Ziel: Zollunion mit gemeinsamen Außenzöllen zur Förderung des
Wirtschaftswachstums und Verbesserung des Lebensstandards, Freizügigkeit der
Arbeitnehmer, freies Niederlassungsrecht der Unternehmer, gemeinsame Agrar-,
Verkehrs-, Sozial- und Währungspolitik, Schaffung gleicher Voraussetzungen für
wirtschaftl. Unternehmungen in versch. Nationen; Ziele bis Heute nur teilweise
verwirklicht
Organe: Ministerrat, Kommission, Parlamentarische Versammlung
-Europäische Freihandelszone (EFTA): Schweiz, Schweden, Österreich, GB,
Dänemark, Norwegen wollten nationale Souveränität nicht aufgeben, nur
handelspolitische Ziele
-Elysee-Vertrag (Dt.-Franz. Vertrag) 1963, nur Absichtserklärungen beider
Staaten
Treffen der beiden Regierungschefs zweimal jährlich, der Außenminister alle 3
Monate
Aufbau und Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft
-großer wirtschaftl. Erfolg der EWG
> Gründung der EG 1967 (Zus.schluß von Montanunion, EWG und Euratom)
Organe: Ministerrat, Kommision, Europäisches Parlament, Europäischer Gerichtshof
-Zollunion 1968: Aufhebung der Zollabgaben innerhalb der Sechsergemeinschaft
-Norderweiterung: GB, Dänemark, Irland 1973
-Süderweiterung: Griechenland 1981; Spanien, Portugal 1986
> politische und wirtschaftl. Schwierigkeiten
-Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ): Abstimmung der Außenpolitik
-Europäische Union (EU), Vertrag von Maastricht 1992
Schaffung eines europ. Binnenmarktes 1993, Währungsunion 1999, politische
Einigung, Nationalstaaten übertragen der Gemeinschaft Kompetenzen u.a. bei
Fragen der Umwelt- und Insustriepolitik, im Gesundheitswesen, beim
Verbraucherschutz; Subsidiaritätsprinzip
Stärkung der Zus.arbeit der einzelnen Staaten z.B. bei Asyl- und
Einwanderungsfragen, Verfolgung internat. Kriminalität
Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), WEU
-Beziehung der EU zu den Staaten der 3.Welt: Vertrag von Jaunde 1963, Vertrag
von Lome (Commonwealth)
-Beitrittserweiterungen: EFTA-Staaten?, Osteuropa?
2. Vom Ost-West-Gegensatz zum Zusammenbruch der Sowjetunion
Osteuropa nach dem 2. WK
-Auflösung der Anti-Hitler-Koalition
-Konferenz von Jalta auf Krim 1945: Meinungsverschiedenheiten, Einigung über
gemeinsame Kontrolle Ds nach dem Krieg, zukünftige Weltorganisation, gemeinsame
Kriegsführung gegen Japan
Sowjetisierung Osteuropas, Satellitenstaaten
Kommunisten nahmen am lokalen politischen Geschehen Teil und zogen die Kontrolle
über den Regierungsapparat an sich
-Tschechoslowakei: Kommunisten nutzen traditionelle Differenzen zwischen
Tschechen und Slowaken aus, Unterwanderung von Polizei und Verwaltung, illegale
Maßnahmen (Bombenattentate, Diffamierungen, Verhaftungen), an den Grenzen
stationierte sowjetische Truppen
-Jugoslawien: Kommunistisch (Tito), jedoch von Sowjetunion unabhängig, gweisse
Dezentralisation der Verwaltung, Aufhebung der Kollektivierung der
Landwirtschaft, Experimente mit Gewinnverteilung
Wirtschafts- und Militärbündnisse in Ost und West
-COMECON 1949: Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe; Gründungsmitglieder:
Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei, Ungarn
Mongolei (1962), Kuba (1972), Vietnam (1978); Auflösung 1991
-NATO 1949: westl. Militärbündnis
-Koreakrieg 1950-1953 als Anlaß für verstärkte Verteidigungsbemühungen
-Ausweitung der Nato: Griechenland und Türkei 1952, Wiederaufrüstung
Westdeutschlands
-Westeuropäische Union mit BRD und Italien
-Warschauer Pakt 1955, Reaktion auf Nato-Beitritt der BRD, Völkerrechtliche
Grundlage für SU um Truppen in Europa zu stationieren und Abweichler vom sowj.
Kurs zu disziplinieren (Prager Frühling 1968)
Aufstände in Osteuropa gegen die SU (1953-1956)
-Aufstand in der DDR vom 17. Juni 1953: blutige Unterdrückung mit Hilfe sowj.
Panzer
-Aufstand in Polen 1956: Partei gibt der Bevölkerung nach, kein milit.
Eingreifen der SU
-Ungarnaufstand 1956: milit. Einggreifen der SU
Das "Gleichgewicht des Schreckens"
-rüstungstechnischer Vorsprung der USA am Ende des 2. WK: militärisches Konzept
der "massiven Vergeltung"
-Sputnikschock 1957
-"Friedliche Koexistenz"
-Mauerbau in Berlin 1961 um Flüchtlingsstrom nach West-Berlin zu stoppen
-Kuba-Krise 1962: Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba, Blokade Kubas
Entspannungspolitik
-"Heißer Draht" 1963: Fernschreibverbindung zwischen Kreml und Weißem Haus
-Rüstungskontrolle: Verzicht auf Kernwaffenversuche in der Atmosphäre 1963;
SALT-I-Vertrag
-KSZE-Konferenz 1973; Schlußakte von Helsinki; Politik soll künftig auf
friedlichen Prinzipien aufbauen, Vertrauensbildende Maßnahmen (wechselseitige
Manöverbeobachtungen), wirtschaftl. und technische Kooperation
Von der Rüstungskontrolle zur Abrüstung
-SU modernisiert auf Europa gerichtete Raketen
> Nato-Doppelbeschluß 1979: 1. Atomwaffen der USA in Europa; 2.
Verhandlungsangebot an SU
> kein Erfolg der Verhandlungen > 1983 Pershing-II-Raketen in BRD
> Friedensbewegung
-Perestroika und Glasnost in der SU, Ziel: radikaler Umbau der Gesellschaft,
jedoch 1991 Auflösung der SU; Beendigung des kalten Krieges, Entlassung der
ostmittel- und südosteuropäischen Staaten aus dem sowj. Block, Dt. Einheit
ermöglicht
Außenpolitik der BRD
-Westintegration; Hallstein-Doktrin: Alleinvertretungsanspruch der BRD
-"Wandel durch Annäherung" in den 60ern
-"Zwei-plus-vier-Vertrag" 1990
3. Konfliktzonen der 3. Welt
-Die Auflösung der alten Kolonialreiche, Dekolonisierung in Asien, Afrika
-Die Blockfreien: Sprachrohr der 3.Welt, Jugoslawien, Indien, Ägypten
-Abhängigkeit der Industrienationen von der OPEC, Erfolgreichstes
Rohstoffkartell der 3. Welt; Ölpreiserhöhung, Weltwirtschaftskrise in den 70er
Jahren
Bedingungen des Nord-Süd-Konflikts
-Traditionelle Benachteiligung durch Kolonialherrschaft; Kolonien als
Rohstoffliferanten und Absatzgebiete
-Strukturen des Kolonialismus, zweckorientiert, keine Rücksicht auf kulturelle
Zusammenhänge
-Neokolonismus, Industrialisierung, Entwicklungshilfe: Aufrechterhaltung alter
Abhängigkeiten
-Hunger
Konfliktfelder zwischen Nord und Süd
-wirtschaftl. Benachteiligung der 3. Welt, Analphabetismus
-UN-Umweltkonferenz in Rio 1992
Ansätze zur Konfliktlösung
-UNO, Generalversammlung, Sonder- und Hilfsorganisationen
-Sicherheitsrat
-"Gruppe der 77er", Blockfreie
Arbeit zitieren:
Oliver Fischer, 2001, Schritte zur Einigung Westeuropas / Vom Ost-West-Gegensatz zum Zusammenbruch der Sowjetunion / Konfliktzonen der 3. Welt, München, GRIN Verlag GmbH
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