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3.1 JOSEPH MARIE DE MAISTRE .......................................................................................................................... 5 3.2 FELICITE ROBERT DE LAMENNAIS ................................................................................................................. 6 'LH$QIlQJHGHU(QWZLFNOXQJLQ'HXWVFKODQG
4.1 DIE KATHOLISCHEN KREISE........................................................................................................................... 7 'DV)RUWVFKUHLWHQGHV8OWUDPRQWDQLVPXV
5.1 FRANKREICH ............................................................................................................................................... 10 5.2 DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH............................................................................................................... 10 'HU6LHJGHV8OWUDPRQWDQLVPXVLP3RQWLILNDW3LXV,;
6.1 DER WEG ZUM KONZIL................................................................................................................................ 13 5HVPHH /LWHUDWXUYHU]HLFKQLV
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Die entscheidene Wende zum Ultramontanismus geschah von 1820-1850. Sie ist als Gegenreaktion auf die Säkularisation von 1803 zu interpretieren. Als Hauptmerkmal kann man jedoch die französische Revolution bestimmen, die zum Sturz der politischgesellschaftlichen Ordnung führte. Dies führte zwar vorübergehend zur Auslieferung der Kirche an die Regierung, auf lange Zeit aber erreichte es eine Festigung Roms, dem nun keine innerkirchlichen Einflußbereiche mehr gegenüberstanden. Da die kirchliche Einheit zerfallen war, blieb nur das Papsttum als einzige Obrigkeit, die einen Neuaufbau der Kirche vollbringen konnte.
Hauptträger der ultramontanen Bewegung waren in Frankreich de Maistre und Lamennais, in Deutschland war es vor allen der Mainzer Kreis, sowie Görres und auch Philipps, die ich in dieser Ausarbeitung auch vorstellen werde.
Desweiteren habe ich meine Arbeit chronologisch strukturiert, um die Entwicklung von dem Anfängen bis zum Höhepunkt des Ultramontanismus verständlicher darzustellen.
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Ultramontanismus: „Ultramontan“ zunächst im geographischen Sinne gebrauchte Bezeichnung /jenseits der Alpen), kam als negativ geprägte Richtungsbezeichnung zuerst z.Zt. von Johann Nikolaus von Hontheim(1763) für die Vertreter der römischpäpstlichen Ekklesiologie auf und setzte sich im 19. Jahrhundert als Negativbegriff bei liberalen Kaholiken besonders in Deutschland (Ignaz von Döllinger, Franz Xaver Kraus) durch, seit Ende des 19.Jahrhunderts bis in die Zeit des Nationalsozialismus auch generell für die Katholiken (im Sinn von undeutsch, national unzuverlässig) 1 .
1 Nach Michael Buchberger u. Walter Kaspar, Art. Ultramontanismus in: LThK (10) 2001, Sp.1670-1671.
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In den Jahren der Revolution und der Zeit des Kaiserreiches war der französische Klerus, seiner Sonderrechte und der Unterstützung durch die Monarchie beraubt, zur Erkenntnis gekommen, das die beste Politik für ihn künftig in einen engen Anschluß an das Haupt der Kirche bestehe. Ebenso der Versuch, den Klerus in die Staatlichkeit einzugliedern, wie auch die Bemühungen zur Zeit des Konzils von 1811 eine Nationalkirche zu errichten, rief Mißstimmung hervor.
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Das ultramontane Wiedererwachen zeigte sich bald mit ansteigenden Einfluß. Nach der von den Jesuiten geförderten Verbreitung französischer Übersetzungen der Werke italienischer Ultramontanisten war die erste bemerkenswerte Demonstration dieses Wiedererwachens die Veröffentlichung des Buches „Du Pape“ 2 von Joseph de Maistre 3 im Jahr 1819 4 .
Schatz sagte hierzu, das De Maistre die Unfehlbarkeit des Papstes aus den Studierstuben der Theologen unter die Laien gebracht habe, durch ihn wurde sie schlagartig sogar für die politische und gesellschaftliche Ordnung außerordentlich brisant. Das Papsttum und die Unfehlbarkeit bedeuteten für de Maistre eine neue Sicherheit und Halt in einer Welt, die nach dem Wiener Kongreß durch die Revolution und die napoleonischen Kriege, in große Instabilität gefallen war. Hierzu zitiere ich aus einem Brief von de Maistre an Graf von Blacas der die damalige Stimmung treffend wiedergibt:
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2 Übersetzt heißt dies: Vom Papst.
3 Joseph Marie de Maistre, Diplomat und Staatsphilosoph, 1753-1821.
4 Vgl. Prof. Dr. Roger Aubert, Die ultramontane Offensive in Frankreich in: Hubert Jedin (Hg.), Handbuch der Kirchengeschichte, Freiburg im Breisgau 1985, S.132-133. 5 veraltet für: Vorsehung, von der Vorsehung bestimmt.
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Unfehlbarkeit bedeutete für de Maistre die Beendigung der Kritik und der ständigen Zweifel am Papsttum, da es ansonsten zur Auflösung der gesellschaftlichen Ordnung führt. Die Unfehlbarkeitsdiskussion war eine typische Erscheinung der Neuzeit. Die altchristlichen Konzilien beschäftigten sich mit dem Grundgedanken, das in der Tradition und dem überlieferten Glauben sich Christus selbst im Heiligen Geist weitergibt und die Träger des Lehramtes sich durch diesen Strom der göttlichen Wahrheit getragen fühlten. Nun war es anders, das Lehramt sollte über den überlieferten Glauben entscheiden, daher muß die Instanz, die entscheidet, auch eindeutig bestimmt sein.
De Maistre hatte auf viele Autoren bis zum 1. Vatikanum einen prägenden Einfluß, insbesondere was die Unfehlbarkeitsdebatte betraf, jedoch gelang es ihm nicht Politiker und Klerus nachhaltig zu beeinflussen 7 . Der eigentlichen Durchbruch der ultramontanen Bewegung in Frankreich war das Werk des Felicite de Lamennais 8 .
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Felicite Robert de Lamennais 9 ging durch eine Phase des Unglaubens und konvertierte schließlich 1804 zum katholischen Glauben und wurde 1815 zum Priester geweiht. Er setze sich für die Interessen der Kirche ein und verfasste einige Werke hierzu, darunter auch eine große apologetische Schrift „ Essai sur l`indifference en matiere de religion“zum Schutz der Religion und der Freiheit der katholischen Kirche. In diesem Werk klagte er die Haltung der Regierungen an, die es ablehnten, offen für die einzig wahre Religion Partei zu ergreifen 10 .
Lamennais gilt als Begründer des liberalen Katholizismus, welcher um 1830-1832 den eigentlichen Ultramontanismus verkörperte. Lamennais sieht die Zukunft des Papsttums
6 Zitiert aus: Klaus Schatz, Der päpstliche Primat, Würzburg 1990, S.179.
7 a.a.O., S.180.
8 1782-1854.
9 Felicite Robert de Lammenais, kath. Theologe, Religionsphilosoph und Politiker, 1782-1854.
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Arbeit zitieren:
Heidi Ortmann, 2003, Der Aufstieg des Ultramontanismus bis zum ersten vatikanischen Konzil, München, GRIN Verlag GmbH
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