„Brücke“ - Maler
• Gruppe von Architekturstudenten der aus Dresden schloß sich 1905 zur Künstlergemeinschaft „die Brücke“ zusammen ↔ selbes Jahr in dem der Fauvismus entstand
• dies war Begründung des deutschen Expressionismus (E);
• Gruppe verdankt den Fauves mehr jedoch Edvard Munch maßgebliche Anregungen;
• Fauves: dekorative Art der Farbzueinanderführung;
↔ dt. E.: unmittelbar, emotional, ausdrucksgesteigerte Verwendung der Farben spielt größere Rolle;
• deutsche Maler betonen mehr die seelisch-psychischen Momente
• weniger die optische Erscheinung fesselte die dt. E. sondern vielmehr der erkannte oder vermutete Kern der Dinge;
• malten auch das Häßliche und Tabuisierte;
• wollen Mitmenschen aufrütteln und beunruhigen
→ erreichen dies durch Veränderung der Form, durch freie und intensive Farbigkeit und durch kühne Raumgestaltung durch bewußte Vergröberungen und durch holzschnittartige Gestik;
• zu kantigen, spitzen Formen wurden e. durch graphische Technik des Holzschnitts geführt; → Ausdrucksmittel der modernen Kunst
• Die Deutung des sichtbaren Wirklichkeit, nicht das Abbild ist ihre Aufgabe;
• 1913 wurde die Künstlergemeinschaft durch die Maler selbst aufgelöst; Ernst Ludwig Kirchner (1880 - 1938):
• führender Maler der Brücke
• blieb bis zum Tode expressionistisch
• versuchte durch einen Umzug in die Großstadt, diese bildnerisch zu erfassen → er registrierte das geschäftige Treiben am Tage sowie den zwielichtigen Zauber der Nacht;
• seine Formen sind stark vereinfacht, Pinselstriche nervös
• Bilder sind voll leidenschaftlicher, erregter Farbigkeit
• Vorliebe für den Kontrast Blau - Grün mit Orange - Rot;
• seine Werke sind nicht als Abbildungen best, Dinge zu sehen, sondern als selbst. Organismen
aus Linien, Flächen und Farben und somit als Gleichnis;
• sein graphisches Lebenswerk umfaßt an die 2000 Arbeiten
• Holzschnitt gewann für den E. große Bedeutung; Erich Heckel (1883 - 1970)
• einer der aktivsten Mitglieder der „Brücke“
• wurde wie die anderen Brücke - Maler bes. von Edvard Munch beeinflußt → dies führte bei ihm jedoch zu anderen Ergebnissen;
• wollte in seinen Graphiken v.a. die psychischen Spannungen des Individuums und die
Spannungen zwischen den Individuen zeigen;
• war der Lyriker unter den Expressionisten;
Karl Schmidt - Rotluff (1884 - 1976)
• beschäftigte sich wie die anderen Brücke Maler mit biblischen Themen → hat der Erneuerung der religiösen Kunst im 20 Jhd. beigetragen;
Bild: Der Deichdurchbruch: Ausdruckskraft der reinen Farben dominiert
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Bild:Weg nach Emmaus: breite Schwarzflächen kontrastieren mit großformatig herausgeschnittenen hellen Partien - alleKörpergebilde sind auf Grundformen reduziert - Erde/Sonne/Bäumesind nur noch Symbole, jedoch durchaus verständliche; - Einflußder Kunst des Naturvolkes ist auch hier unverkennbar; -
Emil Nolde (1876 - !956)
• einer der eigenwilligsten Künstler unter den dt. E.
• war 1 Jahr lang Mitglied der Brücke,
• seine religiösen Bilder zeugen von tiefer christlicher Frömmigkeit;
• ignoriert alle formalen Kategorien einer auf techn. Raffinement beruhenden Ästhetik und ergab
sich einem impulsiven Farbrausch;
• er möchte daß seine Bilder keine zufällige schöne Unterhaltung sind, sondern daß sie heben und
bewegen, den Menschen in ihren Bann ziehen; Otto Müller (1874 - 1930)
• trat 1910 als letzter der Brücke bei und wurde besonders von Erich Heckel gefördert;
• seine Bilder sind vielfältige Variationen, der immer gleichen Themen: Zigeuner und
Zigeunerinnen, junge Männer und zerbrechliche Mädchen beim Bad in der Natur im Wald und am Wasser;
• vorherrschende Farben sind helles Grün, pastellartiges blau, gelber Ocker, Braun und Grau;
• tiefe dunkle Augen der Dargestellten wirken rätselhaft geheimnisvoll und traurig; Max Pechstein ( 1881 - 1955)
• hatte beim zeitgenössischen Publikum stärkeren Erfolg als die anderen Maler
• hielt an Gestaltungsgrundsätzen des E. fest: an kräftiger, ungebrochener Farbigkeit an der
elementaren Einfachheit der Formen und an kühnen Kompositionen; „Blaue Reiter“
• März 1909: „Neue Künstlervereinigung München“ wird in das Vereinsregister des Amtsgerichts München eingetragen;
• 1. Vorsitzender: Wassily Kandinsky; 2. Vorsitzender: Alexey von Jawlensky;
• Ziel: Kunstausstellungen in D und im Ausland zu veranstalten durch Vorträge, Publikationen und ähnliche Mittel zu unterstützen → 3 Ausstellungen kamen zustande;
• 1911: nach einer Entfremdung in der Gruppe: erhebliche Meinungsverschiedenheiten ↔ Anlaß: Kandinskys Bild: Komposition V von 1911 daß er ausstellen wollte, aber die Jury ablehnte;
• Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter und Alfred Kubin treten aus und schlossen sich 1911 zur Künstlergruppe der „blaue Reiter“ zusammen; Name kam von einem Bild Kandinskys ;
• Mitglieder beeinflußten die gesamteuropäische Kunst
• Matisse war mit Jawlensky befreundet
→ Jawlensky vermittelte die fauvistische Befreiung der Farbe an die Freunde weiter;
• Beginn des 1. WK: Gruppe brach auseinander, im Krieg starben August Macke und Franz Marc;
• Unterschied zu den Malern der „Brücke“: (→wollen sich mit ihrer Kunst bewußt gegen
gesellschaftliches Umfeld wenden); Sie interessieren sich mit ihrem nat. Charakter v.a. für künstlerische Fragen, für neue, expressive Mittel der Kunst; Wassily Kandinsky (1886 - 1944)
• war geistiger Ideenträger der Gruppe
• zunächst: Malen nach der Natur ; Später: wollte nicht mehr den Eindruck einer best. Landschaft
vermitteln, sond. ausgehend von der Landschaft, Gesetzmäßigkeiten der Farb- und Formstrukturen ergründen;
• 1910 malte Kandinsky sein 1. völlig abstraktes Bild → ein Aquarell → diesen Weg wollten Gefährten des „blauen Reiters“ nicht mitgehen
Gabriele Münter (1887 - 1962)
• Bildnis der Marianne von Werefkin: beispielhaft f.d. expressionistische Porträtkunst
• lernte Kandinsky in München kennen, begannen ein gemeinsames Reiseleben, bis sich die Wege
trennten;
• Münters Malweise steht Jawlensky näher als der von Kandinsky
• sie hielt sich mehr an die künstlerische - praktische Arbeit
• vollzog Kandinskys Weg in die Abstraktion nicht mit
Franz Marc (1880 - 1916)
• wurde durch Tierbilder bekannt
• Tier stand für ihn der Natur, in der er sich zu versenken suchte, näher als der Mensch → es bot sich durch Identifikation mit dem Tier ein Mittel, seinen Widerwillen gegen die
Menschheit und der Welt, der er entfliehen wollte, auszudrücken;
• von Tierdarstellungen ging er zu symbolischen über
• am Ende seines Lebens steht also erkennbar der Weg in die Abstraktion, ähnlich wie bei Kandinsky;
• lernte in Paris Robert Delaunay kennen: seine Fensterbilder gewannen große Bedeutung für ihn → von da an wurden die Farben in seinen Bildern leuchtender, intensiver und kontrastreicher;
• meisten Bildmotive Mackes sind schlichter, alltäglicher Art
• Cezanne hat mehr als irgendeine anderer Maler den künstlerischen Weg Mackes bestimmt;
• blieb gegenständlich der sichtbaren Welt verbunden
• seine Aquarelle gehören zu den schönsten des 20 Jhd.
Arbeit zitieren:
Johannes Landsperger, 2001, Expressionismus und Fauvismus, München, GRIN Verlag GmbH
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gefällt mir sehr gut...
schön gemacht und sehr übersichtlich..
am Sunday, November 10, 2002-