britischen Truppen und der israelischen Unabhängigkeitserklärung, gegen die Grenzen des neuen Staates vorrückte. Dieser erste israelisch- arabische Krieg endete, wie alle drei weiteren, letztlich unentschieden. In den Waffenstillstandsabkommen von 1949 wahrte zwar Israel die ihm zugesprochenen Grenzen, aber Jerusalem blieb geteilt, Westjordanien wurde dem neu entstandenen Königreich Jordanien eingegliedert. Als schwerwiegendste Folge erwies sich jedoch die Flucht des Großteils der palästinensischen Bevölkerung, die zunächst noch auf einen arabischen Sieg und ihre baldige Rückkehr gehofft hatte. Die fünfziger Jahre brachten einen verschärften arabischen Nationalsozialismus mit entsprechend wachsender Aggression gegenüber Israel, noch gesteigert durch dessen unübersehbaren wirtschaftlichen Erfolg und eine zunehmende Festigung im Inneren. Dieser permanenten Bedrohung begegnete Israel im Sinai- Feldzug von 1956, zog jedoch von der eroberten Sinai- Halbinsel wieder ab und akzeptierte ihre Besetzung durch UN- Truppen. Als diese Truppen zehn Jahre später wieder abgerufen wurden, schien der Zeitpunkt für den arabischen Vergeltungsakt gekommen, an dessen Ende die Vernichtung Israels stehen sollte. Tatsächlich hielt dann Israels Armee unter dem Verteidigungsminister Moshe Dajan der arabischen Übermacht nicht nur stand, sondern besetzte im Sechs- Tage- Feldzug von 1967 ein Gebiet von der dreifachen Größe seines ursprünglichen Territoriums, diesmal zu keinem Kompromiss bereit, auch nicht nach dem vierten, dem sogenannten Jom- Kippur- Krieg von 1973 und seinem unentschiedenen Ausgang. Die Folgen des Sechs- Tage- Feldzugs bestimmten von nun an Israels Position im Nahen Osten: Zum einen vollzog sich im israelischen Selbstverständnis ein grundlegender Wandel. Israel, in den 70er Jahren Atom- Macht geworden, war nun von der Defensive zur Offensive übergegangen. Die Palästinenser sahen sich um ihre Hoffnung eines siegreichen Frontalangriffs betrogen und gingen zu Terroraktionen im Hintergrund über, die von Israel entsprechend aggressiv beantwortet wurden. Zugleich spaltete sich das arabische Lager: Zunächst Jordanien und dann vor allem Ägypten suchten nach einem Ausgleich, für den der Besuch des ägyptischen Präsidenten Sadat in Jerusalem 1977 und einen Friedensvertrag 1979 zwischen Israel und Ägypten Marksteine waren. Doch den Frieden brachte diese bedingte Annäherung bis heute nicht. Vor allem das Schicksal der Palästinenser, die nun einen eigenen Staat fordern, blieb ungelöst. Und für Israel selbst steht hinter der Frage nach einem Ausgleich und einer dauerhaften Koexistenz mit der arabischen Welt das für die künftige Existenz Israels vielleicht noch größere Problem, wie dieser nun nach außen hin durch die Bedrohung an den Grenzen geeinte, im Innern durch so viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bestimmte Staat nach allen außenpolitischen Anfechtungen die drohenden inneren Auseinandersetzungen überstehen wird.
Arbeit zitieren:
Anke BERGMANN, 2001, Rahmenbedingungen und Hintergründe des Palästinakonfliktes, München, GRIN Verlag GmbH
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Mario
Glücksrede.
Ich wünsche dir noch viel glück in deinem Leben und danke für die geilen Informationen.
Mach weiter so.
am Sunday, January 13, 2002-
Niko
Falsche Darstelllung.
Die Geschehnisse zwichen 1880-1930 sind zu einfach und unkritisch dargestellt. Es ensteht der Eindruck um die Jh.-Wende seien jüdische Einwanderer in ein unbesiedeltes Land gekommen. Wie sie die Bevölkerung, die mehr als 500 Jahre in diesem Gebiet lebten, behandelten wird meiner Meinung nach zu kurz betrachtet. (vgl.:L.Watzal,Feinde des Friedens)
am Saturday, January 19, 2002-
cornelia lippold
kommentar.
der Textist doch wohl ein schlechter Witz, oder?!!!!!
am Sunday, March 17, 2002-