1 Quelle: Die aktuelle deutsche Rechtschreibung, Naumann und Göbel
2 Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,99296,00.html
3 http://www.netpolicy.de/europa/merka.htm
4 Donaukurier, Nr. 94; 24.04.2001; S. 2
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B) Eine einheitliche Leitkultur gab es bereits oftmals in der deutschen Geschichte.
Gruppe von M enschen oder einem System zu identifizieren. Unter anderem führte dieses Bedürfnis auch zur Formierung der 68er-Generation in Westdeutschland sowie zu ähnlichen Gruppierungen in anderen Westblock-Staaten, indem sich Anfang der 60er Jahre überall in der westlichen Welt Menschen, vornehmlich Jugendliche mit dem jungen, dynamischen Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy und seiner liberalen Politik, sowie mit dem liberalen Papst Johannes XXIII identifizierten. Obwohl man dringend davon Abstand n ehmen sollte, Leitfigur mit Leitkultur gleichzusetzen, wäre eine einheitliche, alle einschließende deutsche Leitkultur Fundament für jeden Einwohner der Bundesrepublik Deutschland. Er könnte sagen, das ist meine Kultur, zu der gehöre ich. Das wäre eine große Stärkung des Selbstbewusstseins jedes Individuums und vor allem der ganzen Nation. Man nehme als Beispiel die USA. Jeder Amerikaner ist sich trotz des viel kritisierten Multikulturalismus seiner Kultur und seines Erbes sehr gut bewusst. Von einer einheitlichen Leitkultur kann hier sehr wohl die Rede sein.
Aus diesem Grund ist eine einheitliche Leitkultur auch in Deutschland, das wirtschaftlich als Weltmacht gilt, unbedingt erforderlich, um auch das internationale soziale und politische Ansehen Deutschlands zu verbessern.
2. Ein viel wesentlicher Punkt ist, dass eine einheitliche deutsche Leitkultur erforderlich ist, um einer Überwucherung der deutschen Sprache und Kultur durch
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Anglizismen und ausländische Lebensarten, insbesondere dem amerikanischen „way of life“ zu verhindern, weil sich Jahrhunderte von sprachlicher und kultureller Entwicklung nicht einfach so von fremden Einflüssen überlagern lassen und somit in Vergessenheit geraten dürfen. Es ist nahezu unmöglich, heute eine Fernsehsendung zu sehen oder einen Zeitungsartikel ohne Anglizismen zu lesen. Begriffe wie „News“, „Show“, „cool“, „Party” u.v.m gehören inzwischen zur gängigen Sprache. Amerikanische Kulturbereiche, wie diverse Musikrichtungen, Filme,
Kleidungsstücke oder „Fast Food“ - Restaurants werden heute als ganz selbstverständlich im kulturellen Leben in Deutschland akzeptiert, wobei traditionelle deutsche und abendländische Werte immer mehr in den Hintergrund rücken. Eine Leitkultur, die auf traditionell deutschen Werten beruht, ist d eshalb notwendig, um die fortschreitende „Amerikanisierung“ der Gesellschaft aufzuhalten. Als Beispiel soll ein Land angeführt werden, das es geschafft hat, die eigene Kultur und Identität ausreichend zu wahren, und trotzdem nicht als fremdenfeindlich gilt: Frankreich. In der französischen Sprache gibt es im Vergleich mit der deutschen fast keine Anglizismen, wohl ein Resultat von „Pflege“ der Sprache. Auch in anderen Kulturbereichen haben die Franzosen klare Richtlinien. Im Rundfunk muss 60 % der ausgestrahlten Musik französisch sein 5 . Auch für Fernseh- und Kinoprogramm gelten entspreche Regeln. Frankreich hat angemessene Maßnahmen zur Wahrung seiner nationalen Identität ergriffen.
3. Der wichtigste Punkt bei den Chancen des Begriffs „Leitkultur“ ist jedoch, dass man mit der Auslegung des Begriffes als „kultureller Hausordnung“ 6 das deutsche Verständnis für die Grundlagen unseres Staates verbessern kann. Eine „Hausordnung“ wäre nach den Grundsätzen aufgebaut, die das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland seit nunmehr 52 Jahren als absolut vorschreibt: Nämlich die Unantastbarkeit der Menschenwürde ( Art. 1 Abs. 1), die freie Entfaltung der Persönlichkeit jedes Einzelnen, solange sie nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt (Art. 2 Abs. 1), die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die bekanntlich in anderen Kulturkreisen alles andere als selbstverständlich gilt (Art. 3 Abs. 2) und vor allem die Religionsfreiheit und deren ungestörte Ausübung (Art. 4 Abs. 1 und 2) 7 . Da viele
5 Quelle: LAssin Susanne Jostarndt
6 Quelle: Spiegel Nr. 46, 13.12.2000
7 Quelle: Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
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Bundesbürger sich über den genauen Inhalt des Grundgesetzes im Unklaren sind, wäre eine einheitlich anerkannte und respektierte Leitkultur oder eben „kulturelle Hausordnung“ eine große Chance jedem Individuum die Grundprinzipien unserer Gesellschaft, die es mehr als alles andere zu wahren gilt, besser verständlich zu machen und jedem die Chance zu eröffnen sich diese in praktische Form anzueignen.
Beispielsweise wären die kleinkarierten Debatten um die Errichtung einer Moschee mit Minarett vor einigen Jahren in der bayerischen Kleinstadt Dillingen, das Kruzifix-Urteil oder der Streit darüber, ob eine islamische Lehrerin ein Kopftuch tragen darf, nicht relevant, wäre eine einheitliche Leitkultur unter den oben angegebenen Grundsätzen fundamentaler Bestandteil unserer Gesellschaft. Eine „kulturelle Hausordnung“ ist deswegen erforderlich.
Leitkultur“ risikoreich erscheint, ist, weil unter anderem aufgrund der politischen Konsolidierung der Bundesrepublik Deutschland keine einheitliche Leitkultur existiert. Im Gegensatz zu zentralistischen Ländern liegt in der BRD die Gestaltung des kulturellen Lebens bei den Ländern, es gibt kein Bundesministerium für Kultur, es gibt stattdessen 16 verschiedene Kultusministerien. Alleine deswegen wäre aufgrund unterschiedlicher politischer Ideologien in den einzelnen
Länderregierungen eine Durchsetzung einer einheitlichen „deutschen Leitkultur“ schwierig bis nahezu unmöglich, berücksichtigt man wie selten Union und Sozialdemokraten zu Konsens neigen.
Ein simples Beispiel dafür ist, dass sich ein Lehrer in der Regel nur innerhalb seines Bundeslandes versetzen lassen kann. Auch die Tatsache, dass die Gestaltungen der Lehrpläne sich größtenteils voneinander unterscheiden; so wurde in einigen der neuen Bundesländern der Religionsunterricht als Pflichtfach abgeschafft, da aufgrund der atheistischen Politik des ehemaligen SED-Regimes nur eine Minderheit der Jugendlichen getauft ist, in Bayern wäre dies aufgrund der starken christlichen Orientierung der Landesregierung völlig undenkbar. Auch gibt es in vielen anderen
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Ländern noch Samstagsunterricht, in Bayern und Baden-Württemberg beispielsweise nicht.
Gerade aufgrund dieser parteiideologischen Differenzen dürfte sich die Ausarbeitung und Umsetzung einer einheitlichen Leitkultur, die für ganz Deutschland gilt, als nahezu unmöglich herausstellen; besonders da die SPD mehrheitlich sogar die Verwendung des Begriffes ablehnt.
2. Ein viel wesentlicherer Punkt ist jedoch, weil er auch den Fortbestand unserer Wohlstandsgesellschaft betrifft die Tatsache, dass die demographische Entwicklung in Deutschland eine verstärkte Zuwanderung, insbesondere von Fachkräften, unverzichtbar macht, und Zuwanderer sich hier auch wohl fühlen müssen. Laut Statistik sorgen heute 35 Millionen Berufstätige für die Bedürfnisse von 80 Millionen Einwohnern 8 . Würde die Zuwanderung ausbleiben, fehlen im Jahre 2030 12 Millionen Erwerbstätige. Eine Finanzierung der Renten sowie anderer sozialer Systeme i n unseren Sozialstaat wird somit extrem schwierig. Eine weitere Zuwanderung ist unverzichtbar, was inzwischen auch von der konservativen Seite eingestanden wird. Viele Betriebe suchen bereits heute händeringend nach Fachkräften, vor allem im EDV-Bereich. D ie Greencard ist ein wichtiges Beispiel hierfür. Deutschland muss jedoch dafür sorgen, dass Ausländer auch gerne nach Deutschland kommen, da insbesondere qualifizierte Fachkräfte genug Alternativen haben (z.B. USA, Australien, Kanada oder Neuseeland). Da D eutschland im
Bereich der Fachkräfte international zum Bittsteller geworden ist, ist es dringend nötig, hier eine einladende Gesellschaft zu schaffen; die bloße Verwendung des Begriffes ohne inhaltliche Auffüllung von Toleranz lässt Deutschland nicht einladend erscheinen.
3. Der wichtigste Punkt jedoch, den auch Linke und Liberale in Deutschland immer wieder als Angriffspunkt nehmen ist die Tatsache, dass der Begriff „deutsche Leitkultur“ an sich etwas Fremdenfeindliches hat, eine „Forderung nach Assimilation, Unterordnung und Ausgrenzung“ 9 . Die offizielle Erklärung der CSU zum Thema „Zuwanderung“ verlangt ja eine deutsche Leitkultur „auf Grundlage europäisch-abendländischer Werte mit den Wurzeln Christentum, Aufklärung und Humanismus.“ Von Toleranz gegenüber Werten, Religionen und Weltanschauungen
8 Vgl.: Stern Nr. 18
9 Claudia Roth, Parteichefin der Grünen, Süddeutsche Zeitung, 25.04.2001
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anderer Kulturen stand jedoch nichts im am vergangenen Montag veröffentlichten sechsseitigen CSU-Papier 4 . Dies hätte weitreichende Folgen, auch im Bereich der Schulen. Laut CSU könnten Schüler anderer Konfessionen gezwungen werden am (christlichen) Religionsunterricht teilzunehmen, dieser wäre ja fundamentaler Bestandteil der Leitkultur.
Auch in anderen Europäischen Staaten sind Debatten über Leitkulturen nicht fremd. Großbritannien beispielsweise berief eine „Kommission zur Zukunft des multikulturellen Britanniens“ ein. 10 Diese kam zu dem Schluss, dass in Anbetracht des ehemaligen Britischen Weltreichs, das Wort „britisch“ einen rassistischen Unterton habe und nicht geeignet sei, die multikulturelle Vielfalt der Bevölkerung zu repräsentieren, da Millionen von Einwohnern des Vereinigten Königreichs ihre Identität nicht als Briten sehen. Die Kommission schlug vor, die Gesellschaft offiziell als „multikulturell“ zu definieren, auch wenn das beinhaltet, dass Großbritanniens „Geschichte korrigiert, neu überdacht und wenn nötig über Bord geworfen werden muss“.
Auch wenn Deutschland keine imperiale Vergangenheit wie Großbritannien hat, dürfte ein Ausländeranteil von 8,9% 11 (dem drittgrößten in Europa) eindeutig bedeuten, dass längst nicht alle Einwohner ihre Identität als Deutsche bezeichnen. Eben aus diesem Grund ist die Forderung nach einer so enggefassten „deutschen Leitkultur“ intolerant und ausländerfeindlich.
III. Die zunehmende Anzahl an Neonazis, die CSU-Unterschriftensammlung gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, „Kinder statt Inder“, Nationalstolz und Leitkultur -Deutschland ist auf dem besten Weg, sich einen Ruf als ausländerfeindliches Land zu erarbeiten. Natürlich gibt es in jeder Gesellschaft der Erde gewisse Regeln, Sitten und Normen, nach denen sich alle zu richten haben; ohne diese wäre ein Zusammenleben von 82 Millionen Menschen unmöglich. Jedoch muss in jeder Gesellschaft Platz für die wichtigsten Werte der Menschheit sein; insbesondere Toleranz. Eine alle verbindende „Leitkultur“ ist nötig, jedoch muss in ihr Platz für eben diese Toleranz sein, die soweit gehen soll, wie es die Gesetze und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erlauben. Ausländer, die wir dringend
4 a. a. O.
10 Quelle: Hedrik Bebber, Leitkultur - so diskutiert das Ausland: Cool Tour
http://195.170.124.152/archiv/2000/11/01/ak-po-au-10039.html
11 Vgl.: Aktuell 2001
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brauchen müssen das Gefühl haben, willkommen zu sein, müssen ihr Leben leben können, ohne Angst haben zu müssen, ausgegrenzt oder sogar von Rechtsextremisten zu Tode gehetzt zu werden. Der Begriff „Leitkultur“ wird zwar aufgrund seiner Vieldeutigkeit ein Streitpunkt bleiben, alternative Bezeichnungen für die uns alle verbindenden Lebensäußerungen wären wohl von Vorteil („Leitkultur in Deutschland“, welche unter Mitwirkung von anderen Kulturen der Bevölkerung in Deutschland zustande kommt, anstatt lediglich „deutscher Leitkultur“). Das Grundprinzip einer Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt wird, wo jeder seinen Platz finden kann, welche Weltanschauung er auch immer hat, ist jedoch für das allgemeine Wohl unabdingbar. Die CSU-Definition einer „deutschen Leitkultur“, mit Aufklärung, Humanismus und Christentum als absolute Schwerpunkte, birgt jedoch zu große Risiken von Abgrenzungen gegenüber Angehörigen anderer Kulturkreise in sich.
C) „When in Rome, do as the Romans do.“ Dieses englische Sprichwort drückt eine Binsenweisheit aus, nämlich dass jemand der in ein anderes Land kommt sich den einheimischen Bräuchen anzupassen hat. Doch wie aktuell ist dieses Sprichwort heute? Gewissen Dingen sollte man sich sicher anpassen, z. B. gegebenenfalls die Sprache lernen. Doch Zuwanderern die Beibehaltung bestimmter kultureller Eigenarten zu verweigern wäre nicht nur unmoralisch sondern auch verfassungswidrig. Da sich in der Debatte um die „deutsche Leitkultur“ auch die Frage stellte, was denn noch „typisch deutsch“ wäre, lässt sich wohl sagen: Diese Diskussion um Dinge, die größtenteils schon vor einem halben Jahrhundert niedergeschrieben und legitimiert wurden, die dem sprichwörtlichen Reden um den heißen Brei sehr nahe kommt, ist wohl wirklich „typisch deutsch“. Wenn unsere „deutsche Leitkultur“ von solchen Dingen geprägt sein soll - dann Gute Nacht! Wenn jedoch die Leitkultur in Deutschland inhaltlich so aufgefüllt wird, dass auch Angehörige anderer Völker hier eine Basis sehen, eine Gesellschaft in der man leben kann, ohne befürchten zu m üssen, ausgegrenzt zu werden, könnte dieser Begriff durchaus eine Zukunft haben. Ob die „Leitkultur“ zustande kommen und wie genau diese eines Tages aussehen wird, wird nur die Zeit zeigen.
Sekundärliteratur:
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Schepp, Matthias: „Es lebe der Bastard“. In: Stern, Nr. 18; 26.04.2001; S. 40 - 46 Lambertz, Doris: Leserbrief zum Thema „Leitkultur“. In: Spiegel, Nr. 46; 13.11.2001, S. 14 Brawanski, Hubert: Leserbrief zum Thema „Leitkultur“. In: Spiegel, Nr. 46; 13.11.2001, S. 14
Bebber, Hendrik: Leitkultur - so diskutiert das Ausland: Cool Tour. http://195.170.124.152/archiv/2000/11/01/ak-po-au-10039.html Interview mit Claudia Roth, MdB: Roth: CSU verabschiedet sich von Lebenslüge. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 95; 25.04.2001, S. ??
Merz, Friedrich, MdB: Deutschland ist ein weltoffenes und ausländerfreundliches Land. Ist: http://www.netpolicy.de/europa/merka.htm Merkel, Angela, MdB: Leitkultur ist eine Chance. Ist: http://www.netpolicy.de/europa/merka.htm
Heise, Sebastian: Für die CSU liegt eine Einigung über Einwanderung noch in weiter Ferne. In: Donaukurier, Nr. 94; 24.04.2001; S. 2. Schoeps, H. Julius: Was meinte Merz? Ist: http://www.zeit.de/daten/2000/10/26/1026fo198662.htx
Autor: unbekannt. Ausländer sollen sich „deutscher Leitkultur“ anpassen. Ist: http://www.n-tv.de/cgi-bin/show_doc.cgi?doc_id=701453&tpl_id=n_innen Harenberg, Bodo (Hg.): Aktuell 2001; Harenberg; Dortmund; 2000;
Korte, Torben: Was ist Leitkultur? Ist: http://www.was-ist-leitkultur.de/wasistleitkultur.htm Thierse, Wolfgang, MdB: Deutschland muss seine Tradition der kulturellen Integration fortsetzen. Ist: http://www.welt.de/daten/2000/12/30/1230hb212380.htx Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (Hg.): Verfassung des Freistaates Bayern; Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Bedürftig, Friedemann (hg.): Die aktuelle deutsche Rechtschreibung von A -Z; Naumann & Göbel; Köln; 1999 LAssin Susanne Jostarndt StRef Martin Haselsteiner
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Dominic Dauphin, 2001, Leitkultur - Chancen und Risiken des Begriffs Leitkultur, München, GRIN Verlag GmbH
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