im Fernsehen auftritt. Der Empfänger (in diesem Fall der Zuschauer vor dem Fernseher) nimmt eine Frequenzverschiebung wahr, d.h. die Frequenz der von den Rennautos ausgesendeten Geräusche, wird vom Empfänger höher bzw. tiefer wahrgenommen - je nachdem, ob sich das Auto nähert oder entfernt. Der Doppler-Effekt tritt immer dann auf, wenn sich eine Quelle (z.B. eine Schallquelle) und ein Empfänger aufeinander zu-, voneinander weg- oder aneinander vorbeibewegen. Begonnen wird in dieser Arbeit mit der Klärung der Begriffe „Schwingung“ und „Welle“, da diese für den Doppler-Effekt wichtig sind. Im Weiteren wird das Leben und Wirken des Christian Johann Doppler beschrieben um etwas über den Entdecker dieses Effektes zu erfahren. Grob lässt sich der akustische Doppler-Effekt in zwei Fälle einteilen: Im ersten Fall bewegt sich die wellenaussendende Quelle und im zweiten der Empfänger, der die Wellen der Quelle aufnimmt. Für den akustischen Doppler-Effekt ist es entscheidend, wer von beiden sich bewegt, was anhand von Rechenbeispielen verdeutlicht wird. Es gibt allerdings noch andere Fälle, wie z.B. ein bewegtes Medium, die desweiteren benannt werden. Neben dem akustischen Doppler-Effekt gibt es noch den optischen, der als letztes beschrieben wird. Die Facharbeit basiert hauptsächlich auf Literatur aus dem Internet und dem Buch „Physik“ von Paul A. Tipler.
II. Hauptteil
1. Klärung der Begriffe „Schwingung“ und „Welle“
1.1 Was ist eine Schwingung?
Es gibt mehrere Dinge, die schwingen, z.B. eine Schaukel oder ein Faden-pendel. Aber auch ein Funkgerät schwingt, obwohl man keine Bewegung beobachten kann. Beim Fadenpendel gibt es zwei Umkehrpunkte. Befindet sich das Massestück am höchsten Punkt, so besitzt es maximale potentielle Energie (Lageenergie). Die kinetische (Bewegungs-) Energie ist an diesem Punkt gleich Null. Bewegt sich das Massestück nun vom höchsten Punkt zum tiefsten und hat diesen erreicht, so ist die kinetische Energie maximal und die potentielle Energie gleich Null. Einen solchen Vorgang nennt man Schwingung, da sich die zwei Energiezustände periodisch (regelmäßig) wechseln. Ist das Massestück einmal hoch und runter geschwungen, so hat es genau eine Schwingung vollführt. Die Dauer dieser Schwingung nennt man die Periodendauer T. Der größte Abstand des Massestücks von der Ruhelage nennt man Amplitude ( s ˆ ). Die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde bezeichnet man als
Frequenz f. Die Einheit für die Frequenz ist demnach
die Einheit Hz (Hertz) verwendet.
2
(vgl. [3] S. 1)
1.2 Was ist eine Welle?
Führt man einer Wellenquelle Energie zu, so entsteht eine Schwingung, die Wellen im jeweiligen Medium verbreitet. Die Wellen breiten sich dann nach allen Seiten in diesem Medium aus. Vom Menschen werden nur die Licht-, Wasser- und Schallwellen wahrgenommen. Wasserwellen bewegen sich zweidimensional an der Oberfläche des Mediums, während Schall-, Licht-, Wärme- und Radiowellen sich dreidimensional zu allen Seiten verbreiten. Sie werden auch Kugelwellen genannt, da die Wellen um die Quelle herum eine Kugel bilden. Die Geschwindigkeit der Wellen ist in jedem Medium anders. Sie hängt von der Elastizität, der Dichte und der Temperatur des jeweiligen Mediums ab. Die Abstände zwischen den einzelnen Wellen werden als Wellenlänge λ bezeichnet.
(vgl. [2] S. 1)
2. Leben und Wirken Dopplers
Christian Johann Doppler wurde am 29.11.1803 in Salzburg als Sohn eines Steinmetzmeisters geboren. Seine Eltern waren Johann und Therese Doppler. 1829 bis 1835 arbeitete er als Mathelehrer am Polytechnischen Institut Wien und gab an der Uni Salzburg Vorlesungen in Philosophie. 1835 bekam er eine Dozentenstelle an der Uni Prag. 1836 heiratete er Mathilde Sturm, Tochter eines Goldschmieds aus Salzburg. Mit ihr hatte er fünf Kinder und wohnte abwechselnd in Wien und Prag. Im Jahre 1842 entdeckte er den nach ihm benannten Doppler-Effekt. Am 25. Mai des gleichen Jahres veröffentlichte er vor der königlichen Böhmischen Gesellschaft sein Buch „Über das farbige Licht der Doppelsterne”, wodurch er in aller Welt bekannt wurde.1848 wurde er Professor für praktische Geometrie an der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. 1850 wurde Doppler Physikprofessor an der Universität Wien und Direktor des von Kaiser Franz Josef neu gegründeten physikalischen Institut. Am 17. März 1853 starb Christian Johann Doppler während seines Krankenurlaubs in Venedig. Als Todesursache wird eine Staublunge vermutet, da er in der Steinmetzwerkstatt seines Vaters immer Staub ausgesetzt war. Zu Lebzeiten schrieb Doppler Beiträge zu Akustik, Optik, Elektrizitätslehre und Astronomie sowie zur analytischen Geometrie. (vgl. [1] & [12] S. 77)
3. Doppler-Effekt bei mediumgebundenen Wellen - akustischer Doppler-Effekt 3.1 Quelle bewegt - Empfänger ruht
3.1.1 Quelle bewegt sich auf der Verbindungslinie von beiden
3
Bewegt sich die wellenaussendende Quelle relativ zum Medium auf den Empfänger zu, so beobachtet man in einer mit Wasser gefüllten Demonstrationswanne , dass die vorauslaufenden Wellenzüge zusammengedrückt sind, während die Wellenzüge hinter der Quelle weit auseinander verlaufen. Sofern die Geschwindigkeit der Quelle kleiner ist als die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen, eilt die Quelle den Wellenzügen also hinterher. Zur Bestimmung der Wellenlänge λ ( v
λ für nachlaufende Wellen) benötigt man die Frequenz Q
vorauslaufende und n Q ∆ ⋅ = ∆ sendet die Quelle Quelle. Im Zeitraum t v ∆ ⋅ , und die Quelle um
Zeit bewegt sich die Wellenfront um die Strecke v Q ∆ ⋅ weiter (wobei Q t v die Geschwindigkeit der Quelle relativ zum Medium angibt). Auf einer Streckenlänge von ( ) t
folgt die Formel für die Wellenlänge der vorauseilenden Wellenzüge
( )
. f Q ∆ ⋅ ein und erhält Nun setzt man für N
λ
Nach Umformung erhält man nun die Gleichung für die Wellenlänge der vorauslaufenden Wellen:
λ
Gleichung II.2
.
Für nachlaufende Wellen muss ein Vorzeichenwechsel vorgenommen werden. Auf
der Strecke ( ) t
v Q ∆
gleicher Herleitung die Formel für nachlaufende Wellen
λ
Gleichung II.3
Bewegt sich der Sender in Ausbreitungsrichtung der Wellen auf den Empfänger zu, v der Quelle eilt also den Wellenzügen hinterher, so muss die Geschwindig-keit Q
4
kleiner sein als die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen. Die
Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt jetzt nicht mehr v , sondern ist um Q
Die Wellenanzahl in einem bestimmten Zeitraum bleibt konstant, sodass die
Wellenlänge kürzer werden muss und die Frequenz sich erhöht. Der verkürzte
= λ v − wird in die Gleichung für die Ausbreitungsgeschwindigkeit v Abstand
eingesetzt. Hierfür formt man diese Gleichung zuerst einmal nach v
Eingesetzt ergibt sich die Formel
v − v λ
Gleichung II.4
f nach der Somit kann die Wellenlänge berechnet werden, die zur Berechnung von E
v = f λ Formel
v λ in diese = f E
v
Gleichung ein und erhält
Gleichung II.5
Nun bringt man den Faktor v aus dem Zähler mit seinem Kehrwert
und es ergibt sich
Bewegt sich die Quelle vom Empfänger weg, so muss das Vorzeichen ge-wechselt
werden, da sich der Abstand zwischen dem ersten Wellenzug und dem Empfänger
schneller vergrößert, was bedeutet, dass v um Q
5
(vgl. [6] S. 5-6 & [11])
3.1.2 Quelle bewegt sich abseits der Verbindunslinie
Bewegt sich die Quelle abseits der Verbindungslinie, so zeigt der Geschwindigkeitsvektor nicht genau auf die Quelle. Also zerlegt man diesen Vektor ′
v und den dazu orthogonalen v′ (der allerdings im Weiteren v in einen Vektor
Q ′
v abhängig, da er die Geschwindigkeit irrelevant ist). Die Frequenz ist vom Vektor
Q
des Empfängers auf die Quelle zu angibt. Aus den Vektoren ergibt sich nun ein ′
v und v′ die Katheten sind und Q rechtwinkliges Dreieck, in dem
Hypothenuse darstellt. Der Winkel α wird von den Vektoren ′
eingeschlossen. Nach dem Cosinusgesetz ergibt sich:
.
Dies setzt man nun in Gleichung II.6 bzw. II.7 ein und kann so die Empfängerfrequenz berechnen. (vgl. [6] S. 7)
3.2 Empfänger bewegt - Quelle ruht
3.2.1 Empfänger bewegt sich auf der Verbindungslinie
Bewegt sich der Empfänger während die Quelle, ruht so bleibt die Wellenlänge gleich, wohingegen die Frequenz sich verändert. Geht die Bewegung des Empfängers auf die λ in gleicher Zeit
Quelle zu, so wird seine Frequenz höher, da mehr Wellen-längen Q ∆ am Empfänger vorbeiziehen. Für seine Frequenz gilt dann t
6
v Nimmt man nun die Formel für die Ausbreitungsgeschwindigkeit
v
diese nach
λ
um, so erhält man
und es ergibt sich
⋅
f noch ausgeklammert werden und für dir Empfängerfrequenz ergibt sich Nun kann Q
die Formel
Gleichung II.11
Bei dieser Gleichung erkennt man nun sofort, dass die empfangene Frequenz größer ist als die gesendete. Bewegt sich der Empfänger genau in entgegengesetzte Richtung, also von der Quelle weg, so muss ein Vorzeichenwechsel erfolgen. Die Gleichung sieht dann wie folgt aus:
Gleichung II.12
Hier wird auch gleich deutlich, dass die empfangene Frequenz kleiner ist als die gesendete ist - im Gegensatz zu dem Fall, wo sich der Empfänger auf die Quelle zubewegt. (vgl. [6] S. 3-4 & [11])
3.2.2 Empfänger bewegt sich abseits der Verbindungslinie
Nach gleicher Herleitung wie in Kapitel 3.1.2 ergibt sich
′ α ⋅ = cos v v E E
kann die Empfängerfrequenz berechnen. (vgl. [6] S. 4-5 & [11])
3.3 Rechenbeispiele zum Doppler-Effekt
1. Ein Auto bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von
7
=
Hz f
400
Seine Autohupe hat die Frequenz
m
und die Schallgeschwindigkeit beträgt
Frequenz zu errechnen muss man als erstes die Wellenlängen vor dem Auto
berechnen. Hierzu setzen wir in die Formel für die Wellenlänge λ die gegebenen Größen ein:
λ =
v
Somit ergibt sich für die vorauslaufenden Wellen eine Wellenlänge von
m 765 , 0
gegebenen Größen in die Gleichung für die Frequenz des Empfängers ein:
= λ f E
444 . Daraus kann man nun folgern, dass sich Die Frequenz beträgt also
die Frequenz um 11% erhöht hat.
2. Nun bewegt sich nicht das Auto, sondern der Empfänger und zwar mit der
m
Geschwindigkeit λ = Hz f Q 400
setzt man nun in die Formel zur Berechnung der Empfängerfrequenz ein: = f E
Es ergibt sich nun eine Empfängerfrequenz von 440 Hz. Die Frequenz hat
sich hier um 10% erhöht.
(vgl. [11] S. 490)
Wie man also anhand dieser Rechenbeispiele sehen kann, ist es nicht egal, wer von
beiden sich bewegt, während der andere ruht. Bewegt sich der Empfänger während
die Quelle ruht, so ändert sich die Wellenlänge nicht, die Frequenz wir aber erhöht
bzw. nimmt ab (je nachdem, ob sich der Empfänger auf die Quelle zubewegt oder sich
von ihr entfernt). Wenn die Quelle sich bewegt verändert sich jedoch sowohl die
Wellenlänge als auch die Frequenz, obwohl die Geschwindigkeit gleichgeblieben ist.
Da sich bei gleicher Geschwindigkeit verschiedene Frequenzen ergeben lässt sich
folgern, dass es nicht egal ist, wer von beiden (d.h. Empfänger oder Quelle) sich
bewegt.
(vgl. [6] S. 7-8)
8
3.4 Quelle und Empfänger gleichzeitig bewegt
Um die Formel für den Fall wenn sich beide bewegen, d.h. Empfänger und Quelle, zu f ermitteln kombiniert man die Faktoren aus den Formeln II.11 und II.12, die mit Q multipliziert werden und erhält folgende Formel:
Bei der Vorzeichenwahl ist die Bewegungsrichtung von Empfänger und Quelle relativ zum Medium zu berücksichtigen. Nähern sich die beiden einander, so wird die
Frequenz größer und es muss entsprechend das Pluszeichen im Zähler auftauchen, während im Nenner das Minuszeichen verwendet werden muss. Bei Entfernung ist es genau umgekehrt. Da die Frequenz kleiner wird, muss im Zähler das Minus- und im
Nenner das Pluszeichen verwendet werden. Die allgemeine Formel für die
Empfängerfrequenz lautet
bezogene Ausbreitungsgeschwindigkeit und λ die Wellenlänge im Medium (von ruhendem Beobachter gesehen) darstellt. Auch wenn Empfänger und Quelle sich
gleichzeitig bewegen kann es sein, dass sie sich abseits der Verbindungslinie befinden. Genau wie in Kapitel 3.1.2, 3.2.2 und 3.5 zerlegt man die
′ ′
v bzw. Q Geschwindigkeitsvektoren E
v zerlegen. Nach selber Herleitung wie in 3.1.2, 3.2.2 und 3.5 ergibt sich als und 2
Formel für die Empfängerfrequenz
α ⋅ − v
Gleichung II.14
(vgl. [6] S. 8-9& [11])
3.5 Medium bewegt - Quelle und Empfänger ruhen
Bewegt sich das Medium, so wird dieses im Bezug auf den akustischen Doppler-Effekt als sehr störend empfunden. Ein Beispiel für die Bewegung des Mediums ist in der Natur der Wind, der beispielsweise das Wasser bewegt. In so einem Fall wird die Geschwindigkeit des Mediums von der der bewegten Quelle bzw. des bewegten
9
Empfängers abgezogen. Die Formel für den Doppler-Effekt bei auf der
Verbindungslinie von Empfänger und Quelle bewegtem Medium lautet dann
Gleichung II.15
Da sich der Geschwindigkeitsvektor des Mediums allerdings nicht immer auf der
Verbindungslinie von Empfänger und Quelle befindet, zerlegt man diesen in die
. Der Winkel ϕ wird von
v′ Vektoren Medium und dem zu ihm orthongonalen Medium
diesen beiden Vektoren eingeschlossen. Daraus folgt nach dem Satz des Pythagoras
v′ ϕ = cos
v Medium
′ ϕ ⋅ = v
Gleichung II.16
(vgl. [7] & [11])
3.6 Allgemeine Formel des akustischen Doppler-Effekt
In Kapitel 3.1 und 3.2 ergaben sich jeweils verschieden Ergebnisse. Daraus kann man
folgern, dass nicht die Bewegung wichtig ist, sonder wer von beiden sich bewegt. Ist
die Geschwindigkeit des Empfängers oder die der Quelle verhältnismäßig klein
gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen, so gehen beide Gleichungen
ineinander über:
f E
vernachlässigt werden. Die allgemeine Formel für den akustischen Doppler-Effekt
lautet dann
10
In dieser Formel sind alle Faktoren zur Berechnung der empfangenen Frequenz enthalten. (vgl. [6] S. 9)
genauso groß wie die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls). Es ist sogar möglich, dass seine Geschwindigkeit die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls überschreitet. Obwohl sich beim Einsetzen in die Gleichung negative Frequenzen ergeben, ist dieser Fall möglich.
Abb. II.2 Der Düsenjet befindet sich im Unterschallflug. Seine Geschwindigkeit (v) ist kleiner als die des Schalls (c). Der Empfänger nimmt bei Annäherung kurze Wellenabstände wahr, Entfernung lange.
Abb. II.3 Sind Geschwindigkeit des
Düsenjets und Schallgeschwindigkeit gleich (v=c), so fliegt der Jet an der Schallmauer. An der Spitze des Jets überlagern sich die Wellen und bilden die sogenannte Kopfwelle.
11
Abb. II.4 Jetzt, da die Geschwindigkeit
des Düsenjets größer ist als die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen überschneiden die früher ent-standenen Wellen die später entstandenen. Hinter dem Jet bildet sich ein
Der Empfänger nimmt erst ein Geräusch wahr, wenn er in den Machschen Kegel (die Schallschleppe) eintritt. Beim Überschreiten nimmt er einen lauten Knall wahr. Bei diesem Vorgang herrschen für kurze Zeit sehr hohe Temperaturen, Drücke und Dichten, die sich durch den Knall entladen. Der Pilot nimmt allerdings kein Geräusch wahr, da er sich in seinem Jet schneller bewegt als der Schall. Dieses Phänomen wurde von dem österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach entdeckt. Er beschrieb das Verhältnis zwischen der Schallgeschwindigkeit c und der Geschwindigkeit der Wellenquelle v (in diesem Fall das Flugzeug). Hieraus ergibt sich
v
die sogenannte Machsche Zahl
Temperatur beträgt die Schallgeschwindigkeit etwa 1200 km/h und wird als Mach 1 bezeichnet. Ist die Geschwindigkeit des Düsenjets größer als Mach 1, so spricht man von der Überschallgeschwindigkeit. Dementsprechend nennt man Geschwindigkeiten unter Mach 1 Unterschallgeschwindigkeiten.
(vgl. [6] S. 9-11 & [5] S. 12)
4. Beispiel für die praktische Anwendung des akustischen Doppler-Effekts
12
Der Doppler-Effekt wird heute in vielen Bereichen des täglichen Lebens genutzt. So kommt er z.B. der Polizei bei der Geschwindigkeitsüberwachung des Verkehrs zugute. Ihre sogenannten Radarpistolen beruhen auf dem Doppler-Effekt. Hierbei richtet der Polizist die Pistole auf ein fahrendes Auto. Hierbei werden von der Antenne eines 34 Senders Funkwellen mit einer Frequenz von
Funkwellen werden am Wagen reflektiert und von der Pistole wieder aufgenommen. Da die Pistole nun als Empfänger gilt, nimmt sie auf Grund des Doppler-Effekts mehr Schwingungen pro Sekunde wahr, da das Auto sich in einer Sekunde einige Wellenlängen auf die Radarpistole zubewegt. Diese Frequenzverschiebung entspricht der Geschwindigkeit des Fahrzeugs, die von einem Micro-Chip im Innern der Radarpistole berechnet wird.
Auch in der Luftfahrt wird der Doppler-Effekt verwendet. Den Fluglotsen im Tower werden an einem Leuchtschirm die Positionen der Flugzeuge im Luftraum um den Flughafen angezeigt. Durch den Doppler-Effekt beschränkt sich die Anzeige nur auf die Flugzeuge und nicht auf irrelevante Objekte, wie z.B. Hügel oder Gebäude. Dies ist ein wichtiges Radargerät für die Flugsicherheit und wird Doppler-VOR genannt. Man kann es mit einem Leuchtturm vergleichen. Es ist ein Drehfunkfeuer für den Luftverkehr, das die genaue Richtung des Flugzeugs zur VOR-Station angibt. Es 100 entsendet einen rotierenden Funkstrahl mit einer Frequenz von über ein Rundumsignal beim Durchgang durch die Nordrichtung. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit des Doppler-Effektes in der Luftfahrt ist das sogenannte DME-Verfahren. Hierbei sendet das Flugzeug (als Quelle) ein Signal an den Empfänger (in diesem Fall der Tower am Flughafen), das von diesem beantwortet wird. Aus der Dauer bis zum Echo wird die Entfernung und - wie bei der Radarpistoleaus der Frequenzverschiebung die Geschwindigkeit des Flugzeugs ermittelt. Somit sind alle wichtigen Navigationsdaten bekannt, damit der Pilot das Flugzeug sicher landen kann. (vgl. [1] S. 1& [6] S.12-13)
5. Doppler-Effekt bei nicht-mediumgebundenen Wellen - optischer Doppler-Effekt
Der optische Doppler-Effekt unterscheidet sich physikalisch vom akustischen Doppler-Effekt. Deshalb gibt es auch verschiedene Gleichungen zur Berechnung der Frequenzänderung. Während Schallwellen an ein Medium gebunden sind, bewegt sich Licht im Vakuum fort. Beim Licht entfällt außerdem der Unterschied zwischen bewegtem Empfänger und bewegter Quelle. Relevant ist hierbei nur die relative
13
Bewegung zwischen Empfänger und Quelle. Die dopplerverschobene Wellenlänge λ′
im Vakuum wird durch die spezielle Relativitätstheorie beschrieben:
< v Bei Annäherung von Quelle und Empfänger gilt für die Relativgeschwindigkeit v << erhält man die gleiche Formel wie für eine > v und bei Entfernung bewegte Quelle:
Erweitert man Gleichung II.19 mit
f beim optischen Doppler-Effekt: Empfängerfrequenz E
Der optische Doppler-Effekt findet in der Astronomie praktische Anwendung. Er wird zur Geschwindigkeitsbestimmung von Sternen und Quasaren (sternähnliches Objekt mit intensiver Radiostrahlung) genutzt. Bewegt sich der Stern von der Erde weg, so nimmt die Wellenlänge zu. Man nennt diesen Vorgang „Rotverschiebung“. (vgl. [10])
III. Schluß
Nachdem ich nun meine Facharbeit fertiggestellt habe, ist mir bewusst geworden, dass jeder den akustischen Doppler-Effekt kennt und ihn fast jeden Tag wahrnimmt. Da es allerdings etwas Alltägliches für die Menschen ist, nimmt man diesen nicht bewusst wahr. Im Gegensatz dazu ist der optische Doppler-Effekt den meisten Menschen nicht bekannt. Dehalb wurde er in dieser Facharbeit auch nur in einem kleinen, kurzen Kapitel erwähnt. Ein weiterer Grund dafür, den optischen Doppler-Effekt nur kurz zu erwähnen ist, die Beschränkung der Arbeit auf 15 Seiten.
14
Während ich an dieser Facharbeit schrieb, hegte ich keinerlei Zweifel am Doppler-Effekt, da mir alles sehr einleuchtend erschien. Kurz vor Beendigung der Arbeit stieß ich allerdings im Internet auf Leserbriefe im „Focus“ Ausgabe 1/95. Dr. Heinz W. Hopf aus Mannheim äußert hier z.B. seine Zweifel, dass die in Kapitel 5 beschriebene „Rotverschiebung des Lichts, das von entfernten Himmelskörpern kommt, ausschließlich auf dem Doppler-Effekt basiert.“ ([12] Z. 20-22). Seiner Meinung nach ist es auch möglich, dass die Rotverschiebung auf einer Alterung der Sterne beruht, ohne dass sich das Licht von der Erde entfernt. Dipl.-Ing. Thomas Wäscher aus Heidelberg bezeichnet es sogar als falsch, dss man an der Rotverschiebung erkennen kann, dass sich das Licht von der Erde entfernt (vgl. [12] Z. 12-14). Es muss also in Zukunft, meiner Meinung nach, weiter am optischen Doppler-Effekt geforscht werden, um die Wahrheit zu erfahren.
Zum Abschluß dieser Arbeit kann ich jedoch sagen, dass der akustische Doppler-Effekt im alltäglichen Leben bekannt und auch wichtig ist. Wie in Kapitel 4 vorgestellt benutzt die Polizei diesen Effekt zur Geschwindigkeitsmessung des Verkehrs. Auch in der Luftfahrt ist der Doppler-Effekt nicht mehr wegzudenken. Mit ihm erhalten die Piloten und Fluglotsen alle wichtigen Daten zur Navigation. Der akustische Doppler-Effekt trägt also zur Sicherheit im Verkehr bei und ist somit nicht mehr unerläßlich.
IV. Literaturverzeichnis
[1] „Doppler und Luftfahrt“, Website http://www.christian-doppler.org/ luftfahr.htm; 11.02.2001
[2] „Was sind Wellen?“, Website http://www.christian-doppler.org/wellen.htm; 11.02.2001
[3] „Was sind Schwingungen?“, Website http://www.christian-doppler.org/ schwing.htm; 11.02.2001
[4] „Christian Doppler“, Website http://www.christian-doppler.org/leben.htm; 11.02.2001
[5] „Doppler-Effekt“, Website http://angelaschule.osnabrueck.de/eigene/ schule/facharbeit/Doppler-.../doppler-effekt.htm; 01.03.2001 [6] „Facharbeit Dopplereffekt“, Website http://www.hackie.de/facharbeit/ facharbeit.html; 07.02.2001
[7] Meyers Enzyklopädisches Lexikon; Band 7: Div - Eny und 2. Nachtrag; Lexikonverlag; Mannheim 1973; Bibliographisches Institut AG [8] F. Pedrotti, L. Pedrotti, Werner Bausch, Hartmut Schmidt; „Optik - Eine Einführung“; 1. Auflage 1996; Prentice Hall
15
[9] Tipler, Paul A.; „Physik“; 2. Korrigierter Nachdruck 1998 der 1. Auflage 1994; Spektrum akademischer Verlag Heidelberg - Berlin [10] Meyers Lexikonverlag in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klaus Bethge; „Schüler Duden - Physik“; 3., überarbeitete und ergänzte Auflage 1995; Bibliographisches Instiut & F.A. Brockhaus AG Mannheim
[11] Focus Online; „Brillante Kompetenz“; Website http://www.focus.de/F/FC/ FCH/fch.hmt?para=?-showt:client/focus/focus/j1995/q1/m01/t16/s119/ 001_001.dcs; 18.03.2001
V. Anhang
Erklärung der Formelzeichen
f (in Hz ) = Frequenz, die vom Empfänger wahrgenommen wird E
f (in Hz ) = Frequenz der von der Quelle ausgehenden Welle Q m
) = Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen
m v (in ) = Geschwindigkeit der Quelle Q m v (in ) = Geschwindigkeit des Empfängers E
λ (in m ) = Wellenlänge der von der Quelle ausgehenden Welle Q
λ (in m ) = vorauslaufende Wellen v
λ (in m ) = nachlaufende Wellen n ∆ (in s ) = Zeit t N = Anzahl Wellen
16
Quote paper:
Marina Poll, 2001, Der Doppler-Effekt, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
American Studies - Culture and Applied Geography
Research Paper (Pre-University), 11 Pages
Das Michelson-Interferometer - Grundlagen und Anwendung
Presentation / Essay (Pre-University), 23 Pages
Messung der Lichtgeschwindigkeit "c" nach Ole Römer und Fize...
Presentation / Essay (Pre-University), 3 Pages
Marina Poll has published the text Der Doppler-Effekt
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Laser Doppler and Phase Doppler Measurement Techniques
Michael Borys, Nils Damaschke, Cameron Tropea, Heinz-Eberhard Albrecht
Doppler Ultrasound in Gynecology and Obstetrics
Christof Sohn, Hans-Joachim Voigt, Klaus Vetter
Laser Doppler and Phase Doppler Measurement Techniques
H. -E. Albrecht, Cameron Tropea, Michael Borys, Nils Damaschke
Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien
Bernhard Widder, Michael Görtler
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