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- Elaborieren: Definition nach Oerter / Montada:
ABRUFSTRATEGIEN
- Altersunterschiede sind von größerer Bedeutung als bei der Einspeicherung ⇒ Überlegenheit der älteren Kinder
- schnelleres Finden eines geeigneten Kontextes für den Suchprozess - Suchprozess ist zielstrebiger und flexibler Empirische Untersuchung:
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c) Erwerb allgemeines Gedächtniswissens (Metagedächtnis) - Metagedächtnis = Wissen über Gedächtnisvorgänge und Anforderungen von Ged.aufgaben
⇒ Bedeutung von Metagedächtnis
- Derklaratives metakognitives Wissen
- Prozedurales metakognitives Wissen
⇒ Korrelation zwischen Metagedächtnis und Gedächtnismaßnahmen ca r = 0.6
d) Einfluss unterschiedlicher Wissensformen auf die Geächtnisleistung
(1) Entwicklung bereichsspezifischen Vorwissens = spezifisch inhaltliche Kenntnisse in einem Gegenstandsbereich .
Menschliches Wissen ist in Netzwerken organisiert, in denen ähnliche Inhalte miteinander assoziiert sind hinischtlich der Kategoriezugehörigkeit, ihrer Eigenschaften und den visuellen Vorstellungen. Ausmaß des Vorwissens beeinflusst die Gedächtnisleistung in dem Bereich, in dem man das Vorwissen hat. ⇒ Studien zum Experten und Novizenwissen von Chi (1978) und Schneider (1989) (2) Semantisches Wissen (=allgmeines Weltwissen) = Einfluss auf die Leistung in verbalen Gedächtnisaufgaben ⇒ Ausmaß ist bedeutsam für die Anwendung von Strategien (3) Strukturelles Wissen
= gemeint ist das Wissen um allgemeine Organisationsformen (z.B. von Texten) = Skripts haben Bedeutung für das Einspeichern und Erinnern von Ereignissen und Geschichten.
Joachim Brenner Universität Würzburg Tel.: 09343 / 1739 Bedeutung von Vorwissen für den Lernerfolg
- Vorwissen - Vorwissen - Vorwissen
⇒ Erst in neuerer Zeit ist man auf die besondere Bedeutung des Vorwissens für Gedächtnisleistungen aufmerksam geworden.
Wichtige Erkenntnisse lieferte das sog. Experten-Novizen-Paradigma, bei dem Experten und Laien in einem Gegenstandsbereich im Hinblick auf ihr Gedächtnis für Merkmale verglichen werden, die diesem Bereich entnommen sind. - Schlussfolgernungen
⇒ Wenn das bereichsspezifische Vorwissen einer Person außerordentlich groß ist (Expertise), kann es einen
größeren Einfluss auf kog. Leistungen nehmen als Kapazität, Strategien und metakognitives Wissen zusammengenommen
⇒ Großes bereichsspezifisches Wissen kann Einflüsse von Intelligenzunterschieden auf die Leistung in solchen
Aufgaben eliminieren, die keine bewußten Strategein erfordern (z.B. Textproduktion); zusätzliche Effekte von I.unterschieden sind dann zu verzeichnen, wenn Problemlöseaufgaben den Einsatz von Strategien erfordern
⇒ Da junge Schüler in den meisten Schulfächern über wenig Vorwissen verfügen, dürften Vorwissens-Effekte auf
die Leistung im Grundschulbereich noch relativ gering sein. Der Einfluss des Vorwissens auf die schulische Leistung nimmt in der Folgezeit jedoch drastisch zu.
FAZIT: Gute Informationsverarbeiter zeichnen sich dadurch aus, dass sie
⇒ Informationen schnell auffassen und weiterverarbeiten
⇒ aktiv über verschiedene Strategien verfügen, die flexibel und gzielt nutzbar sind ⇒ zusätzlich zum strategischen Wissen auch ein breites Weltwissen besitzen
⇒ in den jeweiligen Problemlösesituationen gleichzeitig Strategien, Metagedächtnis, Welt und Vorwissen
aktivieren.
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3. Verlauf der Gedächtnisentwicklung
⇒ Allgemein: Gedächtnisentwicklung im Vorschulalter: Wiedererkennung vs. Reproduktion,
Defizite bei jungen Kindern sind das Mediationsdefizit und das Produktionsdefizit.
Seit dem Forschungsboom seit den 70er Jahren gibt es neue Erkenntnisse. Schon Neugeborene sind zu Wiedererkennungsleistungen fähig. Beachtlich ist, dass auch wenn das Wiedererkennen als wenig komplexe Gedächtnisleistung gilt, diese schon bei Säuglingen auf relativ hohem Niveau funktioniert und sich danach auch nicht mehr bedeutsam verändert. Säuglinge können aber auch schon assoziativ Lernen. Bei Kleinkindern funktioniert auch sehr gut, die Lokations-Gedächtnis oder Orts-Gedächtnis. Das Orts-G. verbessert sich zwischen 6-12 Monaten.
Die Reproduktionsleistung verändert sich bis in die späte Jugendphase hinein, während, Wiedererkennungsleistungen über die Lebenspanne hinweg relativ unverändert bleiben.
a) das Gedächtnis der frühen Kindheit 0-2 Jahre
- Problematik bei der Untersuchung von Kleinkindern, da sie nicht direkt befragt werden können. Es gibt nur indirekte Erschießungsmöglichkeiten
- Ansatz: Habituierungsmethode = Neugeborene verfügen bereits über Wiedererkennungsfähigkeiten die sich
- Ansatz: Bewegungs-Verstärkungsferfahren
- Kleinkinder haben schon die Fähigkeit zum assoziativen Lernen - durch Imitationslernen sind die Kinder zur freien Reproduktion fähig. - geringes Ortsgedächtnis
⇒ Die Untersuchungen deuten alle darauf hin, dass bei Kleinkindern unterschiedliche Gedächtniskompetenzen
vorhanden sind. Es stehen also schon UKZG, KZG und LZG zur Verfügung
b) das Gedächtnis zwischen 2-4 Jahren
- nur geringe Kenntnisse über die G.entwicklung in diesem Altersbereich, da Probleme bei Studien auftreten z.B. Sprache noch schlecht, Wortschatz noch schwach - Behaltensinstruktionen sind für das Memorierverhalten eher hinderlich
- unwillkürliches Gedächtnis spielt gegenüber dem willkürlichen Gedächtnis eine wesentlich größere Rolle - Reproduktionsleistungen sind vergleichsweise gering, die Wiedererkennungsleistungen überraschend gut - bei Reproduktionsaufgaben werden Gedächtnisstützen bereits sinnvoll verwendet. - Verbesserung des Ortsgedächtnis
⇒
Grund
c) Gedächtnisentwicklung zwischen 5 und 15 Jahren ⇒ siehe Unterlagen
- hier liegen die meisten empirischen Forschungsbefunde vor, sind so alt wie die G-Forschung selber - Klassische Studie von Brunswik: der größte Zuwachs im Alter zwischen 6-10. - Neuere Studien = haben weniger die Frage nach der Veränderung der G.leistung im Entwicklungsverlauf
Joachim Brenner Universität Würzburg Tel.: 09343 / 1739 4. Bei Kognitiver Retardierung
- Gedächtnisstörung = in der Psychopathologie Oberbegriff für Störungen der Speicherung von Erfahrung • III. Gedächnispsychologie und - modelle
Kognitive Wende (Ende 60er Jahre) führte zu einer Reihe von Informationsverarbeitungsmodellen
1. Modellannahmen zur Funktionsweise des Geächtnis
⇒ M e h r s p e i c h e r m o d e l l e a) William James (1890) unterschied - primäres Gedächtnis: leicht zugänglich, bewußte + aktuell ablaufende Informationen - sekundäres Gedächtnis: erfordert konzentrierten Willensakt, peramanenter Speicher für alle vergangenen Gedächtnisinhalte
⇒ Die ersten Mehrspeichermodelle stellen eine direkte Weiterentwicklung dieses Konzepts dar:
b) ZEITabhängige Gedächtnisklassifikationen = Gedächtnis in Zeitabschnitte unterteilt z.B. Atkins / Shiffrin: (aber auch: Wippich)
- Ultrakurzzeitgedächtnis: sensorisches Register ⇒ enorme Kapazität
Teilmenge wird ausgewählt und an das KZG weitergeleitet - Kurzzeitgedächtnis: Grenze = ca. 30 sec, Zentrum bewußter mentaler Tätigkeit Kapazität sehr begrenzt - Langzeitgedächtnis: bei großen Zeitdifferenzen zwischen Einspeicherung und Abruf wird die Information aus dem LZG abgerufen
⇒ Die Unterscheidung zwischen UKZG, KZG und LZG ist zwar nicht unumstritten, sie hat sich jedoch als
praktisch zweckmäßig erwiesen. Im Zusammenhang von KZG und LZG spielen Codierungs- und Abrufprozesse, Fragen nach der Informationsorganisation und Mnemotechniken eine zentrale Rolle.
c) INHALTSabhängige Gedächtnisformen
Insbesondere beim LGZ ⇒ LZG ≠ eigene Größe, sondern hat mehrere Komponenten: - deklaratives Gedächtnis: = relativ schnell, flexibel, mit Worten beschreibbar - episodisches Gedächtnis: eigene Erfahrungen, autobiograph. - semantisches Gedächtnis: Weltwissen ≠ zeitlich
- nicht dekl. Gedächtnis: = rel. langsam,wenig flexibel, mit Worten schwer beschreibbar
⇒ Kontroverse
um die Frage ob ein oder mehrere Speicher ⇒ ABER: Mehrspeichermodelle kommen der Wahrheit am nächsten.
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1. Gedächtnis = als informationsverarbeitendes System
2. Determinanten:
a) Gedächtniskapazität
b)Gedächtnisstrategien Enkodierungsstategien
verbunden
Arbeit zitieren:
Joachim Brenner, 2001, Das Gedächtnis - eine Übersicht, München, GRIN Verlag GmbH
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