- Kultisches zurückgedrängt und weltl. Theater entwickelte sich
- Darsteller ausschließlich Männer
- Polis war Träger der Spiele
- Publikum aus allen Schichten
- Erst im 4. Jh. vollständig aus Stein
Vertreter:
Aischylos:
- um 525 v. Chr. in Elenis (bei Athen)
- stammt aus altem, edlem Geschlecht
- kämpfte im persischen Krieg
- poetisches Schaffen galt besonders den Tragödien
- 1. Sieg im tragischen Wettbewerb 484 v. Chr.
- starb 456 v. Chr. in Gela (Sizilien) – dort durch Denkmal geehrt
- Werke: „Die Perser“ „ Die Sieben gegen Theben“ „Der gefesselte Prometeus“
Sophokles: 496 v. Chr. in Gau Kolonos
- genoß gute und sorgfältige Erziehg.
- Schüler Aischylos‘
- Schaute viele Stoffe, Gedanken, Bilder von ihm ab und verwendete sie auf seine Weise
- 1. Sieg 468 v.Chr. – bezwang Aischylos – Einführung eines neuen Kultes
- Meister in Musik – Eigenkompositionen in seinem Drama
- Starb im Herbst 406 v. Chr. in Athen
- Werke: „Ödipus tyrannos“ „Antigone“ „ Arias“ Euripides:
- 480 v. Chr. in Athen geboren
- genoß sorgfältige Erziehung in Gymnastik und Musik – auf Festen Tänzer oder Fackelträger
- besuchte Vorlesungen bedeutender Sophisten seiner Zeit
- 1. Sieg 441 v. Chr. – stellte die Rolle der Götter in frage – sieht Mensch in Phase der Veränderung
- Tod im Frühling 406 v. Chr. in Pella
- Werke: „Kyklopos“ „Herakles“ „Bakchos“
Bau/Kulissen:
- 5.Jhd noch kein festes Theater (meist nur auf Marktplatz)
- entwickelte sich dann ein Rundtheater (Amphitheater)
- Gespielt auf Tanzplatz (Orchestra), stand Altar Dionysos drauf
- (etwas mehr als)Halbkreis um Orchestra eigentliches Theatron, befinden sich Zuschauer
- Skene = Umkleideraum der Schauspieler (Säulenhalle)
- Zuschauertribüne am Abhang des Akropolishügels
- Festes Theatergebäude 472 v. Chr. Eingeführt, aber erst 330 v. Chr. vollendet und dann aus Stein, bzw. Marmor (schwingt mit Vibration der Stimme mit, besseres Verstehen)---Dionysostheater
- Für Volksversammlungen und Gerichtstagungen verwendet
- Faßte ca. 30 000 Menschen
- Sitzreihen: Oben Frauen
-Männer nach Stadtbezirken geordnet
- Vorn Beamte, Schiedsrichter, da bequeme Stühle Folie
Der Chor
- Griech. choros = Tanz, Reigen mit Gesang, Tanzplatz
- Wurde vom Staat gestellt
- Aischylos stellte 12 Chorenten für 1 Drama, Sophokles 15 Chorenten
- Aischylos Chor = Träger oder Hauptteilnehmer der Handlung
- Euripedes Chor = an Handlung beteiligt und selbständig
- Sophokles Chor = Ratgeber der Helden
- Soll Gleichmäßigkeit der Empfindung beim Zuschauer wahren und ihn auf Entwicklung vorbereiten
- Erwuchs aus rituellen Handlungen
- Kündigt Schauspieler an
- Kommentiert das Geschehen und formuliert Gedanken und Gefühle des Publikums
- Kleidung: trugen kostbare, den Schauspielern entsprechende Gewänder, auf Kopf goldene Kränze
- Trat mit Einzugslied (Parados) in Orchestra
- In Pausen sangen sie Standlieder (Stasima)
- Verließ mit dem Auszugslied (Exodos)
- In hellenischer Zeit immer unbedeutender
Die Schauspieler
- anfangs nur 1 Schauspieler (Protagonist), Aischylos 2 (Denteragoist), Sophokles 3 (Triagonist)
- übernahmen mehrere Rollen
- nur freie Männer
- brauchten gute Ausbildung in Gesang, Musik, Deklanation
- mußten über große Stärke und Modulation der Stimme verfügen
a) Maske: - bemalte, gepreßte Leinenmasken mit großen Augenlöchern, weit aufgerissenen trichterförmigen Mündern und bogenförmigen überhöhten Haaraufsatz (Onkos)
- Komödie: grotesk stilisiert, d.h. mit spitzen Ohren, stumpfen Nasen, wirres Haar z. B. dumme Bauern, Betrunkene, kriefende Alte
- Tragödie: ernst, gefühlsbetonte Züge, z. B. tragische Maske = greiser König
- Aufgabe: das dargestellte mythische Geschehen zu überhöhen Frauenfiguren glaubwürdig darstellen
b) Kostüme: wiesen symbolisch auf das dargestellte hin
- Regierende trugen Purpur
- Elende zerfetzte Kleidung
- Unglückliche dunkle Farben
- Poseidon- Dreizack
- Herakles- Keule
- Tragödie: zur Verfremdung Stelzfuß (Kothurn), trugen lange, prächtige herabwallende, farbig reich verzierte Gewänder
- Komödie: männliche Figuren übergroßen Phallus aus Leder und am Hinterteil einen Schweif, meist kurze Gewänder
- Einzeldarsteller spielten auf stark erhöhtem Proszenium
- Bedeutung Schauspieler wuchs
Die Tragödie
- tragos = Bock; ode = Gesang ---Bockgesang
- aus Dionysos- Kult entstanden
- 3 Feste dem Gott zu Ehren
- aus diesen Tänzen entwickelte sich Drama
- entstand aus kultischen und chorischen Darbietungen in denen Mythen reflektiert wurden und sich zu strengen Formen entwickelten
- 3 Einzeldramen
- jedes Drama ist in sich geschlossen, aber Handlungsschwerpunkt zieht sich durch alle 3 Dramen
- soll furcht und Mitleid erregen
- wurden immer nur 1 x aufgeführt, ab 4. Jh. mehrmals
- Zugabe war Satyrspiel
- Themen: geschichtliche Ereignisse
-Mythen der Griechen
Die Komödie
- griech. komodia = Gesang bei einem fröhlichen Umzug
- wurde unterteilt in: a) Alte Komödie
- zur Zeit der Klassik (bis 400 v. Chr.)
- seit 320 v. Chr.
- Sex ist Anlaß zur Heiterkeit
- Geht satirisch derb und volkstümlich zu, Götter menschlich karikiert
- Häufig Konflikt, menschliche Schwächen bloßgelegt und dessen Lsg. Lachend hervorruft
- Meist komische Wirkung und glücklicher Ausgang
Einflüsse auf Klassik/Weimarer Klassik
- ersteinmal sehr auf Klassizismus ausgewirkt
- M. Opitz und J.C. Gottsched schafften Voraussetzung für Klassik
- Griff auf aristotel. Poetik zurück
- Durch Auseinandersetzung mit Gottsched und dessen theoretischem, wie dramat. Schaffen – wichtige Impulse für Weiterentwicklung für klass. Dichtung (Anakreotik, Idylle, Ode9
- Lessings Aristotelesdeutung und dessen Kritik an Gottsched legte Fundamente für Sturm und Drang und für Weimarer Klassik
- Schaffensperiode Goethes und Schillers (Dramendichtung erreicht den Höhepkt.)
- 18. Und beginnendes 19.Jh.
- viele Veränderungen: Goethes persönliche Reifeprozess
- Schillers Auseinandersetzung mit idealist. Philosophie I. Kants
- J.J. Winckelmanns Berufung auf griechisch-apollin. Schönheitsideal (edle Einfalt und stille Größe)
- Heute gibt es auch in unserem Drama: Tragödie, Komödie und Schauspiel
- Strenge Regeln aus griech. T. Übernommen: strenger Aufbau Einteilung in Akte
- Hauptdarstellung: Monolog und Dialog
- Heute nur noch 5 Akte und nicht mehr 7 Epeisodion
1. Akt = 1. Prolog und Parados – Exposition
2. Akt = 2. Epeisodion + Stasmion – erregendes Moment
3. Epeisodion + 4. Epeisodion (mit Stasmien) – steigende Handlung
3. Akt = 5. Epeisodion – Höhepkt.
4. Akt = 6. Epeisodion – Peripetie mit Ratardierung (Verzögerg.)
5. Akt = Exodus – Katastrophe und Problemlsg.
- Intendant, Regisseur, Dramaturg, Schauspieler und techn. Personal
Arbeit zitieren:
Nadine Engert, 1999, Das griechische Theater, München, GRIN Verlag GmbH
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