungen bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Ohrensausen, Sehstörungen sowie Schläfrigkeit
Also, man sieht schon, daß man vor der längeren Einnahme von Aspirin unbedingt einen Arzt konsultieren sollte. (2, 5, 7, 8, 12, 15, 16, 18, 23, 25, 27, 29, 30, 34, 35)
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9. Die chemischen Komponenten der
Acetylsalicylsäure und Ihr Aufbau Die Acetylsalicylsäure besteht aus zwei Komponenten. Der Salicylsäure und der Essigsäure.
Die Salicylsäure besteht, wie unten beschrieben, aus einem Benzolring, mit einer Carboxilgruppe, bestehend aus CO 2 H. Des weiteren schließt sich an den Benzolring eine Hydroxilgruppe, bestehend aus OH an.
Salicylsäure
Die Essigsäure besteht aus einem C-Atom im Mittelpunkt. Dieses C-Atom hat erstens eine Doppelbindung zu einem O-Atom, zweitens eine Bindung zu einem OH, und drittens eine Bindung mit einer CH 3 Gruppe.
Essigsäure
Die Essigsäure Spaltet die Hydroxilgruppe der Salicylsäure ab. Wobei sie an diese an H-Atom anhängt und so der Stoff H 2 O entstehet. An die Stelle der Hydroxilgruppe setzt sich nun ein O, der vorher bestehenden HOOC-CH 3 - Bindung, fest. Daraus resultiert die O-CO-CH 3 -Bindung am Benzolring der Acetylsalicylsäure. Diese Reaktion nennt man auch Kondensation oder Veresterung. Andersrum, wenn man das verlorengegangene Wasser wieder zur Acetylsalicylsäure hinzugibt, entstehen die beiden Ausgangstoffe. Diese Reaktion nennt man Hydrolyse, oder Verseifung.
`Verseifung und Veresterung sind reversible Reaktionen: R-COOR + H 2 O ßà
R-COOH + R-OH.`(37; S. 9)
Acetylsalicylsäure
Hier noch einmal die Veranschaulichung der Reaktion:
Die Reaktion zwischen Salicylsäure und Essigsäure zur Salicylsäure. (24, 28, 27, 36, 37)
Und zum Schluss noch ein Infrarot Spektrum der Acetylsalicylsäure mit Interpretation(24):
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10. Wirkungswiesen bei den verschiedenen
Anwendungsgebieten
Bis heute sind noch nicht alle Wirkungsweisen überprüft. Die zwei, die überprüft und durch die Firma Bayer bestätigt sind, möchte ich hier erklären.
Zuerst beschreibe ich die Wirkung bei Schmerzen.
Diese Erklärung, lieferte 1971 der britische Pharmakologe John Vane, der daraufhin den Nobelpreis gewann, und inzwischen geadelt ist.
Seine Erklärung geht zurück auf die Prostaglandine-Freisetzung. Diese wird gestartet, wenn eine Gewebeverletzung vorhanden ist. Außerdem sind diese Prostaglandine die Informationsträger unseres Schmerzes. Diese Prostaglandine entstehen, aus der ´enzymatischen Umwandlung aus Arachidonsäure.`(16) Diese Säure ist ein Bestandteil unserer Zellmembran. Zwei spezielle Prostaglandine, E und I , sind Endzündungszeichen. Die Synthese der Arachidonsäure wird durch die Einnahme von Aspirin, oder ähnlichen Präparaten verhindert. Ass hemmt in dieser Säure das Enzym Clyclooxigenase(COX).In der Folge kann sich die Prostaglandine nicht bilden, und die Schmerzinformation gelangt somit nicht ins Schmerzzentrum.
Diese Erklärung liefert aber auch eine Antwort zu einer Nebenwirkung, der Magenschleimhautreizung. Die Magenschleimhaut braucht die Prostaglandine, um sich zu regenerieren und um in Aktivität zu bleiben. Bleit die Aktivität oder Regeneration aus, wird die Magenschleimhaut innerhalb von kurzer Zeit gereizt.
Diese Erklärung hat aber auch Grenzen. Z.B. erklärt sie nicht das Anwendungsgebiet bei Krebs, oder Herz- bzw. Gehirninfarkt, da diese nicht mit der schmerzlindernden Wirkung von Ass zu erklären sind, sondern mit der blutgerinnungssenkenden Wirkung zu tun haben.
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Doch im Laufe der Zeit hat man rausgefunden, das es zwei verschiedene Arten dieses Enzyms COX gibt. COX1 wird bei der oben beschriebenen Reaktion gehemmt und es bilden sich so keine Prostaglandine. Doch ist COX1 nur für die Schmerzen zuständig. COX2 wird nur bei Entzündungen gebildet. So geht die entzündungssenkende Wirkung der Ass auf die Hemmung dieses Enzyms zurück.
Wobei die blutgerinnungshemmende Wirkung von Ass wieder auf die Hemmung von COX1 zurückzuführen ist. Wird dieses Enzym in Trombozyten gehemmt, können du Blutplättchen kein Thromboxan mehr herstellen, das diese aber brauchen, um die Aggregation durchzuführen. Dies führt zu einer unreparablen Schädigung der Blutkörperchen, was bedeutet, das die Blutaggregation für die nächsten acht Tage gehemmt ist.
Welchen der Effekte man erwirkt, hängt völlig von der verabreichten Dosis ab. Möchte man nur die Blutgerinnung hemmen, braucht man nur 125mg Ass. Möchte man allerdings seine Schmerzen stillen sind 500mg einzunehmen, welches aber auch denn ersten Effekt hervorruft.(14, 30, 34, 6)
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20. Internet: http: www chemieunterricht de dc2 haus v156 htm
21. Internet: http: www ph-heidelberg de wp schallie minilab aspirin htm
Journal NA
22. Jürgen Reiss: Alltagschemie im Unterricht
23. Katharina von Menges: Bayermagazin Ausgabe 1/1995
24. Klaus Florey: Analytical Profiles of Drug Substances Vol8“
25. Michael Castleman: Nicht nur gegen Kopfschmerzen: ASS (aus: Das Beste)
P Surmann H U Wolf G Wurm: Hagers Handbuch
26. Pharmazeutische Rundschau 2 1997: Pharmaklassiker oder fast
Jahrhundert-Arzneimittel NA
27. Prof Dr K Hartke: DAB 9 10 Kommentar
28. PTA heute Nr 5 Mai 1999DDDDDDDSalicylsäure
R Hänsel U Holzgrabe K Keller E Nürnberg H Rimpler G Schneider
29. Reiner Flöhl: Das Aspirin ein Molekül mit vielen Wirkungen (aus:
Frankfurter Allgemeinen Zeitung 12.11.97CCCCCCC
30. Rote Liste 1999
31. T Küttler Jungjohann Verlagsgesellschaft: Spezielle Pharmakologie
32. Ullmanns Enzyklopädie der techn Chemie
33. Verfasser unbekannt: Brennpunkt: Aspirin (aus Focus 5/1996CCCCCCC
34. Verfasser unbekannt: Interview Sir John Vane
35. Verlag Rommerskirchen GmbH Co KG: Themen: Gestern Heute Morgen
36. Internet: http: dc2 uni -bielefeld de dc2 haus v156 htm
37. Internet: http: www nagel to ass
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Alexander Heintzen, 2001, Entdeckung und Entwicklung der Acetylsalicylsäure, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Leitprogramm im Unterricht - Förderung des selbständigen Lernens und d...
Elaboration, 13 Pages
Chemistry - Materials Chemistry
Presentation / Essay (Pre-University), 5 Pages
Die Chemische Bindung - Die Kovalente Bindung
Chemistry - Anorganic Chemistry
Presentation (Elaboration), 6 Pages
Die Chemie Organischer Peroxide unter besonderer Berücksichtigung von ...
Research Paper (Pre-University), 31 Pages
1,2-Dibromethan - Allgemeine und spezielle Toxikologie
Scholary Paper (Seminar), 21 Pages
Alexander Heintzen has published the text Entdeckung und Entwicklung der Acetylsalicylsäure
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