1. Was ist der Unterschied zwischen Objekttheorie und Metatheorie ?
- Objekttheorie = unterschiedliche Theorien von den Gegenständen eines Bereichs. Beispiel: Prof X erforscht Schule
GEISTESWISSENSCHAFTLICHE PÄDAGOGIK
2. „Erklären“ im Unterschied zu „Verstehen“ - für welche Wissenschaften sind die methodische Grundmuster ?
- Erklären
3. Nennen sie einige Vertreter der geisteswissenschaftlichen Pädagogik.
- Dilthey, Nohl, Weniger, Litt
4. Was bedeutet Lebensphilosophie ?
= Begriff der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik ⇒ Er meint das ursprüngliche und lebendige Leben .
Er richtet sich gegen ein erstarrtes begriffliches Denken und sieht den Mensch als wollend, fühlend und handelnd.
5. Was verstehen sie unter hermeneutisch - pragmatischer Theoriebildung ?
= Sinnvergewisserung (hermeneutisch), die sich auf die Erziehungswirklichkeit und das Handeln (pragmatisch) in dieser bezieht ⇒ Primat der Praxis vor der Theorie = Grundlegend der Geisteswissenschafltichen Päd.
6. Was ist der „päd. Bezug“ ? Was hat er mit der Autonomie der Pädagogik zu tun ?
7. Welche Kritikpunkte an der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik fallen ihnen ein ?
- affirmativ
- realgeschichtlicher Bezug : fehlt ⇒ Beschränkung auf Ideen und Theoriegeschichte
ABER: Geisteswissenschaftliche Pädagogik hat sich weiterentwickelt zu einer Integrationswissenschaft.
KRITISCH RATIONALE (EMPIRISCHE) EWS
8. Was verstand H.Roth (1962) unter der realistischen Wendung der Pädagogik
- empirische Methoden, pädagogische Tatsachenforschung
9. Was bedeutet nomologisches Wissen im Zusammenhang empirischer Forschung ?
- Durch emprirische Methoden zu gesetzartigem (nomologischen) Wissen zu gelangen.
- Absicht = erziehungstechnologisches Wissen über Kausalzusammenhänge und Zweck-Mittel-Beziehungen ≠ Werte, Sollen, Moral, sondern Was ist der Fall und wann ist es der Fall ?
10. Was versteht man unter dem Entdeckungszusammenhang, dem Begründungszusammenhang und dem Verwertungszusammenhang von Hypothesen und Theorien ?
- Begründungszusammenhang
- Verwertungszusammenhang
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen FAZIT: Erklären und Prognose
11. Was heißt „kritisch“ im Kritischen Rationalismus ?
- Theorien und Gesetze möglichst vielen Falsifikationsversuchen aussetzen.
12. Welche Einwände können Sie erheben gegen diese Richtung der EWS ?
- fehlende Theorieorientierung
- Reduktionismus (z.B. starke Vereinfachung von Problemen, Ausklammern päd. Ziele)
- Verantwortungslosigkeit (z.B. Gleichgültigkeit der Verwertung)
- Deterministisches Erziehungsverständnis: Kind ist Objekt, dass man technisch manipulieren kann
- fehlender kritischer Gesellschaftsbezug
KRITISCHE ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT
13. Die Kritische EWS darf ja nicht mit dem Kritischen Rationalismus verwechselt werden. Nennen Sie bitte einige bedeutende Merkmale der Kritischen EWS !
- Kritische EWS = bezieht das kritisch auf die Gesellschaft
14. Was bedeutet Ideologiekritik ?
- Ideologiekritik = Mittelpunkt der K EWS
- Ideologien = von Herrschaftsinteressen gesteuerte Rechtferigungslehren
15. Wie stellt sich der Zusammenhang von Bildung und Vernunft für die Kritische EWS dar ?
16. Welche Kritikpunkte würden sie für diese Richtung nennen ?
- reduziert das Erziehungsproblem auf die Negation von Herrschaft und auf die Emanzipation aus Abhängigkeitsverhältnissen ⇒ Zirkel folgenloser Ideologiekritik.
- verengte Sichtweise: Nur Gesellschaft
- Grenzen der Übertragbarkeit des Diskursmodell auf päd. Situationen.
Wenn Erziehung ungleich angelegt ist bedeutet dies nicht Herrschaft von erwachsenen Machthabern
WEITERE RICHTUNGEN
17. Erklären sie transzendental-kritische, historisch-materialistische und phänomenologische EWS ?
- historisch-materialistische EWS : Marx = radikale Kritik der bürgerlichen Erziehung
18. Pädagogik wird heute des öfteren als „Integrationswissenschaft“ bezeichnet: Welchen neueren Wissenschaften hat sich die Pädagogik im Hinblick auf neue Paradigmen geöffnet ?
- Psychoanalyse, Kybernetik, Systemtheorie, Ethnomethodologie, Symbolischer Interaktionismus, Kritisch-kom- EWS
19. Wenn Sie sich die Bilanz der Diskussion um Theorie-Richtungen der EWS ansehen - welche Tendenzen sind pos. ?
- Hermeneutische Fragestellungen = bekommen wieder mehr an Gewicht = gut !!!!
- Konstruktivismus
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
1. Welches ist der Unterschied zwischen einer persönlichen Stellungnahme und einer wissenschaftlichen Aussage ?
- Wissenschaftliche Aussage : gebunden an einen methodisch geregelten Forschungsprozess ⇒ Ist dies nicht erfüllt, dann ist es eine persönliche Stellungsnahme
2. Welche Grundrichtungen von Forschungsmethoden würden Sie unterscheiden ?
- hermeneutische, empirische und qualitative Methoden
Derzeit: Verbindung von Methoden ⇒ Anknüpfen an as „ Verstehen“ der GW -Pädagogik
HERMENEUTISCHE METHODEN
3. Versuchen Sie zu umschreiben, was der Unterschied von „Erklären“ und „Verstehen“ ist !
- Verstehen = Sinn, Bedeutung menschlicher Lebensäußerungen ergründen
- Erklären = Gesetzmäßigkeiten
4. Erläutern Sie die Def. Ditheys: „Wir nennen den Vorgang, inwelchem wir aus Zeichen, die von aussen sinnlich gegeben sind, ein Inneres erkkennen, Verstehen.
- Zeichen = sind gegeben (z.B. ein Text) ⇒ In diesen Zeichen erkennen wir ein inneres
⇒ Erkennen von etwas als etwas menschliches und erfassen seiner Bedeutung
5. Was versteht man unter dem „Hermeneutischen Zirkel“ ?
= Gebundenheit jedes Verstehens an Voraussetzungen ⇒ Jedes Verstehen nimmt von den Voraussetzungen seinen
Ausgang und kehr auch wieder zu ihnen zurück = den Text aus dem Vorverständnis verstehen,
die Einzelheit aus dem Ganzen verstehen, das Ganze von der Einzelheit zu verstehen
6. Nennen Sie einiege Beispiele für Regeln der verstehenden Textauslegung.
a) Welches Vorverständnis des Textes / Autors hat der Interpret ?
b) Welche Befunde ergeben sich aus der Quellenkritik ?
c) Was bedeuten genau die verwendeten Begriffe, Wörter, Formenen des Textes ?
d) Entstehungssituation des Textes ?
e) Welche weitere Quellen sind zum Verständnis nötig ?
f) In welchem Kontext stehen einzelne Aussagen ?
g) Gedankliche Gliederung des Textes (Haupt-Nebengedanken, Begründungen , Beispiele etc. )
h) Ist das Ganze logisch stingent ? (Überprüfen der Herleitung der Hauptthese)
i) Wo lassen sich Einzelelemente aus dem größeren Zusammenhang und umgekehrt erklären ?
7. Welche Kritik würden Sie am Verstehen als Methode formulieren ? = spekulativ, subjektiv, unexakt, willkürlich, empirisch nicht nachprüfbar = ist auf etwas vorgegebenes angewiesen ⇒ traditionalistisch, konservativ
= schlecht geeignet im Makorbereich
EMPIRISCHE METHODEN
8. Welches sind die wichtigen Schritte bei der Planung eines empirischen Forschungsvorhabens ?
a) Formulierung einer Fragestellungen ⇒ Entwicklung von theoriegeleiteten Hypothesen
b) Auswahl von Methoden (Beobachtung, Befragung, Test), Sammeln von Daten
c) Aufbereitung dieser Daten
d) Interpretation und Herausarbeiten des Kerns der Aussage
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
9. Was versteht man bei einem Experiment unter a) einer Kontrollgruppe b) abhängigen und unabhängigen Variablen c) Störvariablen ?
- Kontrollgruppe : im Vergleich zur Versuchsgruppe haben sie die entscheidende Variable nicht. So kann man die Wirkung dieser Variablen überprüfen
- abhänige Var. : Behaltensleistung ⇒ weil sie von der Informationsdarbietung abhängig ist
- unabhängige V.: Informationsdarbietung
- Störvariablen : Stören die Messung der entscheidenden Variablen
10. Welche Arten von Beobachtung würden Sie unterscheiden ?
- künstliche
- systematische und
11. Welches ist der Unterschied zwischen ungelenkter und standardisierter Form der Befragung (Vor-Nachteile) ?
- standardisiert : vorformulierte Frage (offene, geschlossene etc.)
12. Was ist Soziometrie ?
- Mit Hilfe von Pfeilen werden die Beziehungen in einem Kreisdiagramm veranschaulicht
13. Was sind normorientierte und was sind kriteriumorientierte Tests ?
- kriteriumsorientierte T. : Feststellen ob ein S ein bestimmtes Lernziel erreicht hat unabhängig von den anderen
14. Bei Tests gibt es klassische Gütekriterien: Objektivität, Reliabilität, Validität. Was ist darunter zu verstehen ?
- Validität
- Reliabilität
15. Äußern Sie Kritik an den empirischen Forschungsmethoden !
- Fragestellung wird zu stark aus dem Kontext isoliert
- Subjekt wird gleichgültig
- am Durchschnitt sind kaum gültige Aussagen über den Einzelfall zu machen.
- Empifische Methoden können Wirklichkeit nicht angemessen in Aussagen transformieren.
- Reduktion der Erkenntnismöglichkeiten⇒ Standardisierung des Umfelds der Exaktheit willen
- Hemmnis für einen differenzierten Einblick in die Erziehungswirklichkeit
QUALITATIVE FORSCHUNGSMETHODEN
16. Was ist „Handlungsforschung“ ?
= will ALS Forschung (nicht erst nach Forschung) in die Praxis verändernd eingreifen
- Ziel = individuell + kollektive Emanzipation
17. Was meint der Begriff „qualitativ“ bei den qualitativen Methoden. Sehen sie einen Unterschied zum Verstehen als Methode der geisteswissenschaftlichen Pädagogik ?
= Wiederanknüpfung an das hermeneutische Verstehen und die Sinnauslegung.
ABER: Nicht das gleiche, da stärkere Berücksichtigung der strengeren Maßstäbe der empirischen Methoden auf intersubjektive Nachvollziehabarkeit, Prüfbarkeit und qualitatives Niveau der Aussagen
18. Nennen Sie einige Beispiele für qualitative Vorgehensweisen in der Forschung
- qualitative Interviews, unstrukturierte Beobachtung, Analyse von Dokumenten aller Art Lebensweltanalyse, psychoanalytisch ausgereichtetes Tiefeninterview
19. Was versteht man unter komplexen Forschungsdesigns ? ≠ herkömmliche Klassifikation (Befragung, Test, Beobachtung)
Sondern: Verbindung unterschiedlicher Methoden
20. Umreißen Sie ganz kurz, was mit dem Verfahren der „Objektiven Hermeneutik“ gemeint ist ?
- Hermeneutisches Verstehen + Ausschalten des Hereintragens subjektiven Forscherwissen
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
FAZIT: EWS ist angewiesen auf eine Fülle unterschiedlicher Forschungsmethoden
1. Jede Einteilung der Geschichte der Pädagogik in Epochen ist problematisch. Welche Einteilung wurde in diesem Text getroffen ? Mit welchen Argumenten läßt sie sich kritisieren ?
a) Der Umbruch vom Mittelalter zur Moderne (17 Jhd.)
b) Die Aufklärung oder das „päd. Jahrhundert“ (1700 - 1800)
c) die deutsche Klassik (Entstehung des modernen Bildungswesen) ( 1800 - 1900)
d) Die Reformpädagogik (1900 1933)
e) Der Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit ( 1933 - 1993)
ERSTE EPOCH: DER UMBRUCH VOM MITTELALTER
ZUR MODERNE
2. Comenius wollte „alle alles gründlich lehren“. Was ist darunter zu verstehen ?
- alles
- gründlich
ZWEITE EPOCHE: AUFKLÄRUNG
3. Welche Linien der Aufklärung kann man unterscheiden ?
- Kant = Betonung es eigenen Denkens: „Habe Mut dich deines...“
- Philanthropen = Vermittlung von Wissen und die Belehung
4. Welche Erwartungen verbanden sich mit dem Vernunftbegriff der Aufklärung ?
- Vernunft = soll größer sein als das Bedürfnis nach Anleitung durch Traditionen und Autoritäten
- Grundgedanken der Aufklärung nach Blankertz:
5. Seit etwa 1700 bilden sich drei große Systeme heraus, die noch heute relevant sind. Welche ?
b) politisch-administratives System
c) ökonomisches System
6. Die Erz. hat im Prozess der Entstehung der „Moderne“ eine widersprüchliche Bedeutung gehabt. Wieso ?
- Einerseits : war Erziehung ein konstitutiver Bestandteil deses Entstehungsprozess (Gesellschaft = Lerng.) Erziehung = unwiderruflicher Bestandteil der Moderne
- Andererseits : sah man auch die negativen Auswirkungen moderner Gesellschaft Erziehung = Gegenwirkung gegen die Moderne
7.Rousseau: Was er sagte und vertrat ?
NICHT pessimistisches Menschenbild neg. Erz. = Bestrafen Emil = Veränderung der kindl. Natur Kind = Objekt
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
8. Welches waren die wesentlichen pädagogischen Anliegen der Philanthropen ? Kennen sie einige Namen ?
- päd. Anliegen = religiös aufgeklärter, sittlicher, wirtschaftlicher, vernünftiger Mensch
- Philanthropen hatten zwischen 1750 und 1800 einen großen Einfluss.
- Vertreter: Basedow (Campe, Salzmann, Rochow)
9. Was sind Industrieschulen ?
= vertreten das Bildungsideal „Industriosität“, d.h. Emsigkeit, Produktivsein, Fleiß Erfindungsgabe, Sparsamkeit etc.
10. Markieren Sie bitte aus dem Werk Pestalozzis einige noch heute gültige Einsichten ?
- allg. Menschenbildung hat vor aller Berufsbildung zu stehen
- Schule ist nötig, weil das gesellschaftlich benötigte Wissen für alle Berufe so angewachsen ist, dass es ohne institutionalisierte Unterrichtung nicht mehr vermittelt werden kann.
- Erfahrung, Anschauung = liegt allem Lernen zugrunde
DRITTE EPOCHE: DIE DEUTSCHE KLASSIK
11. W.v. Humboldt prägte das neuhumanistische Bildungsverständnis. Was versteht Humboldt unter Bildung ?
- Bildung = Weg des Individuums zu sich selbst
12. Welche Grundsätze bestimmten die „Humboldt-Syvernsche Bildungsreform“ ? Kritisieren sie diesen Begriff !
a) Vorrang der allg. Menschenbildung vor aller besonderer Berufsausbildung
b) Das Schulwesen als horizontal nach Altersstufen gegliedertes Einheitsschulsystem
c) Zurückdrüngen des staatlichen Einflusses in der Zuständigkeit für Erziehung und Bildung
d) Kampf gegen die Untertanenmentalität
13.
a) Welche Prinzipien wurden für die 1809 gegründete Berliner Universität leitend ?
- Wissenschaft = System unabhängigen Denkens ⇒ Bildung durch Wissenschaft
- Ablehnung der Praxis und der Aspekt der Anwendung, Einheit von Forschung und Lehre
- Unabhängigkeit vom Staat
b) Welche Veränderungen bestimmten die Entwicklung des Gymnasiums im 19.Jahrhundert ?
- Einerseits war das Gymnasium geplant als 2.Stufe der allg. Menschenbildung nach der Elementarschule
- Andererseits gab es Kritik am Gym: Überbetonung der sprachlichen bildung, Vernachlässigung der Naturwissenschaften, der berufspraktischen und materiell-nützlichen Arbeit, Überbetonung des Ästhetizismus (=Trennung von geistigen und handwerklichem Tun)
c) Wann und warum entstanden Realschulen ?
- 19 Jhd. ⇒ Anforderungen von Technik und Industrie
d) Bitte erklären Sie inwiefern sich die Entwicklung der Elementarschulen und der Volksschullehrerausbildung als Kampf der „Reaktion“ gegen die „Reform“ begreifen läßt.
- Restauration : nicht der freie mitdenkende Mensch sondern staatstreue Untertan soll aus der Schule kommen
14. Was versteht man unter „Formalstufen des UR“ im Anschluß an Herbart ? = Gliederung des UR in Phasen = Artikulation gibt es seit Herbart
- Herbarts Formalstufen = Aufnehmen + Denken + Verarbeiten + Anwenden
VIERTE EPOCHE: DIE REFORMPÄDAGOGIK
15. Bitte nennen Sie einige Richtungen innerhalb der dt. Reformpädagogik. Welche Impulse aus der Reformpädagogik halten Sie für heute besonders aktuell ? : das Jahrhundert des Kindes ⇒ radikal vom Kind her denken a) Ellen Key
Gesamt - UR ≠ Zerstückelung der Fächer ⇒ Handarbeit ≠ Buchschule b) Otto / Kerschensteiner:
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
c) pol. Schulreformkonzepte
d) Kunsterziehungsbewegung
e) Landerziehungsheimbewegung : Lietz, Wynelen ⇒ naturverbundene + persönlichkeitsfördernde Zielsetzung
f) andere : Petersen, Montessori, Reichwein Fünfte Epoche: Der Nationalsozialismus - Gegenwart
16. Welche Schwerpunkte bestimmten die Bildungspolitik des Nationsalsozialismus ?
a) Schulwesen vereinheitlicht (inhaltlich + organisatorisch)
b) Eingliederung der Jugend in Parteiverbände
c) Negative + positive Selektion
d) System von ausserschulischer Fort - und Ausbildungsanstalten
17. Welche Tendenzen in der päd. Entw. nach 1945 würden sie formulieren ?
- generelle Neuorientierung und Aufarbeitung des Faschismus Aber: Keine grundlegende Neugestaltung des Schul- und Bildungswesen ⇒ Versuch an der Reformpädagogik anzuknüpfen
- 60er Jahre
- 80er Jahre
18. Nennen sie Gründe sich mit der Geschichte der Pädagogik zu befassen!
- Verstehen des Bestehenden
- Vielfalt + Widersprüchlichkeit von Erziehung kennenlernen
1. Worin unterscheidet sich die ältere Entwicklungspsychologie von der neueren ?
- moderne
KIND
2. Viel wird heute vom „Wandel der Kindheit“ gesprochen ! Nennen sie Beispiele !
- Familie : Klein- und Teilfamilie, Reduktion von Beziehungserfahrungen, Förderung von Selbstständigkeit und
- Medien
- Kulturaneingnung: Reduktion von sinnlich-unmittelbarer Erfahrungsmöglichkeiten Auslagerung kindlicher Handlungsmöglichkeiten in päd. organisierte Spezialräume
3. Worin besteht die Bedeutung der Gleichaltrigengruppe ?
- Wichtig für die allmähliche Lösung von der Familie, Arbeiststruktur in Gruppen wird gelernt
- Wettbewerb, Kooperation, Regelbildung mit Personen gleichen Status
5. Bitte definieren Sie kurz folgende Begriffe: Reifung, Wachstum, Entwicklung
- Entwicklung
- Wachstum
6. Wie würden Sie grob die menschliche Entwicklung einteilen ?
a) Säuglingsalter ( 0-1)
b) Kindesalter (1-12) : frühe (1-6), mittlere (6-10), späte (10-12)
c) Jugendalter (12-18ff)
d) Erwachsenenalter
e) Alter
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
7. Erikson hat eines der bekanntesten Modelle der Identitätsentwicklung vorgelegt. Was wissen sie über dieses ?
- Menschliche Entwicklung = lebenslanger Prozess
- Identität = entsteht in einer Stufenabfolge aufeinander aufbauender Krisenbewältigungen
- Phasen = bauen aufeinander auf
- Stufen 1. Urvertrauen gegen Urmißtrauen
2. Autonomie gegen Zweifel
3. Initiative gegen Schuldgefühl
4. Werksinn gegen Minderwertigkeitsgefühl
5. Identität gegen Identitätsdiffusion
6. Intimität gegen Isolierung
7. Generativität gegen Selbstabsorption
8. Integrität gegen Lebensekel
8. Piaget hat die kog. Entwicklung des Kindes in Phasen eingeteilt. Was beginnte sich beim Eintritt in die Grundschule zu änderen und was ist mit dem Begriff „formale Operationen“ gemeint ?
- Grundschuleintritt
9. Nennen Sie drei Stadien der moralischen Entwicklung nach Kohlberg. Versuchen Sie sein Modell zu kritisieren !
- vorkonventionelles + konventionelles + postkonventionelles Niveau
- Kritik: Methodik, keine Unterscheidung zwischen moralischem Urteil und moralischem Handeln. Es gibt auch andere moralische Werte wie Gerechtigkeit z.B. Liebe, Mitleid.
10. Markieren sie Unterschiede / Gemeinsamkeiten in den drei Theorien Piaget, Erikson und Kohlbergs !
JUGEND
11. Was fällt ihnen ein zu den Begriffen: Jugend, Pubertät, Adoleszenz ?
- Pubertät
- Adoleszenz
12. Inwiefern ist die Jugend in unsererm heutigen Verständnis eine historische Erscheinung ?
- Nicht alle Zeiten und Kuluren kannten eine Jugendphase
13. Welche körperlichen Veränderungen bestimmen die sog. Puberalentwicklung ?
- Kopf, Hände und Füße wachsen schneller als der Rumpf ⇒ unangenehme Disproportionen
- Sexualentwicklung, Hautveränderungen ⇒ ästhetisches und psychisches Problem
14. Nennen Sie einige zentrale „Entwicklungsaufgaben“ im Jugendalter
Verhaltens, Aufbau eines Wertesystems
16. Was verändert sich in der kognitiven Entwicklung während des Jugendalters ?
- zunehmende „Differenzierung“ von Fähigkeiten
- deduktives Denken = kann mehrere Faktorenen gleichzeitig im Gedächtnis behalten
17. Welche Trends gibt es in der Jugendsexualität ?
- Fülle sexueller Praktiken (z.B die häufigste : Masturbation)
- mehr sexuelle Erfahrungen als früher
- liberalere sexuelle Umgangsweisen ⇒ Sexualität = Erprobung des Bindungsverhaltens
- größere Akzeptanz von Seiten der Eltern
18. Welche Richtungen werden in der Theorie der Identitätsentwicklung unterschieden und was bedeuten sie ?
a) Selbstkonzeptforschung : empirischorientiert, Selbstkonzept ist relativ stabil und konsistent
b) Identitätskonzept : kaum empirisch, theoretisch anspruchsvolle Theorie
19. Was wissen sie über die Identitätsproblematik Jugendlicher ?
- Kohärenz: Einheit statt Zersplittern in der Pluarlität von Rollen
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
- Vermitteln von Wert- u. Leitbildern
- biologisches Bewußtsein entsteht: mein individuelles Leben
20. Wie könnte ein Resümee der Jugendforschung lauten ?
- Wertewandel, Vielfalt an Erscheinungen, Individualisierungsthese (Freiheit + Orientierungslosigkeit) Schulzeitverlängerung, Postadoleszen (erwachsene Nesthocker), Neonazis
1. Gegen welche (einseitigen) Sichtweisen von Erziehung richtet sich der Sozialisationsbegriff ?
a) biologische Auffassung : menschliche Entw. auf genetisch vorgegebene Anlagefaktoren zurückzuführen
b) idealistische und individualistische Position: immanenter Reifungsprozess der Genese der Persönlichkeit
c) päd. reduzierte Perspektive : Mittelpunkt = intentionaler Einfluss eines Erwachsenen auf einen Jungen
2. Um welchen Sachverhalt geht es bei sozialisationstheoretischen Fragestellungen ?
- Der Sachverhalt ist das „Mitglied-Werden in einer Gesellschaft“. Dabei gibt es drei Perspektiven:
a) subjektbezogene : aktive Rolle des Heranwachsenden bei der Umweltauseinandersetzung
b) institutions-bezogene : Zweck von Institutionen, wie, mit welchen Effekten
c) kulturbezogene : was verbindet die Menschen
3. Wie kann man die wichtigsten Sozialisationstheorien einteilen ?
b) soziologische Theorien PSYCHOLOGISCHE THEORIEN
4. Unter welchem Blickwinkel betrachtet die Psychoanalyse Sozialisationsprozesse ?
- Unter dem Blickwinkel der Bedeutung des Unbewußten für die Persönlichkeit. Schwerpunkt liegt auf der Einbeziehung unbewußter Erwartungen und Phantasien
5. Wie wird in der kog. Entwicklungspsychologie (z.B. Piaget) das Subjekt gesehen ?
- Subjekt = verhält sich gegenüber der dinglichen + sozialen Umwelt aktiv aneignend = gelangt durch handelnde Aktivitäten zu einem Umweltverständnis.
6. Was ist unter dem ökologischen Ansatz (z.B. Bronfenbrenner) zu verstehen ?
Aber SOZIOLOGISCHE THEORIEN
7. In der struktur-funktionalen Theorie ist der Rollenbegriff grundlegend. Wie lassen sich mit diesem Begriff Sozialisationsprozesse erklären ?
- Hineinwachsen in die Gesellschaft
- Sozialisationsprozess
8. Erläutern Sie bitte den Begriff „Symbolischer Interaktionismus“. Welches andere Verständnis des Begriffs „Rolle“ findet sich hier ? Was ist mit dem Zusammenspiel von I, Me und Self gemeint ?
- Symbolischer Interak. = begreift Persönlichkeitsentwicklung als Wechselspiel von Vergesellchaftung und
-Rolle
- Persönlichkeit
- Self
9. Wie lassen sich Frustrationstoleranz, Ambiguitätstoleranz und Rollendistanz als gesellschaftskritische Begriffe erklären ?
- Ambiguitätstoleranz
- Rollendistanz
⇒ Warum gesellschaftskritisch ? Weil damit Interaktionen auf Dimensionen von gesell. Herrschaft untersucht werden
10. Nennen Sie bitte einige neuere, die bisher dargestellten Theorien integrierende Forschungsänsätze der Soz.forschung !
a) gesundheitswissenschaftliche Ansätze
b) kulturvergleichende Ansätze
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
c) historische Sozialisationsforschung
11. Welche Veränderungen der Sicht von Familie haben sich in den letzten 10-15 Jahren ergeben ?
a) Familie = wird nicht mehr statische Einheit gesehen, sonder als sich ständig wandelnde und entwickelnde Einheit, die sich ständig anzupassen hat (z.B. an Beziehungskrisen, Wiedereintritt der Frau ins Berufsleben) Krisen einer Familie sind somit normale Anpassungserscheinungen
b) Familie = wird je nach Eintrittszeit eines Kindes unterschiedlich erlebt
c) Kind = erwirbt in frühester Zeit kog. Grundmuster, die es später auf soz. Gebilde anwendet.
12. Welche empirischen Befunde der Schulforschung sind nach ihrer Auffassung wichtig zur Charakterisierung der Schule als Sozialisationsinstanz ? ⇒ Konkurrenz-Gemeinschaftsstinn z.B. a) S-S-B
b) L-S-B ⇒ Interaktionsstruktur = versachlicht, asymmetrisch
13. Wie zeigt sich geschlechtsspezifische Sozialisation in der Schule
- Schule verfestigt geschlechtsspezifische Unterschiede im Verhalten (z.B Bevorzugung von Jungs, Fächerwahl etc.)
14. Wie kann man die Begriffe Sozialisation und Erziehung unterscheiden ?
a) drei Faktoren der Erziehung2:
b) Sozialisation : Dieser Bereich ist viel größer als Erziehung.
1. Die Erziehungsbedürftigkeit des Menschen wird u.a. anthropologisch begründet. Mit welchen Argumenten ? : Mensch = Mängelwesen ⇒ Mensch muss zur Kultur erzogen werden um zu überleben a) biologisch
b) Phiolosophisch: Kand: Der Mensch kann nur durch Erziehung zum Mensch werden
2. Sortieren sie die Begriffe Enkulturation, Sozialisation und Erziehung !
a) Enkulturation = Erwerb kultureller Basisfähigkeiten (z.B. die Sprache)
b) Sozialisation = Sozialwerdung (z.B. dass man die Sprache nicht zum Fluchen gebraucht)
c) Erziehung = Sozialmachung (betont den intentionalen Aspekt dieses Prozesses
3. Was heißt: „der Erziehungsbegriff hat keine eindeutige Referenz“ ?
- Es bedeutet, das Erziehung als Begriff sich auf kein einheitliches Sein bezieht
- Es bedeutet, das Erziehung als Begriff sich nicht eindeutig auf einen Gegenstand bezieht Folge: Unverfügbarkeit von Erziehung ⇒ Kontigenzprinzip
4. Welche Grundverständnisse von Erziehung gibt es ?
- Erziehung
5. Mit welchen Argumenten würde Brezinkas Def. von Erziehung kritisieren ?
- Kritik
6. Welche Bedeutung haben Werte, Normen und Ziele in der Erziehung ?
b) Normen
c) Werte
7. Nennen Sie einige Theorien zum Erziehungsprozess !
a) funktional-intentionale Erziehung
b) pädagogisches Verhältnis
c) Erziehung als Verhaltensänderung
d) Erziehung als Symbolischer Interaktion : Erziehung ≠ einseitige Intentionalität auf Seiten des Erziehers
8. Bitte nehmen Sie kritisch Stellung zum Strukturmodell von Erziehung, das hier abgebildet ist. ⇒ siehe Seite 183
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
9. Warum wurde der Bildungsbegriff in jüngster Zeit wieder verstärkt diskutiert ?
- 60er / 70er Jahre : kritik am Bildungsbegriff = ist idealisierend, überhöht, historisch überholt, unpolitisch, verschlissen im elitären Gebrauch, ideologieverdächtigt, für die moderne Industriegesellschaft völlig unbrauchbar.
10. Welche Elemente gehören in einer modernen Bildungstheorie nach ihnen unverzichtbar dazu ?
- Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Solidarität
- allseitige Bildung im Medium aktueller Schlüsselprobleme
1. Welche Hauptgruppen von Lerntheorien lassen sich einteilen ?
a) Behaviorismus : Konzentriert sich auf das direkt wahrnehmbare Verhalten
b) Kog. Psychologie
2. Wodurch unterscheiden sie sich ?
- Behaviorismus = Konzentriert sich nur aufs äußere
- Kognitive Psychologie = konzentriert sich auf das Gedächtnis / Kognition
3. Was meint der Vorgang des Konditionierens nach Pawlow ? Was heißt dabei Kontiguität ?
- aus einem ursprünglich neutralen Reiz (z.B. Glocke) ist durch die raumzeitliche Nähe ein bedingter Reiz geworden.
- Kontiguität = mehrfache Berührung
⇒ Viele Reize können damit zu Signalen werden (R-R-V) auch für emotionale Reaktionen
4. Was bedeutet pos. + neg. Verstärkung in den Arbeiten Skinners ?
- posivitive Verstärkung = Darbietung einer angenehmen Konsequenz
- negative Verstärkung = Darbietung einer unangenehmen Konsequenz
5. Worin sehen sie die Bedeutung und die Grenzen des Behaviorismus ?
- Grenzen
6. Kinder sehen im Fernsehen aggressive Filmhelden. Was spricht nach Banduras sozialkog. Lerntheorie gegen ein ein Fernsehverbot mit der Begründung: solche Vorbilder werden imitiert !
- unmittelbare Wirkung von aggressiven Filmen ist falsch bzw. undifferenziert.
denn: zwischen dem Sehen des Modells und der Verhaltensimitierung liegen erhebliche Kog. Verarbeitungsprozesse (Aufmerksamkeit ⇒ Behalten ⇒ Reproduktion ⇒ Motivation) .
Ob Verhalten letztendlich gezeigt wird hängt von KOG: PROZESSEN ab. Es ist letztlich keine Imitation, sondern eine Person-Situation-Interaktion.
7. Lernen kann man verstehen als Informationsverarbeitung nach dem Computermodell. Erklären sie bitte kurz welchen Weg die Information (Input) nimmt ?
- Input wird als Muster erkannt
⇒
Wenn die Kontrollprozesse Aufmerksamkeit befehlen wird er kodiert. Dies geschieht
im sensorischen Speicher (ca.0,3 Sec). ⇒ Kleiner Teil wird dann an das KZG / Arbeitsspeicher durch die selektive Wahrnehmung weitergegeben. ⇒ Wird diese reduzierte Information wiederholt (z.B. durch Vorsagen) bleibt sie für ca 10 sec im KZG ⇒ Wird die Information dauerhaft behaltenswert erachtet ⇒ LZG ⇒ ansonsten vergessen. ⇒ Dabei kommt es im LZG erneut zur Kodierung ⇒ Integration in vorhandene Gedächtnisstrukturen
8. Welche Lernhilfen lassen sich aus diesem theoretischen Modell ableiten ?
a) eingehende Stimuli sollten bestimmte Qualität haben (z.B. interessant sein) KZG ⇒ Inf mit viel Assoziationen anreichern um sie lang in Aufmerksamkeit zu halten
b) Sinn- und Bedeutungsgehalt: handlungsmäßige, bildhafte und symbolische Darstellung
c) logische Ordnung: hierachische Organisation des Lernmaterials
9. Wodurch unterscheidet sich das „entdeckende Lernen“ (Bruner) von dem sinnvoll-rezeptiven Lernen (Ausubel) ?
- Das eine rezeptiv (also schon vorgegeben) und das andere entdeckende Lernen.
10. Nennen Sie einige Strategien des Problemlösens !
b) Umstrukturieren
c) Anwenden von Strategien
1. Welche fünf did. Modelle wurden im Text vorgestellt ?
- KKD (Klafki), LTD Hamburger (Schulz), Kybernetische Didaktik (Cube), Lernzielorientierte Did. (Möller), Kritisch-kommunikative Did. (Winkel)
2. Was wird unter Didaktik verstanden ? = Lehrkunst, Wissenschaft vom Lehren und Lernen
- engere Auffassung = Wissenschaft vom UR noch enger = Theorie der Bildungsinhalte
- Didaktik = wissenschaftliche Reflexion von organisierten Lehr- und Lernprozessen
3. Welche Funktion haben didaktische Modelle / Theorien ?
a) heuristische Funktion : eröffnen ganz spezifische Problemhorizonte
b) Entwerfung + Gestalten von Praxis, unmittelbare Planung und Analyse
4. Warum bezeichnet Klafki seine Posistion als „bildungstheoretisch“ fundiert ?
Bereitschaft an der Problembewältigung teilzunehmen.
5. Welches sind die vier großen Fragerichtungen, nach dem UR bei Klafki bei der KKD zu planen wäre ?
b) Thematische Strukturierung
c) Zugangsweisen und Darstellungsmöglichkeiten z.B. Einsatz von Medien, Handlungsmöglichkeiten
d) Methodische Strukturierung : Lehr-Lern-Prozessstruktur,
6. Welches sind die vier Strukturmomente did. Handelns im Modell von Schulz ?
- Unterrichtsziele, Ausgangslage des Lehrenden und Lernenden, Erfolgskontorolle, Vermittlungsvariablen ( Methoden)
7. Schulz entwirft auf der Zeitschiene der UR-Planung vier Planungsebenen, welche sind dies ?
- Perspektivenplanung, Umrißplanung, Prozessplanung, Planungskorrektur
8. Versuchen sie zu erklären, was sein Regelkreis ist und wie er möglicherweise auf den UR-Ablauf anzuwenden ist.
- Regelkreis = der Ausbildungsvorgang in der das Lehrziel den Namen „Soll-Wert“ trägt, der Ausbilder ist der „Regler“, der Schüler ist die Regelgröße, Test = Maßfühler zum Erreichen des SollWert
9. Was versteht man unter dem Operationalisierungsprozess in der Lernzielorientierten Didaktik ?
- präzise Beschreibung der Lernziele
10. Worauf wird in der kritisch-kommunikativen Didaktik besonderer Wert gelegt bei Planung und Analyse von UR ?
- Beziehungsstruktur + störfaktorielle Gesichtspunkte (Stör-arten-festelgungen-richtungen, folgen-ursachen)
- Symmetrische Interaktion, Thema interaktionsadäquat aufbereiten.
11. Was ist ein Curriculum ?
= in den 60 er Jahren völlig neu entstandene Form operationalisierter Lehrpläne
12. Was sind offene Curricula ?
= lassen mehr Raum für kreative Ausgestaltung und Berücksichtigung situativer Bedingungen
13. Welche Merkmale charakterisieren den Offenen UR ?
Arbeitsmitteln die Einzel, Partner- und Gruppenarbeit ermöglichen.
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
14. Welche weiteren UR-Konzepte sind heute in der Diskussion, was bedeuten ihre Bezeichnungen ?
b) Erfahrungsbezogener UR: Aufarbeitung der Erfahrungen der Schüler ≠ Entfremdung des Schülers
SCHULTHEORIE
1. Welche Aufgaben hat die Schultheorie
- Bildung für alle, Sicherung des gesellschaftlichen Fortbestandes, Freiheit durch Bildung
2. Wie kann man die wichtigsten Schultheorien einteilen ?
a) makroperspektivische Schultheorie
b) mikroperspektivische Schultheorie
3. Bitte skizzieren sie kurz die organisationssoziologische Sicht der Schule !
- Lernorganisation ist weitgehend formalisiert
- Schule wird bestimmt durch Verwaltungsorganisation
- Einzelne Schule ist eingebunden in die Makroorganisation des Bildungssystems
- Schule = Befehlsempfängerin externer Instanzen = Hochform der Institutionalisierung
4. Welche grundlegenden Funktionen hat nach Helmut Fend die Schule ?
b) Selektions- und Allokationsfunktion
c) Integrations- u. Legitimationsfunktion
d) Klafik: Kulturüberlieferung
5. Worauf zielt die historisch-materialistische Schultheorie
- direkte Abhängigkeit des Bildungswesens von der ökonomischen Basis
- ideologische Funktion der Schule = gesellschaftliche Herrschaft wird durch Ideologien im UR gestützt.
6. Was charakterisiert den psychoanalytischen Beitrag zur Schultheorie ?
- Aufdeckung der Abwehr unbewußter Triebe durch die Schule
- Charakteristika a) Verständnis für die unbewußten Anteile des Erlebens und Verhaltens
7. Was versteht man unter „labeling approach“ in der interaktionistischen Schultheorie ?
- Die an den Betroffenen herangetragene Definition (z.B. „Du störst“) wird von dem Betroffenen mit der Zeit übernommen und internalisiert. Fremddef. ⇒ Selbstdef.
Herbert Gudjons: Pädagogisches Grundwissen
8. Wie wurde in der traditionellen geisteswissenschaftlichen Schultheorie das Verhältnis von innerer und äußerer Schulreform gesehen ?
- innere Schulreform
⇒ Innere Schulreform hat eindeutig die größere Bedeutung
9. Was kritisiert die sog. radikale Schulkritik ?
- Sie kritisiert die Schulen in den Industrienationen:
Zusammengefasst zu den Schultheorien:
Keine Theorie kann die Schule erschöpfend erklären. Aber ein Überblick über unterschiedliche Zugänge kann helfen egenauer zu unterscheiden, welche Probleme und Konflikgte in einer konkreten Schulsituation eher hausgemacht und welche eher strukturellgesellschaftlich bedingt sind.
BILDUNGSWESEN
10. Bitte erklären Sie folgende Begriffe: Primarbereich, Sekundarbereich I und II, Tertiärer Bereich,
b) Sekundarbereich I
c) Sekundarbereich II
d) Tertiärbereich
11. Welche Strukturprinzipien zeigt der Aufbau des Bildungswesen ?
a) Makrostruktur des Bildungssystems hat einen hohen Organisationsgrad
b) Dreigliedriges Schulsystem
c) Trennung von beruflicher und allgemeiner Bildung
d) Bildungswesen hat eine förderalistische (durch die Bundesländer organisierte) Staatstruktur
e) Bildungsgänge haben sich einander angenähert
12. Welche Tendenzen in der „Bildungsnachfrage“ zeichnen sich gegenwärtig ab ?
- immer weniger Hauptschüler
- immer mehr Gymnasiasten ⇒ Trend zur weiterführenden Abschlüssen
13. Welche rechtlichen Kompetenzen haben die Länder ? Was versteht man unter dem Instanzenzug bei der Schulaufsicht ?
a) Gesetzesvorbehalt ⇒ Gesamtes Schulwesen steht unter Aufsicht des Bundeslandes
b) Land = hat die gesamt -politische Verantwortung für die Entscheidung über die Struktur des Bildungswesen
c) Instanzenzug = z.B. Kultursminister - Schulamt - Schule
14. Welche Institutionen rechnen Sie zum Bereich Weiterbildung / Erwachsenenbildung ?
- VHS, Kirchliche Erwachsenenbildung, betriebliche Weiterbildung, Gewerkschaftliche Erwachsenenbildung, Fernstudium, Telekolleg
15. Welche sozialpädagogischen Einrichtungen gibt es ? Ihre aktuelle Bedeutung ?
- Krippen, Kindergarten, Heime, Jugendstrafvollzug, WG, Sozialpädagogische Hilfen, Beratungsstellen ⇒ Immer größere Bedeutung durch die immer stärkere Institutionalisierung von Erziehung.
Arbeit zitieren:
Joachim Brenner, 2001, Was sagt Gudjons zur Pädagogik ?, München, GRIN Verlag GmbH
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