müssen sie es hinnehmen.Die Offiziere hingegen sind an dem Geschehen kaum beteiligt und sind somit an den Soldaten wenig interessiert.Der Gesichtspunkt im Bezug auf das Verhalten der Vorgesetzten wird von Zeile 6-8 dargestellt.Sie nutzen ihren Rang schamlos aus.Sie ziehen sogar Nutzen aus dem brutalen Leiden der Opfer.Während der Schlacht gehen sie ihren eigenen Gefühlen und Neigungen nach und ignorieren somit das Ausmaß der Gewalt.In dieser Situation, in der sie sich befinden, verkörpern sie keinesfalls ein Vorbild für die Soldaten.Aus diesem Gründen reagiert der General sehr entrüstet auf das Gemälde.Seiner Meinung nach stellt die kleine unscheinbare und fröhliche Gestalt, das wirklich Gute an einer Schlacht dar.Sie stellt das Ereignis so dar, wie es der General sehen will.Der General, als alter getreuer Offizier, verherrlicht den Kampf und kann oder will sich nicht an die Grausamkeiten einer Schlacht erinnern.Seiner Meinung nach ist die Schlacht prägend für jeden Soldaten, der solch ein Ereignis miterleben darf.Sie können dadurch ihren Mut und ihre Tapferkeit beweisen.Er verbindet mit einer großen Schlacht nicht Blut und Angst, sondernden Heldentum der sich daraus resultiert.Ebenso könnte er aber auch alles Negative an diese Schlacht verdrängt haben, damit er nur den triumphalen Kampf für Ehre und Vaterland im Gedächtnis behalten kann.Durch diese Verfälschung des Krieges oder auch der Realität werden späteren Generationen die Wirklichkeit am Krieg genommen.
Günter Keunert beschreibt in seiner Parabel zwei unterschiedliche Perspektiven, die gegensätzlicher nicht sein können.Jedoch stellen der Maler und der General die Schlacht beide subjektiv dar.Der Maler vertritt die Soldaten und ist ein offensichtlicher Kriegsgegner.Er stellt die Ereignisse wirklichkeitsnah dar.Er hat nichts unterschlagen oder verschönert, wie der Genral.Ebenfalls sieht der Maler die Schlacht als grausam und unmenschlich an.Die Sicht des Generals ist, wie oben schon erwähnt, jedoch grundverschieden, da diese der Sicht der Offiziere entspricht.
Günter Kunert legt viele Kontraste in seiner Parabel dar, die die Kontraste zwischen dem Maler und dem General wiederspiegeln.Der Bildaufbau zwischen dem vorderen Teil und dem hinteren Teil ist verschieden.Im vorderen Teil ist das Leid, das Elend und die Opfer zu sehen, während im Hintergrund das fröhliche Verhalten der Offiziere dargestellt wird.Die entsetzende Wirkung, die der vordere Teil erreicht, soll warnend und lehrhaft zugleich sein.Der hintere Teil, der die moralische Unvollkommenheit der Offiziere aufzeigt, wirkt verurteilend.Die Begeisterung für den Krieg steht im Gegensatz zu den Leichen, die die große Schlacht forderte.Einerseits wird der blinde Heldentum, der für Begeisterung für den Krieg steht, und die Zwiespältigkeit angesprochen und andererseits wird dadurch die „Zerstörung“ der Menschen gefördert.Auch das der General das Bild schrecklich findet, kauft er ein, für ihn wichtiges, Detail daraus.Damit will er beweisen, wie der Mut, die Begeisterung und das Heldentum der Soldaten in dem Krieg äußerte.
In der ersten Texthälfte kritisiert Günter Keunert die Qualen und Leiden der Opfer.Ebenso entlarvt er die Verantwortlichen, die für an allem Schuld sind.
In de zweiten Texthälfte laufen die Ereignisse zuwider ab, das heißt es ereignen sich Dinge, die nicht geplant waren,z.B. viele Tote.
Ob der Maler den Kampf wirklich wahrheitsgetreu wiedergibt, ist nicht oder nur schwer nachzuvollziehen.Jedoch wirkt seine Variante glaubwürdiger als die des Generals, da das Bild durch rohe Sprache anschaulich und lebendig beschrieben wird und somit beim Leser einen tiefen Eindruck hinterläßt.
Günter Kunert möchte mit dieser Parabel darauf aufmerksam machen, wie grausam der Krieg sein kann und wieviel Menschen darunter leiden.Ebenfalls möchte er damit ausdrücken, dass man die ganzen Ausmaße eines Krieges betrachten sollte und nicht die kleinen „guten“ Details die man aus einem Krieg erfährt.
Wörter: 1183
Arbeit zitieren:
Claudia Kuhn, 2001, Kunert, Günter - Parabel - Das Bild der Schlacht am Isonzo, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Claudia Kuhn hat den Text Kunert, Günter - Parabel - Das Bild der Schlacht am Isonzo veröffentlicht
Claudia Kuhn hat einen neuen Text hochgeladen
Lisa hat den Text Kunert, Günter - Parabel - Das Bild der Schlacht am Isonzo kommentiert
New Sufferings of Young W.: Ulrich Plenzdorf, Gunter Kunert, Anna Segh...
U. Plenzdorf, Alexander Stephan, Therese Hornigk
G Schenke
Ellen
Lob und Kritik.
Hallo Claudia! ich finde es super, dass Du deine Hausaufgaben veröffentlichst und damit anderen Schülern Hilfestellung leistest! Jedoch muss ich Dir sagen, dass Dein Ausdruck an manchen Stellen zu wünschen lässt. Trotz alledem stimme ich den Gedanken Deiner Interpretation zu und möchte Dir sagen: "Weiter so"
am Wednesday, January 30, 2002-
Frauke
Kritik.
Hi Claudia
Es stimmt, es ist schön, dass du deine Hausarbeit anderen zur Verfügung stellst, und es steckt sicherlich eine Menge Arbeit dadrin.
Und ohne deine Arbeit schlecht machen zu wollen ist mir aufgefallen, dass sie bei genauerer Betrachtung zu oberflächlich bleibt. Du beschreibst die Parabel sehr ausführlich, gehst aber nicht weiter. Die Beschreibung und deine Interpretation könnte um etwa die Hälfte gekürzt werden ohne Informationen zu unterschlagen.
(Zu bemerken sind die Bezeichnungen bei der Bildbeschreibung in der Parabel. 'Im Vordergrund' sieht man die Soldaten, 'im Hintergrund' die Offiziere sich vergnügen. Das, was man von der Schlacht mitbekommt sind die Soldaten, und nur wenn man tiefer gräbt entdeck man die Machenschaften der Offiziere, die halt im Hintergrund agieren.)
Wichtiger aber ist der Sachteil der Parabel, der in deinem Text nicht genannt wird. Eine Parabel dient dazu einen Zustand im realen Leben zu beschreiben. In Kunerts Isonzo Schlacht ist dieser Sachteil, dass manche Leute (verkörpert durch den General) ihre Augen vor der Wahrheit verschließen und ihre eigene wahrheit mit allen Mitteln verteidigen und behalten wollen (der General verurteilt das Bild und kauft nur das Detail mit dem Trommler um es weiterzuzeigen).
Noch dahinter und gut versteckt ist eine Art zweiter Sachteil, nämlich die Frage, wie geht der Künstler mit der Wahrheit um/ die Käuflichkeit der Kunst und/ oder künstler. Der Künstler hatte gelitten in der Schlacht, und dennoch lässt er zu dass dieser General sein Bild (das wahrscheinlich mit viel Herzblut gemalt wurde) zerschnitten wird und nur eine verzerrte Wahrheit weitergegeben wird.
Kunert kritiseirt mit seiner Parabel nicht (nur)den Krieg sondern vielmehr die Gesellschaft.
am Monday, March 14, 2005-
Lisa
Kritik.
Erstmal heißt der Autor Günter Kunert und es handelt sich dabei um eine Anekdote, nicht um eine Parabel.
am Tuesday, November 22, 2005-