Die zunächst durch Sandsäcke und Verschalungen geschützten Reliefs werden abgenommen und außerhalb der Museumsinsel gelagert. 1945
Sicherstellung der Kunstwerke durch die Sowjetischen Truppen. Abtransport nach Moskau und Leningrad. 1959
Nach der Rückführung der Reliefs aus der Sowjetunion wird im Oktober das Pergamonmuseum wiedereröffnet. 1990
Neun Reliefköpfe des Telophosfrieses, die nach dem Zweiten Weltkrieg an das Westberliner Antikenmuseum gelangten, kommen zurück auf die Museumsinsel.
2. Welche Bedeutung haben in der Antikenhalle das Markttor von Milet und das Fußbodenmosaik?
Im Saal römischer Architektur dominiert die Rekonstruktion des Markttores von Milet, das 28,92m lang und 16,68m hoch ist. Es bildete einst den Eingang zum Südmarkt der Stadt und ist bald nach Beginn der Herrschaft des Kaisers Hadrian um 120 n.Chr. entstanden. Erst ein Erdbeben zerstörte das Marktor und andere Bauten der Stadt. Das Markttor von Milet diente als eine Werbetafel und als Prestige der Stadt. Man kann sagen, dass es die erste Werbetafel war, die gefunden wurde.
Das Fußbodenmosaik stammt aus dem Speiseraum (Triklinium) eines römischen Privathauses und entstand in der ersten Hälfte des 2 Jh. n. Chr. Auf dem Fußbodenmosaik ist Orpheus dargestellt. Er besaß die Fähigkeit wilde Tiere zu zähmen und mit ihnen zusprechen.
3. Wodurch sind die Säulen in derselben Halle gekennzeichnet, wodurch unterscheiden sie sich (nach Säulenaufbau und Kapitell)?
In der Antikenhalle befinden sich dorische, ionische, korrinthische und Komposit-Säulen.
dorische Säulen: Die dorische Säule, die seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. erstmalig verwendet wurde, besitzt keine Basis, ihr dicker, kurzer Schaft verjüngt sich zum Kapitell hin stark, wobei seine Kanneluren spitz zulaufen. Der wulstförmig gebildete Körper des Kapitells (Echinus, griechisch: Igel) wird von einem dicken, unverzierten Abakus (lateinisch: Platte) abgeschlossen. Das Gebälk wird von einem Architrav gebildet, über dem der Fries mit Triglyphen (griechisch. Dreischlitzen), Deckplatten mit d rei senkrechten Rillen, und Metopen (griechisch:Stirnen), reliefverzierten viereckigen Platten, liegt. An der Unterseite des sich anschließenden Kranzgesimses ( Geison) hängen Mutuli (Hängeplatten) und Stäbchen (lateinisch Guttae: Tropfen). Darüber folgt der Giebel mit ornamental oder figürlich gestaltetem Giebelfeld ( Tympanon), der von einer Traufleiste ( Sima) und je einem seitlich angebrachten Eckaufsatz (Akroter, griechisch: Spitze) abgeschlossen wird.
ionische Säulen: Seit dem 6.Jahrhundert v. Chr. Ist die ionische Ordnung nachweisbar, die wohl aus dem asiatischen Raum nach Griechenland gelangte. Die ionische Säule, die wesentlich schlanker ist und sich weniger stark verjüngt als die dorische, steht auf einer prächtig gestalteten kreisförmigen Basis mit wechselnder Folge von Wülsten ( Torus) und Kehlen ( Trochilus). Das ionische Kapitell ist durch Voluten (von lateinisch volvere: rollen) charakterisiert, spiralförmig eingerollte Ornamente, und wird von einem schmalen, verzierten Abakus abgeschlossen. Der Architrav (Querbalken) ist in drei abgetrennte Schichten (Fasciae) untergliedert.
korinthische Säulen: Die korinthische Ordnung entwickelte sich Ende des 5.Jahrhunderts v. Chr. Und lehnt sich eng an die ionische Schaft- und Basisbildung an. Sie unterscheidet sich lediglich durch die noch schlankeren Proportionen und durch die Kapitellbildung in Form eines Kelches aus aufstrebenden, sich an den Enden einrollenden Akanthusblättern.
Komposit-Säulen: Die Römer übernahmen diese drei Ordnungen, vermischten sie jedoch teilweise, um die dekorative Wirkung zu steigern. Bei der römischen Kompositordnung vermischten sich besonders hinsichtlich der Ausbildung des Kapitells ionische und korinthische Stilformen. Bei den Römern wurden Säulen auch erstmals im Mauerwerk als Bestandteil der Fassadengestaltung eingesetzt.
4. Nenne von der Basis bis zum Architrav die Unterschiede zwischen dorischer und römischer Säule!
Dorische Ordnung
Die dorische Säule, die seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. erstmalig verwendet wurde, besitzt keine Basis, ihr dicker, kurzer Schaft verjüngt sich zum Kapitell hin stark, wobei seine Kanneluren spitz zulaufen. Der wulstförmig gebildete Körper des Kapitells ( Echinus, griechisch: Igel) wird von einem dicken, unverzierten Abakus (lateinisch: Platte) abgeschlossen. Das Gebälk wird von einem Architrav gebildet, über dem der Fries mit Triglyphen (griechisch. Dreischlitzen), Deckplatten mit drei senkrechten Rillen, und Metopen (griechisch:Stirnen), reliefverzierten viereckigen Platten, liegt. An der Unterseite des sich anschließenden Kranzgesimses ( Geison) hängen Mutuli (Hängeplatten) und Stäbchen (lateinisch Guttae: Tropfen). Darüber folgt der Giebel mit ornamental oder figürlich gestaltetem Giebelfeld ( Tympanon), der von einer Traufleiste ( Sima) und je einem seitlich angebrachten Eckaufsatz (Akroter, griechisch: Spitze) abgeschlossen wird.
Römische Ordnung
Siehe Aufgabe 3
5. Beim Gang durch das Ischtar-Tor stellt man fest, dass einige Besonderheiten zu verzeichnen sind (Wandkacheln, Toraufbau, Höhe, Figuren usw.). In der Dokumentation am Ischtar-Tor ist die Bedeutung zu lesen. Halte stichpunktartig die Merkmale fest!
Ischtar- Tor
Die heute berühmtesten Bauwerke Babylons sind die Prozessionstraße und das Ischtar-Tor. Sie lagen am Nordrand der Altstadt, wo der Z ugang durch die Außenmauern der Paläste eingeengt worden war, so dass die Straße beiderseits Wänden begleitet wurde. Das ergab die Möglichkeit von Doppeltor im Nordosten der Stadt Babylon, von Nebukadnezar II. (606-562 v. Chr.). Unter Verwendung der glasierten Originalziedel, die aus zahlreichen Bruchstücken zusammengesetzt wurden, konnten Teile der Bauten in annähern originaler Größe nachgebaut werden. Das Außentor war kleiner als das den innerstädtischen Abschluß bildende Innentor der Prozessionsstraße, T ortürme und -kammern mit Stier-, Löwen- und Drachendarstellungen (teils reliefiert und bemalt, teils glasiert) verziert. Einbezogen in den Prozessionsweg, hatte man es mit farbigen Reliefs versehen, die hier die gesamte Außenwand bekleideten. In drei Baustufen errichtet, zeigte die oberste Stufe farbige Drachen- und Stierdarstellungen - die Symbole der Götter Marduk und Adad.
Arbeit zitieren:
Hanka Kämpf, 2000, Pergamonmuseum, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Hanka Kämpf hat den Text Pergamonmuseum veröffentlicht
Hanka Kämpf hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare