Zeitliche Fertigungsprogrammplanung Langfristige Planung
Durch längere Marktbeobachtungen und Marktanalysen Festlegung + des Produktfeldes: Marktgebiet für ein Produkt
+ eventuelle Produktdiversifikationen: Ausdehnung des Leistungsprogramms, verschiedene Produkte + Produktgruppe: z. B. Landmaschinen oder Fahrräder oder PKW
+ Produktidee: völlig neues Erzeugnis oder Abwandlung eines bestehenden Produktes und Zuschneidung auf eine besondere Zielgruppe
+ Produktdifferenzierung: unterschiedliche Preise und Verpackungen z. B. Hosen als Markenware, Handelsware oder No - Names verkaufen
+ Produktforschung und Entwicklung: Neu- und Weiterentwicklung, um den Bedürfnissen am Markt zu entsprechen, endet mit der Erprobung
Mittelfristige Planung:
- Festlegung der Produktionsbreite: Zahl der Erzeugnisse oder Erzeugnisgruppen (z. B. Klein-, Mittel-, Kompaktkla sse-, Oberklassewagen
- Festlegung der Produktionsprogrammdichte: verschiedene Abwandlungen eines Produkts (z. B. Golf Joker, Golf Family, Golf GTI)
- Festlegung der Produktionsprogrammtiefe: wird durch Anzahl der Fertigungsstufen bestimmt. Entscheidung über Eigen- oder Fremdbezug notwendig.
- Der Lebenszyklus der verschiedenen Produkte muss beachtet werden, damit es nicht zu starken Umsatzschwankungen kommt
I. Phase: Produktherstellung und -Einführung II. Phase: Wachstum III. Phase: Reife IV. Phase: Sättigung V. Phase: Abstieg und Untergang
Kurzfristige Planung
Bestimmung des Produktionsprogramms für die nächste Periode(z. B. ½ Jahr oder 1 Jahr). Sie richtet sich nach dem Absatz oder einem Engpass. Hier muss sich ein genauer Überblick über die Kostendeckung durch das Produkt verschafft werden.
- Deckungsbeitrag: Ist der Betrag, der die Fixen Kosten eines Erzeugnisses deckt und Gewinn abwerfen soll (Bruttogewinn)
-
Fixe Kosten:
sind Kosten, die kurz- oder längerfristig konstant bleiben. Sie entstehen unabhängig von der Produktionsmenge (z. B. Mieten, Strom, Heizung, Zinsen, Abschreibungen, Wachschutz)
- Variable Kosten: Sie steigen oder fallen mit der Anzahl der Produkte. Es sind a) Absatzorientiert
b) Orientierung am Engpass
Der Deckungsbeitrag wird jetzt von der Fertigungszeit im Engpasssektor bestimmt Relativer Deckungsbeitrag = positiver Deckungsbeitrag Fertigungszeit im Engpasssektor
Fertigungsvorbereitung Fertigungsplanung
Aus der Konstruktionsstückliste werden Arbeitsstücklisten aufgestellt Fertigungsstückliste: Unterlage für Planung- und Steuerung der Fertigung für Materialbezug und Termindisposition (Beschaffung, Materialbereitstellung, Fertigung, Lieferung) Materialstückliste: Ermittlung des gesamten Materialbedarfs für eine vorliegende Aufgabe. Vergleich mit Lagerbestand.
Fremdbedarfliste:
Erfasst die noch fehlende Menge an Werkstoffen und Fertigteilen. Enthält Preise der bestellten Menge und die vorgegebenen Termine.
Arbeitsplan:
Im Arbeitsplan wird der Arbeitsablauf festgelegt Arbeitsplan
Planung des Betriebsmittelbedarfs: Maschinen, Gebäude, Werkzeuge und Transporteinrichtungen Planung des Werkstoffbedarfs: Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe + Fertigerzeugnisse Planung des Stellenbedarfs: Einstellung von der Aufgabe entsprechend qualifizierten Arbeitskräften
Fertigungssteuerung
Aufgabe: Fertigungsprozess lenken und überwachen
Ziele: - wirtschaftliche Nutzung der Produktionskapazität, z. B. gleichmäßige Auslastung mit minimalen Kostenà optimale Losgröße
optimale Losgröße: Ein Los ist die Menge eines Produkts, die ohne Unterbrechung hintereinander
A) Auflagenproportionale Kosten (Lager- und Zinskosten)
Sind um so höher, je größer die Serie ist. Je kleiner das Los, um so kleiner die Zinskosten = das in Waren gebundene Kapital
B) Auflagenfixe Kosten = Umstellungskosten (von einer Serie zur anderen)
- Rüstkosten: Vorbereitung des Arbeitsplatzes, Umstellung der Maschine, Auftragsbearbeitungskosten, Einarbeitungskosten)
- Je kleiner das Los, desto kleiner sind die Zins- und Lagerkosten, aber um so größer die Umstellungskosten à Suche nach der optimalen Losgröße, bei der die Summe aus Umstellungs- und Aufbewahrungskosten je Stück am niedrigsten ist.
Bestimmung der optimalen Losgröße
à Bei der Berechnung der Aufbewahrungskosten wird die halbe Losgröße verwendet = durchschnittlicher Lagerbestand. Bsp.: Jahresbedarf: m = 1000 St
Mathematische Berechnung der optimalen Losgröße Andlersche Formel: Xopt = 200 * m * Afix v P* Aprop
Fertigungsüberwachung
Umfasst die Sicherung und Kontrolle der Qualität und Termine Qualitätsmerkmale: Fehlerfreiheit (Übereinstimmung von Entwurf und Erzeugnis) Funktionstüchtigkeit
Vorschriftsmäßigkeit (Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben)
In allen Phasen des Leistungsprozesses eines Unternehmens muss die Qualität überprüft und sichergestellt werden.
1: Marktforschung
2: Entwicklung, Konstruktion, Erprobung: Qualitätsanforderungen aus 1 müssen hier berücksichtigt werden z. B. sicherer Kleinwagen
3: Fertigungsplanung: Prüfablauf wird festgelegt; Prüfmethoden und Prüfmittel bestimmt. Was geprüft werden soll wird im prüfplan festgelegt.
4: Beschaffung: Der Lieferant muss den technischen und organisatorischen Voraussetzungen entsprechen, um die Produkte zu liefern, die die vorgeschriebenen Qualitätsmerkmale erfülle n 5 + 6: Fertigung + Endprüfung: Fertigungsinspektion. Prüfung der Einzelteile auf Einhaltung der Maße, Funktionstüchtigkeit, Oberflächenbeschaffenheit, Beseitigung von Ausschussursachen àfür Produktsicherheit 100% Prüfung
Montageinspektion: Prüfungen erla uben es in den kurzfristigen Arbeitsablauf einzugreifen. Einsatz von Computersystemen.
7 + 8: Auslieferung + Kundendienst: Hersteller haftet für Produkt bis zur Abnahme durch den Kunden + Garantiezeit
9: Marktbeobachtungen: Erfahrungen der Kunden sind wichtig für die Qualitätsverbesserung.
Terminsicherung
Darstellungsmöglichkeiten von Arbeitsabläufen- Terminierung
1. Es werden Symbole zur Darstellung von Vorgängen benutzt, die miteinander verbunden werden, für einfache Arbeitsabläufe (s. Kopie)
2. Aus dieser Darstellung werden die zeitlich nacheinander, sowie parallel durchführbaren Tätigkeiten sichtbar. Für komplexe Planungsaufgaben z. B. große Bauvorhaben nicht gut geeignet. (s. S. 285)
3. Ist eine Ablaufdarstellung um komplexe Aufgaben (Projekte) mit einer größeren Anzahl von
Vorgaben für das Aufstellen des Netzplanes
-
Kritischer
Rationalisierung der Fertigung
Rationalisierung ist die zweckmäßige Gestaltung von Arbeitsvorgängen mit dem Ziel ein möglichst günstiges Verhältnis von Kosten und Leistung zu erreichen (meist durch Verbesserung der Betriebsmittel) Ziel: Behauptung im Konkurrenzkampf
- Erhöhung der Produktivität: Output oder Output Arbeitsstunden Materialeinsatz Und Wirtschaftlichkeit: Leistung Kosten
Rationalisierung des Arbeitsverfahrens (durch Arbeitsteilung) horizontale Arbeitsteilung: gleiche Aufgaben für mehrere Arbeitskräfte)
vertikale Arbeitsteilung: Stufen- oder Artteilung (z. B. 3 Arbeitskräfte, jeder vollzieht eine andere Bearbeitungsstufe (Arbeitszerlegung)
Rationalisierung durch Änderung der Produktionstechnik Maschinelle Selbstregulierung
- Maschine, die einen Arbeitsgang selbstständig steuernd und kontrollierend übernehmen àAutomaten
- Der Regelkreis „messen-steuern-regeln“ wird von Maschinen ohne menschlichen Eingriff vorgenommen
- Der Mensch gibt das Programm vor
Automatisierte Fertigungsverfahren („starre“ Automatisierung)
- Verkettung der Arbeitssituationen durch starren Arbeitsablauf bzw. Materialfluss
- Im Unterschied zur maschinellen Fertigung wird auch der Transport elektronisch gesteuert Flexible Automatisierung
- Kleinere Serien produzieren, um flexibler auf den „Markt“ reagieren zu können Ziel: unterschiedliche Produkte im beliebigem Wechsel kostengünstig herstellen
Rationalisierung durch Vereinheitlichung des Fertigungsgegenstandes Normung: DIN= Deutsches Institut für Normung
funktionstüchtig zusammengesetzt)
Typung: Vereinheitlichung von Fertigfabrikaten z. B. Kühlschränke oder PKW-Räder Spezialisierung: Beschränkung des Produktionsprogramms auf wenige Typenà Senkung der Kosten, Qualitätsverbesserung
Maßnahmen gegen die Sinnentleerung am Arbeitsplatz Job- Rotation: Arbeitsplatzwechsel
Job- Enlagement: Mehrere Tätigkeiten werden von einer Arbeitskraft ausgeführt Job- Enrichment: Ausführen einfacher und qualifizierter Tätigkeiten durch eine Arbeitskraft (z. B. Arbeiten am Band und Qualitätskontrollen)
Gruppenarbeit: Die gebildete Gruppe soll weitestgehend eigenverantwortlich den Einsatz ihrer
Arbeit zitieren:
cathrin koschnitzke, 2001, Der betriebliche Leistungsprozess, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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Verdrückt.
Tschuldigung, ich habe mich gerade verdrückt, ich find das super was du geschrieben hast
am Monday, October 07, 2002-