Es gibt in jeder Geschichte das Böse und das Gute: Hier ist das böse eindeutig Franz, doch um das Gute kann man sich streiten, da einerseits Karl von Moor diese Person darstellen könnte, doch er hat auch schlimme Verbrechen zu verantworten, da er für seine Räuberbande verantwortlich ist und er ihnen keine Grenzen gesetzt hatte, sondern sie noch zum töten ermuntert hatte. (Seite 33, Zeile 12: „Und Glück zu dem... bis Zeile 14 „königlich belohnet werden.“)
Erst beim zweiten male nachdenken erkennt man, dass die wirklich gute Person in diesem Stück Amalia ist, da sie nie negativ auffällt. Auch hat Amalia Franzens Absichten erkannt, (Seite 37, Zeile 1: „Ha! Karl! Nun erkenn ich dich wieder...“ bis Zeile 6 „... deiner eigenen Schande.“) während Karl von Daniel Franzens wahres Gesicht gezeigt bekommt. (Seite 100 Gespräch zwischen Daniel und Karl, Zeile 25: „Vergessen? Wie schwätzt ihr...“ bis Seite 101, Zeile 30: „... schleichender, abscheulicher Bösewicht!“), auch bringen beide, Karl wie Amalia, Opfer dar, Karl kann nicht mehr zu seiner geliebten Amalia zurückkehren, da er der Räuberbande einen Schwur geleistet hat, und „seine“ Räuber verlangen von ihm, dass er seinen Schwur hält und bei ihnen bleibt. (Seite136 Zeile 14: „Denk an die...“ bis Zeile34 „... Amalia für die Bande.“) Und da Amalia erkennt, dass sie Karl nicht wieder haben kann, möchte sie ihr Leben lassen. (Seite137, Zeile 7: „Halt, halt!...“ bis Zeile 9 „erbarme dich!“)
Dies ist das was Schiller meinte als er davon schreibt, man müsse sich in Empfindungen hineinzwängen.
2. Frage: Revolutionäre- Rebellen- Terroristen- Anarchistengewöhnliche Diebe und Mörder.
Welche Bezeichnungen treffen auf die einzelnen Räuber in Karl Moors Bande zu?
- Ein Revolutionär ist jemand, der das Bestehende umstürzen, also grundlegend verändern möchte oder hat.
- Ein Rebell ist eine Person, die sich gegen jemanden Auflehnt, wie gegen das momentan regierende Oberhaupt, wie zum Beispiel gegen den König oder Fürsten.
- Terroristen sind Personen, die andere Menschen stark unter druck setzten, und anderen damit in Angst versetzen.
- Zu den Anarchisten gehört die Gruppe von Leuten, die jede Staatsgewalt und jede Herrschaftsform ablehnen, außer der eigenen.
Karl: Meiner Meinung nach ist Karl ein Revolutionär und ein Rebell, da Karl um seine Freiheit kämpft, (Seite 33, Zeile 3: „Mein Geist dürstet...“ bis Zeile 5 „... unter meine Füße gerollt-), auch ist er mit der Zeit in der er lebt nicht zufrieden, er wollte die „Welt durch Greuel verschönern und die Gesetze durch Gesetzlosigkeit aufrecht erhalten..“( Seite 138, Zeile 31 - Seite 139, Zeile 11) Am Anfang des Stückes sagt Karl auch, dass er sich nicht an die Gesetze halten möchte. (Seite 20, Zeile 24: „Nein, ich mag...“ bis Zeile 35 „... Nonnenklöster sein sollen.“) Und dies macht einen Rebellen aus. Zudem ist Moor, wie viele andere auch, ein Mörder, Terrorist und Räuber. Moor ist deshalb ein Mörder, da er Amalia umbrachte (Seite 137, Zeile 36: „Halt! Wag es..“ bis Zeile 37 „... ( Er ermordet sie)) Er ist auch deshalb ein Mörder, da er der Hauptmann der Bande ist und die Verantwortung trägt. Terrorist ist er, weil er und seine Räuber in dem Ort solch ein schrecken
verbreitet haben, als sie Roller retteten. (Seite 64, Zeile 5: „Itzt sagt der Hauptmann...“ bis Zeile 23 „... Schreck smeißt alle zu boden-) Zeile 23 „... Schreck smeißt alle zu boden-)
Doch er scheitert an seinem vorhaben, da er die Ordnung, die in der Welt herrscht anerkennen muss
Spiegelberg: Spiegelberg ist ein Anarchist, da er jegliche Herrschaftsform ablehnt,
Grimm: Der Räuber Grimm ist auch ein Terrorist, da er mit Spiegelberg das Nonnenkloster überfällt.
Schufterle: Der Räuber Schufterle gehört sogar zu der Sorte von Mördern, die vor
Schweizer: Schweizer kann man als Mörder bezeichnen, da er Spiegelberg
Roller: Ist einer Terrorist, weil er zu Moors Bande gehört, außerdem ist er einer der treuesten Anhänger von Karl. Er stirbt im laufe des Dramas sogar für seinen Hauptmann.
Schwarz: Der Räuber Schwarz würde alles für Karl von Moor tun, er muntert Karl auf, wenn er deprimiert oder schlecht gelaunt ist. (Seite 81, Zeile 23: „Heitere dich auf. ...“ bis Zeile 24 „- den lieblichen Abend.“ ) Kosinsky: Kosinsky ist ein Terrorist, wie die anderen Räuber auch. Man kann ihn
verantworten würde. (Seite 85, Zeile 21: „Jeden Mord...“ bis Zeile 22 „...will ich verantworten.)
3. Frage: Überprüfe, in wiefern Karl Moor als typischer Vertreter der
Epoche des „Sturm und Drang“ gesehen werden kann!
1. Auf das gesamte Drama Bezogen:
Mann kann Schillers Drama eindeutig der Zeit des Sturm und Drang zuordnen, da Schiller nicht wie in der Zeit der Aufklärung sich an die drei „Regeln“ hielt. Das heißt, er verfolgt nicht nur strikt eine Handlung, sondern zwei Handlungsstränge, die erst am Ende zusammen laufen. Der Eine Handlungsstrang spielt sich im Schloss ab, wo Franz unbedingt der Fürst werden will, und dann Amalia zur Frau möchte, der andere Handlungsstrang spielt sich bei den Räubern ab.
Ein weiterer Beweis der beiden Handlungsstränge ist, dass sich Karl und Franz nie richtig aufeinandertreffen.
Wiederrum typisch für diese Zeit ist, dass das Drama sich nicht in den geforderten 24 Stunden abspielt, wie es in der Zeit der Aufklärung der Fall war, sondern die Zeitspanne des Dramas mehr als ein Jahr beträgt.
Schiller wechselt in seinem Drama oft den Schauplatz, er zieht mit seinem Drama um weite gebiete Deutschlands, dies ist ein weiteres Merkmal der „Sturm und Drang“ Epoche. Was auch erstmals in der Zeit dieser Epoche erschien, war, dass sogar Szenen bei Nacht gespielt wurden.
Am Ende des Dramas von Schiller müssen seine Hauptfiguren erkennen, dass ihr Drang die Welt zu verändern, am Ende doch scheitern, damit ist schon die erste Kritik der eigenen Epoche zu erkennen.
Später erkannte Schiller, dass es einen Zweck hat sich mit allen Mitteln gegen die Zeit der Aufklärung zu wehren, statt dessen baute man den Grundstein der Klassik damit auf, dass man die Zeit des „Sturm und Drang“ mit der aufklärerischen Vernunft in Einklang brachte.
2. Auf Karl persönlich bezogen:
Karl ist deshalb als Vertreter der „Sturm und Drang“ Zeit anzusehen, da er sehr Emotional bewegt ist. Karl hört oft auf seine Gefühle, anstatt auf seinen Verstand, daher gerät er des öfteren mal in schwierige Situationen. Er kann auch seine Morde die er begeht nicht so ganz mir seinem Gewissen ins reine bringen und kämpft deshalb oft mit Selbstmordgedanken, kann sich aber doch nicht dazu durchringen, sich umzubringen (Seite 111, Zeile 6: „Wer mir Bürge ...“ bis Seite 112, Zeile 21 „... Ich wills vollenden.)
Karl reagiert sehr stark auf die Nachricht, die sein Bruder ihm zusendet, dass er von seinem Vater verstoßen wurde.(Seite 25, Zeile 20: „Was ist dir?...“ bis Zeile 21 „... wie die Wand.“)
Auf der Suche nach Freiheit lehnt sich Karl ganz offensichtlich gegen seinen Vater auf, am Ende muss Karl aber erkennen, dass alles was er tat keinen großen Erfolg brachte, da er merkt, dass er die Welt nicht verändern kann. Auch werden Kraftausdrücke und Flüche von Karl vernommen. Quellen: Zu 2. Worterklärungen: A. M. Textor, Auf Deutsch Zu 3: Teilweise aus www.fundus.org
Hiermit versichere ich, dass ich alle verwendeten Textstellen kenntlich gemacht habe!
Arbeit zitieren:
Christa Jöckel, 2001, Schiller, Friedrich - Die Räuber (Ausarbeitung), München, GRIN Verlag GmbH
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mika-chan hat den Text Schiller, Friedrich - Die Räuber (Ausarbeitung) kommentiert
Wallenstein and Mary Stuart: Friedrich Schiller
Walter Hinderer, Friedrich Schiller, J. Friedrich Von Schiller
mika-chan
~.~.
eine gute arbeit, wie ich finde .... ich hoffe sie kann mir morgen bei meiner deutschklausur weiterhelfen ;-))
GLG mika
am Tuesday, October 01, 2002-