der Walzenkette waren im Gehäuse 26 Leuchtfelder mit aufgedruckten Buchstaben. Wurde via Tastatur ein Buchstabe gedrückt, floss nun ein elektrisches Signal durch diese Walzenräder, so dass je nach Kombination aus "A" ein "R" wurde und dieser auf dem Leuchtfeld entsprechend angezeigt
verschlüsselt werden. Immerhin konnten mit dem vorgezeigten
Codekombinationen erzielt werden. 1926 führt die Reichsmarine das Modell „C“ versuchsweise in kleiner Stückzahl ein. Das Gerät ist kleiner als die Modelle „A“ und „B“ und wies ca. die Grösse einer Reiseschreibmaschine auf. Der geschäftliche Erfolg blieb aber noch aus. Erst für die kommerzielle, handelsübliche ENIGMA „D“ Interessierten sich verschiedene
Chiffrierdienste. So kam es zu Käufen durch die Länder Niederland, Schweiz, Schweden, Polen der Tschechoslowakei, der U.S. Army und der britischen Admiralität in den Jahren 1926 bis 1928. Im Jahre 1928 rüstet sich die damalige deutsche Reichswehr mit der ENIGMA aus. Von dieser Zeit an versuchten vor allem die Polen den Code des Reichswehr-Funkverkehrs in den Jahren 1928 bis 1932 zu knacken. Die ENIGMAS von Heer und Luftwaffe basierte zu dieser Zeit auf drei Schlüsselwalzen. Die Marine hatte ihre „eigne“ ENIGMA und arbeitete mit fünf Schlüsselwalzen (später wurden es acht). Alle Geräte wiesen noch eine Steckverbindung Steckverbindung Verschlüsselung
anfänglichen geschäftlichen Erfolge bedeutete die Firma für Dr. Scherbius nicht den Durchbruch. Es kam zum Verkauf der Firma, 1934 kauften Dr. Rudolf Heimsoeth und Elspeth Rinke die Chiffriermaschinen AG. Scherbius hatte zu früh die Geduld als Geschäftsmann verloren. Mit der Machtergreiffung der Nazi setzte in den darauffolgenden Jahren ein richtiger Boom an Maschinenverkäufen ein. Die Chiffriermaschinen-Gesellschaft Heimsoeth produzierte für die Wehrmacht, der SS, dem SD, Polizei, dem Auswärtigen Amt, der Reichsbahn und anderen Interessenten in den Jahren 1934 - 1945 mehr als 100'000 Maschinen in verschiedenen Modell- und Typenvarianten.
Die Zusammenarbeit polnischer und
französischer Stellen
Durch Aussuch- und Ausschaltverfahren fanden die Kryptologen die Anfangsstellungen und die Schlüssel für die verschiedenen deutschen Funknetze heraus. Dies ging 1933 so lange gut bis im Laufe 1934 die Deutschen anfingen die Steckverbindungen von einmal vierteljährlich auf bis zu alle 8 Stunden zu wechseln. Aber wieder wusste Rejewski darauf eine Lösung. Mit der Erfindung
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Auf französischer Seite waren Mayor Gustav Betrand und Capitain Henri Braquenié, auf der polnischen Seite Marian Rejewski, Henryk Zygalski und Jerzy Rozycki sowie der ENIGMA - Ingenieur Antoni Palluth.
Am 27. Juli war das Treffen beendet und es erfolgte die Rückreise der Teilnehmer via Berlin mit dem Versprechen der Polen für die Lieferung je einer ENIGMA aus der polnischen Produktion an die Länder Frankreich und England. Die ENIGMA wurden dann auch mit einer diplomatischen Kuriersendung Anfangs August nach Paris geliefert. Major Gustav Bertrand, in Begleitung eines britischen diplomatischen Kurier übergab dann am 18. August 1939 in Victoria Station Col. Steward Menzies (dem späteren Chef des Secret Intelligence Service S.I.S.) das für England versprochene Gerät. Selten in der Weltgeschichte wurde ein Geschenk so intensiv untersucht wie es nun die Engländer taten und so gelang es ihnen auch, drei Monate nach Kriegsausbruch, Ende 39, den Wehrmachtscode zu knacken. Wohlaber stammten die dechiffrierten Meldungen vom 28. Oktober 39 und hatten somit keinen strategischen Wert mehr.
Der zweite Weltkrieg
Die Zentrale „Bruno“
Mit dem Überfall auf Polen hatte am 1. September 1939 Deutschland den 2. Weltkrieg begonnen. Die polnische Zentrale B.S.-4 im Wald von Pyry musste aufgegeben werden. Über mehrere Zwischenstationen verschob sich die gesamte Zentrale und am 17. September wurde der Fluss Czeremosz nach Rumänien überschritten. Die Weiterfahrt führte nach Bukarest. Die französische Botschaft organisierte für die Leute des Chiffrierbüros die weitere Flucht nach Frankreich. Bereits am 20. Oktober begann das Team der polnischen Kryptologen in Frankreich mit seiner Tätigkeit. Das Büro „Bruno“ war entstanden. Zusammen mit 10 Franzosen, 15 Polen und 5 Spanier aus der ehemaligen republikanischen spanischen Armee. Später kamen noch zwei ehemalige politische Kommissare der spanischen Republikaner hinzu. Bereits am 17. Januar 1940 gelang es mit drei ENIGMAS deutsche Meldungen vom 28. Oktober 1939 zu lösen. „Bruno“ war sehr erfolgreich im entschlüsseln von strategischen Meldungen der Luftwaffe und des Heeres. Die daraus resultierenden Bulletins wurden aber durch den französischen Generalstab unter General Gamelin nicht zum taktischen Vorteil genutzt und Frankreich verharrte im „drôle de guerre“ und vertraute auf die Maginot-Linie.
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Luftschlacht um das Inselreich durch England gewonnen werden.
In dieser Schlacht verblutete personell wie materiell die deutsche Luftwaffe. Diese sollte sich auch niemehr von diesem Aderlass erholen. Dank der Koordinationsstelle "ULTRA" wusste die RAF in den meisten Fällen wo ein deutscher Fliegerangriff zu erwarten war und so konnten die wenigen englischen Kräfte gezielt an fast jedem Punkt des Inselreiches eingesetzt werden. Aber es wäre zu schön, wenn hier die Geschichte zu Ende wäre. Ein grosses Rätsel blieb bis dahin ungelöst.
Die Schlüsselexperten von der GC & CS mussten bald feststellen, dass der Marineschlüssel weit komplizierter und sicherer war, als dies die Schlüssel von Heer und Luftwaffe waren. Man benötigte eine ENIGMA und sämtliche Code-Unterlagen von einem Schiff oder noch besser von einem U-Boot.
Die Jagd nach einer Marine ENIGMA
Ein Zufall verhalf den Briten in Besitz der fehlenden Walzen VI und VII zu kommen. Bei einer Minenlege-Aktion in der Clyde-Mündung wurde am 12. Februar 1940 das deutsche U 33 durch seine Besatzung selbstversenkt. Englische Taucher konnten die auf dem Meeresgrund durch die Besatzung des Bootes verstreuten Walzen auffinden. Nun fehlte „nur“ noch die Walze VIII. Im August 1940 wurde diese auf einem deutschen Schiff erbeutet. Am 26. April 1940 gelang den Briten Schlüsselmaterial auf dem Vorpostenschiff VP 2623 zu erbeuten. Diese Unterlagen erbrachten aber nicht das ersehnte Resultat, weil im Juli 1940 bereits neue Kenngruppentafeln eingeführt wurden. Noch war es den Alliierten nicht gelungen in den deutschen Marinecode einzudringen. Und dies war nicht möglich, solange man nicht in Besitz von Schlüsselunterlagen war die über längere Zeit noch Gültigkeit aufwiesen. So entstand schon vor der Luftschlacht um England ein Unternehmen, das dann am 2. März 1941 mit dem Auslaufen eines britischen Schiffsverbandes auf östlichen Kurs Richtung Norwegen begann. Fünf Zerstörer hüteten in ihrer Mitte zwei ehemaligen Fährschiffe, die sich für ein solches Unternehmen Kommandounternehmen
Soldaten, Infanteristen wie Pionierspezialisten. Ziel waren die Lofoten-Inseln in der Nähe von Narvik. Nebst der Zerstörung einer der grössten Tranfabriken der Welt, der Zerstörung und Verwüstung der Hafenanlagen, war als oberstes Ziel gesteckt, Unterlagen und Standorte über deutsche Wetterschiffe und Codebücher der Marine sowie einer Schlüsselmaschine zu erbeuten. In den Besitz einer ENIGMA kamen die Engländer nicht, dafür erbeuteten sie auf dem deutschen
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deutsche Mannschaft nicht mehr sehen, denn zu diesem Zeitpunkt war sie bereits aus dem Wasser geborgen und unter Deck gebracht worden. Nur der noch im Wasser schwimmende Lemp erkannte die Gefahr einer Enterung, schwamm wieder in Richtung seines Bootes wurde aber durch eine MP-Garbe aus einer Waffe des Enterkommandos tödlich verletzt und versank unweit des Bootes. Die Engländer wussten genau was sie als Erstes in Sicherheit zu bringen hatten, handelte es sich doch bei den Kommandoangehörige um Leute die auf ihre spezielle Aufgabe vorbereitet waren. Innert kurzer Zeit gelang es ihnen sämtliche Unterlagen wie die Satz- und Kenngruppenbücher für den Funkverkehr, das Kurzsignalheft für U -Boote, Anweisungen Schlüsselmaschine, schliesslich die Schlüsselmaschine "M" in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig wurde von der "Bulldog" auf U 110 eine Schleppleine befestigt und mit Kurs Island die Fahrt wieder aufgenommen.
Am darauf folgenden Tag sackte das Boot schwer beschädigt weg, die Leinen mussten gekappt werden.
Nun konnte „ULTRA“ darangehen die „Bombes“ auf die 336 Rotorfolgen anstelle der bisherigen 60 bei 5 Walzen umzubauen.
funktionierte "ULTRA" ohne Einschränkungen bis zum 1. Februar 1942. Die Mannschaft von U 110 erfuhr in der Gefangenschaft nie etwas über das Schicksal ihres Kommandanten
Geheimdienst erfuhr nie etwas über die Erbeutung der Marinefunk-Unterlagen. Und so glaubte die deutsche Marineleitung das ENIGMA-Geheimnis bestehe immer noch. "Bletchly Park" konnte auch die wechselnden Codes immer anpassen, nachdem die Gültigkeit der erbeuteten Unterlagen abgelaufen waren.
Entsprechende Warnungen aus Wahrnehmungen des deutschen "B-Dienstes" über ein Mitlesen des Funkverkehrs durch die Briten, wurden durch die verantwortlichen Stellen, aber vor allem durch Dönitz als absolut unmöglich hingestellt. Ebenfalls die durch den Hilfskreuzer Kdt, Kptltn. Bernhard Rogge gemachten
Äusserungen, wurden nicht für möglich gehalten.
Geheimpapiere der Seekriegsführung
Bereits am 04. Juni 1941 lachte das Kriegsglück den Briten wiederum zu. Westlich von Brest gelang es dem britischen Hilfskreuzer "Marsdale" (4890 BRT) den deutschen Versorgungstanker "Gedania" (8923 BRT) zu kapern. Dessen Kapitän zur See Paradeis, gelang es nicht mehr rechtzeitig die Geheimunterlagen zu vernichten. So erbeuten die
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Fronteinsatz im Atlantik befindlichen U -Boote abgewickelt.
In Schlüsselbereich »Ausserheimische Gewässer« (ab 1. Januar 1943 als „Aegir“) fiel nur der von seinem Umfang her geringe Verkehr der in überseeischen
Kriegsschiffe an, darunter der Verkehr der Handelsstörer und Hilfskreuzer.
Noch im September 1939 wurde für die U -Bootausbildung in der Ostsee ein U -BootÜbungsschlüssel „Thetis“ eingeführt. Der Schlüssel „Bertock“ wurde 1940 als besonderer Schlüssel für die Verbindung des Oberkommandos der Kriegsmarine in Berlin mit dem Marine-Attache in Tokio eingeführt. Mit der Verlegung deutscher Streitkräfte ins Mittelmeer begann im April 1941 ein neuer Schlüsselbereich „Süd“, „Hermes“ umfasste zunächst alle Einheiten im Mittelmeer und Schwarzen Meer. Im Mai 1941 wurde für die Operationen der „Kernflotte“ ein besonderer Schlüssel „Neptun“ geschaffen. Bei Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion, kamen im Juni 1941 ein
Unternehmen« „Potsdam“ und schliesslich im September 1941 mit „Tibet“ ein Sonderschlüssel für die Versorgungseinsätze in ausserheimischen Gewässern hinzu.
Ab 5. Oktober 1941 war von besonderer Bedeutung die Einführung des separaten Schlüsselbereiches „Triton“ für die Front-U-Boote, für den ab 1. Februar 1942 auch erstmalig die mit vier Schlüsselwalzen ausgerüstete ENIGMA M-4 verwendet wurde.
1943 wurden besondere Schlüsselbereiche für den deutschen Funkbeobachtungsdienst (B-Dienst) „Freya“ eingeführt. Im Februar für die Torpedo-Schießausbildung der U -Boote in der Ostsee „Sleipnir“, im April für die Front-U-Boote im Mittelmeer „Medusa“, im Juni und Oktober 1943 für die Operationen im Schwarzen Meer „Poseidon“ und für die Verbindung zwischen OKM und Mittelmeer „Uranus“.
“Eichendorff“ war der Schlüsselbereich ab März 1944 für den Verband der Kleinkampfmittel und im Juni 1944 ein besonderer Schlüssel „Niobe“ für die im Nordmeer eingesetzten U-Boote. Alle diese
Schlüsselverfahren »Allgemein«, die meisten von ihnen ein doppeltes Schlüsselverfahren »Offizier« und einige besonders für die höheren Stäbe das Verfahren »Stab«, so dass die Zahl der durch Bletchley Park zu beobachtenden Schlüsselbereiche im Bereich ENIGMA auf mehr als 30 anstieg.
Die Einführung des separaten U -Bootschlüssels „Medusa“ im Mittelmeer, brachte keine grossen Unterbrechungen für „Ultra“, da der Einbruch noch
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Arbeit zitieren:
Edgar Schmidt, 2001, Die Geschichte um den deutschen Marinecode in den Jahren 1926-1945, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Auswirkungen von "Ultra" auf die Atlantikschlacht
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