deutsche Intelligenz in ein Kellerloch, um dort als Nachtschattengewächs, dem Licht und der Sonne verborgen, allmählich zu ersticken. Jetzt stehen wir vor dem Ende. Jetzt kommt es darauf an, sich gegenseitig wiederzufinden, aufzuklären von Mensch zu Mensch, immer daran zu denken und sich keine Ruhe zu geben, bis auch der Letzte von der äußersten Notwendigkeit seines Kampfes wider dieses System überzeugt ist. Wenn so eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn «es in der Luft liegt», wenn viele mitmachen, dann kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden. Ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende.
Die Geschwister Scholl
Hans wurde in Ingersheim an der Jagst am 22. September 1918 geboren, Sophie in Forchtenberg am 9. Mai 1921. Seit 1930 in Ulm lebend. Begeisterten sie sich anfangs für das neue NS-Regime, und zwar gegen den Willen ihres Vaters, der die Nationalsozialisten unverhohlen ablehnte.
Hans wurde Fähnleinführer in der Hitler-Jugend (HJ), Sophie Gruppenführerin beim Bund deutscher Mädel (BdM). Der dort erfahrene Fanatismus und die Forderung nach bedingungsloser Unterordnung, die sich im Verbot ausländischer Lieder und vieler ihrer Lieblingsschriftsteller äußerte, führten zu einer allmählichen Entfremdung vom Nationalsozalisumus, die von den liberalen Ideen des Vaters und der Religiosität der Mutter beschleunigt wurde.
Prägenden Einfluss erhielten beide auch durch das Gemeinschaftserlebnis in der verboten katholischen Bündischen Jugend. Seit April 1939 studierte Hans, unterbrochen von Kriegseinsätzen, in München Medizin, wo er Kontakte zu Gleichgesinnten wie Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf, den späteren Mitglieder der „Weißen Rose“, fand.
1942 kam auch Sophie als Studentin nach München, wo sich die oppositionellen Studenten entschlossen hatten, zu aktivem Widerstand gegen das Naziregime aufzurufen. Bei der Verteilung von Flugblättern in der Universität München wurden Hans und Sophie festgenommen und am 22. Februar 1943 hingerichtet
Aus der Arbeiterbewegung von Glaubensgemeinschaften sonstige Widerstandsgruppen
Roter Stoßtrupp Die Katholiken Kreissauer Kreis
Neu Beginnen Die Protestanten Die Rote Kapelle Auch „Miles“ genannt
(Katholische Arbeiterbewegung)
Weiße Rose
• Entstehung von Widerstandsgruppen in Bürgerlichen Kreisen • Drei verschiedenene Wiederstandsgruppen
• Eine der bedeutesten Gruppen war die Weise Rose
• 1942 bildet sich die Weiße Rose um den Philosophen Pro. Kurt Huber
• An der Spitze waren die Geschwister Scholl, Christoph Probst, Willi Graf und Alexander Schmorell • Information der Bürger über die Greultaten • Gegen Massenmord von Juden und den Krieg um die Weltmacht. • Ziel: Demokratischer Staat, wo Gerechtigkeit und Ordung herrschen soll. • 6 Flugblätter
Auszug aus dem 2. Flugblatt
Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzten, weil er ungeistig ist. Es ist falsch, wenn man vin einer nationalsozialistischen Weltanschauung spricht, denn wenn es diese gäbe, müsste man versuchen, sie mit geistigen Mitteln zu beweisen oder zu gekämpen - die Wirklichkeit aber bietet uns ein völlig anderes Bild: schon in ihrem ersten Keim war diese Gewegung auf dem Betrug des Mitmenschen angewiesen, schon damals war sie im Innersten verfault und konnte sich nur durch die stete Lüge retten. Schreibt doch Hitler selbst in einer frühen Auflage >seines< Buches ( ein Buch, das in dem überlsten Deutsch geschrieben worden ist, das ich je gelesen habe; dennoch ist es von dem Volke der Dichter und Denker zur Bibel erhoben worden) „Man glaut nicht, wie man ein Volk betrügen muss, um es zu regieren.“
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Hans Scholl
22.September 1918 Ingersheim
• Seit 1930 lebend in Ulm
• Anfangs begeistert von dem NS-Regime ( gegen den Willen des Vaters ) • Hans wurde Fähnleinführer bei der Hitler-Jugend • Sophie wurde Gruppenführerin bei dem Bund deutscher Mädel
• Verbote von ausländischen Liedern und vieler ihrer Lieblingsschriftsteller, führt das zur allmählichen Entfremdung • Einfluss durch das Gemeinschaferlebnis in der verbotenen katholischen Bündischen Jugend. • Hans Studiert seit April 1939 Medizin, unterbrochen von Kriegseinsätzen • Erster Kontakt zu anderen Mitgliedern der Weißen Rose • Sophie studiert 1942 in München und tritt der Weißen Rose bei
• Bei der Verteilung von Flugblättern in der Uni München wurden Hans und Sophie festgenommen und am 22. Februar 1943 hingerichtet
Arbeit zitieren:
Andrea Thomas, 2001, Widerstand im 3. Reich, München, GRIN Verlag GmbH
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