Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren
von Claudia Walther
Inhalt
1. Einführung 3
2. Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche
Analyseverfahren 3
2.1. Ziele der Film- und Fernsehanalyse 3
2.2. Hermeneutische Film- und Fernsehanalyse 4
2.3. Empirisch-sozialwissenschaftliche Film- und Fernsehanalyse 4
3. Diskussion konkreter Analyseverfahren 5
3.1. Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse 5
3.2. Silbermann/ Schaaf/ Adam: Filmanalyse 6
3.2.1. Alphons Silbermann 7
3.2.2. Michael Schaaf 7
3.3. James Monaco: Film verstehen 9
3.4. Helmut Korte: Einführung in die systematische Filmanalyse 9
3.5. Eberhard Opl: Das filmische Zeichen als 11
kommunikationswissenschaftliches Phänomen
4. Zusammenfassung 11
Anlagen: Literaturverzeichnis
1. Einführung
Ein Film oder eine Fernsehsendung kann auf unterschiedliche Art und Weise analysiert werden. Je nach Analyseziel und Fragestellung ist die Verwendung verschiedener Methoden günstig. In der folgenden Hausarbeit sollen hermeneutische und sozialwissenschaftliche Analyseverfahren dargestellt und ihre Unterschiede deutlich gemacht werden. Anschließend werden konkrete Analyseansätze vorgestellt und diskutiert. Grundlage hierfür bilden die Werke verschiedener Autoren: Knut Hickethier, Alphons Silbermann/ Michael Schaaf/ Gerhard Adam, James Monaco, Helmut Korte sowie Eberhard Opl. Es soll eine Einordnung in hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Verfahren versucht werden.
2. Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren
2.1. Ziele der Film- und Fernsehanalyse
"Film- und Fernsehanalyse will über die ästhetischen Strukturen von Filmen, Fernsehsendungen und Videos Einsichten und Erkenntnisse sprachlich formulieren, um sie auf diese Weise bewußt zu machen" ( Knut Hickethier, 1996, Seite 27 ). Ihr Ziel ist es, das sinnlich Wahrgenommene in seinen Strukturen zu durchschauen und bewusst zu machen. Auf diese Weise kann auch der ästhetische Genuss gesteigert werden, da der Rezipient in der Lage ist, selbst verborgene Bedeutungspotentiale zu erschließen. Darüber hinaus trägt die Analyse eines Films bzw. einer Fernsehsendung zur Steigerung der eigenen Kompetenz im Umgang mit audiovisuellen Medien bei. Mediale Prozesse können besser beurteilt und eingeordnet werden. ( vgl. Knut Hickethier, 1996, Seite 27 - 29 )
Neben den oben genannten allgemeinen Zielen, verfolgt jede Film- oder Fernsehanalyse spezifische Richtungen. Diese ergeben sich aus den Fragestellungen. Je nach Schwerpunkt muss die günstigste Analysemethode ausgewählt werden, um möglichst ergiebige Untersuchungsergebnisse zu gewährleisten. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Hauptrichtungen der Film- und Fernsehanalyse: zum einen hermeneutische und zum anderen empirisch-sozialwissenschaftliche Verfahren. Während diese Methoden sich lange Zeit gegenseitig ausschlossen, herrscht heute eine weitgehende Akzeptanz beider. Gegebenfalls ergänzen sie sich oder verschmelzen. In den folgenden Kapiteln sollen sie näher beleuchtet werden.
2.2. Hermeneutische Film- und Fernsehanalyse
Unter Hermeneutik ( griechisch ) versteht man die Kunst der Auslegung. Ihr Ziel ist das Sinnverstehen und Deuten, also die Interpretation eines Werkes. Neben dem Verständlichmachen des Stoffes will sie alle Bedeutungen, sowohl offensichtliche als auch versteckte, erkennbar machen. "Da bei vielen Filmen und Fernsehsendungen es nicht darauf ankommt, sie verständlich zu machen, sollen vielmehr hinter diesem Schein des allgemein Verständlichen die Strukturen der Gestaltung hervorgehoben und die zusätzlich noch vorhandenen Bedeutungsebenen und Sinnpotentiale aufgedeckt werden. Hermeneutisch orientierte Film- und Fernsehanalyse geht von der Mehrdeutigkeit filmischer und televisueller Werke aus und versucht, diese Mehrdeutigkeiten erkennbar zu machen"( Knut Hickethier, 1996, Seite33 ). Die Grundlage der hermeneutischen Herangehensweise ist ein zirkuläres Verfahren. Dabei wird der Text von einem Vorverständnis ausgehend immer wieder neu befragt und bereits vorhandenes Wissen erprobt und erweitert.
Die hermeneutisch orientierte Film- und Fernsehanalyse ist immer subjektiv, da jeder Rezipient aufgrund verschiedener Rezeptionsbedingungen ein unterschiedliches Vorverständnis bildet. Somit kann sie keine allgemeingültigen Ergebnisse liefern.
2.3. Empirisch-sozialwissenschaftliche Film- und Fernsehanalyse
[...]
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Claudia Walther, 2000, Hermeneutische und empirisch-sozialwissenschaftliche Analyseverfahren, Munich, GRIN Publishing GmbH
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