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Soziologie des Gegenwartsfilms

Titel: Soziologie des Gegenwartsfilms

Seminararbeit , 1999 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Konz (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gerade aufgrund der Tatsache, dass im Gegenwartsfilm Merkmale erkennbar sind, die sich nur auf eine Veränderung der Kultur zurückführen lassen, rückt die kulturelle Dimension zunehmend in den Mittelpunkt der Filmsoziologie. Lash unterscheidet in seinem Buch "Sociology of Postmodernism" (1990a) zwischen der modernistisch diskursiven und der postmodernistisch figuralen Sensibilität, welche durch eine Entdifferenzierung gekennzeichnet ist. Diese Entdifferenzierung ist auch im Gegenwartsfilm erkennbar.
Im Folgenden sollen nun zuerst der Wandel von der modernistischen zur postmodernistischen Kultur aufgezeigt und die damit verbundene Hypothese der Entdifferenzierung von Hoch- und Populärkultur, welche sich (unter anderem) sowohl in der Entwicklung des Films als auch in der veränderten Sensibilität der Filmkritiker widerspiegelt, durchleuchtet werden.
Dazu wird nun in einem ersten Schritt der theoretische Hintergrund der Soziologie des Gegenwartsfilm erörtert und dies anschliessend am Beispiel des Films "Natural born killers" veranschaulicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Problemstellung

2 Der theoretische Hintergrund der Soziologie des Gegenwartsfilms

2.1 Die Soziologie der postmodernen Kultur

2.2 Der postmoderne Film

2.3 Das neue (Rollen-) Verständnis der Filmkritiker

2.3.1 Die „Kritischen Kritiker“

2.3.2 Die „Neuen Wilden“

3 „Natural born killers“

3.1 Die Story

3.2 Die Handlungsebene

3.3 Die Darstellungsebene

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Wandel der kulturellen Sensibilität im Gegenwartsfilm unter Rückgriff auf die soziologische Theorie der Postmoderne. Dabei wird analysiert, wie sich die Grenze zwischen Hoch- und Populärkultur entdifferenziert und welche Auswirkungen dies auf die Filmrezeption und das Rollenverständnis von Filmkritikern hat, wobei der Film „Natural born killers“ als zentrale Fallstudie dient.

  • Wandel von modernistischer zu postmodernistischer Kultur
  • Entdifferenzierung von Hoch- und Populärkultur
  • Gegensätzliche Positionen der Filmkritik (Frankfurter Schule vs. „Neue Wilde“)
  • Strukturelle Analyse des Films „Natural born killers“
  • Medienkritik und Darstellung von Gewalt in der Postmoderne

Auszug aus dem Buch

Die Darstellungsebene

Oliver Stone wechselt ständig zwischen schwarz-weiss, bunt, Zeichentrick und Verzerrungen. Zusätzlich werden in fast jeder Szene kurze Einblendungen (ca. 0,5 Sekunden) von brutalen Gewaltszenen, die zum Teil auch Filmausschnitte aus älteren Horrorfilmen sind, gezeigt. Dies hat zur Folge, dass man ständig den Eindruck besitzt sich ein MTV-Video anzuschauen. Verstärkt wird dieser Effekt durch weitere Einblendungen im Hintergrund. In der „I-love-Mallory-Szene“ (in der sich Mickey und Mallory kennenlernen) verwendet er noch eine andere Montagetechnik. Durch Hintergrundgelächter und -applaus, sowie der Einblendung der Namen der Darsteller, hat man das Gefühl sich eine der modernen „Sit-Coms“ anzuschauen, was thematisch aber absolut nicht in den Zusammenhang passt. Dadurch erzielt Oliver Stone einen gewissen Entfremdungseffekt. Dieser Effekt wird noch weiter forciert, indem er in der „Indianer-Szene“ auf Mickeys T-Shirt die Wörter „Demon“ und „Too much T.V.“ projeziert. Spätestens jetzt sollte jedem Rezipienten die Kritik an der heutigen Medienzivilisation offenkundig sein.

Die damit verbundene Kritik an der Verrohung der Gesellschaft erreicht Oliver Stone über die oft als gewaltverherrlichend bezeichneten, detailgenauen Mordszenen. Während sie den Zuschauer zu Beginn des Film noch schockieren, empfindet man die Morde am Schluss des Films nur noch als festen Bestandteil der Handlung und ist fast schon abgestumpft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung und Problemstellung: Einleitung in die kulturelle Dimension der Filmsoziologie und Darlegung der Hypothese der Entdifferenzierung von Kulturformen.

2 Der theoretische Hintergrund der Soziologie des Gegenwartsfilms: Erläuterung der postmodernen Theorie nach Lash sowie Diskussion der sich wandelnden Rolle der Filmkritik.

3 „Natural born killers“: Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Analyse des Films von Oliver Stone hinsichtlich Story, Handlung und Darstellung.

4 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass eine klassische Trennung zwischen „guten“ und „schlechten“ Filmen in der Postmoderne nicht mehr zeitgemäß ist.

Schlüsselwörter

Filmsoziologie, Postmoderne, Entdifferenzierung, Kulturindustrie, Natural born killers, Filmkritik, Medienzivilisation, Populärkultur, Oliver Stone, Rezeption, Ästhetik, Gewalt, Mainstream-Kino.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen Merkmale des Gegenwartsfilms im Kontext einer sich wandelnden postmodernen Kultur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen der Wandel der kulturellen Sensibilität, die Entdifferenzierung zwischen Hoch- und Populärkultur sowie die mediale Inszenierung von Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Filmen verändert hat und warum eine strikte Trennung in „gute“ und „schlechte“ Filme aus Sicht des Autors nicht mehr haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine medien- und kultursoziologische Analyse, die theoretische Konzepte (insb. von Lash und Adorno) auf eine filmische Fallstudie anwendet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zur Postmoderne und Filmkritik sowie eine praktische Filmanalyse von „Natural born killers“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Postmoderne, Filmsoziologie, Entdifferenzierung und Medienkritik stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Warum wird „Natural born killers“ als Fallbeispiel gewählt?

Der Film dient als paradigmatisches Beispiel für eine postmoderne Produktion, die durch ihre Montagetechnik und Thematisierung der Medienmacht eine intensive gesellschaftliche Debatte ausgelöst hat.

Welche Rolle spielt die „Indianer-Szene“ innerhalb der Filmanalyse?

Diese Szene verdeutlicht die explizite Kritik des Regisseurs an der Medienzivilisation, indem durch Symbolik auf dem T-Shirt des Protagonisten die mediale Überreizung („Too much T.V.“) thematisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziologie des Gegenwartsfilms
Hochschule
Universität Trier  (Fachbereich Soziologie)
Veranstaltung
Medien und Moderne
Note
1,7
Autor
Thomas Konz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
14
Katalognummer
V10431
ISBN (eBook)
9783638168571
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mediensoziologie Film Natural born killers
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Konz (Autor:in), 1999, Soziologie des Gegenwartsfilms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10431
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Leseprobe aus  14  Seiten
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