Und die positive Nirwanologie , deren begriffe fürs Nirwana Ruhe, Glück, Frieden, Stille usw... bedeuten.
Doch die Hauptsaussage übers Nirwana lautet: „Ende des Leids.“ Das Nirwana ist der Zustand der vollkommenen Erlösung.
Mit der Zeit haben sich im Buddhismus mehrere unterschiedliche Richtungen gebildet. Am wichtigsten sind dabei die 3 Fahrzeuge.
Diese Richtungen heißen auch Fahrzeuge, weil sie den Menschen an sein Ziel bringen sollen. 1. Das „kleine Fahrzeug“, auch Hinayana genannt ist eher elitär und stark auf Mönche bezogen.
Da die Forderungen dieser Richtung sehr groß sind, bezieht sich diese Richtung nur auf wenige Menschen, deswegen der Name „klein“.
Diese Richtung trägt auch den Namen Theravada, was soviel heißt wie „Lehre der Ältesten“. Tatsächlich ist diese Lehre den ursprünglichen Absichten des Buddhas am nähesten. Im Mittelpunkt stehen die 4 edlen Wahrheiten: -edle Wahrheit vom Leiden -edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens -edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens -edle Wahrheit vom Wege zur Aufhebung des Leidens
und der „achtteilige Pfad“ (-„Lehre vom mittleren Weg“),die zur Erlösung führen. 2. Das große Fahrzeug, auch Mahayana genannt ist die große „Alternative“ zum strengen Hinayana. Vorallem in Indien fehlte den Leuten ein Kult, der sich in Symbolen und Riten sichtbar macht.
Die Durchschnittsbevölkerung wollte nicht den asketischen „kultfeindlichen“ Weg der Mönche gehen.
Der Mahayana hat sich seit dem 2.Jahrhundert nach Christus entwickelt. In dieser Richtung wird der Buddha als Gott verehrt. Ihm zu ehren werden prachtvolle Gottesdienste und reiche Tempel geschaffen.
An die Stelle der Meditation als Weg zur Erlösung tritt das große gebot des Mitleids mit allen Lebewesen. -Gewaltlosigkeit -Wohlwollen und -Geben
werden zu den 3 wichtigsten Eckpfeilern auf dem Weg zur Erlösung. „Niemandem wehe zu tun“ ist eine der Kernaussagen des Mahayana. Diese Richtung hat mit über 200 Millionen die meisten Anhänger. Das Mahayana hat neben der menschenfreundlichen Ethik aber auch eine strenge Philosophie hervorgebracht. Nämlich die Sunyata-Lehre , das ist die „Lehre der Leere“. „Die Sunyata-Lehre erhebt den Anspruch die Wirklichkeit umfassend verstehen zu können.“(Zitat aus:Weltreligion Buddhismus)
Der wichtigste Philosoph der Buddhisten war Nagarjuna.Anfang des 2.Jahrhunderts n.C war er als Sohn einer Brahmanenfamilie( oberste Kaste) zur Welt gekommen.
Er hieß ursprünglich Arjuna. Doch eines Tages traf er auf einen alten Asketen der ihm einige Texte der alten Lehre zu lesen gab.Nachdem er sie duchrgearbeitet hatte, nahm in der Schlangenkönig Naga bei sich auf und gab ihm die noch unbekannten Lehrreden des Buddha (Sutras) die jener verborgen hatte, weil er glaubte, dass seine Schüler noch nicht reif dafür waren. Seitdem wird Arjuna ,Nagarjuna genannt.
Das Hauptwerk Nagarjunas, die Madhyamika-Shastra ( Einführung in den mittleren Weg) Wurde zur geistigen Grundlage des Mahayana. Nagarjunas letzte Worte enthalten die Kernaussage seiner Lehre :
„Alles ist leer.Für den, der die höchste Erkenntnis besitzt, gibt es keinen Freund und keinen Feind, keinen Mörder und keinen Ermordeten.“ (Zitat)
Der „alte“ Buddhismus, sah alle Dinge als vergänglich an.Auch wenn sie nur von kurzer Dauer war hatten alle Dinge eine Existenz.
Doch Nagarjuna sagte, dass hinter allen Dingen und hinter jedem „ICH“ eine letzte Leere(Sunyata) steht. Wenn alle Dinge leer sind gibt es aber auch kein Werden und Vergehen.Deshalb gibt es auch keine Gegensätze zwischen Samsara und Nirwana. „Aber die Leere ist nicht das letzte Prinzip aus dem die Dinge entstanden sind, sondern die Dinge sind selbst leer. Sie sind nicht geworden und werden nicht vergehen.“ (Zitat) Diese Lehre ist aber nicht mit dem Nihilismus („alles ist sinnlos“) zu vergleichen. Die Leere ist die Voraussetzung für die Erlösung.
Da diese Lehre sehr schwer zu verstehen ist, gibt es verschiedene Arten sie begreiflich zu machen:
- Manchmal wird das Bild des Echos oder des Spiegels zur Deutung herangezogen.
- Jeder weiß, dass ein Echo keine eigene Stimme hat, dass man es aber trotzdem hören kann.Oder, dass das was man im Spiegel sieht kein eigenes dasein hat. Für Nagarjuna gibt es 2 wahrheiten bezüglich des Verständnisses seiner Lehre:
1. Die relative Wahrheit , im praktischen Leben.
In ihr gibt es Mitleid, Güte und Leiden. Sie lebt von den Erfahrungen die wir machen und setzt alle unsere Begriffe zueinander in Beziehung. Hier ist der Wunsch nach Erlösung und Erleuchtung groß.
2. Die absolute Wahrheit ,welche erkennt, dass die Welt nur Schein (Maya) ist. Erlösung, Buddhaschaft und Nirwana haben keine Existenz , weil sie letztlich nur Illusionen sind.
Wer die Welt des Scheins durchschaut und sieht, dass die Leere die einzige Wahrheit ist, wird zur eigentlichen Erleuchtung gelangen.
Die „Lehre von der Leere“ ist im Grunde genommen mit keinem begriff belegbar! ZEN-Buddhismus:
Der Zen-Buddhismus zeigt, dass Erlösung nur durch eigene Kraft gewonnen werden kann. Allein die Meditation ist der Weg der zum Ziel führt. Kein Gott kann dem Menschen diese Anstrengung abnehmen.
Zen kann man nur innerlich erfahren. Die persönliche Erfahrung wird nun wichtiger als alle heiligen Sutras.
Der Name „Zen“ ist das japanische Wort für den chinesischen Begriff „Chan“ . Es bedeutet soviel wie Versenkung, Meditation und Konzentration. Zen ist der Versuch auf dem weg der Selbsterfahrung zum Selbstverständnis und zu einem tieferen Verständnis aller Dinge zu kommen.
2. Das Vajrayana , auch „diamantenes Fahrzeug“ genannt ist das Letzte der drei wichtigsten Fahrzeuge.
Mit der Zeit entwickelte sich aus dem Mahayana-Buddhismus , der 700 n.C nach Tibet kam, der Vajrayana Buddhismus. Diese Form des Buddhismus ist durch Feste, magische Formeln, Rituale und priesterliche Funktionen gekennzeichnet.
Auf den 3 Stufen der Buddha-Pyramide die in Tibet verehrt wird, befinden sich verschiedene Buddha-Körper, sie stellen die unterschiedlichen religiösen Erfahrungsebenen dar. Wenn man geistig auf der obersten Stufe angekommen ist, gelangt man zur Erlösung. Die unterste Stufe beginnt mit den leiden des Lebens die einem noch unverständlich sind. Die mittlere Stufe setzt sich mit den Grundfragen des Lebens auseinander um am Ende auf Die oberste Stufe zu kommen, und die Erkenntnis über das ICH und die Welt zu erlangen. Als „Hilfestellung“ auf dem Weg zur Erlösung, gibt es 5 Buddhas auf der 2.Stufe. Sie vertreten die Tugenden die zur Erlangung der Erlösung notwendig sind, weisen aber auch auf die entgegengesetzten Laster hin.
- Man kann sagen, dass im Hinayana Welt und Erlösung, die äußeren Gegensätze bilden.
- Im Mahayana werden Welt und Erlösung im Gedanken der Leere identifiziert.
- Und im tibetischen Buddhismus , im Vajrayana gewinnt die Welt als Mittel zur Erlösung eine Bedeutung.
Vergleich: Erlösung im Christentum und Buddhismus:
Im Buddhismus und im Christentum endet das menschliche Leben nicht mit dem Tod. Der Zustand der Erlösung kann bei beiden Religionen schon im Leben beginnen und ist sowohl positiv als auch negativ besetzt.
Für den Buddha war es wichtig dem Kreislauf des Werdens und Vergehens zu entgehen, denn dieser Kreislauf ist auch mit ständig neuem Leid verbunden. Der Gedanke an Ewiges Leben wäre für ihn schrecklich gewesen.
Für Jesus hat das Leben einen unüberbietbaren Wert , weil es von Gott gegeben ist. Deswegen erlangt der, der sich von Hass und Bösartigkeiten trennt, das „Ewige Leben“. Der Gedanke an ein endgültiges Verlöschen hätte wiederrum für Jesus etwas schreckliches. Aber eines haben beide Religionen diesbezüglich gleich: Keine Sprache der Welt kann beschreiben wie das Ewige Leben oder das Nirwana ist !!! Literaturangabe:
- Aus dem Buch „Die Weltreligionen: Buddhismus“ von Werner Trutwin
Arbeit zitieren:
Alexa Groessing, 2001, Nirwana & Erlösung, München, GRIN Verlag GmbH
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Ylenia. niah
erlösung.
es ist echt gut geschrieben und aus fürlich
am Wednesday, October 08, 2008-