Die Mode
Als äußeres Zeichen des Widerstandes bildete sich der Hippie-Look heraus: es wurde barfuß gelaufen, lange glatte Haare kamen in Mode, man trug Schmuck, Jeans und Hemden in bunten Blumenmustern. Frauen trugen häufig lange, flatternde Blumenkleider. Es sollte der Kontrast zwischen Sanftheit und Naturverbundenheit und Konsumrausch sichtbar gemacht werden. Somit war diese Antimode auch ein Mittel zum Ausdruck der Weltanschauung. Doch auch sie entwickelte sich bald zu einem weltweiten Trend, womit die kommerzielle Ausbeutung der äußeren Erscheinungsform der Hippies einherging. Bodenlange Röcke, flatternde Schals und Haarbänder, Spitzenblusen im Großmutterstil wurden schnell in billigen Massenauflagen produziert und fanden reißenden Absatz. Somit verlor die Kleidung ihre ideelle Bedeutung.
Frei nach dem Motto „Natur pur“ wurde wieder verstärkt gestrickt und gehäkelt und zwar alle möglichen Kleidungsstücke und sogar Wohnungsdekoration. Tips lieferten dafür Artikel in Zeitschriften. Dieser Trend hielt auch in der Haute Couture Einzug: Sonia Rykiel, eine bedeutende französische Modeschöpferin, gelang mit Strickmodellen der Aufstieg, wobei sie sogar Strickblazer und –hosenanzüge entwarf. Ähnlich populär wie die Strickmodelle wurde Patchwork, das ursprünglich die Frauen der Gründerzeit nutzten, um aus Stoffresten neue Kleider zu entwerfen. Allerdings wurde es in den 70er Jahren als festes Muster gedruckt. Bodenlange Patchwork – Röcke galten als sehr modern. Auch Patchwork fand durch Yves Saint Laurent seinen Weg in die Haute Couture.
Das Hauptmerkmal der Hippie-Mode war, daß sie Teile alter Stile und anderer Länder übernahm und zu einem eigen zusammensetzte, z.B. Omablusen, Bauernröcke, Zigeunerröcke, indische Schals, Beduinengewänder... Auch das machte Yves Saint Laurent salonfähig. Der indische Look war vor allem vorteilhaft für die junge Generation:
Flatterkleider aus Batistseide, Blusen mit Stickereien oder indisch inspirierten Drucken. Auch dies wurde zur Konsumware und billig produziert und nachgemacht. Andere Kleidungsstücke wurden einfach weiterentwickelt: Pannesamtjacken mit Stickereien, indische Stickereien auf Baumwollblusen. So bildete sich kein eigener Stil heraus, sondern Tendenzen der 60er Jahre wurden weiterentwickelte und in die 80er überführt. Allerdings verschwanden Kleiderordnungen fast ganz, denn man gab sich auch in der Mode antiautoritär. So konnte man Abendmode nur noch kaum von der des Tages unterscheiden, einziger Unterschied war, daß die Stoffe abends etwas feiner waren. Als die Röcke so kurz waren, daß sie kaum noch den Po bedeckten, wurde mit dem Midi – einem halblangen Rock – die Gegenbewegung eingeleitet. Der Midi konnte sich aber erst nicht durchsetzen. Als eine sehr gute Kombination wurde ein Minirock mit einem bodenlangen Mantel empfunden. Als Kompromiß entstanden Röcke mit Knopfleisten, die man sowohl kniebedeckend als auch sehr kurz tragen konnte. Ab 1975 setzten sich dann knieumspielende Glocken -oder Faltenröcke durch, die aus Jersey, Tweed oder karierten Wollstoffen gefertigt waren und die mit kurzen Strickjacken, Pullovern oder Blusen kombiniert wurden. Bei Teenagern waren bodenlange Röcke mit Blumen oder Patchworkmustern in, die barfuß getragen wurden. Mitte der 70er Jahre wurde eine kniebedeckende, glockige Form modern. Kleider nahmen die gleiche Entwicklung: bodenlang bei Teenagern, knieumspielend bei Frauen. Besonders beliebt waren Hemdblusenkleider mit Gürteln, die später von Jerseykleidern abgelöst wurden. Oberteile wurden zunehmend angekraust oder plissiert und an Passen angesetzt. Als Materialien waren Pannesamt und weiche Polyesterfasern wegen ihres Tragekomforts beliebt. Im Sommer wurden die Kleider gewickelt, sie waren ärmellos oder hatten Flügel –oder Trompetenärmel. Auch schulterfreie Kleider oder auch T-Shirts ließen im Sommer mehr Haut sehen. Hemdblusen und Poloblusen wurden als gängige Oberteile später durch T-Shirts und Omablusen ergänzt.
Orientierungspunkt bildete dabei die Jahrhundertwende. Charakteristisch waren hochgeschlossene Formen, Rüschen, Stehkragen und lange Trompetenärmel.
Arbeit zitieren:
Jana Beer, 2001, Die Zeit des Flower Power, München, GRIN Verlag GmbH
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Jana Beer hat einen neuen Text hochgeladen
ich hat den Text Die Zeit des Flower Power kommentiert
Flower Power: The Meaning of Flowers in Art, 1500-2000
Anna Parord, Anna Pavord, Christopher Garibaldi
N. H.
60ger.
Einfach genial!Diese Zeit ist einfach die Beste
am Tuesday, November 13, 2001-
isch
wirklich gut!!!!!!!!!.
deine seite ist wirklich cool!!!!!!!!!!!!!!! ich muss bis morgen ein referat über flowerpower machen, und dein referat hat mir mortz geholfen! Respekt. nur der scheiß drucker spinnt ich musste die hälfte von deinem text abschreiben naja bye
am Monday, July 15, 2002-
ich
langweile.
ich denke man hätte etwas mehr über die jeans erzählen können bis dann
am Tuesday, March 20, 2007-