FH AARGAU Direktionsbereich Soziale Arbeit Psychologie
Grundstudium 2000 2004 Semesterarbeit: Lernpsychologie
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 3
1.1. ERKLÄRUNG ZUR THEMENWAHL 3
1.2. FRAGESTELLUNG 3
1.3. HYPOTHESE 4
2. PROLOG IN DIE THEORIE 4
2.1. KLASSISCHE KONDITIONIERUNG 4
2.2. OPERANTE KONTITIONIERUNG 4
3. GRÜNDER DER OPERANTEN INSTRUMENTELLEN
KONDITIONIERUNG 5
3.1. GESETZ DER WIRKUNG (E L THORNDIKE) 5
3.2. BEHAVIORISMUS (WATSON) 5
3.3. DAS PARADIGMA DER OPERANTEN INSTRUMENTELLEN KONDITIONIERUNG
(B F SKINNER) 6
3.3.1. DIE VERHALTENSKONTINGENZ 6
3.3.2. DIE SKINNER BOX 6
3.3.3. VERSTÄRKUNGSARTEN 7
3.3.3.1. Belohnung 7
3.3.3.2. Bestrafung 8
3.3.3.3. Löschung (auch etwa: Löschungen im weiteren Sinn) 8
3.3.4. VERSTÄRKERARTEN 8
3.3.4.1. Primäre Verstärker: 8
3.3.4.2. Sekundäre Verstärker: 9
3.3.4.3. Generalisierende Verstärker: 9
3.3.5. METHODEN ZUR VERHALTENSBEEINFLUSSUNG 9
3.3.5.1. Shaping (Verhaltensformung) 9
3.3.5.2. Chaining (Verhaltensverkettung) 9
3.3.5.3. Prompting (Hilfestellungen) 10
3.3.5.4. Fading (Ausblenden der Hilfestimuli) 10
3.3.6. DER DISKRIMINATIVE REIZ 10
4. FALLBEISPIEL 10
4.1. PERSÖNLICHKEIT 10
4.2 SOZIALE PROBLEMATIK 11
4.3. INSTITUTION 11
5. THEORIE PRAXIS TRANSFER 11
5.1. ZIELDEFINIERUNG 12
5.2. WAHL DER VERSTÄRKERMETHODEN ARTEN UND DEREN WIRKUNG 12
5.3. FAZIT ZUM THEORIE- PRAXISTRANSFER 13
6. RESÜMEE 15
6.1. KRITIK AN DER THEORIE 15
6.2. PERSÖNLICHE ÜBERLEGUNGEN 16
7. LITERATURVERZEICHNIS 17
Roland Del Fabro 2
12. Jul 2001
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1. EINLEITUNG
1.1. ERKLÄRUNG ZUR THEMENWAHL
Ein Aspekt des pädagogischen Auftrags in der offenen Jugendarbeit besteht darin, die Benützer und Benützerinnen für diejenigen Tätigkeiten, die im Jugendtreff anfallen, zu sensibilisieren. Dadurch sollen Jugendliche u.a. lernen, Selbstverantwortung zu tragen und sich mit dem Jugendtreff zu identifizieren. In diesem Zusammenhang wird auch versucht, der ausgeprägten Konsumhaltung von Jugendlichen entgegenzuwirken, indem sie zum Beispiel in den kreativen Prozess einer Neugestaltung der Räumlichkeiten miteinbezogen werden. Durch zahlreiche Gespräche mit Berufskollegen und -kolleginnen an regionalen Arbeitssitzungen, aus eigenen beruflichen Erfahrungen sowie durch einschlägige Literatur stellte sich jedoch heraus, dass es einem grossen Teil von Jugendarbeitern und Jugendarbeiterinnen schwer fällt, Jugendliche für ein aktives Mitgestalten des Jugendtreffalltags zu gewinnen. Denn die Motive vieler Jugendlichen den Jugendtreff zu besuchen, entsprechen nicht immer den Ansprüchen der Jugendtreffbetreiber. Diese Diskrepanz zeigt sich vor allem im Zusammenhang mit dem Problem, ob Einsätze von Jugendlichen (wie z.B. den Jugendtreff neu gestalten, putzen usf.) mit einem Entgeld vergütet werden sollen. Somit kann man vermuten, dass unentgeltliche Tätigkeiten, die der Allgemeinheit zu gute kommen bei Jugendlichen nicht gefragt sind.
Die Wahl der Lerntheorien bereitete mir über längere Zeit Mühe. Alle Theorien schienen mir sehr spannend und auch dazu geeignet, in die Praxis umgesetzt zu werden. Der Umstand, dass wir den neuen Jugendtreff mit viel Eigenleistung einrichten müssen, kam mir aber sehr entgegen. Mit der Anwendung der operanten/instrumentellen Konditionierung sah ich nämlich die Möglichkeit, die Jugendlichen zu einem aktiven und engagierten Verhalten zu führen. Dies gelang mir bei meinem Fallbeispiel Senad im vorgeschriebenen Zeitraum nicht, jedoch werde ich mit Senad weiter am gewünschten Verhalten arbeiten.
1.2. FRAGESTELLUNG
Ist es auf der Basis der Theorie der positiven Verstärkung und der Anwendung von Verstärkungsmethoden wie dem Shaping– Verfahren möglich, einen trägen Jugendlichen so zu konditionieren, dass er anstelle von passivem aktives Verhalten entwickelt?
Roland Del Fabro -312. Jul. 2001
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1.3. HYPOTHESE
Ich behaupte, dass durch die Anwendung der operanten/instrumentellen Konditionierung von B.F. Skinner die Möglichkeit besteht, sich träge und passiv verhaltende Jugendlichen zu aktivem Verhalten motivieren zu können.
2. PROLOG IN DIE THEORIE
Konditionierung steht für das Erlernen eines bestimmten Reiz-Reaktions-Verhaltens, d.h. auf einen bestimmten Reiz (Stimulus) erfolgt eine entsprechende Reaktion (Response). Es wird zwischen folgenden zwei Formen der Konditionierung unterschieden:
2.1. KLASSISCHE KONDITIONIERUNG:
Darunter verstehen wir das Pawlow’sche Prinzip der Steuerung von ursprünglich unkonditionierten Reaktionen (ungelernte, unwillkürliche und automatische Reaktionen=UCR wie essen, schlafen, fortpflanzen etc.) durch ursprünglich neutrale Außenreize(neutrale Reize=NR). Verknüpft man einen neutralen Reiz mit einem unkonditionierten Reiz, erfolgt nach einer gewissen Zeit die bedingte Reaktion (gelernte Reaktion=CR).
Beispiel:
Ein neutraler Reiz (z.B. ein Ton) wird kurz vor einem unkonditionierten Reiz (z.B. Futter) einem Hund dargeboten. Der unkonditionierte Reiz löst eine un-
konditionierte Reaktion (z.B. Speichelfluss) aus. Nach wiederholter Paarung (Ton und Futter) löst der neutrale Reiz (Ton) auch ohne den unkonditionierten Reiz (Futter) eine konditionierte Reaktion (Speichelfluss) aus.
2.2. OPERANTE KONDITIONIERUNG:
Nach B.F. Skinner kann die Motivation für ein auf die Umwelt einwirkendes Verhalten je nach Reaktion der Umwelt verstärkt oder abgeschwächt werden.
Beispiel:
Versuchstiere, die zufällig den Öffnungsmechanismus ihres Problemkäfigs
(siehe Punkt 3.3.2., S.6)
entdecken und dafür mit Futter belohnt werden, fin-
RolandDel Fabro -412. Jul. 2001
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3. GRÜNDER DER OPERANTEN/INSTRUMENTELLEN KONDITIO-NIERUNG
Die drei amerikanischen Psychologen – Edward L. Thorndike, John B. Watson und B.F. Skinner – gelten als Pioniere in der Entwicklung des Verfahrens des instrumentellen bzw. operanten Konditionierens.
3.1. GESETZ DER WIRKUNG (E.L. THORNDIKE)
Gemäss Thorndike’s Paradigma (bzw. Model) ist Lernen ein Vorgang zwischen einem Reiz (S) und einer Reaktion (R) des Organismus – eine Reiz–Reaktion (S-R) Verbindung. Er ging davon aus, dass Reaktionen, auf die eine Belohnung erfolgt, „Befriedigung“ bringen. Deshalb werden diese verstärkt und „eingeprägt“. Das „nicht-Belohnen“ von Reaktionen hat demnach zur Folge, dass diese geschwächt oder sogar „gelöscht“ werden. (vgl. Zimbardo, 1992, S.240 u. S.241)
3.2. BEHAVIORISMUS (WATSON)
Watson’s Ansicht nach sollte sich die psychologische
Forschung nur beobachtbares Verhalten beschränken. Die Methode des Behaviorismus ist eine Psychologie, die ausschließlich auf Verhaltensweisen basiert, die durch einen außenstehenden Beobachter feststellbar sind. Im Prinzip versucht der Behaviorist den Organismus (sowohl den menschlichen als auch den tierischen) nach dem Vorbild einer Maschine zu verstehen. Einer Maschine allerdings, in die er nicht hineinsehen kann
(Black-Box), sondern deren Funktionsweise nur aus dem Input (Reiz) und dem Output (Reaktion) zu erschließen ist. Psychische Vorgänge wie z.B. Gefühle, Ängste und Wahrnehmungen werden dabei also in Reiz-Reaktions-Verbindungen aufgelöst (daher auch die Bezeichnung Reiz- Reaktions-, bzw. Stimulus – Response – Psychologie). (vgl. www.stangl-taller.at, 29. April 2001)
Roland Del Fabro -512. Jul. 2001
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3.3. DAS PARADIGMA DER OPERANTEN/INSTRUMENTELLEN KONDITIO-NIERUNG (B.F. SKINNER)
B.F. Skinner war wohl einer der prominentesten Vertreter des operanten Konditionierens. Die Theorie der operanten Konditionierung orientiert sich an vier zentralen Aspekten: ü Verhaltenskontingenzen ü Verstärker ü Methoden zur Verhaltensänderung ü diskriminierenden Reizen
In den folgenden drei Kapiteln werde ich diese vier relevanten Aspekte näher beschreiben.
3.3.1. DIE VERHALTENSKONTINGENZ
Gemäss Skinner spricht man von Verhaltenskontingenz, wenn eine konsistente Beziehung zwischen einer Reaktion (Verhalten) und der nachfolgenden Reiz (Verstärker) besteht. Unter Kontingenz versteht man auch eine Beziehung vom Typ „wenn X – dann Y“. Durch eine solche Beziehung kann die Auftretenshäufigkeit oder die Reaktionswahrscheinlichkeit gesenkt oder erhöht werden.
Beispiel: Wenn eine Taube jedes Mal ein Korn erhält, wenn sie auf eine Scheibe pickt, wird die Pick–Reaktion immer häufiger. Wichtig dabei ist, dass nur diejenigen Pick-Reaktionen, welche auf die Scheibe ausgeübt werden, belohnt werden (siehe Punkt 3.3.3.1., S.7), und dass die Belohnung unmittelbar nach der gewünschten Reaktion erteilt wird. (vgl. Z.T. Zimbardo, 1992, S.243 u. S.244)
3.3.2. DIE SKINNER - BOX
Skinner konstruierte die nach ihm benannte Skinner-Box. Mit Hilfe der Skinner-Box können die Versuchsbedingungen exakt festgelegt und von äußeren Einflüssen abgeschirmt werden. In der Box kann sich das Versuchstier durch Betätigen eines Hebels Futter beschaffen. Die wichtigste Methode zur Erforschung des Verhaltens gemäss Skinner ist die präzise und regelmässige Beobachtung einzelner Merkmale des Verhaltens. Skinner konnte aufzeigen, dass komplexe Verhaltensweisen als Produkte bestimmter Muster von Kontingenzen verstanden werden können.
Skinner’s Lerntheorien werden heute noch in der Verhaltenstherapie, Tierdressuren, und der Werbung angewendet. (vgl. Zimbardo, 1992, S.243 u. S.244)
Roland Del Fabro -612. Jul. 2001
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1. Kasten, durch den das Versuchstier von Aussenreizen abgeschirmt wird. 2. Taste, Hebel oder eine Scheibe, durch die sich das Tier Futter beschaffen kann, sofern es die erwünschte Verhaltensweise
annimt. 3. Vorrichtung zur Abgabe von Futterkugeln; zumeist auch diverse Lämpchen (Hinweisreize).
4. Fernsehkamera, um die Reaktionen des Versuchstieres aufzuzeichnen. (vgl. z.T. ww.pcz.uni-dortmund.de, 29. April.01)
3.3.3. VERSTÄRKUNGSARTEN
3.3.3.1. Belohnung
Das Verhalten eines Organismus kann mittels Konsequenzen (Verstärkungen) so gesteuert werden, dass eine gewünschte Reaktion vermehrt auftritt.
Wenn nur eine bestimmte Anzahl von Reaktionen verstärkt werden, spricht man von einem Quotenplan. Beim Intervallplan wird nach einer festgesetzten Zeitspanne die Reaktion verstärkt, ohne die gezeigten Reaktionen zu berücksichtigen. (vgl. z.T. www.uni-freiburg.de, 29.4. 2001)
Positive Verstärkung
ü eine angenehme Umweltreaktion (positive Konsequenzen = C+) wird dargeboten.
Beispiel: Ein Jugendlicher beteiligt sich an Renovationsarbeiten, woraufhin er Hilfe beim Aufsetzen seines Lebenslaufes, den er für das Bewerbungsschreiben benötigt, erhält. Negative Verstärkung
ü eine unangenehme Umweltreaktion (negative Konsequenzen = C-) wird entzogen.
Bespiel: Jugendliche organisieren aus eigener Initiative eine Party. Als Belohnung wird die Öffnungszeit des Treffs um eine Stunde verlängert.
Roland Del Fabro -712. Jul. 2001
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3.3.3.2. Bestrafung
Um die Auftretenswahrscheinlichkeit eines unerwünschten Verhaltens zu verringern, wird das unerwünschte Verhalten bestraft. Bestrafung sollte möglichst intensiv und sofort nach der unerwünschten Reaktion erfolgen, grundsätzlich aber sollte sie reduziert angewendet werden.
Positive (=direkte ) Bestrafung Typ I
ü eine unangenehme Umweltreaktion wird zugefügt (negative Konsequenzen = C-).
Beispiel: Ein Jugendlicher bedroht im Jugendtreff jemanden mit einem Messer, worauf er des Hauses verwiesen und gegebenenfalls bei der Polizei angezeigt wird.
Negative (=indirekte) Bestrafung Typ II (auch etwa: Löschung im engeren Sinn) ü Eine angenehme Umweltreaktion wird bewusst entfernt (positive Konsequenz = C+).
Beispiel: Jugendliche hören zu laut Musik, worauf der Strom ausgeschaltet wird.
3.3.3.3. Löschung (auch etwa: Löschungen im weiteren Sinn)
Die Löschung wird dann verwendet, wenn eine nicht erwünschte Verhaltensweise zu verringern bzw. zu eliminieren ist.
ü Sämtliche Reaktionen der Umwelt entfallen (alle Konsequenzen entfallen = C-). (vgl. z.T. Webpage: uni-freiburg.de, 29.4. 2001)
3.3.4. VERSTÄRKERARTEN
3.3.4.1. Primäre Verstärker:
Primäre Verstärker befriedigen physiologische Bedürfnisse (Hunger, Durst, Sex, Schlaf etc.) und wirken ohne vorhergehenden Lernprozess, da diese natürlichen Bedürfnissen (siehe Punkt 2.1., S.4) entsprechen.
Roland Del Fabro -812. Jul. 2001
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3.3.4.2. Sekundäre Verstärker:
Sind konditionierte Verstärker, die erst durch die häufige gemeinsame Darbietung mit einem primären Verstärker zu eigentlichen Verstärkern werden. Folgende Varianten bestehen:
Materielle Verstärker (Spielsachen, Bildchen, etc.). Soziale Verstärker (Lob, auf die Schuler klopfen, Anerkennung, etc.). Modale Verstärker (Schlüsselbesitz vom Jugendtreff etc.). Aktivitätsverstärker (beliebte Tätigkeiten wie Videogames, Billard spielen, Partys durchführen etc.).
3.3.4.3. Generalisierende Verstärker:
Verstärker, die ihre Wirksamkeit aus der in der Lerngeschichte des Individuums erfolgten Verknüpfung mit mehreren primären und sekundären Verstärkern beziehen (Geld auch Kreditkarten, Anerkennung, Zuneigung etc). (Vgl. SPADA (Hrsg.), 1992, S. 335 u. 336)
3.3.5. METHODEN ZUR VERHALTENSBEEINFLUSSUNG
Es wurden verschiedene Verfahren entwickelt, welche die Ausformung eines nichtvorhandenen Verhaltens, die Maximierung der Verhaltensrate und die Stabilisierung von Verhalten unterstützen sollen.
3.3.5.1. Shaping (Verhaltensformung)
Schon kleinste Schritte, die in Richtung des Zielverhaltens führen, werden verstärkt. Das Zielverhalten wird somit in kleinste Teilschritte aufgegliedert.
3.3.5.2. Chaining (Verhaltensverkettung)
Menschliches Verhalten wird als eine Verkettung betrachtet. Das heisst, dass jedes Verhalten als diskriminativer Reiz (siehe Punkt 3.3.6., S.10) für ein darauf folgendes Verhalten eingesetzt werden kann. Das Zielverhalten wird in kleinste Einheiten aufgegliedert. Begonnen wird mit der letzten Einheit.
Roland Del Fabro -912. Jul. 2001
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3.3.5.3. Prompting (Hilfestellungen)
Unter Prompting werden verbale und verhaltensmässige Hilfestellungen verstanden, welche die Aufmerksamkeit des Lernenden auf das gewünschte Verhalten lenken sollen.
3.3.5.4. Fading (Ausblenden der Hilfestimuli)
Die aktive Unterstützung zur Erlernung einer Verhaltensweise wird schrittweise entfernt, bis das gewünschte Endverhalten ohne die vorangegangenen Hilfeleistungen ausgeführt werden können.
(vgl. z.T. auch DGVT (Hrsg.), H. Reineckerl, 1986, S. 90 – 92)
3.3.6. DER DISKRIMINATIVE REIZ
Der diskriminative Reiz (Hinweisreiz) gibt dem Organismus das Signal, wann eine Reaktion ausgeführt werden soll, bzw. wann nicht. Das heisst, dass jeder Organismus einen diskriminativer Reiz erkennen kann, indem er diejenigen Signale zu erkennen lernt, die angeben, ob auf eine allfällige Reaktion eine verstärkende Konsequenz auftritt. Demzufolge weisen diskriminative Reize auf bestimmte Situationen, Gegebenheiten, Regelungen usf. hin, welche von Organismen angestrebt werden und verstärkend wirken. (vgl. z.T. Zimbardo, 1992 , S. 244 –246)
4. FALLBEISPIEL
Als Fallbeispiel wählte ich Senad aus. Senad ist ein Jugendlicher, von dem ich mir besonders wünschte, dass er sich im Jugendtreffalltag aktiver und engagierter verhalten würde.
4.1. PERSÖNLICHKEIT
Senad ist ein eher ruhiger und angenehmer 14 jähriger Jugendlicher mazedonischer Abstammung. Er wohnt mit seiner Familie in einer relativ kleinen Blockwohnung. Das Schlafzimmer teilt er sich mit seinem Bruder (16). Senad besucht den Jugendtreff regelmässig. Seine Lieblingsbeschäftigungen im Treff sind CD’s auflegen, aber auch beim Billard- und Kickerspielen ist er oft anzutreffen. Auffällig ist, dass er stets etwas zu Essen oder zu Trinken in den Händen hält.
Roland Del Fabro -1012. Jul. 2001
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Bis vor einem halben noch Jahr tanzte er in einer Gruppe Breakdance. Auf die Frage hin, weshalb er mit Tanzen aufgehört hat, antwortete Senad, dass es ihm keinen Spass mehr gemacht habe und dass es ihm zu anstrengend gewesen sei. Auch lege er viel lieber CD’s auf. Es mache ihm mehr Freude, die anderen zum Schwitzen zu bringen.
4.2. SOZIALE PROBLEMATIK
Nach meiner Beurteilung ist Senad in seine Familie und Schule gut integriert. Auffallend ist Senad’s Übergewicht. Ich denke, dass er des öftern darunter leidet. Während den vier Monaten, in denen ich im Jugendtreff Zumikon arbeitete, habe ich beobachten, dass er nicht sehr viele Freunde und Kolleginnen hat. Er ist häufig mit seinem Bruder oder dessen Freunden unterwegs. Aufgefallen ist mir weiter, dass ich ihn selten mit Mädchen sprechen gesehen habe. Er scheint ein eher schüchterner Typ zu sein, was gegebenenfalls auch mit seinem Übergewicht im Zusammenhang stehen könnte.
Senad hat im Vergleich mit anderen JugendtreffbesucherInnen bis anhin sehr wenig bei den Mal- und Renovationsarbeiten mitgewirkt. Sein passives Verhalten ist sehr ausgeprägt. Er zeigt wenig bis keine Selbstinitiative und Selbständigkeit und kann nur unter ständiger Motivation und Aufsicht über eine längere Zeitspanne konzentriert an einer Tätigkeit arbeiten. Dennoch kritisiert er gerne die Ideen und Arbeiten anderer.
4.3. INSTITUTION
Die Mitarbeit im Jugendtreff ist für die BesucherInnen freiwillig. Es ist ihnen überlassen, ob und in welchem Mass sie bei der Neugestaltung des Jugendtreffs mitwirken wollen. Mir ist es jedoch ein Anliegen, dass die Jugendlichen möglichst viel mitentscheiden können (z.B. bei der Farbenwahl oder auch beim Einrichten). Dadurch erhoffe ich mir einerseits ein gewisses Engagement und andererseits, dass sie sich durch das Einbringen ihrer eigenen Ideen stärker mit dem Jugendtreff identifizieren können.
5. THEORIE – PRAXIS – TRANSFER
In pädagogisch-theoretischer Hinsicht beabsichtigte ich, meinen Teil beizutragen, dass Senad in Zukunft ein Leben als selbstbestimmter, eigenverantwortlich handelnder Mensch führen kann. Die lobenden Rückmeldungen auf seine geleisteten Arbeit, das gemeinsame Arbeiten
Roland Del Fabro -1112. Jul. 2001
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mit anderen Jugendlichen sowie das neu erlernte handwerkliche Geschick sollten Senad aufzeigen, dass sich so aktives Verhalten lohnen kann.
5.1. ZIELDEFINIERUNG
Im Rahmen dieser Arbeit ist das Ziel erreicht, wenn Senad anstelle des aktuell passiven aktives Verhalten zeigt. Die entsprechende Zieloperationalisierung lautet folgendermassen: An jenen Tagen, an denen Senad sich im Jugendtreff aufhält, soll er bei der Neugestaltung des Jugendtreffs 1.5 Std. mitarbeiten.
5.2. WAHL DER VERSTÄRKERMETHODEN/-ARTEN UND DEREN WIRKUNG
Die Theorie der operanten/instrumentellen Konditionierung stellte mir eine Auswahl an Methoden zur Verfügung, die mir geeignet erschienen, das gewünschte Zielverhalten bei meinem Fallbeispiel Senad zu erreichen.
Zum einen war dies die positive Verstärkung (siehe Punkt 3.3.3.1., S.7) und zum anderen das Shaping- und Fading-Verfahren. (siehe Punkt 3.3.5.1., S.9 und 3.3.5.4., S.10). Durch das Vorzeigen der Tätigkeiten und Mitarbeiten meinerseits wandte ich eine weitere Lerntheorie an, um bei Senad das gewünschte Endverhalten zu erzielen (Bandura, 1976). Im übrigen forderte ich kontinuierlich auch die anderen JugendtreffbesucherInnen auf und regte sie dazu an, bei der Gestaltung des neuen Jugendtreffs mitzuwirken. Diese Massnahme sollte eine positive Wirkung auf Senads Verhalten zeigen, weil er dadurch in einer sozialen Gruppierung von Gleichaltrigen (Peergroup) integriert wurde.
Da sich Senad ansatzweise schon an den anfallenden Renovationstätigkeiten beteiligt hatte, ging ich davon aus, dass er grundsätzlich dazu fähig war, das von mir gewünschte Endverhalten zu erlernen und auszuführen. Es ging mir dabei hauptsächlich darum, dieses Verhalten zu fördern und auszubauen. Konkret ging ich folgendermassen vor:
• Senad wurde für jede Verhaltensweise belohnt, die in Richtung des von mir erwünschten Zielverhaltens ging (Shaping). Dies tat ich zum Beispiel, indem ich ihn lobte oder ihm auf die Schultern klopfte, wenn er nachfragte, wie wir mit der Arbeit vorwärts kamen oder wenn er Interesse an Werkzeugen (Bohrmaschine, elektrische Säge etc.) zeigte. Senad sollte auf diesem Wege bestärkt werden, seine
Roland Del Fabro -1212. Jul. 2001
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Interessen und Wahrnehmungen zu äussern. In einem weiteren Schritt teilte ich ihm mit, was schon alles gemacht wurde und welche Aufgaben uns noch bevor-standen. Als Senad an meinen Ausführungen Anteilnahme und Interesse zeigte, bat ich ihn mitzuhelfen (siehe Punkt 3.3.5.1., S.9).
• Ferner versuchte ich möglichst oft, Gespräche mit Senad zu führen, indem ich ihn fragte, wie und wo er seine Freizeit verbrachte, wie sein Befinden im Familiengefüge war oder wie es ihm in der Schule lief. Ich erhoffte mir, dass mein Interesse und meine Aufmerksamkeit Senad gegenüber bestärkend wirkten und sich diese Verstärkung auf das erwünschte Zielverhalten positiv auswirkte. (siehe z.T. Punkt 3.3.4.2., S.9).
• Falls Senad die Absicht zeigte, bei den Renovationsarbeiten mitzuwirken, teilte ich ihm Arbeiten zu, die leicht und in kurzer Zeit ausführbar waren. Das Ende einer Arbeit musste ihm dabei ersichtlich bleiben. So wurde das Arbeitsresultat zum positiven Verstärker und sollte ihn dazu ermuntern, weitere Male wieder zu kommen und neue Aufgaben in Angriff zu nehmen.
• Ich zeigte ihm jede Aufgabe präzise vor und unterstützte ihn wenn nötig bei der Ausführung, bis er fähig war, diese selbstständig auszuführen (siehe Punkt 3.3.5.4., S.10).
• Wenn ein Tagesziel erreicht wurde, gab es ein Nachtessen für alle Beteiligten. Dies sollte den gruppendynamischen Prozess fördern und Senad das Gefühl von Dazugehörigkeit vermitteln (siehe z.T. Punkt 3.3.4.1., S.8).
5.3. FAZIT ZUM THEORIE- PRAXISTRANSVER
Der Versuch in den letzten drei Monaten, Senad für ein aktives Mitarbeiten bei der Neugestaltung des Jugendtreff zu gewinnen, ist mir nicht gelungen. Zwar half er dreimal tatkräftig mit, das Ziel von 1.5 Std. 1 Einsatz pro Tag wurde aber bei weitem nicht erreicht. Sein Reaktionen auf meine Bemühungen hin waren vorwiegend mit Skepsis und Ablehnung behaftet. In dieser Phase der Annährung erfuhr man zeitweise die unmöglichsten Beweg- RolandDel Fabro -1312. Jul. 2001
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gründe, die ein Nicht-Mitarbeiten-Wollen rechtfertigten. Daher war sehr viel Einfühlungsvermögen, Erfahrung und professionelles Handeln von Nöten.
Nach mehrmaligem Betrachten und Überdenken, weshalb der Versuch misslang, können aus meiner Sicht folgende Faktoren und Umstände dazu geführt haben:
• Die Tatsache, dass der Besuch und die Mitarbeit im Jugendtreff den Jugendlichen frei stehen, erschwerte die Zusammenarbeit mit ihnen. Viele waren nur bereit mit anzupacken, wenn sie für ihre Leistung eine Belohnung in Form von Geld erhalten hätten (siehe Punkt 3.3.4.2., S.9.). Diese Lösung erschien mir jedoch ungeeignet: Einerseits wollte ich, dass sie sich bei der Herstellung bzw. Bearbeitung von Gebrauchsgegenständen im Jugendtreff beteiligen, um so diesen einen höheren Stellenwert zu verleihen. Vermutlich könnte so auch die Sorgfalt im Umgang mit diesen Gegenständen erhöht werden. Andererseits würde eine Bezahlung der vorhin genannten Arbeiten nicht das gewünschte Entverhalten herbeiführen, sondern eher das Streben nach materiellem Besitz gefördert. Der oben erwähnte Faktor der aktiven Beteiligung der Jugendlichen erforderte einiges an Überzeugungsarbeit seitens der Jugendarbeiter, speziell bei meinem Fallbeispiel Senad.
• Eine wichtige Voraussetzung dafür, Jugendliche in der offenen Jugendarbeit für eine aktive Beteiligung gewinnen zu können, sehe ich in einer vertraulichen Beziehung zwischen den Jugendlichen und mir bzw. der Jugendtreffleitung. Diese Bedingung war nur teilweise erfüllt, da ich erst vier Monate im Jugendtreff Zumikon angestellt bin. Zu Beginn dieser Semesterarbeit dachte ich, dass es eine gute Gelegenheit ist, JugendtreffbesucherInnen durch gemeinsame Tätigkeiten näher kennen zu lernen, da die Möglichkeit für Interaktionen durch die Situation gegeben war. Andererseits brachte mich dies in die Position des „Erwachsenen“, der in den Augen der Jugendlichen den Eindruck - „kaum ist er da, schon will er etwas von uns“ –, erweckte. Das Bild, das ich dadurch bei den Jugendlichen hinterliess, könnte zum Teil die Zurückhaltung von Senad in Bezug auf das gewünschte Endverhalten erklären.
• Die kurze Frist von drei Monaten für Umsetzung und Durchführung dieses Konditionierungsprozesses war ein weiterer Faktor, der zum Nicht-Gelingen beigetragen ha- RolandDel Fabro -1412. Jul. 2001
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ben könnte. Das Paradigma der operanten Konditionierung besagt nämlich, dass der Vorgang einer Konditionierung in gewissen Fällen einer längerfristigen und prozess-orientierten Lernmethodik bedarf.
• Zum Schluss möchte ich noch auf die Rahmenbedingungen eingehen (siehe auch Punkt 4.3., S.11), die ein Jugendtreff nur beschränkt bieten kann: Sie entsprechen sicherlich nicht den adäquaten Voraussetzungen, die ein solches Verfahren benötigt. Geeigneter sind Institutionen, die eine kontinuierliche sowie konsequente Betreuung und Begleitung der Jugendlichen gewährleistet kann (siehe auch Punkt 6.1., S.15).
6. RESÜMEE
6.1. KRITIK AN DER THEORIE
Die Methode der operanten/instrumentellen Lerntheorie benötigt meiner Meinung nach gut strukturierte Rahmenbedingungen der Institution, in der sie angewendet wird. Eine erfolgreiche Konditionierung beansprucht stabile und regelmässige Betreuung in einem geschützten Rahmen:
• Ein Verhalten auf- bzw. abzubauen, ist ein längerfristiger Prozess. Sind Zeit und Mittel knapp vorhanden, tritt nach ungenügender Einprägung der konditionierten Reaktion das unerwünschte Verhalten wieder auf. Im Anbieten von Konsequenzen auf ein erwünschtes Verhalten sehe ich die Gefahr, dass dieses nur dann gezeigt wird, wenn angenehme, respektiv unangenehme Reize dargeboten werden. Somit kann man nie mit Bestimmtheit feststellen, ob das gezeigte Verhalten auf tatsächlicher Einsicht basiert oder ob das gewünschte Verhalten nur wegen den dargebotenen Konsequenzen geändert wurde.
• Durch Missbrauch und unsachgemässe Anwendung der operanten/instrumentellen Konditionierung ist es möglich, Menschen zu manipulieren bzw. das Handeln einer Klientel so zu steuern, dass diese nicht im Sinne ihres Wohlergehens oder ihrer Einsicht handelt, sondern vielmehr das tut, was die erziehende Person von ihr verlangt.
Roland Del Fabro -1512. Jul. 2001
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• Den behavoristischen Ansatz, der besagt, dass bei der Beurteilung des Verhaltens nur diejenigen Muster relevant sind, die beobachtbar sind, kann ich nur bedingt bestätigen. Ich denke es ist richtig, wenn von empirischen Daten ausgegangen wird, weil auch in der sozialen Arbeit die Gefahr von Vorurteilen durch vorschnelle Interpretationen vorhanden ist. Jedoch sollen meiner Ansicht nach viele weitere Einflüsse, welche nicht direkt sichtbar sind, als mögliche Gründe eines Verhaltens mit einbezogen werden. Da das Handeln des Menschen z.B. auch von inneren, privaten oder kognitiven Faktoren beeinflusst wird, sind auch diese Aspekte bei der Beurteilung zu erfassen und, wenn nötig, in einer pädagogischen Verhaltensbeinflussung zu berücksichtigen.
6.2. PERSÖNLICHE ÜBERLEGUNGEN
Diese Arbeit führte mich persönlich durch einen intensiven, manchmal hartnäckigen, in geistiger wie auch in praktischer Hinsicht sehr anspruchsvollen, und am Ende, beglückenden Prozess.
In dem Sinne zitiere ich an dieser Stelle Morgenstern, der zum Thema Erziehung sagte:
„Alle Erziehung, ja alle geistige Beeinflussung beruht vornehmlich auf Be-
stärken und Schwächen. Man kann niemanden zu etwas bringen, der nicht schon dunkel auf dem Wege dahin ist, und niemanden von etwas abbringen, der nicht schon geneigt ist, sich ihm zu entfremden“.
(Eberhard Puntsch, 1999, S. 294)
In Diskussionen und Auseinandersetzungen im beruflichen, schulischen aber auch privaten Umfeld konnte ich meine Erfahrungen, die ich im Verlauf der Auseinandersetzung mit der Lerntheorie der operanten/instrumentellen Konditionierung gemacht habe, austauschen und gegebenenfalls ergänzen. In diesen Dialogen entstanden immer wieder neue Erkenntnisse und Zusammenhänge, welche ich in die Arbeit einfliessen lassen konnte: So bewirkte die kritische und vertiefte Beschäftigung mit dem Thema Lernen ein Bewusstwerden meines beruflichen Handelns. Zwar benutzte ich schon vor dem Studieren der Lerntheorie von B. F. Skinner die Methoden der verstärkenden Konsequenzen, jedoch ohne mir genau bewusst zu sein, wie diese wirken können. In Zukunft werde ich bewusster erwägen, in welchen Zusammenhängen Belohnungen und gegebenenfalls Bestrafungen sinnvoll sind.
Roland Del Fabro -1612. Jul. 2001
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7. LITERATURVERZEICHNIS
Bandura (1976) Lernen am Model,
Kett Verlag, Stuttgard
Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie Theorien und Methoden,
Verhaltenstherapie, (Hrsg.),
(1986)
Puntsch (1999) Das neue Zitaten Handbuch,
Bechtermünz Verlag, Landsberg am Lech
Spada (Hrsg.) (1992) Lehrbuch allgemeine Psychologie,
Verlag Hans Huber, Bern
Zimbardo/ Gerrig (1992) Psychologie,
Springer- Verlag, Berlin Heidelberg
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Roland Del Fabro -1712. Jul. 2001
Arbeit zitieren:
Roland Del Fabro, 2001, Operantes Konditionieren, München, GRIN Verlag GmbH
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